Sujo33 schrieb:
Wie genau kann ich diesen Zusammenhang zwischen Raumfeuchte, Temperatur und Kondensation besser abschätzen? Gibt es praktische Faustregeln oder Messgeräte, die ihr empfehlen könnt?Gute Frage! Grundsätzlich gilt: Wenn die Raumluftfeuchtigkeit hoch ist und die Oberfläche der Möbel kälter als die Taupunkttemperatur der Luft, bildet sich Kondenswasser.
Taupunkt kann man mit speziellen Hygrometern oder sogenannten Thermo-Hygrometern bestimmen. Die zeigen Temperatur und relative Luftfeuchte an, teilweise zusätzlich die Taupunkttemperatur. Einfach mal online nach „Thermo-Hygrometer mit Taupunktermittlung“ suchen.
Eine Faustregel: Wenn die relative Luftfeuchtigkeit dauerhaft über 60 % liegt und die Raumtemperatur unter 20 °C, steigt die Kondensat-Gefahr an kalten Oberflächen.
Zudem empfiehlt sich eine gute Durchlüftung, damit die Luftfeuchte reduziert wird. Es gibt auch Apps, die mit Bluetooth-Hygrometer gekoppelt werden können – sehr praktisch, wenn man die Werte über Tage dokumentieren will.
Falls Feuchtigkeit vom Boden kommen sollte, liegt das Problem tiefer (Bodenabdichtung wichtig). Laminat ist zwar recht resistent, aber Feuchtigkeit kann dennoch von unten eindringen, wenn z.B. ein Fliesenboden mit schlechter Abdichtung darunterliegt.
M
Matthewt4805.09.21 14:02Hallo,
ich schließe mich Takutau an und möchte ergänzen: Prüfe auch, ob die Kommode direkt auf dem Boden aufliegt oder ob Luft zirkulieren kann.
Auf der letzten Mietwohnung habe ich das öfter so gemacht, indem ich kleine Filz- oder Kunststofffüße untersetzte. Das vermeidet Feuchtigkeit über längere Zeit.
Weiterhin kann es mit der Raumlüftung zusammenhängen: Nach dem Lüften steigt die Luftfeuchte oft kurzfristig an und kann an kalten Flächen kondensieren. Wichtig ist regelmäßiges Stoßlüften, nicht dauerhaft gekippte Fenster.
Falls die Feuchteproblematik anhält, empfiehlt sich auch mal ein Blick auf die Wand hinter der Kommode.
Viele Grüße!
ich schließe mich Takutau an und möchte ergänzen: Prüfe auch, ob die Kommode direkt auf dem Boden aufliegt oder ob Luft zirkulieren kann.
bensau schrieb:
Ein paar Abstandshalter an die Kommodenfüße, quasi als Luftzirkulationsboost
Auf der letzten Mietwohnung habe ich das öfter so gemacht, indem ich kleine Filz- oder Kunststofffüße untersetzte. Das vermeidet Feuchtigkeit über längere Zeit.
Weiterhin kann es mit der Raumlüftung zusammenhängen: Nach dem Lüften steigt die Luftfeuchte oft kurzfristig an und kann an kalten Flächen kondensieren. Wichtig ist regelmäßiges Stoßlüften, nicht dauerhaft gekippte Fenster.
Falls die Feuchteproblematik anhält, empfiehlt sich auch mal ein Blick auf die Wand hinter der Kommode.
Viele Grüße!
T
Thierryzar05.09.21 15:07Feuchtigkeit entsteht meist durch mangelnde Luftzirkulation oder aufsteigende Feuchte vom Fußboden.
Mein Tipp: Kommode auf Füße stellen, damit Luft drunter kommt, und Luftentfeuchter aufstellen. Falls es weiter tropft, überprüf die Wände und den Boden auf Feuchtigkeit.
Mein Tipp: Kommode auf Füße stellen, damit Luft drunter kommt, und Luftentfeuchter aufstellen. Falls es weiter tropft, überprüf die Wände und den Boden auf Feuchtigkeit.
Hallo Sujo33,
ich hatte das Problem ähnlich mit einem Hemnes-Schrank. Sehr oft hilft es, auf der Rückseite der Möbel kleine Löcher oder Schlitze zu schaffen, um die Luftzirkulation zu verbessern.
Das will ich auch nochmal betonen. Gerade in Altbauten oder bei Außenwänden kann Feuchtigkeit hinter der Wand ein problematischer Faktor sein.
Eine weitere Möglichkeit: Wenn in deiner Nähe ein Heizkörper ist, dann kann auch die veränderte Luftzirkulation Feuchtigkeit im unteren Bereich der Möbel verursachen, wenn dort kalte Luftzüge entstehen.
ich hatte das Problem ähnlich mit einem Hemnes-Schrank. Sehr oft hilft es, auf der Rückseite der Möbel kleine Löcher oder Schlitze zu schaffen, um die Luftzirkulation zu verbessern.
usbla schrieb:
Eine Fugenprüfung oder Kontrolle der Wand auf Feuchtigkeit wäre empfehlenswert
Das will ich auch nochmal betonen. Gerade in Altbauten oder bei Außenwänden kann Feuchtigkeit hinter der Wand ein problematischer Faktor sein.
Eine weitere Möglichkeit: Wenn in deiner Nähe ein Heizkörper ist, dann kann auch die veränderte Luftzirkulation Feuchtigkeit im unteren Bereich der Möbel verursachen, wenn dort kalte Luftzüge entstehen.
Aus technischer Sicht: Feuchtigkeit an Möbeln aus Holzwerkstoff entsteht häufig durch Kondensation im Grenzbereich zwischen kalter Oberfläche und feuchter Luft.
Daher sollte die Umgebungstemperatur konstant sein oder Temperaturunterschiede minimiert werden. Zur dauerhaften Vermeidung sind entweder gezielte Entfeuchtung oder Abstand sowie Belüftung notwendig.
Zur sicheren Beurteilung ist eine professionelle Feuchtigkeitsmessung mit elektrischen Messgeräten vor Ort sinnvoll. Insbesondere auch Boden- und Wandfeuchte sollten ausgeschlossen werden, um Folgeschäden zu vermeiden.
Daher sollte die Umgebungstemperatur konstant sein oder Temperaturunterschiede minimiert werden. Zur dauerhaften Vermeidung sind entweder gezielte Entfeuchtung oder Abstand sowie Belüftung notwendig.
Sujo33 schrieb:
ob ein größeres Feuchtigkeitsproblem vorliegt
Zur sicheren Beurteilung ist eine professionelle Feuchtigkeitsmessung mit elektrischen Messgeräten vor Ort sinnvoll. Insbesondere auch Boden- und Wandfeuchte sollten ausgeschlossen werden, um Folgeschäden zu vermeiden.
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