ᐅ 4 Leute gefragt - 5 Antworten bekommen...
Erstellt am: 17.11.13 20:28
D
Dipl-WiING17.11.13 20:28Liebes Forum,
wir sind kurz davor ein rund 1000m2 großes Hanggrundstück ( ca. 16° Gefälle, Westhang) zu erwerben. Es ist eigentlich größer als das was wir suchen, aber dafür passt der Rest soweit.
Nun haben wir natürlich viele Fragen wie jeder Bauanfänger und die haben wir dann auch verschiedenen "Experten" gestellt. Angefangen von unserer 2 potentiellen Architekten bis zu verschiedenen Fertigbauer. Das da natürlich jeder aus seiner Sicht redet ist klar, dennoch sid die Aussagen so dermaßen gegensätzlich das ich auf der Basis nicht weiter planen kann.
Daher versuche ich es hier mal einen Überblick zu bekommen 😉
Ist ein Flachdach bei 90m2 Fläche gleich den Kosten eines Walmdaches (10*8m @ 15°)?
Ist es günstiger einen Keller komplett als Wohnkeller auszubauen (mit großer Fensterfront) als diesen als dunklen (gedämmten) Nutzkeller zu belassen (den sichtbaren Teil mit Holz zu verkleiden) und lieber ein gleichwertig zum Wohnkeller ausgebautes Obergeschoss draufzubauen?
Ist es eher günstiger die vordere Kellerdecke zum Teil (ggf. 3*4m) als Terrassen zu nutzen als im OG einen Teil des Erdgeschosses als Terrasse zu nutzen?
Unterm Strich benötigen wir ca. 130m2 Wohnfläche, 15m2 Terrasse (min. auf Höge Kellerdecke) und ca. 30 m2 Nutzfläche für Werkstatt, Abstellraum ect.
geplant war eigentlich auf das obere Geschoss zu verzichten und dafür einen vollwertigen Wohnkeller zu bauen. Den Grundriss können wir nicht unendlich verkleinern da wir eine Wohn-& Küchenbereich mit 10m*6m haben möchten um den Hangblick zu nutzen. Die Terrasse wollte ich eigentlich vom Wohnzimmer (EG über dem Wohnkeller) abgehend als Holzkonstruktion an die Seite bzw Front anbauen. Nun sagte man mir es sei üblich dafür "einfach" die oberfläche der Kellerdecke zu nutzen. Wir planen nichts spezielles, Grundriss Schuhkarton mit Flach- oder offenem Walmdach.
Dank für jeden Tipp, ggf. kennt jemand ein ähnliches Haus mit unseren Wünschen ?
Grüße
Pit
wir sind kurz davor ein rund 1000m2 großes Hanggrundstück ( ca. 16° Gefälle, Westhang) zu erwerben. Es ist eigentlich größer als das was wir suchen, aber dafür passt der Rest soweit.
Nun haben wir natürlich viele Fragen wie jeder Bauanfänger und die haben wir dann auch verschiedenen "Experten" gestellt. Angefangen von unserer 2 potentiellen Architekten bis zu verschiedenen Fertigbauer. Das da natürlich jeder aus seiner Sicht redet ist klar, dennoch sid die Aussagen so dermaßen gegensätzlich das ich auf der Basis nicht weiter planen kann.
Daher versuche ich es hier mal einen Überblick zu bekommen 😉
Ist ein Flachdach bei 90m2 Fläche gleich den Kosten eines Walmdaches (10*8m @ 15°)?
Ist es günstiger einen Keller komplett als Wohnkeller auszubauen (mit großer Fensterfront) als diesen als dunklen (gedämmten) Nutzkeller zu belassen (den sichtbaren Teil mit Holz zu verkleiden) und lieber ein gleichwertig zum Wohnkeller ausgebautes Obergeschoss draufzubauen?
Ist es eher günstiger die vordere Kellerdecke zum Teil (ggf. 3*4m) als Terrassen zu nutzen als im OG einen Teil des Erdgeschosses als Terrasse zu nutzen?
Unterm Strich benötigen wir ca. 130m2 Wohnfläche, 15m2 Terrasse (min. auf Höge Kellerdecke) und ca. 30 m2 Nutzfläche für Werkstatt, Abstellraum ect.
geplant war eigentlich auf das obere Geschoss zu verzichten und dafür einen vollwertigen Wohnkeller zu bauen. Den Grundriss können wir nicht unendlich verkleinern da wir eine Wohn-& Küchenbereich mit 10m*6m haben möchten um den Hangblick zu nutzen. Die Terrasse wollte ich eigentlich vom Wohnzimmer (EG über dem Wohnkeller) abgehend als Holzkonstruktion an die Seite bzw Front anbauen. Nun sagte man mir es sei üblich dafür "einfach" die oberfläche der Kellerdecke zu nutzen. Wir planen nichts spezielles, Grundriss Schuhkarton mit Flach- oder offenem Walmdach.
Dank für jeden Tipp, ggf. kennt jemand ein ähnliches Haus mit unseren Wünschen ?
Grüße
Pit
B
Bauexperte17.11.13 21:26Guten Abend Pit,
Ein reiner Nutzkeller ist die teuerste Art Grundfläche zu generieren, welche Du Dir vorstellen kannst. Auch deshalb, da - es ist ja jede Menge Garten vorhanden - er zunehmend als teure Abstellfläche benutzt wird. Erst ist es nur ein Karton, später vlt. ein möbel, vom welchem man sich nicht trennen möchte usw. Am Ende ist nahezu jeder Nutzkeller mit imho nutzlosem Plunder zugestellt, welchen man so oder so nie wieder gescheit nutzen wird.
80 qm Nutzkeller mit teilweise freiliegendem Außenmauerwerk sollte in etwa TEUR 50** kosten. Wird er jetzt - abseits eines Hauswirtschaftsraum - zum Wohnkeller ausgebaut, darfst Du sicher mit zusätzlichen Kosten im Bereich TEUR 15** kalkulieren (Dämmung, Erweiterung des Wärmeerzeugers, Fußbodenheizung, Estrich ...).
Ein Einfamilienhaus 10.00 m, x 8.00 m - II-geschossig, Kfw 70, mit FD - sollte in etwa TEUR 172** kosten, der Nutzkeller ca. TEUR 50** (mit freiliegendem Mauerwerk, plus weiterer Ausbau zum Wohnkeller.
Ein Bungalow (also I-geschossig) - gleiche Parameter wie vor - kostet ebenfalls TEUR 172** plus die Kosten des Nutzkellers und weiterer Ausbau zum Wohnkeller.
Da Du aber so oder so einen Keller haben wirst, ist es - wieder aus meiner Sicht - unsinnig, weitere Gelder in ein OG zu stecken, welches Du nicht brauchst. Dann lieber den Keller zum richtigen Wohnkeller ausbauen.
** in Bayern darfst Du um den Faktor 3-5 teurer kalkulieren, je nachdem in welchem Kreis Du bauen möchtest.
Grüße, Bauexperte
Dipl-WiING schrieb:Du mußt viel Zeit haben 😀
wir sind kurz davor ein rund 1000m2 großes Hanggrundstück ( ca. 16° Gefälle, Westhang) zu erwerben. Es ist eigentlich größer als das was wir suchen, aber dafür passt der Rest soweit.
Dipl-WiING schrieb:Nein. Das Flachdach (FD) ist - wenn es vernünftig ausgeführt ist, teurer.
Ist ein Flachdach bei 90m2 Fläche gleich den Kosten eines Walmdaches (10*8m @ 15°)?
Dipl-WiING schrieb:Nein - nur so einfach ist die Frage deshalb trotzdem nicht zu beantworten. Aus meiner Sicht macht ein Keller nur dann Sinn, wenn er tatsächlich als Wohnraum genutzt wird. Das ist in aller Regel zu empfehlen, wenn das Grundstück eine Hanglage aufweist.
Ist es günstiger einen Keller komplett als Wohnkeller auszubauen (mit großer Fensterfront) als diesen als dunklen (gedämmten) Nutzkeller zu belassen (den sichtbaren Teil mit Holz zu verkleiden) und lieber ein gleichwertig zum Wohnkeller ausgebautes Obergeschoss draufzubauen?
Ein reiner Nutzkeller ist die teuerste Art Grundfläche zu generieren, welche Du Dir vorstellen kannst. Auch deshalb, da - es ist ja jede Menge Garten vorhanden - er zunehmend als teure Abstellfläche benutzt wird. Erst ist es nur ein Karton, später vlt. ein möbel, vom welchem man sich nicht trennen möchte usw. Am Ende ist nahezu jeder Nutzkeller mit imho nutzlosem Plunder zugestellt, welchen man so oder so nie wieder gescheit nutzen wird.
80 qm Nutzkeller mit teilweise freiliegendem Außenmauerwerk sollte in etwa TEUR 50** kosten. Wird er jetzt - abseits eines Hauswirtschaftsraum - zum Wohnkeller ausgebaut, darfst Du sicher mit zusätzlichen Kosten im Bereich TEUR 15** kalkulieren (Dämmung, Erweiterung des Wärmeerzeugers, Fußbodenheizung, Estrich ...).
Ein Einfamilienhaus 10.00 m, x 8.00 m - II-geschossig, Kfw 70, mit FD - sollte in etwa TEUR 172** kosten, der Nutzkeller ca. TEUR 50** (mit freiliegendem Mauerwerk, plus weiterer Ausbau zum Wohnkeller.
Ein Bungalow (also I-geschossig) - gleiche Parameter wie vor - kostet ebenfalls TEUR 172** plus die Kosten des Nutzkellers und weiterer Ausbau zum Wohnkeller.
Da Du aber so oder so einen Keller haben wirst, ist es - wieder aus meiner Sicht - unsinnig, weitere Gelder in ein OG zu stecken, welches Du nicht brauchst. Dann lieber den Keller zum richtigen Wohnkeller ausbauen.
Dipl-WiING schrieb:Wieso Kellerdecke? Du meinst, Du willst die Kellerdecke rauskragen?
Ist es eher günstiger die vordere Kellerdecke zum Teil (ggf. 3*4m) als Terrassen zu nutzen als im OG einen Teil des Erdgeschosses als Terrasse zu nutzen?
Dipl-WiING schrieb:"Üblich" wäre es, wenn das Kellergeschoss größer wäre, als das darüber liegende EG.
Die Terrasse wollte ich eigentlich vom Wohnzimmer (EG über dem Wohnkeller) abgehend als Holzkonstruktion an die Seite bzw Front anbauen. Nun sagte man mir es sei üblich dafür "einfach" die oberfläche der Kellerdecke zu nutzen.
** in Bayern darfst Du um den Faktor 3-5 teurer kalkulieren, je nachdem in welchem Kreis Du bauen möchtest.
Grüße, Bauexperte
D
Dipl-WiING20.11.13 11:47Hallo Bauexperte, erstmal vielen Dank für Deine detaillierte Antwort!
Kannst Du etwa beziffern wie viel teuer das FD zum WD oder auch einem SD mit rund 15° wäre?
Wenn ich Dich richtig verstehe meinst Du wir werden eh einen Keller brauchen da Hang, also macht es auch Sinn diesen voll auszubauen als den Keller nur als Abstellraum zu benutzen. Hier bin ich voll bei Dir, dennoch sehe ich zwei Vorteile bei einem 2OG: 1. Dies wird oben im Raum eher heller sein und die Aussicht wäre schöner 2. Den Keller kann man nachträglich leichter zu Wohnraum ausbauen, ein 2 OG nachrüsten ist bestimmt aufwendiger!?
Warum denkst Du in Bayern kann der Keller Faktor 3-5 Kosten? Denkst du an den Aushub? Wir sind nicht wirklich in Bayern 😉 wir sind in Franken an einem Weinberg ist hier deine Einschätzung die gleiche?
Ja genau wir dachten daran das Kellergeschoss quasi die Kellerdecke etwas zum Teil größer zu machen als das EG, da wir jedoch nicht auf ganzer Linie da wir den Blick (Bodentiefe Fenster angedacht) nicht all zu sehr von einem Balkon verbauen wollen. Hier denken wir eher an der Seite eine Art Terrasse über Eck anzubauen, begehbar vom EG.
Wenn ich Dich richtig verstehe rechnest Du mit ausgebautem Keller und und 2. OG rund 240T€, wenn wir auf den Kellerausbau verzichten sparen wir also "nur 15-20T€? Vieviel Baunebenkosten würdest Du da noch schätzen (das Grundstück ist bis vor das Grundstück erschlossen).
Und die letzte Frage, wer baut mir das beschriebene Haus zu diesem Preis?
Vielen Dank schonmal !!
Grüße aus Franken!
Kannst Du etwa beziffern wie viel teuer das FD zum WD oder auch einem SD mit rund 15° wäre?
Wenn ich Dich richtig verstehe meinst Du wir werden eh einen Keller brauchen da Hang, also macht es auch Sinn diesen voll auszubauen als den Keller nur als Abstellraum zu benutzen. Hier bin ich voll bei Dir, dennoch sehe ich zwei Vorteile bei einem 2OG: 1. Dies wird oben im Raum eher heller sein und die Aussicht wäre schöner 2. Den Keller kann man nachträglich leichter zu Wohnraum ausbauen, ein 2 OG nachrüsten ist bestimmt aufwendiger!?
Warum denkst Du in Bayern kann der Keller Faktor 3-5 Kosten? Denkst du an den Aushub? Wir sind nicht wirklich in Bayern 😉 wir sind in Franken an einem Weinberg ist hier deine Einschätzung die gleiche?
Wieso Kellerdecke? Du meinst, Du willst die Kellerdecke rauskragen?
Ja genau wir dachten daran das Kellergeschoss quasi die Kellerdecke etwas zum Teil größer zu machen als das EG, da wir jedoch nicht auf ganzer Linie da wir den Blick (Bodentiefe Fenster angedacht) nicht all zu sehr von einem Balkon verbauen wollen. Hier denken wir eher an der Seite eine Art Terrasse über Eck anzubauen, begehbar vom EG.
Wenn ich Dich richtig verstehe rechnest Du mit ausgebautem Keller und und 2. OG rund 240T€, wenn wir auf den Kellerausbau verzichten sparen wir also "nur 15-20T€? Vieviel Baunebenkosten würdest Du da noch schätzen (das Grundstück ist bis vor das Grundstück erschlossen).
Und die letzte Frage, wer baut mir das beschriebene Haus zu diesem Preis?
Vielen Dank schonmal !!
Grüße aus Franken!
B
Bauexperte21.11.13 07:16Hallo,
Grüße, Bauexperte
Dipl-WiING schrieb:Sicherlich im Bereich ca. TEUR 5-8
Kannst Du etwa beziffern wie viel teuer das FD zum WD oder auch einem SD mit rund 15° wäre?
Dipl-WiING schrieb:Das hält sich imho beides die Waage - wobei Keller nachträglich als Wohnraum auszubauen schwierig wird, wenn Du nicht bereits bei der Planung eine Geschosserhöhung, Dämmung und größere Auslegung des Wärmeerzeuger berücksichtigst.
2. Den Keller kann man nachträglich leichter zu Wohnraum ausbauen, ein 2 OG nachrüsten ist bestimmt aufwendiger!?
Dipl-WiING schrieb:Ich denke nicht - ich weiß es. In Bayern - und Franken gehört ja dazu - sind die Baupreise schlichtweg höher.
Warum denkst Du in Bayern kann der Keller Faktor 3-5 Kosten? Denkst du an den Aushub? Wir sind nicht wirklich in Bayern 😉 wir sind in Franken an einem Weinberg ist hier deine Einschätzung die gleiche?
Dipl-WiING schrieb:Sorry, aber das kann ich nicht seriös beziffern. Ich kenne die Bodenverhältnisse nicht; ebenso wenig das Grundstück noch die Kosten für Kies oder was auch immer der Geologe vorschreibt.
Vieviel Baunebenkosten würdest Du da noch schätzen (das Grundstück ist bis vor das Grundstück erschlossen).
Dipl-WiING schrieb:Frag hier im Forum und bitte um Antwort via PN. Ich bin sicher, Du wirst etliche Vorschläge erhalten.
Und die letzte Frage, wer baut mir das beschriebene Haus zu diesem Preis?
Grüße, Bauexperte
Ähnliche Themen