Finanzierung zweier Doppelhaushälften über den Verkauf einer Hälfte.

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Zuletzt aktualisiert 17.04.2024
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J

Jesse Custer

Für mich ist da einiges unverständlich - ich versuche es mal, zusammen zu fassen:

- es gibt ein Grundstück mit einem Haus drauf, welches jetzt an 3 Parteien vererbt wurde - ok, verstanden
- Gesamtwerk aktuell ca. 1,5 Mio€ - da komme ich durch die 3 Erben und die 500 k€ pro Erbe. Stimmt das?
- eine der drei will verkaufen, eine will unterm Dach wohnen (wo? im vorhandene Haus?), eine will ein Bauprojekt

Jetzt kommt der erste Punkt, den ich nicht verstehe: wo bist Du da im System? Du schreibst, dass DU eine Partei ausbezahlen könntest - also bist Du quasi Partei 4? Denn dann wäre der Kollege, der nur die Kohle will (aus meiner Sicht der Schlaueste) ja raus und Ihr drei könnt Euch einig werden...

... was ich als extrem schwierig ansehe, denn: was wollen verbleibende Partei 2 und 3 einbringen?

Zudem verstehe ich auch Deine Rechnung nicht so ganz:

- Du willst zwei Doppelhaushälften bauen - ok, verstanden
- eine davon soll zur Tilgung der Baukosten verkauft werden - ok, verstanden
- noch eine soll vermietet werden - ok, da wird es schon interssant, denn jetzt kommt
- eine soll durch Dich und eine weitere Partei (5?) bewohnt werden - äh, wie jetzt... 3 Hälften?

Resümee: mal davon abgesehen, dass die ganze Geschichte für mich nicht passt, würde ich sowas auf keinen Fall machen - da kochen bei Weitem zu viele Köche in der Suppe rum...

PS: Ansonsten ein schönes Beispiel für die immer noch in weiten Teilen Deutschland grassierende Krankheit des "Immobilien und Grund verkauft man nicht"...

PPS: sind auch in Darmstadt die Grundstückspreise schon so durchgeknallt? Ich kannte das bisher nur aus München...
 
G

Grundaus

wenn das Grundstück 1,5 Millionen wert ist, lohnt es sich nicht nur eine Doppelhaushälfte drauf zu bauen. Du findest weder einen Käufer noch einen Mieter für einen angemessenen Preis. Wenn du nicht das Geld hast die anderen auszuzahlen, dann erst recht nicht das Haus zu bauen. Kein Bauträger, macht 100% Gewinn und er kauft deutlich billiger ein als du.
 
11ant

11ant

Wenn du nicht das Geld hast die anderen auszuzahlen, dann erst recht nicht das Haus zu bauen.
Aus meiner Sicht besteht die wesentliche Schere / Deckungslücke zwischen bzw. im gleichzeitigen Abgebenundbehaltenwollen. Grundsätzlich gibt es zwar Rinderhälften, aber nur beide im Schlachthaus oder beide im Stall. Dieselbe Kuh gleichzeitig schlachten und melken geht nicht, Schrödingerkühe sind noch nicht erfunden.
wenn das Grundstück 1,5 Millionen wert ist, lohnt es sich nicht nur eine Doppelhaushälfte drauf zu bauen. Du findest weder einen Käufer noch einen Mieter für einen angemessenen Preis.
Im Gegentum: in hochperformanten Goldlagen wird auch für Mittelhauswartelistenplätze gemordet, und das gilt sowohl für Selbstnutzer als auch zu Vermietungszwecken. Nicht der Verstand, sondern die Lage definiert, was "angemessene" Preise sind.

Ich halte für die bei weitem vernünftigsten Lösungen, sich zwischen einem Vollverkauf und einer Bebauung mit einem Dreifamilienhaus zu entscheiden - allerdings wird es diese Veredelung des Grundstückes nicht von Zauberhand geschenkt geben: eine Wohnung für den Erben mit Dachwohnungswunsch, eine Wohnung für den TE, und die dritte berentet mit ihren Mieteinnahmen den dritten Erben. Wahlweise ginge das auch als WEG, bis zu drei Wohneinheiten kann man m.W. noch selbstverwalten.
 
J

Jesse Custer

Das Dreifamilienhaus wäre eine Option, wenn in dieser Lage dann auch echt fette Eigentumswohnungen geplant werden - denn keiner zahlt das teure Grundstück mit, um dann auf 89 m² in einer Dreizimmerwohnung zu leben. Da reden wir dann von Design / Terrasse / Penthouse mit eigenem Zugang / Gärtner.

Bei der finanziellen Decke nicht finanzierbar...

2 befreundete Brüder haben seinerzeit ihr Elternhaus in A+ Lage in unserer Stadt verkauft - auf dem Grundstück stehen nun DREI richtig teure Buden (diese Grundstücke wurden nach dem Krieg nur in Mindestgröße abgegeben) und die beiden Jungs haben sich JEDER eine richtig fette Hütte in einem Vorort hingestellt und cash bezahlt. Sehe ich hier als sinnvoller an.
 
11ant

11ant

2 befreundete Brüder haben seinerzeit ihr Elternhaus in AAAAA+++++ Lage in unserer Stadt verkauft - auf dem Grundstück stehen nun DREI richtig teure Buden (diese Grundstücke wurden nach dem Krieg nur in Mindestgröße abgegeben) und die beiden Jungs haben sich JEDER eine richtig fette Hütte in einem Vorort hingestellt und cash bezahlt... sehe ich hier als sinnvoller an.
Auch ich würde eine saubere Trennung von geschäftlicher und selbstgenutzter Dimension vorziehen.
Das Dreifamilienhaus wäre eine Option, wenn in dieser Lage dann auch echt fette Eigentumswohnungen geplant werden - denn keiner zahlt das teure Grundstück mit, um dann auf 89 m² in einer Dreizimmerwohnung zu leben. Da reden wir dann von Design / Terrasse / Penthouse mit eigenem Zugang / Gärtner pliplaplo.
Au contraire. Je teurer die Lage, desto größer der Markt für gut verdienende Singles, für die 89 qm schon fast die Obergrenze sind.
 
Zuletzt aktualisiert 17.04.2024
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