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ᐅ Grundrissplanung Einfamilienhaus Massivholzbauweise 140qm in Niedersachsen

Erstellt am: 02.01.23 15:30
-
-LotteS-
Moin liebes Hausbau-Forum!

Nachfolgend einige Infos - nach bestem Wissen und Gewissen - zu unserem Hausbauprojekt...

Bebauungsplan/Einschränkungen

Größe des Grundstücks 576 qm - Flurstück 17/28 (siehe Liegenschaftskarte)
Hang nein - Grundstück hat nur wenige cm Höhenunterschied
Grundflächenzahl 0,3 = 172,8
Geschossflächenzahl nicht definiert
Baufenster, Baulinie und -grenze 24x24 Meter Grundstück = N-O-S-W 16x18x16x18 Baufenster
Randbebauung nein, Ausnahmen ggf. siehe nds. Bauverordnung
Anzahl Stellplatz nicht vorgeschrieben
Geschossigkeit eingeschossig
Dachform Sattel/Walm/Krüppelwalm 35-50 Grad Dachneigung
Stilrichtung klassisches Einfamilienhaus
Ausrichtung Firstrichtung vorgegeben = Firstlinie in West-Ost Richtung
Maximale Höhen/Begrenzungen TH 4,0 FH 8,5 Meter
weitere Vorgaben keine Ölheizung, 50% der Süddachfläche mit solarpflicht, keine Bebauung zwischen Haus und Strasse zugelassen (= kein Parkplatz ö.ä. im Vorgarten)

Das Grundstück ist gekauft und die Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet bereits abgeschlossen (wir liegen sogar an der vorasphaltierten Strasse).

Anforderungen der Bauherren

Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp Holzhaus aus massiven Blockbohlen innen, Einblasdämmung und Aussenverschalung
Keller, Geschosse kein Keller - nur EG + OG
Anzahl der Personen, Alter drei im Alter von 36, 29 und fünfeinhalb Jahren
Raumbedarf im EG, OG Standard Einfamilienhaus mit 3 Schlafzimmern + Bad oben, unten offener Wohnbereich, Gäste-WC und grosser HAR/Hauswirtschaftsraum
Büro: Familiennutzung oder Homeoffice? Ein Zimmer aktuell als Buero/Gast nutzbar (Backup für Nachwuchs-Eventualitäten), wir haben derzeit beide keine Jobs mit Homeoffice-Option
offene oder geschlossene Architektur Wohn/Ess/Koch gerne offen
konservativ oder moderne Bauweise konservativ
offene Küche, Kochinsel offene Küche ja, Kochinsel aktuell nicht geplant
Anzahl Essplätze im Alltag 3, dürfte aber in der Essecke für genügend Leute ausreichen
Kamin geplant ist ein Grundofen
Musik/Stereowand nein
Balkon, Dachterrasse nein
Garage, Carport Carport mit Werkraum
Nutzgarten, Treibhaus nein
weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf, gern auch Begründungen, warum dieses oder das nicht sein soll

Hausentwurf

Von wem stammt die Planung: Plan nach Grundsätzen von uns, dann mit dem angestellten Architekten des Herstellers optimiert
Was gefällt besonders? Warum? Die herausgezogene Essecke mit umlaufender Bank gefällt uns sehr gut, generell sind unsere Vorstellungen von Raumgrößen gut umgesetzt - ob das alles so sinnvoll ist, wie wir uns das ausmalen und vorstellen, würden wir hier gerne erfragen.
Was gefällt nicht? Warum? Die Position des Schornsteines könnte im Kinderzimmer störend sein? Oder ist das im Alltag zu vernachlässigen? Wir sind mit der Küche sowie dem Bad oben noch nicht zufrieden und sind gerade auf der Suche nach einer guten Loesung fuer die Moeblierung bzw Einrichtung dafuer
Preisschätzung lt Architekt/Planer: Da wir nicht mit einem GU arbeiten, sondern nach dem "Rohbau" selbst vergeben und viel in Eigenleistung machen, haben wir noch nicht alle Zahlen. Die aufbauenden Gewerke lassen wir uns derzeit durchrechnen.
Persönliches Preislimit fürs Haus, inkl. Ausstattung: 400.000 bis einzugsfertig, alles "draussen" außen vor gelassen, Grundstück ist bezahlt
favorisierte Heiztechnik: Wärmepumpe mit Fußbodenheizung sowie Photovoltaik mit ggf. Speicher

Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten

-könnt Ihr verzichten: Wir haben versucht, unsere Ansprüche dem Budget schon weitgehend anzupassen - sieht jemand noch Einsparpotential?
-könnt Ihr nicht verzichten: Als aller letztes würden wir, wenns sonst gar nicht ausgeht, die Essecke rausplanen und das EG neu planen - ausserdem ist der Grundofen bei uns gesetzt (wir lieben diese Gemütlichkeit einfach total)

Warum ist der Entwurf so geworden, wie er jetzt ist?

Standardentwurf vom Planer? Der Hersteller bietet keine Häuser von der Stange an, da ist alles individuell geplant
Entsprechende/Welche Wünsche wurden vom Architekten umgesetzt? Der aktuelle Plan ist nach unseren Wünschen schon ganz gut umgesetzt. Jetzt fehlt noch das Feintuning, bei dem wir auf eure Einschätzungen, Ideen und Erfahrungen hoffen.
Ein Gemisch aus vielen Beispielen aus div. Magazinen... Inspirationen haben wir uns natürlich aus allen möglichen Quellen geholt (gute und schlechte…) 😀
Was macht ihn in Euren Augen besonders gut oder schlecht? Für uns fühlt es sich bisher jedenfalls gut an - unsere möbel passen alle rein und die Dinge, die uns in unserem Mietshaus aktuell stören, sind im Entwurf alle abgestellt

Was ist die wichtigste/grundlegende Frage zum Grundriss in 130 Zeichen zusammengefasst?

- Funktioniert der Grundriss so, oder gibt es bestimmte Anordnungen, die Mist sind?
- Ist die Position und Anzahl der Fenster ausreichend?
- Benötigen wir im OG in den Kinderzimmern zwei Dachflächenfenster oder reicht jeweils eines?
- Haben wir irgendwas wichtiges vergessen/übersehen/nicht bedacht?
- Können wir grundsätzlich (ohne Detailplanung) eine Küche (umlaufend als U) im vorhandenen Raum sinnvoll planen, oder muessen wir im Vorfeld die Wände unten nochmal umplanen?
- Sind die Türen so gesetzt, dass es in Breite/Wandabstand/Anschlagsseite passt?
- Ist der HAR (nicht möblierter Raum hinter dem Hauswirtschaftsraum an der Nord/Ost Seite des EG) von den Dimensionen her ausreichend?
- Welcher Kniestock ist erfahrungsgemäss im OG sinnvoll? Aktuell stehen 40cm, die würden wir in jedem Fall aufstocken, da wir sonst spätestens im Badezimmer im OG große Probleme bekommen (allerdings wollen wir in unserem Bad auch keinen Tango tanzen, das darf gerne "so gross wie eben noetig" sein - wir wuerden vermutlich die Wanne lieber in die Nord-Ost Ecke des Raumes setzen - wuerde das dann so passen?)
- Wir würden noch einen Abwurfschacht vom Bad OG in den Hauswirtschaftsraum planen - hat da jemand eine Idee für eine gute Stelle?


Eine Anmerkung noch zu unserem generellen Konzept:
Wir würden vom Hersteller das Haus inkl. Dämmung, Verschalung und Dachaufbau kaufen. Der Aufbau erfolgt dann nach dem Prinzip der Richtmeistermontage (Die Firma stellt zwei erfahrene Leute, dazu kommen 4-5 Bauhelfer von uns - volle Garantie und Einsparungen im Bereich 15.000-20.000 Euro, ca drei bis vier Wochen harte Arbeit) Zusaetzlich sind im "Basispaket" des Herstellers Fenster und Haustuer mit drin, da diese aufgrund der Setzung des Hauses speziell eingebaut werden muessen.
Die Gewerke Bodenplatte, Dacheindeckung und Sanitaer wuerden wir vergeben wollen. Elektro (in Absprache mit dem oertlichen Elektromeister), Innenausbau (Zimmertueren, Estrich, Fußbodenheizung, Fußbodenbelag) und Kleinkram kann der Mann machen (gelernter Elektriker, sehr interessiert an fast allem, handwerklich begabt und erfahren mit Holz). Ich bin beruflich im Buero eines Baustoffhandels taetig, kann hier also auf gute Konditionen, Zwischenlagerkapazitaeten sowie gewachsene Kontakte in der Branche zurueck greifen. Ebenfalls haben wir tolle Freunde und eine grosse Familie, die alle Bock auf unser Projekt haben und uns gerne unterstuetzen wollen. Wir wissen, dass es sehr viel Arbeit fuer uns wird - Zeit, Nerven und das Budget stark beansprucht werden - aber wir wollen es dennoch gerne wagen.

Und nun freuen wir uns auf die Anregungen, kritischen Bemerkungen und alles, was uns dabei helfen kann, im Verlauf möglichst wenig Fehler zu machen

Ganz herzlichen Dank schonmal vorab!

Detaillierter Lageplan eines Baugebiets mit Planstraßen, Parzellen und Grünflächen.


Lageplan mit nummerierten Parzellen; roter Kreis markiert Flurstück 17/28 an einer Straße.


Grundriss eines Wohnhauses mit Wohnzimmer, Küche, Essen, Diele, Garderobe, HWR und Anbau Carport


Grundriss einer Wohnetage mit Flachdach-Carport; Schlafzimmer, zwei Kinderzimmer, Flur, Bad, Treppe.
11ant04.01.23 17:24
-LotteS- schrieb:

Muss dann nicht jeder Individualgrundriss vorab 50 Mal gebaut worden sein, um zu sehen, ob er funktioniert?
Von einem Architekten ohne Anführungszeichen sollte bereits der erste Schuß ein Treffer sein, es gibt ja schließlich die Vorentwurfsphase (und ein Studium). Vielleicht zeigst / nennst Du auch mal das Musterhaus ;-)
-LotteS- schrieb:

Das kann ich mir gerade im Kopf nicht vorstellen, was Du genau drehen möchtest… Kannst Du versuchen, das nochmal genauer zu erklären?
Im Rahmen des honorarfrei treibbaren Aufwandes: siehe Skizze (maßstäbliche Einpassung nicht en Detail geprüft). Da siehst Du im gedrehten Haus auch rot die Änderung des Wandverlaufes zwischen Kinder- und Reservezimmer, sowie den Kapitänsgiebel. Also auch, daß Du auf dem Holzweg bist, ich würde den Erker verschieben wollen.
-LotteS- schrieb:

Gibt es eine Faustformel für Fenstergrößen nach Raumgrößen oder Wandbreiten?
Als Mindestnorm wohl ein Achtel der Raumgrundfläche als Fensterfläche.

Grundriss eines Wohnraums überlagert auf einem Kartenplan, roter Rahmen markiert Bereich

https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
-LotteS-04.01.23 18:49
11ant schrieb:

Von einem Architekten ohne Anführungszeichen sollte bereits der erste Schuß ein Treffer sein, es gibt ja schließlich die Vorentwurfsphase (und ein Studium). Vielleicht zeigst / nennst Du auch mal das Musterhaus ;-)

Ich moechte mitnichten den Berufsstand diskreditieren, die Antwort war eher humorvoll gemeint auf Deinen Nebensatz - sorry, wenn das falsch rueber gekommen ist. 🙂

"Musterhaus" ist zu viel gesagt, da auch dies ein Individualgrundriss ist. Einige Elemente haben uns bei der Besichtigung aber sehr gefallen, die wie adaptiert haben. Darf ich den Namen des Herstellers denn hier ueberhaupt nennen?
11ant schrieb:

Im Rahmen des honorarfrei treibbaren Aufwandes: siehe Skizze (maßstäbliche Einpassung nicht en Detail geprüft). Da siehst Du im gedrehten Haus auch rot die Änderung des Wandverlaufes zwischen Kinder- und Reservezimmer, sowie den Kapitänsgiebel. Also auch, daß Du auf dem Holzweg bist, ich würde den Erker verschieben wollen.

Oh damit hab ich jetzt nicht gerechnet. Da muss ich mal etwas genauer schauen und erfragen, ob das statisch bei unserer Bauweise ueberhaupt moeglich ist und wie man den Schornstein da sinnvoll reinbasteln kann. Danke für die interessante Anregung 🙂
K a t j a04.01.23 19:02
-LotteS- schrieb:

Bogen ... wirkte auf uns ganz passend und charmant - bewusst in den 70ern und altbacken habe ich das jetzt nicht wahr genommen. Möglicherweise liegt es auch daran, dass ich kaum Neubauhäuser betrete und daher offensichtlich wirklich nicht am Zahn der Zeit liege. Wir wohnen aktuell in einem 200 Jahre alten Fachwerkhaus, ....

Was macht denn eine 1980er Küche im Gegensatz zu einer 2020er Küche aus?...
Jedoch habe ich nie an so einem Kochinseldings (fällt da nicht dauernd Kram an allen vier Seiten runter?) gearbeitet und diese Bartresenlösung ist echt nichts für mich.
-LotteS- schrieb:

Die Idee mit dem Sitzfenster ist interessant, musste ich aber googeln. Habe ich noch nie gesehen irgendwo. Nutzt das jemand tatsächlich im Alltag?
-LotteS- schrieb:

Bin gedanklich gerade die Grundrisse unserer Familien und unserer Freunde durchgegangen. Da hat niemand an der Küche direkt den Austritt zur Hauptterrasse
...
Wenn man das liest, muss man schon ein wenig schmunzeln. Das klingt irgendwie nach dem Holzhäuschen im Wald hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen, die vom RealLife wenig bis gar nix mitbekommen. Das ist okay, allerdings geht es mir so, dass der moderne Hausbau keine Frage der Mode ist. Natürlich sind Geschmäcker verschieden, aber dunkle Bauernkaten mit kleinen Fenstern und niedrigen Deckenhöhe sind bei einem Neubau einfach nicht mehr uptodate. Ähnliches gilt für unpraktische Essecken, schlecht planbare Küchen, Bogentüren oder fehlende Anbindung der Haupträume an die Terrasse. Man kann so bauen, verzichtet aber auf langjährige Erfahrungen und Entwicklungen, die die Branche gemacht hat.
Ich möchte betonen, dass ich bewusst übertreibe - das ganze ist nicht schlimm oder irgendwie kriegsentscheidend aber möglicherweise irgendwo ein klein wenig schade.
-LotteS- schrieb:

Im Reallife werden wir ja nicht täglich mit der Großfamilie und 9 Kindern an dem Tisch sitzen. Allerdings hätten wir ohne diese herausgezogene Essecke bei 140qm eher nicht die Möglichkeit, mehr als 6-8 Gäste zum Essen einladen zu können - sonst hat man die gleichen Probleme: Der dicke Onkel sitzt direkt am Nadelöhr, wenn einer rum will müssen alle aufrücken und am Ende stolpert einer und kippt die Kartoffeln über den ganzen Tisch. Im Alltag schiebt das Kind den Stuhl nicht ordentlich zurück und ich bleibe mit dem kleinen Zeh dran hängen, weil es alles zu schmal ist.
Hier würde ich gern widersprechen. Man kann sehr wohl in einem 140qm Haus einen ordentlichen Essplatz auch mit 8 Personen planen. Das ist natürlich immer eine Frage der Prioritäten aber heutzutage(!) kein Problem. Da bleibt auch niemand am Stuhl hängen oder stolpert mit den Kartoffeln.
Die eingewandete U-Bank kann sich mit einem freien Essplatz hingegen nicht messen.
Aber ich verstehe, dass man sich nach der nostalgischen Essbank der Großeltern sehnt...
-LotteS- schrieb:

Für mich war das allerdings immer eher urgemütlich und total gesellig, als nervig.
Ich hoffe nur, Ihr baut nicht Eure Kindheitserinnerungen nach und seid später enttäuscht, wie nervig das eigentlich für die Erwachsenen war.
-LotteS- schrieb:

Sind meine Ansprüche einfach zu niedrig an einen Neubau, dass ich für mich elementare Verbesserungen als Erfolg und gut ansehe, das Ganze aber nüchtern betrachtet trotzdem doof und unpraktisch ist?
Das würde ich ganz nüchtern mit "ja schon ein wenig" beantworten. Da gingen wohl 50 bis 100 Jahre Entwicklung an Euch vorbei. Man darf auch nicht Gemütlichkeit mit Praxistauglichkeit oder Geschmack verwechseln. Es gibt ganz neu gebaute Landhäuser, die samt Einrichtung auch meiner Oma das Herz aufgehen lassen und trotzdem absolut gemütlich und gleichzeitig praktisch und vor allem hell sind. Ich möchte deswegen auch nochmal Yvonnes Sätze wiederholen, da ich sie für sehr wichtig halte, damit es keine dunkle Höhle wird:
ypg schrieb:

Terrassentür muss unbedingt breiter, sonst geht man ja gar nicht raus. Ich persönlich würde auch größere Fenster wählen, also überall tiefere oder breitere, damit Licht ins Haus kommt. Bedenke, dass Ihr Fichte innen habt und keine weißen Wände wie die meisten. Das Holz wird nichts an Tageslicht reflektieren und viel an Licht absorbieren.
Y
ypg
04.01.23 20:57
11ant schrieb:

Da siehst Du im gedrehten Haus
Verstehe ich jetzt den Sinn in der visuellen Drehung nicht? Oder hast Du vergessen, dass der First vorgegeben ist?
-LotteS- schrieb:

Fenster ist notiert. Dein Einwand ist plausibel… Welche Größe empfiehlst Du?
es darf klein sein, es darf eine höhere Brüstung haben, es darf gern mit dem Fenster des WCs nebeneinander passen. Aber ich würde den CarPort an die Hauswand setzen… ggf versetzt… dann darf das Fenster auch allein da stehen.
-LotteS- schrieb:

5 Meter gerade Strecke ohne Hindernisse ist dagegen echt cool.
Ich gehe auch lieber die 5 Meter bei uns anstatt 2 Meter an der Küche. Aber ich gehe nicht quer durchs Haus, nicht quer durch den Allraum. Also, ich habe Verständnis bei 5 Meter, aber nicht quer durch das Haus oder am Sofa vorbei. Die Chill-Zone ist von Aktionen frei zu halten, wenn es machbar und passend ist.
-LotteS- schrieb:

Aber im Grundsatz brauche und möchte ich keine Insel,
gut. Dann haben wir das geklärt! Und dann ist ein U auch eine tolle Sache. Oder ein L.
-LotteS- schrieb:

Was macht denn eine 1980er Küche im Gegensatz zu einer 2020er Küche aus?
Die 80er Jahre Küche hatte eine Tür, damit die Hausfrau den Ehegatten nicht nach Feierabend mit der Hausarbeit stören konnte. Wohlgemerkt musste eine Frau bis 1979 von Gesetzes her die Erlaubnis des Ehegattens zur Lohn-Arbeit einholen.
Allerdings sind die modernen 60/70er Jahre Küchen auch heutzutage moderner als so manch eine zeitgemäße Küche. Es gibt ja unter anderem den Landhausstil, auch in modern.
Aber das ist alles egal: heutzutage ist man jedenfalls mit der zb Psychologie und Ergonomie weiter als damals und weiß, dass Raumgestaltung nicht nur mit Seidentapete und Bazarteppich geht, Tageslicht und Farben die Psyche beeinflussen und durchdachte möbel- und Geräteanordnung einen Orthopäden einsparen kann.
-LotteS- schrieb:

die Küche an sich etwas einladender zu gestalten
nicht zu dunkel, nicht zu wuchtige Hochschrankwand, eine freundliche Rückwand, aufgeräumt in der Anordnung und überhaupt. Dann wäre sie wohl einladend.
-LotteS- schrieb:

Hättest Du einen Vorschlag, wie man die Küche besser konzipieren könnte?
Es gibt ein Küchen und ein Forum… beides zu finden im HTTP 😉
-LotteS- schrieb:

Die Idee mit dem Sitzfenster ist interessant, musste ich aber googeln
Es ist quasi Dein Erkerfenster, nur mit dem Unterschied, dass kein Tisch davor steht und man die dadurch eher nutzt als wenn man sich quetschen muss. Für ein Kind mag das ja alles noch Spielerei sein, aber mir erklärt sich eine zugestellte Bank auch nicht.
-LotteS- schrieb:

Nutzt das jemand tatsächlich im Alltag?
Das allerdings würde mich auch interessieren. Ich bin eher der Sofatyp 😉 wahrscheinlich auch altbacken 😀

Wenn man altbacken ist, sucht man sich übrigens kein Vollholzhaus aus. Dann nimmt man eher Klinker in rot-braun.
Ich sehe es eher so, dass Du einen anderen Stil bevorzugst. Ich sehe es eher rustikal. Das muss dann nicht verstaubt aussehen, siehe @Holzhäuschen Haus: auch das ist ein Holzhaus ohne Kniestock. Man muss sich nur mal die Giebel anschauen, die sind moderner als so manch Haus es hier hat, wo die Bauherren denken, sie haben ein „modernes Haus“, nur weil es weiß verputzt ist oder keine Dachschrägen hat. Oder schau Dir die Küche bei @Holzhäuschen an: einen halbrunden Arbeitsschrank, der so richtig cool durch eine weiße Arbeitsplatte in Szene gesetzt wird. Da kann sich einer eine moderne Scheibe abschneiden, nur würden viele sagen, dass es nicht modern ist.
Holzhäuschen hat übrigens auch hier im Thread geantwortet. In ihrem Profilbild sieht man die Homepage bzw. den Instagram-Namen. Einfach mal reinschauen 😉
11ant05.01.23 00:15
-LotteS- schrieb:

Ich moechte mitnichten den Berufsstand diskreditieren, [...]
"Musterhaus" ist zu viel gesagt, da auch dies ein Individualgrundriss ist. Einige Elemente haben uns bei der Besichtigung aber sehr gefallen, die wie adaptiert haben. Darf ich den Namen des Herstellers denn hier ueberhaupt nennen?
Welchen Berufsstand hattest Du denn diskreditiert ?
Übernommene Elemente habt Ihr hoffentlich nicht kleiner gemacht als da, wo sie funktionieren. Den Hersteller zu nennen, finde ich längst überfällig. Du sagst ja nichts Böses über ihn, und er ist ja schließlich öffentlich gewerbetreibend.
-LotteS- schrieb:

Oh damit hab ich jetzt nicht gerechnet. Da muss ich mal etwas genauer schauen und erfragen, ob das statisch bei unserer Bauweise ueberhaupt moeglich ist und wie man den Schornstein da sinnvoll reinbasteln kann. Danke für die interessante Anregung
ypg schrieb:

Verstehe ich jetzt den Sinn in der visuellen Drehung nicht? Oder hast Du vergessen, dass der First vorgegeben ist?
Ich habe nichts "interessantes" angeregt, sondern maximal banal das Haus um 90° gedreht. Statisch verändert habe ich dabei nichts. Allerdings habe ich in die Skizze lediglich integriert, das Mißverständnis mit der unsymmetrischen (Nicht)teilung des Kapitänsgiebels aufzuklären. Die relative Firstrichtung des Grundrisses habe ich dabei nicht angepaßt, wie gesagt der Aufwand meiner Antwort sollte dem honorarfreien Rahmen angepaßt bleiben. Ich schlug allerdings vorher schon vor, die relative Firstrichtung zu drehen. Wenn sowohl die relative Firstrichtung als auch das Haus im Ganzen gedreht werden, bleibt die absolute Firstrichtung ja wie sie ist. Den Schornstein habe ich im Vorschlag beachtet, aber ich gehe ohnehin von einem Relaunch des Entwurfes aus - es wurden ja bereits genügend Anregungen geboten. Einen bloßen Patch oder gar ein Gepfriemel empfehle ich weit zu verbannen. Mit einer Haltung "sagt uns bitte, daß vor dem Komma alles so bleiben kann" würde man sich die Konsultation des Forums gespart haben können, das wäre ein Wunschtraum. Ich bleibe sogar dabei, die Finalität der Anbieterentscheidung in Frage zu stellen. @i_b_n_a_n bot ja bereits an, seinen Bauunternehmer ins Spiel zu bringen (für den Staudenschreiner ist der Bauort wohl zu weit).
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
-LotteS-25.01.23 13:42
Moin zusammen! 🙂

Vielen Dank an dieser Stelle nochmal für eure zahlreichen Antworten bisher!
Wir haben mit dem Hersteller mittlerweile einen angepassten Entwurf erarbeitet. Fenster im EG größer, Garderobe hat auch ein Fenster bekommen. Tür von der Küche in den Hauswirtschaftsraum eingeplant, Möblierung der Küche angepasst. Ebenfalls sind die Wandverlängerungen zwischen Küche und Esszimmer verkürzt worden, damit die Küche nicht so eingeengt wirkt. Die "Rundbögen" sind noch nicht abschließend entschieden worden, stehen erstmal noch so drin 😉 Das Carport schleppen wir noch in der Zeichnung mit. Wenn es kommt, kommt es aber erst viel später...

Ebenfalls ist der Esserker etwas größer geworden, um mehr Fensterfläche zu haben und ggf die Fläche flexibler nutzen zu können... Das Haus wurde nach Westen hin um 20cm verbreitert und dem Wohnzimmer sowie den Räumen darüber oben zugeschlagen. Die Möbel im Grundriss im EG sind zwar nicht 100% Maßstabsgetreu, aber wir haben das alles nochmal ausgemessen. Das sollte passen. Im OG hingegen haben wir da noch nichts fix, da wir hier noch immer eine Lösung suchen, wie wir das OG nutzbarer bekommen. Für die bessere Veranschaulichung habe ich die Möbel aber drin gelassen...

Nun kommen wir nämlich zum Hauptproblem: Die TH von 4,00m ist unumstößlich. Der Mann hat eine grobe Höhenvermessung gemacht - wenn ich das Bauamt richtig verstanden habe, ist der Bezugspunkt hierfür die gewachsene Geländeoberfläche auf der Mitte meines Grundstückes zur Mitte der Oberkante fertige Fahrbahn. Ist das üblich so? Dann wäre dieser Punkt auf unserem Grundstück ca 10cm oberhalb der aktuellen Fahrbahnhöhe (die Strasse ist schon da, aber die "letzte Schicht" fehlt noch). Das führt also vermutlich dazu, dass der Kniestock hier leider nicht zu vergrößern ist, da die Konstruktion des Daches hier keinen weiteren Spielraum lässt. Wir würden so also tatsächlich auf 45° DN und 30cm Kalksandstein landen - wobei man hierzu sagen muss, dass sich diese 30cm auf den Sichtbalken beziehen und man somit zwischen den 90mm breiten Balken jeweils 190mm mehr Kopffreiheit hätte. Ebenfalls beziehen sich diese 30cm auch nicht auf die OK der EG Decke, sondern auf die OK des verlegten Fussbodenbelages.

Nun sind die Überlegungen also, wie wir unser OG nutzbarer bekommen... Bisher gingen die Ideen in die Richtung, dass die beiden KZ große Gauben mit möglichst je zwei Metern nutzbarer Innenfläche bekommen und dafür die Wände unter dem First 50cm nach Süden gezogen werden, damit man im Schlafzimmer ein Bett stellen kann und im Bad Dusche (aktuell ja zum Teil ausserhalb der 2,00m Linie) und Wanne keine Probleme mehr machen. Dann würden die bodentiefen Fenster in den KZ aber sehr schmal werden. 4 Gauben - für jedes Zimmer eine also - sind eigentlich nicht im Budget (der Bebauungsplan erlaubt 50% der Traufseiten) - vielleicht könnte der Hersteller uns da ja aber etwas entgegen kommen... Dann haben wir noch überlegt, ob wir die gesamte Raumaufteilung oben über den Haufen werfen und doch mit einem Kapitänsgiebel arbeiten, dort dann ein Zimmer hinter legen und den Rest anders anordnen - aber bisher kam uns da noch keine zündende Idee, wie das klappt. Dass beide KZ 20qm haben müssen ist nicht gesetzt - aktuell haben wir nur ein Kind und Stand jetzt ist kein weiteres geplant. Da wären wir also auch flexibel, mindestens 3 abgetrennte Räume sollten es aber schon sein. Wir haben auch schon über Klimabodenplatten gesprochen, um noch 20c,m rausschlagen zu können. aber da hat der Hersteller nur schlechte Erfahrungen mit gemacht, weil die Schnittstellen schlecht funktioniert haben, wenn man im Blockbohlenbau eben sehr exakt planen muss.

Hat jemand von euch vielleicht noch eine Idee oder einen Vorschlag, wie wir das OG hinbekommen können, ohne dass wir uns unglücklich machen? Sind wir im Punkt Helligkeit hier nun besser aufgestellt, als im vorherigen Plan? (Zumindest im EG - oben hakt ja noch alles...)

Wir haben für uebernächsten Samstag einen Terminslot bei "Grundriss in Lebensgröße" gebucht. Ob es möglich ist, dort auch verschiedene Dinge durchzuspielen, weiss ich gerade noch nicht... Aber zumindest für einen Eindruck sollte das gut geeignet sein. Hat jemand von euch sowas schonmal gemacht? Fand die Idee sehr spannend...

Vielen Dank 🙂

Detaillierter Grundriss eines Einfamilienhauses mit Wohnzimmer, Küche und Diele


Dachgeschoss-Grundriss mit Treppe, Flur, Schlafen, Kind 1, Kind 2, Bad; Carport.


Schnittansicht durch ein mehrstöckiges Haus mit steilem Dach, Treppen, Fenstern und Türen.


Grundstückslageplan: rotes, umrissenes Wohnhaus; gelbe Anbauten; ca. 576 m² Grundstücksfläche.
küchenfensterflächefirstrichtungmöbelmusterhauskapitänsgiebelschornsteinessplatzcarporttür