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OnClayton21.01.15 18:37Hallo zusammen, ich hätte eine detaillierte Frage zum Nachstreichen von Malm Holz-Oberflächen, die ja oft recht empfindlich auf Veränderungen reagieren. Ich habe bei mir zu Hause eine Malm Kommode, die bereits mehrfach nachgestrichen wurde und sich stellenweise ablöst oder ungleichmäßig aussieht. Mich interessiert insbesondere, wie ich beim Nachstreichen vorgehen sollte, ohne die Oberflächenstruktur oder die ursprüngliche Lackierung zu beschädigen. Konkret: Welche Vorbereitungsschritte sind wichtig (Schleifen, Reinigen, Grundierung)? Darf man bestimmte Farben oder Lacke nicht benutzen und gibt es besondere Techniken, um einen möglichst nahtlosen Übergang zu erhalten? Über Tipps zur passenden Trocknungszeit und zur Vermeidung von Staubeinschlüssen freue ich mich ebenfalls sehr. Vielen Dank im Voraus!
Das ist eine wirklich wichtige und nie ganz triviale Sache mit dem Nachstreichen von Malm Holz-Oberflächen, danke, dass du das so explizit ansprichst. Es fühlt sich nämlich oft so an, als ob man auf dünnem Eis arbeitet, weil die Oberfläche ja schon die Originalschicht hat und jede Unachtsamkeit sichtbar bleibt.
Zuerst ein Tipp zur Vorbereitung: Die Oberfläche würde ich immer erst sehr gründlich reinigen, am besten mit einem milden Spülmittel und einem weichen Tuch, damit keine Fettrückstände bleiben. Danach ein ganz leichtes Schleifen mit sehr feinem Schleifpapier (z.B. 320er Körnung), damit man die Haftung verbessert, aber nicht zu tief schleift, um die Struktur nicht zu zerstören.
Die Grundierung sollte man nur dann auftragen, wenn die Farbe sich sichtbar löst oder die Oberfläche porös wirkt. Ansonsten reicht oft eine passende Malm-Farbe zum Nachstreichen.
Ich persönlich habe auch erlebt, dass man sehr vorsichtig mit den Farben umgehen muss: Am besten auf Wasserbasis und speziell für Möbel geeignet. Außerdem mach ich mehrere dünne Schichten statt einer dicken, das gibt am Ende ein schöneres Ergebnis und weniger Risiko für Tropfen oder Schlieren.
Zum Thema Trocknungszeiten: Lieber länger warten, besonders in schlecht belüfteten Räumen. Staubeinschlüsse können vermieden werden, wenn man in einem möglichst staubfreien Umfeld arbeitet und nach dem Schleifen Staub gründlich entfernt.
Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter! 🙂
Zuerst ein Tipp zur Vorbereitung: Die Oberfläche würde ich immer erst sehr gründlich reinigen, am besten mit einem milden Spülmittel und einem weichen Tuch, damit keine Fettrückstände bleiben. Danach ein ganz leichtes Schleifen mit sehr feinem Schleifpapier (z.B. 320er Körnung), damit man die Haftung verbessert, aber nicht zu tief schleift, um die Struktur nicht zu zerstören.
OnClayton schrieb:
Welche Vorbereitungsschritte sind wichtig (Schleifen, Reinigen, Grundierung)?
Die Grundierung sollte man nur dann auftragen, wenn die Farbe sich sichtbar löst oder die Oberfläche porös wirkt. Ansonsten reicht oft eine passende Malm-Farbe zum Nachstreichen.
Ich persönlich habe auch erlebt, dass man sehr vorsichtig mit den Farben umgehen muss: Am besten auf Wasserbasis und speziell für Möbel geeignet. Außerdem mach ich mehrere dünne Schichten statt einer dicken, das gibt am Ende ein schöneres Ergebnis und weniger Risiko für Tropfen oder Schlieren.
Zum Thema Trocknungszeiten: Lieber länger warten, besonders in schlecht belüfteten Räumen. Staubeinschlüsse können vermieden werden, wenn man in einem möglichst staubfreien Umfeld arbeitet und nach dem Schleifen Staub gründlich entfernt.
Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter! 🙂
Ich würde zum Nachstreichen von Malm Holz-Oberflächen noch viel tiefer ins Detail gehen, gerade weil dieses Thema wirklich viele Stolpersteine birgt.
Wichtig ist zunächst, vor der Bearbeitung den genauen Zustand der Oberfläche zu prüfen. Nicht jede Stelle benötigt dieselbe Behandlung. Dort, wo die alte Lackschicht intakt ist, solltest du wirklich nur sehr vorsichtig anschleifen, um die Haftung der neuen Farbschicht zu gewährleisten, ohne das Unterholz freizulegen und so das Erscheinungsbild zu verändern.
Hier empfiehlt es sich, speziell auf Möbel- und Holzfarben zurückzugreifen, die eine hohe Elastizität besitzen und sich ideal an die bestehende Schicht anpassen. Bei Malm-Möbeln sind das meist Acryllacke auf Wasserbasis, da diese nicht zu stark auf quellen oder schrumpfen und somit die Oberfläche stabil bleibt.
Zum Arbeitsvorgang:
1. Reinigung: Vor dem Schleifen alle Oberflächen mit einem entstaubten Tuch und einem leicht alkalischen Reiniger säubern, damit Fette und Schmutz entfernt sind.
2. Schleifen: Sehr sorgfältig mit 320 bis 400 Körnung per Hand anrauen, kein agressives Schleifen! So schaffst du eine feine Aufrauung für den neuen Lack.
3. Staub entfernen: Danach unbedingt mit einem feuchten Mikrofasertuch oder einem tack cloth den Schleifstaub entfernen, da dieser sonst unschöne Unebenheiten verursacht.
4. Grundierung: Bei versprungenen oder blanken Stellen eine speziell auf das Möbel abgestimmte Grundierung auftragen, um die Saugfähigkeit gleichmäßig zu gestalten.
5. Lackschichten auftragen: Lange Trockenzeiten pro Schicht einhalten (mindestens 12 Stunden), zwischen den Schichten sehr leicht anschleifen, um einen perfekten Verbund zu schaffen.
Zum Teil sehen Nacharbeiten zudem besser aus, wenn man die Übergänge mit einem sehr feinen Schwamm oder Pinsel anlegt, damit nichts abgehackt wirkt.
Hast du schon ausprobiert, welche Lackmarken bei dir in der Region erhältlich sind? Das kann viel über das Ergebnis entscheiden, denn Qualitätsunterschiede sind wirklich spürbar.
Wichtig ist zunächst, vor der Bearbeitung den genauen Zustand der Oberfläche zu prüfen. Nicht jede Stelle benötigt dieselbe Behandlung. Dort, wo die alte Lackschicht intakt ist, solltest du wirklich nur sehr vorsichtig anschleifen, um die Haftung der neuen Farbschicht zu gewährleisten, ohne das Unterholz freizulegen und so das Erscheinungsbild zu verändern.
OnClayton schrieb:
Darf man bestimmte Farben oder Lacke nicht benutzen und gibt es besondere Techniken, um einen möglichst nahtlosen Übergang zu erhalten?
Hier empfiehlt es sich, speziell auf Möbel- und Holzfarben zurückzugreifen, die eine hohe Elastizität besitzen und sich ideal an die bestehende Schicht anpassen. Bei Malm-Möbeln sind das meist Acryllacke auf Wasserbasis, da diese nicht zu stark auf quellen oder schrumpfen und somit die Oberfläche stabil bleibt.
Zum Arbeitsvorgang:
1. Reinigung: Vor dem Schleifen alle Oberflächen mit einem entstaubten Tuch und einem leicht alkalischen Reiniger säubern, damit Fette und Schmutz entfernt sind.
2. Schleifen: Sehr sorgfältig mit 320 bis 400 Körnung per Hand anrauen, kein agressives Schleifen! So schaffst du eine feine Aufrauung für den neuen Lack.
3. Staub entfernen: Danach unbedingt mit einem feuchten Mikrofasertuch oder einem tack cloth den Schleifstaub entfernen, da dieser sonst unschöne Unebenheiten verursacht.
4. Grundierung: Bei versprungenen oder blanken Stellen eine speziell auf das Möbel abgestimmte Grundierung auftragen, um die Saugfähigkeit gleichmäßig zu gestalten.
5. Lackschichten auftragen: Lange Trockenzeiten pro Schicht einhalten (mindestens 12 Stunden), zwischen den Schichten sehr leicht anschleifen, um einen perfekten Verbund zu schaffen.
Zum Teil sehen Nacharbeiten zudem besser aus, wenn man die Übergänge mit einem sehr feinen Schwamm oder Pinsel anlegt, damit nichts abgehackt wirkt.
Hast du schon ausprobiert, welche Lackmarken bei dir in der Region erhältlich sind? Das kann viel über das Ergebnis entscheiden, denn Qualitätsunterschiede sind wirklich spürbar.
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Rashadmeo22.01.15 19:42Wow, was für tolle und tiefgehende Tipps hier schon! Da bekommt man richtig Lust, selbst an der Malm Kommode weiterzumachen! 🙂
Ich will nur noch kurz ergänzen, dass es bei mir super geholfen hat, nach dem Schleifen und Reinigen mit einem feuchten Fusselfreien Tuch nochmal drüberzugehen, um alle feinen Staubkörner zu erwischen. Gerade bei Malm ist die Oberfläche so glatt, dass auch kleine Staubpartikel schnell auffallen.
Das ist echt der Knackpunkt! Ich hab einmal die Schicht zu dick aufgetragen und nicht geschliffen – das Ergebnis war leider sehr ungleichmäßig. Mit ein bisschen Geduld wird’s dann aber richtig schön.
Übrigens, ich habe für meine letzte Nachbesserung einen feineren Pinsel benutzt statt Schaumroller – das gibt dir viel mehr Kontrolle an den Rändern und macht das Finish super.
Viel Erfolg und lass dich nicht entmutigen, es lohnt sich total! 🙂
Ich will nur noch kurz ergänzen, dass es bei mir super geholfen hat, nach dem Schleifen und Reinigen mit einem feuchten Fusselfreien Tuch nochmal drüberzugehen, um alle feinen Staubkörner zu erwischen. Gerade bei Malm ist die Oberfläche so glatt, dass auch kleine Staubpartikel schnell auffallen.
leebi7 schrieb:
Zwischen den Schichten sehr leicht anschleifen, um einen perfekten Verbund zu schaffen.
Das ist echt der Knackpunkt! Ich hab einmal die Schicht zu dick aufgetragen und nicht geschliffen – das Ergebnis war leider sehr ungleichmäßig. Mit ein bisschen Geduld wird’s dann aber richtig schön.
Übrigens, ich habe für meine letzte Nachbesserung einen feineren Pinsel benutzt statt Schaumroller – das gibt dir viel mehr Kontrolle an den Rändern und macht das Finish super.
Viel Erfolg und lass dich nicht entmutigen, es lohnt sich total! 🙂
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