owenpa schrieb:
kannst du vielleicht etwas genauer erklären, warum eine Kunststoffhaftgrundierung nötig ist?Ja, das ist echt wichtig. Die Oberfläche der Metod Türen ist oftmals sehr glatt und besteht meistens aus einer melaminharzbeschichteten Spanplatte oder ähnlichem. Ohne Haftgrund würde der Lack kaum langfristig halten, weil er einfach nicht gut festklebt und leicht abplatzt. Die Kunststoffhaftgrundierung sorgt für eine bessere Verbindung zwischen der glatten Oberfläche und dem Lack.Wichtig ist auch, dass die Grundierung flexibel bleibt, da die Türen sich bei Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen minimal bewegen können, sonst kann der Lack reißen. Zum Thema 2K-Lacke vs. Acryllack: Ich habe selbst schon mit 2K gearbeitet, es ist Härter- und Harzbasis, sehr robust, aber man braucht Erfahrung und Sicherheitsvorkehrungen wegen der Chemie. Für Heimwerker ist Acryllack oft leichter zu handhaben, da wasserverdünnbar, weniger giftig und leichter zu verarbeiten. Es gibt gute qualitative Acryllacke, die für den Hausgebrauch völlig ausreichen.
Ich möchte meine eigene Erfahrung ergänzen: Wichtig ist auch die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit beim Lackieren – am besten zwischen 18 und 22 Grad und nicht zu feucht.
Das kann ich nur bestätigen! Vor allem das Zwischenschleifen sorgt für ein sehr gutes Endergebnis. Ich persönlich habe bisher immer mit einer guten Sprühdose gearbeitet, weil ich keine Sprühpistole besitze und ich finde, mit etwas Übung wird das auch richtig toll.
Bei der Farbauswahl empfehle ich, auf eine matte oder seidenmatte Lackierung zu setzen, das sieht hochwertiger aus und zeigt nicht so schnell Fingerabdrücke. Wer es glänzend mag, muss dafür leider mehr putzen.
PAR63 schrieb:
Nach Trocknung sehr feines Anschleifen mit 320er Schleifpapier
- Lackieren mit Acryllack in gewünschtem Farbton, am besten mit Sprühpistole
Das kann ich nur bestätigen! Vor allem das Zwischenschleifen sorgt für ein sehr gutes Endergebnis. Ich persönlich habe bisher immer mit einer guten Sprühdose gearbeitet, weil ich keine Sprühpistole besitze und ich finde, mit etwas Übung wird das auch richtig toll.
Bei der Farbauswahl empfehle ich, auf eine matte oder seidenmatte Lackierung zu setzen, das sieht hochwertiger aus und zeigt nicht so schnell Fingerabdrücke. Wer es glänzend mag, muss dafür leider mehr putzen.
BeAndrea schrieb:
Vor allem das Zwischenschleifen sorgt für ein sehr gutes Endergebnis.Das macht Sinn, denn ich vermute, ohne Zwischenschliff wird die Oberfläche zu rau und die letzten Lackschichten sehen eventuell unruhig oder ungleichmäßig aus. Wie groß muss der Schleifaufwand da sein? Reicht es, mit ganz feinem Schleifpapier (320 oder 400) einmal sehr leicht über die trockene Lackoberfläche zu gehen? Oder sind mehrere Schleifgänge nötig? Außerdem: Gibt es Tricks, wie man Staub möglichst effektiv bei der Lackierung vermeiden kann?Staubfreiheit ist enorm wichtig, deshalb gilt:
- Arbeitsplatz vor dem Lackieren gut feucht wischen, um Staub zu binden
- Schleifen nur mit geeignetem Schleifpapier und danach die Oberfläche mit einem feuchten Tuch oder alkoholhaltigem Reinigungstuch abwischen
- Danach den Raum möglichst staubfrei halten, am besten Fensterventilation reduzieren und wenn möglich eine staubarme Umgebung wählen
Zum Zwischenschliff: Einmal leicht mit 320er oder feiner reicht aus, Ziel ist es, kleine Unebenheiten zu entfernen und eine glatte Oberfläche für die nächste Schicht zu schaffen, nicht die Schicht komplett zu entfernen.
- Arbeitsplatz vor dem Lackieren gut feucht wischen, um Staub zu binden
- Schleifen nur mit geeignetem Schleifpapier und danach die Oberfläche mit einem feuchten Tuch oder alkoholhaltigem Reinigungstuch abwischen
- Danach den Raum möglichst staubfrei halten, am besten Fensterventilation reduzieren und wenn möglich eine staubarme Umgebung wählen
Zum Zwischenschliff: Einmal leicht mit 320er oder feiner reicht aus, Ziel ist es, kleine Unebenheiten zu entfernen und eine glatte Oberfläche für die nächste Schicht zu schaffen, nicht die Schicht komplett zu entfernen.
F
flo-Theres29.04.21 19:05Eine Ergänzung zum Farbton: Ich habe gute Erfahrungen mit speziell für Möbel entwickelten Sprühlacken gemacht. Die sind auf Belastbarkeit, Kratzfestigkeit und auch auf guten Farbton ausgelegt.
Falls du das Ganze etwas individueller gestalten möchtest, kann auch eine Kombination aus Grund- und Effektlacken interessant sein. Zum Beispiel Grundierung und Grundlack aus einem robusten Acryllackmischsystem und darüber ein matter Effektlack, der eine samtige Oberfläche schafft. Das lässt sich zu Hause allerdings meistens nur mit einer Sprühpistole gut umsetzen, da die Schichtdicken gut kontrolliert werden müssen.
Falls du das Ganze etwas individueller gestalten möchtest, kann auch eine Kombination aus Grund- und Effektlacken interessant sein. Zum Beispiel Grundierung und Grundlack aus einem robusten Acryllackmischsystem und darüber ein matter Effektlack, der eine samtige Oberfläche schafft. Das lässt sich zu Hause allerdings meistens nur mit einer Sprühpistole gut umsetzen, da die Schichtdicken gut kontrolliert werden müssen.
Ich möchte noch auf ein Detail eingehen, das häufig übersehen wird: Die Kanten der Metod-Türen sind oft definiert und recht scharfkantig. Hier sammeln sich Lack und Staub besonders gerne an. Bevor du lackierst, empfehle ich, die Kanten mit leicht abgerundeten Schleifbewegungen vorzubehandeln. So sieht das Endergebnis nicht nur schöner aus, sondern der Lack hält auch besser, weil keine scharfen Kanten zum Abplatzen führen.
Zudem: Wenn du Türen abschraubst und liegend lackierst, vermeidest du Tropfenbildung. Aufhängungen später gut prüfen, damit die Türen nach dem Lackieren nicht beschädigt werden.
Zudem: Wenn du Türen abschraubst und liegend lackierst, vermeidest du Tropfenbildung. Aufhängungen später gut prüfen, damit die Türen nach dem Lackieren nicht beschädigt werden.
Ähnliche Themen