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Henk-van-Dijk

Architekt schätzt Klinker-Fassadenfläche falsch ab

3,50 Stern(e) 12 Votes
Ja aber sorry der Arschi plant das Haus ! Kriegt gutes Geld dafür . So 2-3% auf den qmtr genau ok . Aber so richtig falsch rechnen no go
Der Architekt gestaltet die Ausschreibung gem. Plan, aber in der Realität auf der Baustelle gibt es immer wieder Anpassungen oder Änderungen, dann stimmt die Menge der Ausschreibung auch mal nicht mehr genau.

Zumindest war es bei uns so, wir haben im laufenden Bau Wände weggelassen oder geändert, die Treppe angepasst, Fenster anders positioniert.

Das ist der Vorteil bei ner Einzelgewerkvergabe und mehrmals täglich auf der Baustelle sein.

Wir konnten die Dinge final entscheiden, wenn es soweit war, wir konnten Dinge anpassen, ohne dass ein GU nen riesen Preisschild dran gehängt hat.

Dafür hatten wir natürlich viel mehr Arbeit, da wir jede Gewerkvergabe entschieden haben.

Man muss einfach wissen, was man will.
 
Zumindest war es bei uns so, wir haben im laufenden Bau Wände weggelassen oder geändert, die Treppe angepasst, Fenster anders positioniert.
genau sowas sollte man aber eigentlich nicht machen. Mit Baubeginn hat die Planung abgeschlossne zu sein.
Manchmal gehts gut, meist zieht das Probleme mit sich, an die man in dem Moment garnicht denkt.
 
Von Änderungen während dem Bau kann ich auch nur abraten. Dann hat doch noch jemand den alten Planstand oder man verbringt Stunden am Telefon, bis mit allen anderen relevanten Gewerken geklärt ist, ob das tatsächlich so funktioniert... nein, irgendwo muss Schluss sein, sonst schleicht sich 1 zu leicht der Fehlerteufel ein und ist 2. das Nervenkostum noch mehr belastet als ohnehin schon.
 
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Wie kann man so ein Missverständnis vermeiden? Als Bauherr kann man doch nicht alles nachprüfen?
Hauptursache 1: Beide Parteien haben unterschiedliche Erinnerung an das Besprochene. Hier helfen Gesprächsprotokolle, die ausgetauscht werden.
Hauptursache 2: Beide Parteien gehen von unterschiedlichen Voraussetzungen für das Besprochene aus. Hier hilft es, diese zu klären, zu erfragen und festzuhalten.

Was tun?
Schreibe Deine eigene Zusammenfassung zu Besprechungen oder als Antwort auf Dir unverständliche Informationen und lasse diese nicht von Anderen schreiben. Nutze sinngemäß folgende Formulierungen / Formen:
  • "Ich habe das Besprochene wie folgt verstanden:..."
  • Indirekte Rede bei besonders wichtigen Punkten "Auf meine Frage ... antworteten Sie das sei ..."
  • "Sollte ich etwas unvollständig oder falsch wiedergegeben haben, bitte ich Sie um Korrektur"
Auf diese Weise schaffst Du gleichzeitig Klarheit und Aktenlage.

Hinweis:
Viele Menschen haben Lieblings-Sprachmuster, die auffällig oft auftreten (ich betone wirklich auffällig oft). Hier ein paar Beispiele, an denen sich Anzeichen für potenzielle Schwierigkeiten in der Kommunikation früh erkennen lassen. Die ersten beiden sind Klassiker für Missverständnisse:
  • "Ich bin davon ausgegangen, dass..." (Anzeichen für mangelndes Hineinversetzen in die Sicht des Gegenübers)
  • "Das ist selbstverständlich..." (Anzeichen für eingeschränkte Sichtweisen)
  • "Das Problem ist ..." (Anzeichen für problemorientiertes statt lösungsorientiertes Denken)
  • Vorwurfs-Diktion à la "Du hast aber gesagt, dass..." (Anzeichen für hohe Priorität auf Rechtfertigung und Rechthaben)
  • "Ja, aber..." (Anzeichen für anstrengende Kommunikation, da ständig eine Gegenposition eingenommen wird)

Hilfreich:
Frage viel nach, versuche zu verstehen, mache Deinem Gegenüber immer wieder klar, dass Du Laie bist - egal wie viel Du zu wissen glaubst und versuche nicht den Job Deines Gegenübers besser zu machen.
 
Von Änderungen während dem Bau kann ich auch nur abraten. Dann hat doch noch jemand den alten Planstand oder man verbringt Stunden am Telefon, bis mit allen anderen relevanten Gewerken geklärt ist, ob das tatsächlich so funktioniert... nein, irgendwo muss Schluss sein, sonst schleicht sich 1 zu leicht der Fehlerteufel ein und ist 2. das Nervenkostum noch mehr belastet als ohnehin schon.
Ich bin auch ein Fan von Entscheidungen AUF dem Bau treffen ... vieles kann man sich erst vor Ort dann erst vorstellen wenn es da steht .... wir haben zB 100x den Abstand der kochinsel angesehen , sogar aufgemalt 1:1 mit Kreide... vor Ort sah es dann doch anders aus ....nur ein Beispiel von vielen .... kann sich eben nicht jeder alles auf Papier vorstellen ....

Mit dem GU bist gut beraten wenn du genau weißt was du willst bei Vertragsabschluss ... wenn du hinterher aber alles abändern musst von Türen über Boden usw dann wird es teuer
 
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Ich präzisiere: Änderungen, die sich auf Dritte auswirken oder eine Größenordnung mit sich bringen, die fehleranfällig wird. Insbesondere Änderungen im Rohbau (Wände versetzen, Ver-/Entsorgungsleitungen ändern usw.) führen gerne zu Folgeproblemen.

Ob man die Kücheninsel nun 10 cm weiter links oder rechts anbringt, ist dagegen für mein Empfinden Kleinkram, solange der Elektriker nicht mit drin hängt. Auch wir haben erst im verputzten Bau festgelegt, welche Wannen und Waschbecken bzw. Größen ins Bad kommen und ob der Abstand dazwischen ausreichend ist. Nur, wenn man dann nochmal die Position der Wanne generell ändern will, wird es halt doch wieder fehleranfällig.
 
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