ᐅ Wie kann ich Ikea Metod Schränke bei einem Umzug rückstandsfrei demontieren?
Erstellt am: 20.05.20 18:07
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peosarHallo zusammen, ich plane in Kürze einen Umzug und besitze einige Ikea Metod Küchen- und Vorratsschränke. Meine Frage ist konkret: Wie kann ich Ikea Metod Schränke bei einem Umzug rückstandsfrei demontieren, sodass keine Schäden an den Möbeln oder den Wänden entstehen und ich die Schränke problemlos am neuen Standort wieder zusammensetzen kann? Dabei interessieren mich insbesondere Tipps zum schonenden Entfernen der Befestigungen, den Umgang mit Schrauben und Dübeln und wie man die einzelnen Paneele am besten vor Beschädigungen schützt. Gibt es außerdem Empfehlungen, welche Werkzeuge oder Hilfsmittel besonders hilfreich sind und auf was ich unbedingt achten muss, um den Wiederaufbau so einfach wie möglich zu gestalten? Vielen Dank im Voraus für eure Erfahrungen und Hinweise!
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REOHEINRIC20.05.20 19:43Basierend auf den technischen Spezifikationen der Ikea Metod Serie und Erfahrungen aus Montagehandbüchern empfehle ich folgendes systematisch vorzugehen:
- Zunächst alle Türen und Schubladen komplett aus den Schränken ausbauen, um Beschädigungen zu vermeiden und leichteren Zugriff zu haben.
- Darüber hinaus sollten alle sichtbaren Einlegeböden und Innenauszüge entfernt werden.
- Mit einem Akkuschrauber und entsprechend passenden Bits die Schrauben der Eckverbinder und der Aufhängungen lösen, vorzugsweise Kreuzschlitz oder Torx, je nach Schraubentyp.
- Um die Schränke rückstandsfrei von der Wand zu lösen, vorsichtig die Dübel prüfen: bei Rigipswänden mit Metallrahmen empfiehlt sich das Entfernen aller Schrauben aus den Ösenschienen, dann die Dübel mit einem sogenannten Dübelzieherset herausziehen.
- Die Platten sind meist mit Verbinderplatten fixiert, hier Achtung beim Trennen, um keine Kanten zu beschädigen.
- Schrauben nach dem Ausbau in einem Behälter sammeln und beschriften, um später schneller sortieren zu können.
- Um Kratzer zu vermeiden beim Transport, decken Sie einzelne Elemente mit Luftpolsterfolie oder alten Decken ab.
Der Einsatz eines Akkuschraubers mit Drehmomentkontrolle ist nahezu Pflicht, um Überdrehungen zu verhindern. Auf den Einsatz von roher Gewalt ist zu verzichten, da das Material vorrangig aus Spanplatte besteht und empfindlich auf Druck reagiert.
- Zunächst alle Türen und Schubladen komplett aus den Schränken ausbauen, um Beschädigungen zu vermeiden und leichteren Zugriff zu haben.
- Darüber hinaus sollten alle sichtbaren Einlegeböden und Innenauszüge entfernt werden.
- Mit einem Akkuschrauber und entsprechend passenden Bits die Schrauben der Eckverbinder und der Aufhängungen lösen, vorzugsweise Kreuzschlitz oder Torx, je nach Schraubentyp.
- Um die Schränke rückstandsfrei von der Wand zu lösen, vorsichtig die Dübel prüfen: bei Rigipswänden mit Metallrahmen empfiehlt sich das Entfernen aller Schrauben aus den Ösenschienen, dann die Dübel mit einem sogenannten Dübelzieherset herausziehen.
- Die Platten sind meist mit Verbinderplatten fixiert, hier Achtung beim Trennen, um keine Kanten zu beschädigen.
- Schrauben nach dem Ausbau in einem Behälter sammeln und beschriften, um später schneller sortieren zu können.
- Um Kratzer zu vermeiden beim Transport, decken Sie einzelne Elemente mit Luftpolsterfolie oder alten Decken ab.
Der Einsatz eines Akkuschraubers mit Drehmomentkontrolle ist nahezu Pflicht, um Überdrehungen zu verhindern. Auf den Einsatz von roher Gewalt ist zu verzichten, da das Material vorrangig aus Spanplatte besteht und empfindlich auf Druck reagiert.
Um die Demontage der Ikea Metod Schränke wirklich rückstandsfrei und schonend durchzuführen, lohnt es sich, Schritt für Schritt und mit besonderem Augenmerk auf die mechanischen Verbindungen vorzugehen.
Ich würde konkret so vorgehen:
- Erstens: Dokumentiere mit Fotos alle Befestigungspunkte, gerade an den Rückwänden und Wandschienen. Da einige Schränke mit sogenannten Aufhängeschienen befestigt sind, besorge dir vorher das passende Werkzeug (meist Innensechskant-Schlüssel oder Torx).
- Zweitens: Beginne bei den Wänden – löse alle Schrauben in den Ösenschienen, bade die Schrauben in einem separaten Gefäß und notiere deren Position, denn sie sind unterschiedlich lang.
- Drittens: Für das Zerlegen der Schränke selbst ist ein Akkuschrauber mit einstellbarem Drehmoment unverzichtbar, um ein Überdrehen der Verbindungen, speziell der Minifix-Verbinder, zu vermeiden.
- Viertens: Vermeide es, die Spanplatten zu hebeln oder mit spitzen Gegenständen die Verbinder zu lösen, da sonst das Material an den Kanten ausreißen kann.
- Fünftens: Plastik-Winkel und Verbinder herausnehmen und gegebenenfalls mit einem kleinen Schraubendreher vorsichtig lösen.
In meinem letzten Umzug hatte ich das Problem, dass einige Dübel in der Wand stecken blieben, was Spachtelarbeit und Nachbesserungen nötig machte. Darum würde ich auch empfehlen, zum Schluss die Stellen, wo Dübel aus der Wand gezogen wurden, sorgfältig zu prüfen und zu reinigen, um später eine saubere Befestigung am neuen Standort sicherzustellen.
Eine spezielle Anmerkung noch zur Rückwand: Wenn möglich, löse die Rückwandpaneele vor dem Abbau der Schränke und bewahre sie separat auf, das macht die Schränke leichter und einfacher stapelbar.
Ich würde konkret so vorgehen:
- Erstens: Dokumentiere mit Fotos alle Befestigungspunkte, gerade an den Rückwänden und Wandschienen. Da einige Schränke mit sogenannten Aufhängeschienen befestigt sind, besorge dir vorher das passende Werkzeug (meist Innensechskant-Schlüssel oder Torx).
- Zweitens: Beginne bei den Wänden – löse alle Schrauben in den Ösenschienen, bade die Schrauben in einem separaten Gefäß und notiere deren Position, denn sie sind unterschiedlich lang.
- Drittens: Für das Zerlegen der Schränke selbst ist ein Akkuschrauber mit einstellbarem Drehmoment unverzichtbar, um ein Überdrehen der Verbindungen, speziell der Minifix-Verbinder, zu vermeiden.
- Viertens: Vermeide es, die Spanplatten zu hebeln oder mit spitzen Gegenständen die Verbinder zu lösen, da sonst das Material an den Kanten ausreißen kann.
- Fünftens: Plastik-Winkel und Verbinder herausnehmen und gegebenenfalls mit einem kleinen Schraubendreher vorsichtig lösen.
In meinem letzten Umzug hatte ich das Problem, dass einige Dübel in der Wand stecken blieben, was Spachtelarbeit und Nachbesserungen nötig machte. Darum würde ich auch empfehlen, zum Schluss die Stellen, wo Dübel aus der Wand gezogen wurden, sorgfältig zu prüfen und zu reinigen, um später eine saubere Befestigung am neuen Standort sicherzustellen.
Eine spezielle Anmerkung noch zur Rückwand: Wenn möglich, löse die Rückwandpaneele vor dem Abbau der Schränke und bewahre sie separat auf, das macht die Schränke leichter und einfacher stapelbar.
Interessant, was REOHEINRIC und Surela schreiben, ich würde dennoch dazu raten, folgende Punkte kritisch zu hinterfragen:
Ist das wirklich immer der beste Ansatz? Beispielsweise bei älteren Dielen oder gemauerten Wänden kann dies die Wand mehr beschädigen, als unvermeidbar ist. Würde nicht eher eine Lösung mit klarem Raster für Dübel- und Schraubenneuvernagelung am neuen Ort Kosten/Nutzen abwägen?
Außerdem:
Das klingt prinzipiell sinnvoll, aber wer hat schon Zeit für solche akribischen Vorarbeiten? Lässt sich das nicht auch pragmatischer lösen? Z.B. systematische Beschriftung der einzelnen Bauteile und Schrauben, die später zusammengehören.
Mein Vorschlag: Klar strukturierte Packlisten und eine nummerische Beschriftung mit wasserfestem Marker auf jedem Teil, evtl. passende Wiedereinbau-Reihenfolge. So spart man sich Foto-Archivierungen.
Wer hat Erfahrungen, wie aufwändig das alles in der Realität tatsächlich ist?
REOHEINRIC schrieb:
Um die Schränke rückstandsfrei von der Wand zu lösen, vorsichtig die Dübel prüfen: bei Rigipswänden mit Metallrahmen empfiehlt sich das Entfernen aller Schrauben aus den Ösenschienen, dann die Dübel mit einem sogenannten Dübelzieherset herausziehen.
Ist das wirklich immer der beste Ansatz? Beispielsweise bei älteren Dielen oder gemauerten Wänden kann dies die Wand mehr beschädigen, als unvermeidbar ist. Würde nicht eher eine Lösung mit klarem Raster für Dübel- und Schraubenneuvernagelung am neuen Ort Kosten/Nutzen abwägen?
Außerdem:
Surela schrieb:
Dokumentiere mit Fotos alle Befestigungspunkte, gerade an den Rückwänden und Wandschienen.
Das klingt prinzipiell sinnvoll, aber wer hat schon Zeit für solche akribischen Vorarbeiten? Lässt sich das nicht auch pragmatischer lösen? Z.B. systematische Beschriftung der einzelnen Bauteile und Schrauben, die später zusammengehören.
Mein Vorschlag: Klar strukturierte Packlisten und eine nummerische Beschriftung mit wasserfestem Marker auf jedem Teil, evtl. passende Wiedereinbau-Reihenfolge. So spart man sich Foto-Archivierungen.
Wer hat Erfahrungen, wie aufwändig das alles in der Realität tatsächlich ist?
Vielen Dank für die bisherigen sehr detaillierten Antworten, besonders die Hinweise zur Vermeidung von Beschädigungen und korrektem Umgang mit den verschiedenen Verbinderarten waren sehr hilfreich.
Eine kleine Ergänzung von meiner Seite: Die Wände meines aktuellen Wohnraums sind teilweise Rigips, teilweise mit Massivputz versehen. Mich interessiert daher speziell, ob es bei der Demontage der Metod Schränke zusätzlich Unterschiede in der Vorgehensweise gibt, wenn man mit diesen beiden Wandtypen arbeitet.
Auch würde mich interessieren, ob jemand Erfahrungen damit hat, wie sich die Belastbarkeit der Schrauben und Dübel nach der Demontage verändert, vor allem wenn man die Schränke am neuen Standort angeblich an der gleichen Wand befestigen will. Muss man mit reduzierter Stabilität rechnen und wie sollte man darauf reagieren? Beispielsweise neue Dübel nehmen oder die alten weiterverwenden?
Zusätzlich noch ein Wunsch: Gibt es praktische Tipps, wie man die Einzelteile beschriften sollte, um ein einfaches und sichereres Wiederzusammensetzen der IKEA Metod Schränke zu garantieren? Danke nochmals!
Eine kleine Ergänzung von meiner Seite: Die Wände meines aktuellen Wohnraums sind teilweise Rigips, teilweise mit Massivputz versehen. Mich interessiert daher speziell, ob es bei der Demontage der Metod Schränke zusätzlich Unterschiede in der Vorgehensweise gibt, wenn man mit diesen beiden Wandtypen arbeitet.
Auch würde mich interessieren, ob jemand Erfahrungen damit hat, wie sich die Belastbarkeit der Schrauben und Dübel nach der Demontage verändert, vor allem wenn man die Schränke am neuen Standort angeblich an der gleichen Wand befestigen will. Muss man mit reduzierter Stabilität rechnen und wie sollte man darauf reagieren? Beispielsweise neue Dübel nehmen oder die alten weiterverwenden?
Zusätzlich noch ein Wunsch: Gibt es praktische Tipps, wie man die Einzelteile beschriften sollte, um ein einfaches und sichereres Wiederzusammensetzen der IKEA Metod Schränke zu garantieren? Danke nochmals!
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