Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Frage, ob es bei den IKEA Malm Möbeln wirklich bestimmte Bauteile gibt, die besonders strapazierfähig sind im Vergleich zu anderen, oder ob alle Komponenten annähernd gleich robust verarbeitet sind. Mich interessiert speziell, ob die Ladeböden, Seitenwände oder Rückwände generell stärker belastbar sind als beispielsweise die Schubladenführungen oder die Fronten.
Gibt es da Erfahrungswerte oder vielleicht technische Hinweise, welche MALM-Teile sich durch eine besonders hohe Langlebigkeit auszeichnen? Und falls ja, woran liegt das? Materialien, Verarbeitungsqualität, oder die genutzte Konstruktionsart?
Ich würde mich sehr über detaillierte Antworten freuen, gerne auch mit Hinweisen zu typischen Schwachstellen, damit ich eine informierte Entscheidung bei meinem nächsten IKEA-Kauf treffen kann. Danke schonmal!
ich beschäftige mich gerade mit der Frage, ob es bei den IKEA Malm Möbeln wirklich bestimmte Bauteile gibt, die besonders strapazierfähig sind im Vergleich zu anderen, oder ob alle Komponenten annähernd gleich robust verarbeitet sind. Mich interessiert speziell, ob die Ladeböden, Seitenwände oder Rückwände generell stärker belastbar sind als beispielsweise die Schubladenführungen oder die Fronten.
Gibt es da Erfahrungswerte oder vielleicht technische Hinweise, welche MALM-Teile sich durch eine besonders hohe Langlebigkeit auszeichnen? Und falls ja, woran liegt das? Materialien, Verarbeitungsqualität, oder die genutzte Konstruktionsart?
Ich würde mich sehr über detaillierte Antworten freuen, gerne auch mit Hinweisen zu typischen Schwachstellen, damit ich eine informierte Entscheidung bei meinem nächsten IKEA-Kauf treffen kann. Danke schonmal!
Ata69 schrieb:
ob es bei den IKEA MALM Möbeln wirklich bestimmte Bauteile gibt, die besonders strapazierfähig sind im Vergleich zu anderenJa, bei MALM sind die Schubladenböden oft etwas schwächer als die Seitenwände. Die Seitenwände bestehen meist aus MDF und sind stabiler. Die Rückwände sind in der Regel dünner und empfindlicher. Die Schubladenführungen sind solide, aber nicht unverwüstlich.
G
GUSTAVO5620.02.18 08:47Ata69 schrieb:
Gibt es da Erfahrungswerte oder vielleicht technische Hinweise, welche MALM-Teile sich durch eine besonders hohe Langlebigkeit auszeichnen?Das Thema ist durchaus interessant, da der MALM häufig als preiswerte Möbelserie gesehen wird, aber wenn man genauer hinschaut, gibt es durchaus Unterschiede in der Materialbelastbarkeit nach Bauteilen.
Zunächst sind die Seitenwände aus mitteldichter Faserplatte (MDF), die mit einer Melaminharzbeschichtung versehen sind. Diese Komponente ist mechanisch sehr belastbar – vergleichsweise stärker als die Schubladenböden, die häufig aus einer dünneren Spanplatte bestehen und eher zu Durchbiegen neigen, wenn sie schwer beladen werden.
Die Rückwände sind meist aus sehr dünnem Hartfaser- oder Spanplattenmaterial, das eher zur Fixierung dient und kaum Last trägt – hier ist also keine große Strapazierfähigkeit gegeben.
Interessant sind auch die Schubladenführungen: Die Metallauszüge der MALM-Serie sind zwar funktional und für den Hausgebrauch ausreichend dimensioniert, aber bei sehr häufigem Gebrauch neigen sie zu Verschleiß an den Laufbuchsen oder den Kunststoffteilen. Eine Nachrüstung mit stärkeren Vollauszügen ist theoretisch möglich und wird von einigen Nutzern empfohlen.
Wichtig zu wissen: Die Langlebigkeit hängt nicht nur vom Material ab, sondern auch von der Montagequalität und der richtigen Belastungsart. Beispielweise sollte man vermeiden, die Schubladen mit zu viel Gewicht einseitig zu belasten, um Auszüge und Böden zu schonen.
Mich würde interessieren, wofür genau du die Möbel nutzt. Hausgebrauch, Kinderzimmer, oder Büro? Manchmal verändern sich die Anforderungen massiv je nach Einsatzzweck.
Ergänzend zu den bisherigen guten Hinweisen möchte ich noch darauf hinweisen, dass der MALM vor allem als Schlafzimmerschrank konzipiert ist und dementsprechend Stärken und Schwächen bei den Bauteilen bestehen.
Die Rückwände sind, wie schon gesagt wurde, eher für die Stabilität der Konstruktion gedacht und sind in der Praxis eher empfindlich gegen Feuchtigkeit oder unsachgemäße Belastung. Die Seitenwände hingegen sind ziemlich robust, da dort die meisten Lasten abgetragen werden.
Bei den Schubladen solltest Du auf die Verbindungsstellen achten; auch wenn die Schubladenböden dünner sind, sind die Kanten mit einer speziellen Leiste verstärkt, sodass eine moderate Belastung kein Problem darstellt. Wenn du schwere Sachen regelmäßig darin lagern willst, würde ich dir empfehlen, die Schubladenböden zusätzlich zu schützen oder eventuell zu verstärken.
Falls Du mehr über das Material erfahren möchtest, kann ich dir gerne ein paar Details zu MDF und Spanplatten schicken.
Die Rückwände sind, wie schon gesagt wurde, eher für die Stabilität der Konstruktion gedacht und sind in der Praxis eher empfindlich gegen Feuchtigkeit oder unsachgemäße Belastung. Die Seitenwände hingegen sind ziemlich robust, da dort die meisten Lasten abgetragen werden.
neoren schrieb:Genau, MDF bietet hier eine gute Kombination aus Preis, Stabilität und Gewicht.
Die Seitenwände bestehen meist aus MDF und sind stabiler.
Bei den Schubladen solltest Du auf die Verbindungsstellen achten; auch wenn die Schubladenböden dünner sind, sind die Kanten mit einer speziellen Leiste verstärkt, sodass eine moderate Belastung kein Problem darstellt. Wenn du schwere Sachen regelmäßig darin lagern willst, würde ich dir empfehlen, die Schubladenböden zusätzlich zu schützen oder eventuell zu verstärken.
Falls Du mehr über das Material erfahren möchtest, kann ich dir gerne ein paar Details zu MDF und Spanplatten schicken.
Ata69 schrieb:
Gibt es da Erfahrungswerte oder vielleicht technische Hinweise, welche MALM-Teile sich durch eine besonders hohe Langlebigkeit auszeichnen?Aus rein technischer Sicht kann man sagen, dass bei der MALM-Serie die Tragfähigkeit stark von den verwendeten Werkstoffen und den Verbundverbindungen abhängt.
Die Seitenwände sind typischerweise MDF mit einer Stärke von etwa 16 mm, was für den Möbelbau eine solide Basis bietet. Sie tragen den größten Teil der Last und werden gegenseitig durch Rückwände und Regalböden abgestützt.
Die Schubladenböden hingegen sind in der Regel aus dünneren Spanplatten gefertigt (ca. 8–10 mm), was zu einer höheren Anfälligkeit gegenüber Durchbiegen führt, wenn sie schwer beladen werden. In Einzelfällen empfiehlt sich eine zusätzliche Verstärkung, beispielsweise eine selbst angebrachte Multiplexplatte zum Unterlegen.
Die Rückwände bestehen meist aus sehr dünner Hartfaserplatte (circa 3 mm) und dienen vornehmlich der Stabilisierung der Querkraft. Diese sind nicht für Belastungen ausgelegt und können daher ziemlich schnell Schäden durch Feuchtigkeit oder mechanische Einwirkungen erleiden.
Zusätzlich ist erwähnenswert, dass die Verbindung mittels Dübel und Schrauben erfolgt, die bei unsachgemäßer Montage Schwachstellen darstellen können. Die Kanten sind melaminbeschichtet, was die Möbel optisch schützt, jedoch keine zusätzliche Stabilität garantiert.
In der Summe: Seitenwände sind am besten für hohe Belastungen geeignet, die Schubladenböden sind die schwächsten Teile, Rückwände haben nur geringe Tragfähigkeit.
Falls Du vorhast, die Möbel stark zu belasten, lohnen sich Überlegungen zu Verstärkungen oder Alternativen.
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