Hallo zusammen,
ich lese bereits seit längerem im Forum und bin begeistert, wie viel Informationen und Tipps hier geteilt werden. Wenn ich darf, würde ich ebenfalls gerne eure Meinungen und Einschätzungen zu unserem Projekt hören.
Wir sind noch in der Planungsphase und haben erste Gespräche mit unseren Architekten geführt. Die Informationsbasis ist daher begrenzt. Dennoch würde ich gerne bereits jetzt Rückmeldungen von euch erhalten, auf was wir unbedingt achten sollten, was eurer Meinung nach realistisch ist, etc.
Zum Projekt: Wir haben ein Grundstück in der Toskana (10,500 qm) gekauft am Hang eines Hügels (ich würde sagen moderate Hanglage / mit einer Steigung von 2m über die Fläche auf der das Haus gebaut werden soll), mit Blick ins Tal auf eine kleine Stadt und auf die Hügel der Toskana und wollen dort ein Haus errichten. Das Grundstück hat Nord-Ost-Ausrichtung. Das Haus (und später ein kleines separates Studio sowie Pool) soll ein Anlaufpunkt für die gesamte Familie werden.
Die Architekten haben bereits erste Grundrissentwürfe erstellt und auch bezüglich Größe und Bauweise mit den zuständigen Ämtern Rücksprache geführt, um sicherzustellen, dass das Volumen in dieser Art und Weise gebaut werden darf. Eine offizielle Baugenehmigung liegt noch nicht vor. Dafür ist es noch zu früh im Prozess.
Ich habe eine topografische Karte beigefügt, mit einer Positionierung des Hauses, wie es gemäss den Architekten am sinnvollsten wäre, insbesondere bezüglich Aussicht (Richtung Nord-Osten). Es gibt ein weiteres Haus in der Nähe, das bereits an Strom und Wasser angeschlossen ist. Das Wasser wird von einer Quelle bezogen. Die Rohre verlaufen an der unteren Seite unseres Grundstücks entlang. D.h. das Wasser muss von dort hoch ans Haus kommen (Höhenunterschied etwa 7m).
Wir engagieren die Architekten für den gesamten Prozess, inklusive Angebotsausschreibung, -vergleich, Abnahme der Arbeiten, Bauleitung, Management der Baustelle, Anträge stellen, Behördengänge … wirklich alles, da wir nicht vor Ort sind. Die Architekten sind in der Region verwurzelt und haben dort sehr viele Projekte durchgeführt (für Privat, Hotels, Gemeinden). Die Architekten wollen für die komplette Dienstleistung EUR 80,000 plus MWSt. Insgesamt etwa EUR 100,000 brutto. Das inkludiert auch Statiker, Bodengutachten (liegt bereits vor), Vermessung, etc. Sie entwerfen Haupthaus, Studio und Außenanlagen. Allerdings wird zunächst aufgrund der Budgetrestriktion nur das Haupthaus gebaut.
Budget: Für das Haus, inklusive Erdarbeiten, Bodenplatte, Nebenkosten, Steuern, Außenanlage (nur die nächste Umgebung um das Haus), haben wir den Architekten ein Budget von EUR 540,000 kommuniziert. Das Haus hat eine Grundfläche von etwa 175 qm auf zwei Geschosse. Wir wollen das Haus in Einzelvergabe erstellen. Der Architekt meint, dass er damit das Projekt wohl 20-30% günstiger realisieren kann im Vergleich zu einer «all-in-one schlüsselfertigen» Vergabe. Er möchte zum Vergleich aber ein solches, vergleichbares Angebot einholen, um das zu überprüfen. Er nannte Rubner als potenziellen Hausbauer.
Wie schätzt ihr die Kosten für die Architekten ein? Wie schätzt ihr das Projekt kostentechnisch ein, wo seht ihr Aspekte auf die wir ein Auge haben müssen? Was haltet ihr von dem Grundriss? Ich frage mich, ob genügend Stauraum vorhanden ist. Vielleicht noch ein deutlich zu frühes Detail, aber würdet ihr eine Klimaanlage einbauen, und reicht auf der Nord-Ost-Seite für die Beschattung der Küche/Wohnraums eine Pergola oder empfehlt ihr Rollläden bzw. Raffstores?
Vielen Dank für eure Hilfe bereits jetzt



ich lese bereits seit längerem im Forum und bin begeistert, wie viel Informationen und Tipps hier geteilt werden. Wenn ich darf, würde ich ebenfalls gerne eure Meinungen und Einschätzungen zu unserem Projekt hören.
Wir sind noch in der Planungsphase und haben erste Gespräche mit unseren Architekten geführt. Die Informationsbasis ist daher begrenzt. Dennoch würde ich gerne bereits jetzt Rückmeldungen von euch erhalten, auf was wir unbedingt achten sollten, was eurer Meinung nach realistisch ist, etc.
Zum Projekt: Wir haben ein Grundstück in der Toskana (10,500 qm) gekauft am Hang eines Hügels (ich würde sagen moderate Hanglage / mit einer Steigung von 2m über die Fläche auf der das Haus gebaut werden soll), mit Blick ins Tal auf eine kleine Stadt und auf die Hügel der Toskana und wollen dort ein Haus errichten. Das Grundstück hat Nord-Ost-Ausrichtung. Das Haus (und später ein kleines separates Studio sowie Pool) soll ein Anlaufpunkt für die gesamte Familie werden.
Die Architekten haben bereits erste Grundrissentwürfe erstellt und auch bezüglich Größe und Bauweise mit den zuständigen Ämtern Rücksprache geführt, um sicherzustellen, dass das Volumen in dieser Art und Weise gebaut werden darf. Eine offizielle Baugenehmigung liegt noch nicht vor. Dafür ist es noch zu früh im Prozess.
Ich habe eine topografische Karte beigefügt, mit einer Positionierung des Hauses, wie es gemäss den Architekten am sinnvollsten wäre, insbesondere bezüglich Aussicht (Richtung Nord-Osten). Es gibt ein weiteres Haus in der Nähe, das bereits an Strom und Wasser angeschlossen ist. Das Wasser wird von einer Quelle bezogen. Die Rohre verlaufen an der unteren Seite unseres Grundstücks entlang. D.h. das Wasser muss von dort hoch ans Haus kommen (Höhenunterschied etwa 7m).
Wir engagieren die Architekten für den gesamten Prozess, inklusive Angebotsausschreibung, -vergleich, Abnahme der Arbeiten, Bauleitung, Management der Baustelle, Anträge stellen, Behördengänge … wirklich alles, da wir nicht vor Ort sind. Die Architekten sind in der Region verwurzelt und haben dort sehr viele Projekte durchgeführt (für Privat, Hotels, Gemeinden). Die Architekten wollen für die komplette Dienstleistung EUR 80,000 plus MWSt. Insgesamt etwa EUR 100,000 brutto. Das inkludiert auch Statiker, Bodengutachten (liegt bereits vor), Vermessung, etc. Sie entwerfen Haupthaus, Studio und Außenanlagen. Allerdings wird zunächst aufgrund der Budgetrestriktion nur das Haupthaus gebaut.
Budget: Für das Haus, inklusive Erdarbeiten, Bodenplatte, Nebenkosten, Steuern, Außenanlage (nur die nächste Umgebung um das Haus), haben wir den Architekten ein Budget von EUR 540,000 kommuniziert. Das Haus hat eine Grundfläche von etwa 175 qm auf zwei Geschosse. Wir wollen das Haus in Einzelvergabe erstellen. Der Architekt meint, dass er damit das Projekt wohl 20-30% günstiger realisieren kann im Vergleich zu einer «all-in-one schlüsselfertigen» Vergabe. Er möchte zum Vergleich aber ein solches, vergleichbares Angebot einholen, um das zu überprüfen. Er nannte Rubner als potenziellen Hausbauer.
Wie schätzt ihr die Kosten für die Architekten ein? Wie schätzt ihr das Projekt kostentechnisch ein, wo seht ihr Aspekte auf die wir ein Auge haben müssen? Was haltet ihr von dem Grundriss? Ich frage mich, ob genügend Stauraum vorhanden ist. Vielleicht noch ein deutlich zu frühes Detail, aber würdet ihr eine Klimaanlage einbauen, und reicht auf der Nord-Ost-Seite für die Beschattung der Küche/Wohnraums eine Pergola oder empfehlt ihr Rollläden bzw. Raffstores?
Vielen Dank für eure Hilfe bereits jetzt
S
Schorsch_baut23.10.24 08:18Mein Chef hat seit 10 Jahren eine Bauruine am Gardasee, da in Italien zu bauen bedeutet, sich mit Behördenwillkür und organisierter Kriminalität rumzuschlagen. Sein Fazit war: fertig kaufen.
Auf den erste Blick gefällt mir in diesem Fall auch der Treppenaufgang nicht. Zudem läuft man oben an der Treppe gg. eine Wand. Gästebereich würde ich unbedingt unten umsetzen. Der Wohnbereich wirkt für mehrere Leute etwas gezwängt noch zusammen mit dem Treppenthema.
Klimaanlage unbedingt, ich würde auch bei uns hier immer nur noch mit Klima bauen; diese Kosten halten sich in Grenzen.
Das Gäste-WC im EG finde ich deplatziert, so nahe am Essbereich mit einer Schiebetür, die wohl eh meist offensteht und dann noch einer Tür.
Bei der Küche bin ich mir nicht sicher, ob der dortige Stauraum reicht und mir fehlt ein Fensterband über der Arbeitsplatte.
Rollladen würde ich lediglich in Schlafräumen einbauen, im Wohnbereich Raffstore. Ob man das dort bei Dachüberdtand wirklich braucht weiß ich nicht aber vlt. kann man ja Elektrik dort vorsehen und bei Bedarf punktuell Vorsatzraffstore problemlos nachrüsten.
Diese Anpassungen (Trppe, Gäste, WC etc.) würden daher zu einem anderen/neuen Entwurf führen aber ihr seid ja noch in der Planungsphase; da geht mehr.
Klimaanlage unbedingt, ich würde auch bei uns hier immer nur noch mit Klima bauen; diese Kosten halten sich in Grenzen.
Das Gäste-WC im EG finde ich deplatziert, so nahe am Essbereich mit einer Schiebetür, die wohl eh meist offensteht und dann noch einer Tür.
Bei der Küche bin ich mir nicht sicher, ob der dortige Stauraum reicht und mir fehlt ein Fensterband über der Arbeitsplatte.
Rollladen würde ich lediglich in Schlafräumen einbauen, im Wohnbereich Raffstore. Ob man das dort bei Dachüberdtand wirklich braucht weiß ich nicht aber vlt. kann man ja Elektrik dort vorsehen und bei Bedarf punktuell Vorsatzraffstore problemlos nachrüsten.
Diese Anpassungen (Trppe, Gäste, WC etc.) würden daher zu einem anderen/neuen Entwurf führen aber ihr seid ja noch in der Planungsphase; da geht mehr.
H
hanghaus202323.10.24 09:08Sind die Höhenlinien alle 50 cm?
N
nordanney23.10.24 09:09Bin kein Grundrissexperte, aber ein Klo neben der Küche geht gar nicht. Dafür fühlt sich die Küche/der Essbereich wie ein Schlauch an. Dazu fällt man ohne echten Eingangsbereich direkt ins Haus. Die Treppensituation ins OG finde ich auch schrecklich.
Der Grundriss wäre für mich ein No-Go. Zumindest bei einer eigengenutzten Immobilie.
Preise fragst Du hier falsch an. Wir sind in D und kennen Preise aus D - auch aufgrund der Vorgaben in D. In D könntest Du das Haus für das Budget nicht bauen.
Du musst Dich in italienischen Foren umhören.
Der Grundriss wäre für mich ein No-Go. Zumindest bei einer eigengenutzten Immobilie.
Preise fragst Du hier falsch an. Wir sind in D und kennen Preise aus D - auch aufgrund der Vorgaben in D. In D könntest Du das Haus für das Budget nicht bauen.
Du musst Dich in italienischen Foren umhören.
H
hanghaus202323.10.24 10:002,5m Höhenunterschied im Bereich vom Haus. Dein Budget reicht so nicht. Die Erschliessung kostet doch schon 100k. Dreh mal bitte Dein Grundstück Norden nach oben.
Habe ich das so richtig verstanden?

Ich sehe das Haus weiter oben und eine kürzere Anfahrt am besten auf einer Höhenlinie. Zeichne mal die Aussichtrichtung ein.
Ist eine Dachterrasse wirklich so hip in der Toskana? Dann noch mit einer Wendeltreppe 3 Etagen? Ich kann mir hier anstelle der DT ein Zeltdach gut vorstellen.
Mit der Drehung ist der Geländehöhenunterschied nur noch 1,5m im Baukörper.
Ist ein Keller geplant? Oder wollt Ihr grossräumig planieren? Wie sieht der Baugrund aus? Fels?
Die Halle mit Galerie im Wohnbereich mit samt der Treppe ist sehr ungemütlich und extrem schlechte Akustik.
Habe ich das so richtig verstanden?
Ich sehe das Haus weiter oben und eine kürzere Anfahrt am besten auf einer Höhenlinie. Zeichne mal die Aussichtrichtung ein.
Ist eine Dachterrasse wirklich so hip in der Toskana? Dann noch mit einer Wendeltreppe 3 Etagen? Ich kann mir hier anstelle der DT ein Zeltdach gut vorstellen.
Mit der Drehung ist der Geländehöhenunterschied nur noch 1,5m im Baukörper.
Ist ein Keller geplant? Oder wollt Ihr grossräumig planieren? Wie sieht der Baugrund aus? Fels?
Die Halle mit Galerie im Wohnbereich mit samt der Treppe ist sehr ungemütlich und extrem schlechte Akustik.
hanghaus2023 schrieb:
2,5m Höhenunterschied im Bereich vom Haus. Dein Budget reicht so nicht. Die Erschliessung kostet doch schon 100k. Dreh mal bitte Dein Grundstück Norden nach oben.
Habe ich das so richtig verstanden?

Ich sehe das Haus weiter oben und eine kürzere Anfahrt am besten auf einer Höhenlinie. Zeichne mal die Aussichtrichtung ein.
Keller ist nicht geplant. Über die Erschließungskosten mach ich mir auch Gedanken. Das ist ein sehr relevanter Punkt.
Gemäss Bodengutachten:
Der Boden besteht in den oberen Schichten aus sandigem Lehm und Kalkstein-Mergel, gefolgt von Kalkstein-Schichten und Tonsteinen ab einer Tiefe von etwa 1,8 Metern.
Dachterrasse und Wendeltreppe sind eher stilistische Elemente. Darauf könnte man ohne weiteres verzichten.
Das Haus wegen der geringeren Höhenunterschiede zu drehen verstehe ich. Allerdings ist die Ausrichtung für den Blick entscheidend. Und das ist das wirklich wunderbare an dem Grundstück
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