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ᐅ Sanierungsbedarf Haus BJ 1939: Wieviel wird die Sanierung ungefähr kosten?


Erstellt am: 06.08.25 10:27

ypg06.08.25 11:48
PankowPlant schrieb:

Sehr vielen Dank für deine Einschätzung. Dann begrabe ich dieses Projekt mit einem kleinen tränenden Auge und gehe auf die Suche nach einem neuen Objekt mit nur geringem oder gar keinem Sanierungsbedarf.
Nicht gleich verzagen. Vielleicht kommt ja noch der ultimative günstige Rat zu dieser Immobilie.

Aber bei dieser Summe lohnt es sich, doch wirklich mal parallel das ein oder andere, was auf dem ersten Blick teuer erscheint, dann zu überprüfen, ob man nicht für gleiches investiertes Geld etwas Brauchbareres findet. so viel Zeit hat man mit drei Kindern plus Arbeit auch nicht über. Und man möchte keine Dauerbaustelle für teures Geld.

Aber Obacht: die Zahlen der Exposés trügen auch und bilden oftmals nicht alle aufkommenden Kosten wider. Gerade die Neubauten gilt es zu den Nebenkosten und den teuren Baunebenkosten zu überprüfen.
11ant06.08.25 15:17
Ich identifiziere das Haus im Luftbild nicht, die Außenaufnahmen sind zu spärlich, und die Bauweise "massiv" nicht wirklich zu erkennen. Die nachgezeichneten Grundrisse taugen nicht als Grundlage zu wertvollem Senf. "Einen handwerklich versierten Käufer anzusprechen" ist Maklersprech für "dieses Haus sucht einen ausgewiesenen Rabotnik als neues Herrchen", weil trotz gepfegter Oberfläche nicht wesentlich weniger als alles daran angepackt werden muß. Für Tapezierheimwerker ist das absolut ungeeignet. Viel Glück bei der Weitersuche !
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
nordanney06.08.25 15:26
Rechne doch mal den Bodenwert aus und schau, wieviel vom Kaufpreis für das Haus über bleibt. Dann hast du eine Einschätzung, wie viel auch zu sanieren ist.

Spoiler: ein negativer Wert bedeutet, dass der Kaufpreis gleich dem Bodenwert abzüglich Abrisskosten ist…
wpic06.08.25 15:43
Das DG ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Baugenehmigung ausgebaut worden - der Klassiker in Deutschland. Eine "Raumspartreppe" ist keine baurechtlich notwendige Treppe von mind. 80cm lichter Breite (=90-100cm lichter Trepperaumbreite) und kann vermutlich auch nicht an dieser Stelle eingebaut werden. Dann fehlt wahrscheinlich auch der 2. Rettungsweg usw.

Kurz : bevor Sie sich weiter für diese Immobilie interessieren, sollten Sie mit einem Architekten eine Immobilienkaufberatung durchführen, bei der diese und eine Vielzahl anderer Punkte genauestens geprüft werden. Lassen Sie sich die Original-Baugenehmigungsunterlagen zum Objekt zeigen (Aktenzeichen + grüner Stempel). Wenn diese fehlen, nur teilweise vorhanden sind und auch im Archiv des Kreisbauamtes nicht eingesehen werden können, hat die Immobilie mindestens ein Problem.
PankowPlant07.08.25 08:19
nordanney schrieb:

Rechne doch mal den Bodenwert aus und schau, wieviel vom Kaufpreis für das Haus über bleibt. Dann hast du eine Einschätzung, wie viel auch zu sanieren ist.

Spoiler: ein negativer Wert bedeutet, dass der Kaufpreis gleich dem Bodenwert abzüglich Abrisskosten ist…
Ja, der KP ist der Bodenwert abzüglich Abrisskosten 😀. Danke für den Hinweis.
wpic schrieb:

Das DG ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Baugenehmigung ausgebaut worden - der Klassiker in Deutschland. Eine "Raumspartreppe" ist keine baurechtlich notwendige Treppe von mind. 80cm lichter Breite (=90-100cm lichter Trepperaumbreite) und kann vermutlich auch nicht an dieser Stelle eingebaut werden. Dann fehlt wahrscheinlich auch der 2. Rettungsweg usw.

Kurz : bevor Sie sich weiter für diese Immobilie interessieren, sollten Sie mit einem Architekten eine Immobilienkaufberatung durchführen, bei der diese und eine Vielzahl anderer Punkte genauestens geprüft werden. Lassen Sie sich die Original-Baugenehmigungsunterlagen zum Objekt zeigen (Aktenzeichen + grüner Stempel). Wenn diese fehlen, nur teilweise vorhanden sind und auch im Archiv des Kreisbauamtes nicht eingesehen werden können, hat die Immobilie mindestens ein Problem.
Danke, das mit dem DG stimmt wahrscheinlich. Bei diesem Projekt sind einfach zu viele Eventualitäten und Ungewissheiten/ Probleme für uns dabei, die wir weder zeitlich noch finanziell dann stemmen wollen und irgendwann dann sicher auch nicht mehr können. Es gibt sicher noch ein Objekt, was besser zu uns passt.
Vielen Dank für eure tollen Ratschläge. Wir werden jetzt mal die "Barthel Strategie" angehen und unsere Nachbarschaft abradeln, im Freundes- und Bekanntenkreis mal unseren Wunsch nach einem Eigenheim/Grundstück publik machen sowie die örtlichen Makler abklappern.
nordanney07.08.25 08:51
PankowPlant schrieb:

Ja, der KP ist der Bodenwert abzüglich Abrisskosten 😀. Danke für den Hinweis.
Dann sollte klar sein, dass eine Sanierung denselben Preis aufruft, wie ein Neubau. Mit dem Nachteil, dass man den alten Bestand nutzen muss und ggf. Deckenhöhen o.ä. "Altbauprobleme" hat.

Kurzum: Das ist tatsächlich ein Abrissobjekt und eine Sanierung wirtschaftlich nicht sinnvoll.
PankowPlant schrieb:

Vielen Dank für eure tollen Ratschläge. Wir werden jetzt mal die "Barthel Strategie" angehen und unsere Nachbarschaft abradeln, im Freundes- und Bekanntenkreis mal unseren Wunsch nach einem Eigenheim/Grundstück publik machen sowie die örtlichen Makler abklappern.
Gerne und viel Erfolg!
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