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Timba23

Einheimischenmodell - ist das noch rechtens?

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Als Fazit bleibt für mich nun, dass die Einheimischen das Modell gut und richtig finden und keinen Zuzug wollen, damit die Preise für sie nicht steigen. Sollen das doch die doofen Städter bezahlen, die wollten das ja so.
Zugezogene verklagern Bauern wegen Kuhglocken, Bäcker wegen dem Duft von frischem Brot, nen Wirt weils abend mal im Biergarten noch ein bisschen lauter ist oder nen Fußballverein wegen der Lautstärke am Sonntag Nachmittag während eines Spiels und du kommst ernstaft mit irgendwelchen Behauptungen daher, dass es den Einheimischen nur um den Preis geht?

Es ist halt einfach so, dass sich die junge Generation, die auch gerne im Dorf bleiben möchte, auch zum Großteil im Dorf engagiert. Seis im Sportverein, Schützenverein oder der Feuerwehr.

Ein Beispiel, meine Oma lag letztens im Krankenhaus. Sie kam mit ihrer Zimmerpartnerin ins Gespräch, die zufällig tatsächlich im selben Dorf wohnt (800 Einwohner!). Die Dame ist vor ca. 10 Jahren zugezogen und seitdem hat sie noch niemand im Dorf gesehen. Ein Dorf ist halt keine anonyme Stadt, in der man seinen Nachbarn nicht kennt. Hier soll und muss man zusammenleben und sich gegenseitig akzeptieren, respektieren und helfen. Da brauchen wir solche Leute wie oben genannt einfach nicht. Natürlich mags auch Leute geben, die ins Dorf hinein passen, aber das stellt sich halt erst nach ein paar Monaten oder Jahren heraus. Deshalb bin ich auch kein Fan dieser großen Neubaugebiete im "Speckgürtel" der größeren Dörfer oder kleineren Städte. Ohne bevorzugte Behandlung von Einheimischen generierst du dort einen anonymen Bereich, der nix mit dem Dorf an sich zu tun hat. Wichtige wäre es, und das macht unsere Gemeinde tatsächlich mal gut, alte Häuser abzureißen und dort zwei drei Baupartellen innerorts zu schaffen um die Ortsmitte zu stärken.
 
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Abbruch und Sanierung in der Ortsmitte wird bei uns auch gefördert
Zersiedelung minimiert
Es wird immer gebaut, immer erweitert, immer saniert. Auf massives Wachstum ist die Struktur nicht ausgelegt.
 
Es ist keiner gezwungen diese Preise mitzumachen.
Was für ein kurzsichtiger Quark! Zu hohe Preise schließen Menschen aus. Sicher ist Bauen ein Luxus - Ein Dach über dem Kopf aber nicht. Irgendwann wohnen dann die einen in "gated communities" und die anderen...

Ich Pendel zudem 3h am Tag zur Arbeit weil in der Metropole das Geld verdient wird . Ist auch ein immenser Preis . Meine Kollegen pendeln nur 40 Minuten am Tag , legen aber das vielfache hin . Jedem das gleiche
Jedem das gleich-schlechte? Und das soll richtig sein? Wir haben genug Möglichkeiten mehr Lebensqualität für viele zu organisieren, wenn wir dem Gewinnstreben und der Gier Grenzen setzen. Wäre es schöner weniger zu pendeln? Nö, weniger als die anderen reicht. Sollen die sich mal nicht so anstellen, ich muss das ja auch...
"Der Sklave will nicht frei sein, er will Sklaventreiber werden" wird Sulla zitiert.

Du kannst gerne finden, dass ich jammere, denn das tue ich. Im Osten wird gejammert, dass die Löhne für gleiche Arbeit nicht gleich und fair sind, im Süden und in den Städten wird eben über die Preise gejammert. Jedem das Seine.
Jammern bringt nix. Der Hinweis auf "Jammern im Osten" noch viel weniger, zumal diese mantra-gleiche Pauschalaussage für sehr viele tolle Menschen beleidigend ist.

Mich ärgert einfach nur das Einheimischenmodell, da ich denke, dass es fairere Möglichkeiten geben könnte. Schließlich wird von uns jungen Menschen heutzutage ja grenzenlose Mobilität erwartet. Das sollte nun nicht bestraft werden. Warum haben eigentlich Einheimische ein Recht auf ein subventioniertes Grundstück?
Ich stimme Dir zu, das Modell ist schlecht.

Wer Mobilität verlangt soll sie auch bezahlen, gerade, wenn er über Fachkräftemangel klagt. Arbeitgeber, die wie in den vergangenen Jahrzehnten einfach verlangen ohne entsprechend zu liefern gucken bald in die Röhre. Alle wollen alles von Anderen ganz billig haben und gleichzeitig ihren Gewinn optimieren. Das ist ein Rezept Verlierer zu erzeugen. (Bin übrigens kein Arbeitnehmer und wieder nicht persönlich betroffen)

Grundstücke zu subventionieren ist der falsche Weg, denn das wirkt sich nicht senkend auf das Preisniveau aus, das Gegenteil ist der Fall. Ein Recht auf Subvention einzufordern, nur weil andere subventioniert werden geht nach hinten los. Bitte schließe mich mit ein und dafür andere aus...
 
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Es ist halt einfach so, dass sich die junge Generation, die auch gerne im Dorf bleiben möchte, auch zum Großteil im Dorf engagiert. Seis im Sportverein, Schützenverein oder der Feuerwehr.
Aus ehrlichen Interesse: wie gehst du mit Leuten um die aus einem Dorf kommen, dort gut integriert waren und wegen Arbeit/Partner/XYZ in ein anderes (weiter entferntes ) Dorf ziehen?

Sind das dann zugezogene? Sind das die verhassten Städter?
 
Aus ehrlichen Interesse: wie gehst du mit Leuten um die aus einem Dorf kommen, dort gut integriert waren und wegen Arbeit/Partner/XYZ in ein anderes (weiter entferntes ) Dorf ziehen?

Sind das dann zugezogene? Sind das die verhassten Städter?
Das merkt man ja relativ schnell ;)

Nicht falsch verstehen, es ist durchaus möglich, dass auch "Zugezogene" sich im Dorf gut integrieren und das Dorf dadurch aufgewertet wird. Nur finde ich es absolut legitim, dass eine Gemeinde Grundstücke zuerst an Einheimische vergibt. Bei uns ist es z.B. auch so, dass nicht nur Einheimische, sondern auch Leute die in der Gemeinde arbeiten von diesem Recht profitiert haben.

Und wieso kommen denn die Städter aufs Land? Weil die 4 Szenekneipen um die Ecke vielleicht doch mit 40 nicht mehr so interessant sind und man sich aufm Land vielleicht doch noch ein kleines Häuschen mit Garten leisten kann. Aber dann muss ich halt auch die Gepflogenheiten auf dem Dorf akzeptieren. Ich arbeite auch in einer Großstadt und man merkt den meisten Leuten deutlich an, ob sie vom Land oder eben aus genannter Stadt kommen.
 
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als wir 2016 unserem Bauplatz in einem kleinen Dorf reserviert haben, konnten wir das ohne Probleme machen. Als Auswärtige mussten wir allerdings 5€ pro m² mehr bezahlen. Ich hatte schon lange einen Bezug zum Dorf, waren trotzdem Auswärtige. Bei den nächsten Vergabe von den neuen Bauplätzen gab es auch ein Bewerberverfahren, bei dem Einheimische bevorzugt wurden, allerdings ohne offensichtliches Punktesystem.
Es ist immer schwierig, da man Einheimischen Plätze bieten möchte, aber auch Fremde möchte. Soll man doch einen Teil an Einheimische (per Punktesystem oder was auch immer) vergeben und der Rest wird aus allen Bewerbern ausgelost.
 
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