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ᐅ 180qm Nicht-Anstatt-Haus, beste Anpassung ans Grundstück?

Erstellt am: 29.12.20 00:59
U
UJS-Nord
So, Corona-Lockdown und die berufliche „Zielgerade“ haben auch ihr Gutes:
Ich habe zwei kleine Grundstücksperlen, die jetzt endlich bebaut werden sollen (eines für uns selbst, eines für den ältesten Sohnemann - hier das erste. Wir haben lange mit dem Grundstück „verhandelt“, auch mit einer Architektin (mhm), und ich selbst als leicht unentschlossener verliere vor Alternativen ein wenig den klaren Überblick: welche grundsätzliche Form passt am besten zum Grundstück und zu uns?
In einem ersten Schritt wäre es toll, hierfür Hilfe zu bekommen, von Euch. Dann als nächstes die Feinplanung von uns

Größe des Grundstücks: 500m2, SW-Lage, 19,5 (Straße) x 25,5; Berlin, sehr gute Lage.
Sehr grüner Innenbereich nach Westen, nicht bebaubar. Ruhige Straße.
2 Herausforderungen:
Vorgarten mit 7,5 Metern sehr groß,
Riesige Fichte von 25-30m Höhe fast direkt auf der westlichen Grundstücksgrenze beim Nachbarn in der W/N-Ecke.

Hang: nein

Grundflächenzahl: 0,25

Geschossflächenzahl: keine, Maximal 2-gesch plus Dach

Baufenster, Baulinie und -grenze: 7,5m zur Straße freizuhalten, dort auch kein Stellplatz; 3m zu den 3 Nachbarn

Anzahl Stellplatz

Geschossigkeit: Max. 2-geschossig plus Dach

Dachform: Bauamt sieht Flachdach als unerwünscht an, allerdings in der Umgebung wurde ein solches genehmigt.

weitere Vorgaben: „Einfügen“ in die Umgebung


Anforderungen der Bauherren:

Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp: modern, vor allem aber in sich stimmig, wertig.

Keller, Geschosse: Keller bautechnisch schwierig wegen Zufahrt und Grundstücksgröße, in der Umgebung alles unterkellert, alte Villen, Keller idR ca 1 Meter aus dem Boden, aus unserer Sicht bei einem so kleinen Grundstück unpassend wegen Treppen zum kleinen Garten,
2-G plus Dach

Anzahl der Personen, Alter: 3: V/M/K, 60/51/12, V arbeitet zu Hause

Raumbedarf im EG, OG: OG 3 Zimmer, ein separates Arbeitszimmer EG/OG denkbar, aber nicht zwingend. Dampfsauna.

Büro: Familiennutzung oder Homeoffice? Homeoffice Vater

Schlafgäste pro Jahr: selten, Kind häufig

offene oder geschlossene Architektur: eher offen, aber eher W und E als Einheit als E und K (am esstisch auch Hausaufgaben, Spiele Zeitunglesen etc..

konservativ oder moderne Bauweise: modern

offene Küche, Kochinsel: wenn’s passt, aber die Esstisch ist eigentlich der Familienmittelpunkt, auch ohne Nahrungsaufnahme, daher Blick auf Bratpfannen eher nicht zwingend.

Anzahl Essplätze:5

Kamin: eher ja, aber: im letzten Haus war er sinnlos, im Ausland inFrankreich aber ein Traum.

Musik/Stereowand: V Musikliebhaber

Balkon, Dachterrasse: eher ja

Garage, Carport: zumindest carport planrechts (Pardon: nördlich)

Nutzgarten, Treibhaus: nein

weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf, gern auch Begründungen, warum dieses oder das nicht sein soll:

möglichst kein „Ritter-Sport-Haus“ oder „Anstattvilla“. Aber wenn konventionell besser ist, auch ok.

Hausvorplanungen

Mir ist klar, dass wir wahrscheinlich einen Architekten benötigen, und die Zeichner einer Baufirma nicht ausreichen werden. Nur haben wir bisher keinen gefunden (einen, der baubiologische Ausführung planen kann, schon)

Von wem stammen die Planungen:

eine vom Architekten, allerdings mit zahlreichen BPlanwidrigen Versprechungen wie Fitness-Studio im Keller mit bodentiefen Abgrabungen bis an die Grenze zum Nachbarn.

-Planer eines Bauunternehmens

-Do-it-Yourself

Was gefällt besonders? Warum?

zu jedem gibt es einen ersten „Entwurf“ eines EG und OG, wissend dass das Wort Entwurf etwas übertrieben ist.

In zufälliger Reihenfolge:
Entwurf 4 (schräg): die Anpassung an die Sonne, die Öffnung des Raumes von klein am Eingang zu groß im WZ, die Übergänge, der Fluss der Räume K-E-WZ, die Möglichkeiten der Terrasse Rundum E/WZ, tolles unkonventionelles Kinderzimmer mit Terrasse

Entwurf 3: funktioniert immer mit L-Form von K-E-W, viel Garten nach Westen, Schmalseite zum südöstlichen Nachbarn

Entwurf 2 (Winkel): der Teil überdachte Draußenbereich. Das aufgeräumte OG. Die OG-Terrasse.

Entwurf 1 („Scheune“): Das ästhetische Äußere. Klare Struktur.



Was gefällt nicht? Warum?

E4: Küche zu subaltern? Großer Wohnraum bedarf der Untergliederung...oben reizvoll-schwierig

E3: keine Strukturierung des Gartens/Terrasse nicht dem Haus/Grundstück entspringend/eingeformt

E2: innen im EG zu zerklüftet? Küche nicht getrennt genug vom Esstisch?OG nicht ganz so einfach zu gestalten durch Winkel.

E1 Scheune: wenig Garten nach Westen.

Preisschätzung lt Architekt/Planer:

Persönliches Preislimit fürs Haus, inkl Ausstattung:

Wir haben kein Preislimit, es sollte dem (kleinen), aber wertigen Grundstück angemessen sein. Ich gehe von „all-in“ von ca 700 T€ aus

favorisierte Heiztechnik: Erdwärme

Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten

-könnt Ihr verzichten: Keller,

-könnt Ihr nicht verzichten: Licht, Raumhöhen EG 3m, Blick in die Natur, baubiologisch absolut einwandfreie Ausführung (schadstoffminimiert).

Was ist die wichtigste/grundlegende Frage zum Grundriss in 130 Zeichen zusammengefasst?

Welche der Grundkonzeptionen sollten wir in Bezug auf DIESES Grundstück weiterverfolgen? Oder sind die Optionen noch zu zahlreich, so dass wir uns erst noch selbst entscheiden müssen, was unser Favorit ist?

Wg Teenager: lieber EG/OG kleiner und Dach ausgebaut?

Abstrakte Grafik: rosa diagonale Streifen über einem schwarzen Gitter, zentral heller Bereich.


Luftbild eines Wohnviertels mit vielen Bäumen; rote L-förmige Grundstücksgrenze markiert.


Garten mit Bäumen und Haus im Hintergrund; Herbstlaub am Boden, rote Markierungen über dem Bild.


Lageplan eines Grundstücks mit Bäumen, Messlinien, Kompass und Straßenabstand.


Grundriss eines Gebäudes auf Grundstück mit Bäumen, Kompassrose und Maßangaben in Metern.


Architektur-Grundrissplan eines Baugrundstücks mit Gebäudeumriss, Maßen und Bäumen.


Grundriss eines Hauses auf einem Grundstück mit Bäumen, Maßlinien und Kompass.


Lageplan: Blaues rechteckiges Gebäude, umliegende Bäume, Maße, Kompass, rote Skizzen.


Kahle Äste vor braunem Gras, Bäume und ein Haus im Hintergrund bei Herbstsonne.
U
UJS-Nord
02.01.21 23:43
11ant schrieb:

was außer dadaistischer Willkür hinter dem keck schräggestellten Wandverlauf stecken soll
Also in Summe: die kecke Schrägstellung kann nur auf Drogen beruhen.

Mich verblüffte inhaltlich am meisten, dass jemand, der so vehement das Schwert gegen die „Anstattvillen“ führt, dann, wenn er eine unorthodoxe Alternative präsentiert bekommt, sich nicht einmal die Mühe macht, diesen in seiner Intention zu verstehen.

Gerne gehe ich daher auch auf die vermeintlich „dadaistisch Willkür des keck schräggestellten Wandverlaufs“ ein, und ich hatte angeboten, die Hintergründe als PN zu erläutern.
Der Architekt, der zu diesem Entwurf beitrug, hatte DREI Dinge im Auge, in seiner Keckheit: 1. Die um ca 30 Grad schräg gestellte Wand ermöglicht die Sonnenbelichtung des Esszimmers um ZWEI Stunden früher als beim rechten Winkel. 2. Die Sichtachse vom EZ zum WZ wird erheblich erweitert, auf das gesamte WZ, statt eines kleinen Bereichs.
3. Der Parkblick vom EZ wird geöffnet.

Man muss das nicht gut finden, man muss sich nicht einmal damit auseinandersetzen, dass ist meine Aufgabe als TE, aber auf Drogen war hier niemand, und weder ich noch der Architekt brauchen solche Bemerkungen.
11ant03.01.21 00:23
UJS-Nord schrieb:

In den allermeisten Fällen erhalten sie exzellente Ratschläge,
Exzellent, nein, @Escroda ist leider zum stillen Mitleser mutiert. Meine eigenen Beiträge werden hier mehrheitlich als "launig, aber meist nützlich" wahrgenommen, und da will ich nicht widersprechen.
UJS-Nord schrieb:

mit Worten zu bedenken, die der Betreffende im realen, persönlichen Leben nicht wagen würde, dem anderen an den Kopf zu werfen.
... hingegen muß ich entschieden von mir weisen: ich bin im Real Life exakt derselbe Kölsche Jung mit Berliner Schnauze aber schriftdeutschem Akzent.
UJS-Nord schrieb:

Also in Summe: die kecke Schrägstellung kann nur auf Drogen beruhen.
Ich bevorzuge die Malmsheimer´sche Formulierung "Sub_stan_zen" und wartete gespannt auf die er(nicht-bmw-heck-)leuchtende Begründung - leider kam sie hier bislang nicht, und auch die PN hat mich noch nicht erreicht.
UJS-Nord schrieb:

Der Architekt, der zu diesem Entwurf beitrug, hatte DREI Dinge im Auge, in seiner Keckheit: 1. Die um ca 30 Grad schräg gestellte Wand ermöglicht die Sonnenbelichtung des Esszimmers um ZWEI Stunden früher als beim rechten Winkel. 2. Die Sichtachse vom EZ zum WZ wird erheblich erweitert, auf das gesamte WZ, statt eines kleinen Bereichs.
3. Der Parkblick vom EZ wird geöffnet.
Na bitte - jetzt kann man es verstehen :-)
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
U
UJS-Nord
03.01.21 00:44
11ant schrieb:

Na bitte - jetzt kann man es verstehen 🙂

na bitte?? „Jetzt kann man es verstehen?“ „Substanzen“? „launiger Kölscher Junge“ als Legitimation für deplatzierte, sachfremde und herabsetzende Bemerkungen, der TE und sein Architekt seien auf „Substanzen“?

Wie selbstverliebt und realitätsfern ist da jemand? Das braucht kein Mensch.

Nein, “man“ konnte den Entwurf auch viel früher verstehen, besonders, wenn man sich damit beschäftigt hätte. Eine Sichtachse ist eine Sichtachse, und „man“ erkennt sie auch in 2D, worauf ja der Kölner Junge soviel Wert legt.

Auf weitere Anmerkungen wird ausdrücklich kein Wert gelegt.
P
pagoni2020
04.01.21 00:53
Nida35a schrieb:

warum muss ich bei den Bildern an @pagoni2020 seinen Entwurf denken,
äußere Form, innen offen und unheimlich variabel von der Raumeinteilung
UJS-Nord schrieb:

Ja, zutreffend, und danke für den Hinweis, aber eben auch die gegenteilige Grundstückssituation: hier SW-Grundstück, dort NO-Grundstück.
Ähm...nein, nahezu exakt die gleiche Ausrichtung, womit ich aber nicht unbedingt glaube, unsere Ideen seien nachahmungswürdig; nicht zuletzt sind wir zu zweit.
Vlt. besteht aber die Ähnlichkeit, dass wir sowohl die Sonnenseite als Terrasse aber auch die quasi Nordseite mit Blick zu einem See ins Hausleben integrieren wollten. Das führte dazu, dass wir vom Bungalowgedanken abgewichen sind, weil man den See nur vom OG aus sehen kann. Nach langem Hin und Her haben wir oben nun ein "zweites" Wohnzimmer errichtet und das untere eher kleiner belassen, da wars eh bisschen eng. Jetzt bekommen wir einen kleinen Balkon zum See im Norden im OG und im EG die große Süd/Ost-Terrasse.
Die Ähnlichkeit könnte auch in der Urpsungsidee liegen, da unsere ersten Entwürfe ein Haus mit einem leichten Knick waren, damit wir den See oben frontal vor uns haben.
Nachdem wir dann einmal versch. Dächer draufgelegt haben erkannten wir, dass das bei uns bekloppt klobig aussehen würde. Hinzu kommt, dass wir mit GU bauen und trotz erheblicher Freiheiten wir da an Grenzen kommen. Von daher scheiden dann auch manche Dinge einfach aus, was für uns ok ist, weil wir ja bewusst mit diesem GU bauen wollen.
Nachdem wir uns dann auf ein langezogenes Rechteck festgelegt und damit dem Seeblick nicht mehr Alles untergeordnet haben wurde Vieles leichter in der Planung.
Deine ersten Bilder zeigen einen schlichten Baukörper, was mir sehr gut gefällt, insbesondere wenn er länger ist.
Bei Deiner Zeichnung "fehlt mir" die Gewichtung des Zusammenlebens mit dem älterwerdenden Sohn. Bis das Haus steht ist er 2 Jahre älter und wer weiß, wie lange er bei Euch bleibt. Bis dahin und auch danach würde mir daher eher eine Art kleines Apartment im Haus für ihn vorschweben, das man es zumindest bei Bedarf so abbilden kann. Wenn das in die Grundrissplanung einfliesst wird vlt. manch Anderes nicht möglich sein aber dafür böte es die Freiheit für ihn und für Euch, in einer Art gesunder Distanz zusammen zu wohnen, unabhängig von seinem Alter. Und....ein kleines Apparment (eigenes Zimmer mit DU/WC + Micro-Kochoption) kann im Leben für viele Dinge noch sinnvoll werden.
Unsere Kinder sind aus dem Haus aber diese Trennung bzw. die Option wäre bei uns gesetzt gewesen.
U
UJS-Nord
19.05.21 15:38
So, es wurde architektenmäßig weiter gearbeitet...wirklich glücklich bin ich damit noch nicht (NEIN, die Schrägstellung EGlinks habe ich nicht initiiert, und finde sie hier auch nicht ideal), aber vielleicht findet ihr den Grundgedanken eines Ts/Winkels passend, und insbesondere das Konzept „zweier“ Baukörper (horizontal-breit von der Straße, vertikale Scheune draufgesetzt).
Es gibt zwei EG-Versionen, einmal WZ im linken Flügel, Küche+Essen in der „Scheune“, einmal umgekehrt. Jede Kritik von jedem Willkommen.
Treppenlage?
Bad 2. OG??
V1 oder V2 fürs EG? Oder V3?

Zweigeteiltes Backsteinhaus-Entwurf mit großen Fenstern; weitere Ansichten rechts.


Mehrteilige Architekturzeichnung: Backstein-Häuser mit Balkonen, Flachdach- und Giebelansichten.


Grundriss EG mit Wohnbereich, Küche, Bad, Terrasse, Stellplatz, Müll und Zufahrt.


Erdgeschoss-Grundriss: Küche/Essen, Wohnen, Terrasse, Bad, Garderobe, Stellplatz, Zufahrt.


Zwei Grundrisse: OG mit Schlafen, Bad, Büro und Balkon; DG mit Balkon, Büro, Kind und Ankleide.
11ant19.05.21 15:57
UJS-Nord schrieb:

das Konzept „zweier“ Baukörper (horizontal-breit von der Straße, vertikale Scheune draufgesetzt
In einer Laudatio auf den Gewinner des Posemuckeler Architekturpreises mag man das ja ein Konzept nennen, aber ...
UJS-Nord schrieb:

Jede Kritik von jedem Willkommen.
Das denken Al Borland, seine Mutter und ich nicht, Tim 🙂
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