Moin ihr Lieben,
ich lese seit ein paar Wochen hier im Forum mit und tue mich aktuell sehr schwer damit eine Entscheidung in Bezug auf unsere Hausbau-Pläne zu treffen. Ähnliche Postings gibt es hier ja schon seit einigen Tagen/Wochen und soweit ich das einschätzen kann, scheine ich gerade nicht alleine mit dieser Art von Entscheidung zu sein.
Zur Story:
Letztes Jahr hatten wir noch versucht, zunächst eine Bestandsimmobilie zu finden. Viele eher üble Erfahrungen mit den angebotenen Häusern und auch den Maklern sowie Bieterverfahren haben dann jedoch zu Frust bei mir geführt und ich habe sehr viel Energie in das Suchen eines Baugrundstücks investiert.
Bei der Grundstückssuche scheine ich entweder viel Glück oder Geschick gehabt zu haben (oder beides) so dass ich nun aktuell die Möglichkeit hätte, ein Gemeindegrundstück zu guten Konditionen kaufen zu können (jedoch leider mit Bauzwang (3 Jahre + 2 Jahre Fertigstellung) bzw. spätesten Baustart in 2024).
Wie es immer so ist, bekam ich die Zusage für das Grundstück in etwa genau in der Zeit, als die Zinsen massiv angestiegen sind und auch die Ukraine-Krise begann.
Wir sind nun leider aufgrund der aktuell nicht kalkulierbaren Baukosten-Situation stark verunsichert und würden in diesem Jahr eher nicht anfangen wollen zu bauen und überlegen stattdessen, ob wir und das Grundstück für einen Baustart in 23 oder 24 sichern sollten. Oder ob wir uns komplett vom Hausbau verabschieden, wobei Bestandsimmobilien ja auch nicht günstiger werden.
Aber zunächst noch ein paar Eckpunkte zu uns:
- Gewünschte Hausgröße (Einfamilienhaus): 100-120 qm (Anspruch: einfachster Standard, kein Schicki mickie, billige Küche reicht etc. kein Keller, einfache Auffahrt)
- Alter: 43 (mann) und 38 (frau), 1 Kind von 4 Jahren, keine weiteren geplant
- Nettoeinkommen (zusammen): > 5300 netto / Monat (darüber hinaus verschiedene Boni über mehrere tausend Euro), die Frau arbeitet aktuell teilzeit und da ist noch ca. 800 Euro Netto-Potential
- Eigenkapital aktuell: 210.000 Euro (steigt derzeit ca. um 20.000 bis 25.000 Euro je Jahr)
Für das Haus kalkulieren wir grob in etwa wie folgt (gerne Feedback ob das grob realistisch klingt):
- Grundstückskosten (1000qm) inklusive Erschließung, Notar, Steuer: 85.000 Euro (Preis steht hier fest)
- Bauort: Schleswig Holstein
- Reine Baukosten (geschätzt für 100-120qm): 300.000 Euro
- Baunebenkosten (geschätzt 80.000 Euro)
- Gesamtkosten: 465.000 Euro (abzüglich Eigenkapital also ein Finanzierungsbedarf von 255.000 Euro
- Bei einer monatlichen Rate von 1600 Euro (und Zinssatz 3%) würden wir in etwa 17 Jahre für die Rückzahlung benötigen und vor der Rente fertig sein.
Unsere naive Annahme wäre, dass der Hausbau bei dieser Kalkulation, wenn er denn aktuell bei jetzigen Zinsen (3%) und Baukosten starten würde ganz gut funktionieren würde, jedoch aufgrund der aktuell unkalkulierbaren Baukostensituation zu riskant wäre (viel Puffer sehen wir nicht bei der Darlehensrate).
Stattdessen überlegen wir, ob wir uns das Grundstück jetzt sichern, bis nächstes Jahr weiteres Eigenkapital ansammeln und dann entweder im Jahr 23 oder 24 mit dem Bau zu beginnen (Abschluss des Baus also bis spätestens 26).
Wie denkt ihr darüber oder was würdet ihr in unserer Situation (ein paar Varianten habe ich unten skizziert) tun?
Ich würde...
- so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen trotz der unkalkulierbaren Baukostensituation (Erschließung wohl erst ab August)
- mir das Grundstück trotz Bauzwang (spätester Start in 24) jetzt sichern und auf eine zumindest kostenseitig kalkulierbarere Situation in 23 oder 24 warten.
Sollte es dann 23 oder 24 nicht gehen, das Baugrundstück einfach zurückgeben, aber wir hätten zumindest die Chance zum Bauen gewahrt
- das Grundstück gar nicht erst kaufen, da die Baukosten und die Bauzinsen zeitnah so sehr steigen werden, dass Haushalte mit Einkommen wie unseres in Zukunft eh nicht mehr bauen werden können.
- ...
Vielen lieben Dank für eure Einschätzung / Meinung im Voraus.
ich lese seit ein paar Wochen hier im Forum mit und tue mich aktuell sehr schwer damit eine Entscheidung in Bezug auf unsere Hausbau-Pläne zu treffen. Ähnliche Postings gibt es hier ja schon seit einigen Tagen/Wochen und soweit ich das einschätzen kann, scheine ich gerade nicht alleine mit dieser Art von Entscheidung zu sein.
Zur Story:
Letztes Jahr hatten wir noch versucht, zunächst eine Bestandsimmobilie zu finden. Viele eher üble Erfahrungen mit den angebotenen Häusern und auch den Maklern sowie Bieterverfahren haben dann jedoch zu Frust bei mir geführt und ich habe sehr viel Energie in das Suchen eines Baugrundstücks investiert.
Bei der Grundstückssuche scheine ich entweder viel Glück oder Geschick gehabt zu haben (oder beides) so dass ich nun aktuell die Möglichkeit hätte, ein Gemeindegrundstück zu guten Konditionen kaufen zu können (jedoch leider mit Bauzwang (3 Jahre + 2 Jahre Fertigstellung) bzw. spätesten Baustart in 2024).
Wie es immer so ist, bekam ich die Zusage für das Grundstück in etwa genau in der Zeit, als die Zinsen massiv angestiegen sind und auch die Ukraine-Krise begann.
Wir sind nun leider aufgrund der aktuell nicht kalkulierbaren Baukosten-Situation stark verunsichert und würden in diesem Jahr eher nicht anfangen wollen zu bauen und überlegen stattdessen, ob wir und das Grundstück für einen Baustart in 23 oder 24 sichern sollten. Oder ob wir uns komplett vom Hausbau verabschieden, wobei Bestandsimmobilien ja auch nicht günstiger werden.
Aber zunächst noch ein paar Eckpunkte zu uns:
- Gewünschte Hausgröße (Einfamilienhaus): 100-120 qm (Anspruch: einfachster Standard, kein Schicki mickie, billige Küche reicht etc. kein Keller, einfache Auffahrt)
- Alter: 43 (mann) und 38 (frau), 1 Kind von 4 Jahren, keine weiteren geplant
- Nettoeinkommen (zusammen): > 5300 netto / Monat (darüber hinaus verschiedene Boni über mehrere tausend Euro), die Frau arbeitet aktuell teilzeit und da ist noch ca. 800 Euro Netto-Potential
- Eigenkapital aktuell: 210.000 Euro (steigt derzeit ca. um 20.000 bis 25.000 Euro je Jahr)
Für das Haus kalkulieren wir grob in etwa wie folgt (gerne Feedback ob das grob realistisch klingt):
- Grundstückskosten (1000qm) inklusive Erschließung, Notar, Steuer: 85.000 Euro (Preis steht hier fest)
- Bauort: Schleswig Holstein
- Reine Baukosten (geschätzt für 100-120qm): 300.000 Euro
- Baunebenkosten (geschätzt 80.000 Euro)
- Gesamtkosten: 465.000 Euro (abzüglich Eigenkapital also ein Finanzierungsbedarf von 255.000 Euro
- Bei einer monatlichen Rate von 1600 Euro (und Zinssatz 3%) würden wir in etwa 17 Jahre für die Rückzahlung benötigen und vor der Rente fertig sein.
Unsere naive Annahme wäre, dass der Hausbau bei dieser Kalkulation, wenn er denn aktuell bei jetzigen Zinsen (3%) und Baukosten starten würde ganz gut funktionieren würde, jedoch aufgrund der aktuell unkalkulierbaren Baukostensituation zu riskant wäre (viel Puffer sehen wir nicht bei der Darlehensrate).
Stattdessen überlegen wir, ob wir uns das Grundstück jetzt sichern, bis nächstes Jahr weiteres Eigenkapital ansammeln und dann entweder im Jahr 23 oder 24 mit dem Bau zu beginnen (Abschluss des Baus also bis spätestens 26).
Wie denkt ihr darüber oder was würdet ihr in unserer Situation (ein paar Varianten habe ich unten skizziert) tun?
Ich würde...
- so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen trotz der unkalkulierbaren Baukostensituation (Erschließung wohl erst ab August)
- mir das Grundstück trotz Bauzwang (spätester Start in 24) jetzt sichern und auf eine zumindest kostenseitig kalkulierbarere Situation in 23 oder 24 warten.
Sollte es dann 23 oder 24 nicht gehen, das Baugrundstück einfach zurückgeben, aber wir hätten zumindest die Chance zum Bauen gewahrt
- das Grundstück gar nicht erst kaufen, da die Baukosten und die Bauzinsen zeitnah so sehr steigen werden, dass Haushalte mit Einkommen wie unseres in Zukunft eh nicht mehr bauen werden können.
- ...
Vielen lieben Dank für eure Einschätzung / Meinung im Voraus.
motorradsilke schrieb:
Verallgemeinere doch bitte nicht immer. Das kann auch schneller gehen. Je nachdem, wie man sich bemüht und wie das Bauamt arbeitet.„IMMER“„Verallgemeinere doch bitte nicht immer.“
„Äääh…. Immer verallgemeinere ich? :pDas ist ja richtig witzig!
Mit dem Begriff „mit Sicherheit“ kannst Du etwas anfangen? Das ist etwas anderes als „immer“
Mit Sicherheit bedeutet: man kann davon ausgehen, es könnte aber auch anders kommen.
Immer ist 100% und schränkt nichts ein.
Weißt Du was, Silke:
Ich merke, dass Du mich gern herauspickst und meine Kommentare kritisierst.
Schau, es haben noch andere das Thema wie ich angeschnitten und auch die gleiche Meinung, nur mich zitierst Du.
Hier:
ypg schrieb:
Bauplanung und -genehmigung werden mit Sicherheit bis ins neue Jahr gehen.Und hier:11ant schrieb:
sehe ich in 2024 durchaus Material und Handwerker zu bekommen.Oder hier:k-man2021 schrieb:
mit dem Baubeginn könnt ihr euch dann nach der Situation in 2023/2024 richten.Ich mein, es macht mir ja Freude, Dir zu antworten, aber wäre es nicht allgemein dem Forum wertvoller, die Fragen zu beantworten als meine Antworten zu kritisieren?Nun ist ja hier so, dass die Erschließung auch noch ne Weile dauert und warum soll denn Hetze ein guter Ratgeber sein?
M
motorradsilke08.05.22 12:39ypg schrieb:
„IMMER“
„Verallgemeinere doch bitte nicht immer.“
„Äääh…. Immer verallgemeinere ich? :pDas ist ja richtig witzig!
Mit dem Begriff „mit Sicherheit“ kannst Du etwas anfangen? Das ist etwas anderes als „immer“
Mit Sicherheit bedeutet: man kann davon ausgehen, es könnte aber auch anders kommen.
Immer ist 100% und schränkt nichts ein.
Weißt Du was, Silke:
Ich merke, dass Du mich gern herauspickst und meine Kommentare kritisierst.
Schau, es haben noch andere das Thema wie ich angeschnitten und auch die gleiche Meinung, nur mich zitierst Du.
Hier:
Und hier:
Oder hier:
Ich mein, es macht mir ja Freude, Dir zu antworten, aber wäre es nicht allgemein dem Forum wertvoller, die Fragen zu beantworten als meine Antworten zu kritisieren?
Nun ist ja hier so, dass die Erschließung auch noch ne Weile dauert und warum soll denn Hetze ein guter Ratgeber sein?Das liegt wohl daran, dass du oft verallgemeinerst. Mit Sicherheit bedeutet, man kann davon ausgehen. Aber das ist nicht so. Es gibt genug Fälle, wo es schneller geht. Und die anderen beiden Zitate beinhalten zwar auch den späteren Baubeginn, schreiben aber mit keiner Silbe, dass es nicht schneller gehen könnte.
Wir hatten das letztens schon mit dem Holz, wo du schriebst, dass es kein Holz gibt. Oder mit der Küche, die nach deiner Meinung zwingend im Bauantrag eingezeichnet sein muss.
Deine Beiträge vermitteln bei Anderen den Eindruck, dass es zwingend so sein muss. Das verunsichert Leute, die nicht die Erfahrung haben.
Nicht falsch verstehen, du gibst auch viele tolle Tipps;).
motorradsilke schrieb:
Deine Beiträge vermitteln bei Anderen den Eindruck, dass es zwingend so sein muss.Da ging es um Deine Frage, was als notwendig definiert ist. Und die Antwort mag ja in der Länge etwas verkompliziert sein, dennoch ist der Kern der Antwort erkennbar. Und wenn es um Wohnhäuser geht, welche man beantragt, gibt es nach Definition Vorgaben.ypg schrieb:
Das ist für Wohneinheiten vorgeschrieben. Fließend Wasser gehört dazu, auch Abfluss in die Kanalisation. Kochgelegenheiten auch. Deine Nice-To-Haves nicht.Letztendlich kann ich 10 mal ganz tolle Sachen schreiben, beim elften schnelleren Beitrag kommt dann die Verallgemeinerungspolizei durch Silke, weil die Yvonne ja „immer“ verallgemeinert 😉 In einem Forum sollte man des Öfteren den Satz mehrmals und anders lesen.Ist schon etwas crazy bei Dir 😎
Genug Off Topic meinerseits aus.
B
Benutzer20008.05.22 15:35Neubau2022 schrieb:
So bauen wir derzeit auch. Zimmer des Kindes 15,5 qm.6qm für Bett, Schreibtisch und kleinen Schrank reichen aus.Kinder ganz klein = Krippe, Babybett oder im Wohnzimmer bei den Eltern
Kinder etwas größer = ein wenig im Zimmer auf dem Boden spielen, ansonsten im Wohnzimmer
Aus Kindern werden Teenies = halten sich entweder im Bett mit dem Handy/Tablet auf, schauen fern oder sitzen am Rechner
Fast erwachsene Kinder = mit Freund/Freundin im Bett oder alternativ draußen unterwegs und Party machen.
H
Hutchinson12308.05.22 17:08Unsere zwei Zimmer neben dem Schlafzimmer (16 qm) haben 10 und 11 qm.
Das mit 11 qm hat S/W Ausrichtung und ist daher aktuell Büro.
10 qm mit N/O Ausrichtung wird Kinderzimmer.
Ist si her in den ersten Lebensjahren auch besser, da es sich nicht so aufheizt.
Ich finde das langt völlig. Zur Not kann man später immer noch umdisponieren, denn wir haben noch eine Ausbaureserve von 50 qm Grundfläche (37 qm Wohnfläch) im DG.
So lange alles reinpasst, ist es doch prima.
Ich finde, dass die Kinder heutzutage eh mit zu viel unnützem, bunten Klimbim zugesch***en werden.
Das mit 11 qm hat S/W Ausrichtung und ist daher aktuell Büro.
10 qm mit N/O Ausrichtung wird Kinderzimmer.
Ist si her in den ersten Lebensjahren auch besser, da es sich nicht so aufheizt.
Ich finde das langt völlig. Zur Not kann man später immer noch umdisponieren, denn wir haben noch eine Ausbaureserve von 50 qm Grundfläche (37 qm Wohnfläch) im DG.
So lange alles reinpasst, ist es doch prima.
Ich finde, dass die Kinder heutzutage eh mit zu viel unnützem, bunten Klimbim zugesch***en werden.
Hutchinson123 schrieb:
Unsere zwei Zimmer neben dem Schlafzimmer (16 qm) haben 10 und 11 qm.
Das mit 11 qm hat S/W Ausrichtung und ist daher aktuell Büro.
10 qm mit N/O Ausrichtung wird Kinderzimmer.
Ist si her in den ersten Lebensjahren auch besser, da es sich nicht so aufheizt.
Ich finde das langt völlig. Zur Not kann man später immer noch umdisponieren, denn wir haben noch eine Ausbaureserve von 50 qm Grundfläche (37 qm Wohnfläch) im DG.Denke auch, dass das reicht.
Dass Kinder nur allzu gern im Wohnzimmer spielen, hängt meiner Meinung nach weniger von der Größe des Zimmers ab, sondern der Lage der Zimmer.
Ich kenne nur sehr wenig bis gar keine Kinder die gerne alleine im sonst menschenleeren Obergeschoss spielen. Dort kriegen sie nicht mit was unten passiert und meist ist das vermutlich der Reiz am spielen im Wohnzimmer - alle sind da und man hört was die Eltern reden.
Wir haben ebenerdig gelebt und am liebsten spielten wir im Arbeitszimmer meiner Eltern - direkt neben dem Wohnzimmer.
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