Mit wem Einfamilienhaus planen/bauen?

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Was sind die Gründe, das Wohnen nach unten zu verlagern?
Die Nähe zum Garten?
Die Nähe zum Garten!
Der Garten muss bestellt, gepflegt und genutzt werden. Das macht man gern mal zwischendurch. Man grillt nicht nur. Man setzt sich mal für 10 Minuten auf die Terrasse, geht zu den Sträuchern, schneidet hier, wässert da... alles nebenbei, wenn man Zeit hat. Während die Kartoffeln auf dem Herd kochen usw. Mit Kindern ergeben sich noch weitere Situationen: die spielen im Planschbecken, brauchen Saft oder ein Pflaster oder müssen mal. Der Garten wird zum Lebensraum... Quatsch: IST Lebensraum. Die Terrasse ist d

Wir wollen außen - vermutlich sogar vom Balkon - eine Treppe in den Garten runter machen, so dass man schnell unten ist, wenn man mal grillen will oder der Kleine spielen (wobei schräg gegenüber von unserem Haus ein Spielplatz entstehen wird).
Spielplätze sind zwar toll, aber ein Ausflug. Die meiste Zeit muss man Tageswerk im Haus und Garten mit den Kindern vereinen können.
Und ich würde unabhängig davon eh lieber mehr in die Breite bauen wollen, als dass ich für jede Kleinigkeit Treppen rennen muss.
Diese Gartentreppe wirst Du bei bei normaler Gartennutzung in der Theorie 20-30 mal am Tag benutzen müssen. Du schneidest Dir ein Stück Lebensqualität mit der Treppe ab, warum man ein Haus mit Garten baut.
älteres Ehepaar trafen, das sich überlegte, noch mal zu bauen, weil der Mann nach einem Schlaganfall mit dem bisherigen Haus nicht mehr zurechtkommt, fand ich das schon irgendwie bitter für die. Und wenn sich das mit etwas Voraussicht abmildern lässt, warum nicht.
Das ist nicht bitter, nochmal neu zu bauen oder seinen Lebensbereich neu zu ordnen. Das ist immer eine neue Chance. Mittlerweile ist „das Haus fürs ganze Leben“ nicht mehr so der Fokus - unsere Generation hat Möglichkeiten.
Wenn es für Dich bitter ist, dann dürftest Du auf Hang nicht bauen, weil Du hier schon Barrieren hast, die im Alter nicht zu meistern sind.

Alles ein kleiner Denkanstoß :)
 
Haus am Hang?
Ideale Vorraussetzung für einen Holzkeller!

Den haben wir und sind damit sehr glücklich. Macht unser Häuslebauer sehr exklusiv, aber ist immer bereit da andere zu unterstützen.

Wir sind allerdings überzeugte Holzhausbewohner und wollten von Anfang an ein Holzhaus. Ursprünglich zwar mit "normalem" Keller, also Beton oder massiv, aber nachdem wir keinen Kellerbauer auftreiben konnte, der uns verbindliche Zusagen machte, hat unser Häuslebauer uns vorgeschlagen, daß er uns einen Holzkeller baut. Da war sein dritter Keller dieser Art und wir haben es gewagt. Wobei es eigentlich kein Wagnis an und für sich war, es ist halt einfach noch etwas ungewöhnlich.
Mittlerweile unterstützt er die Hochschule in Zürich an einem Projekt, wo ein Mehrfamilienhaus mit einem Holzkeller gebaut wird. Die Schweizer sind da sehr offen und interessiert, hier in D läuft die Betonlobby Amok (sehr amüsant, das mit zu kriegen - die scheinen das also durchaus als ernstzunehmende Konkurrenz zu sehen, sonst würde die nicht so austicken).

Wenn ich, abgesehen davon, daß wir Holzhäuser lieben, mir deinen ersten Post durchlese, wäre in jedem Fall Holz1 meine Wahl gewesen von der Herangehensweise und dem Engagement.
Wenn ihr an einem Holzkeller interessiert seid, weil der Keller ja Wohnraum ist bei euch, bitte melden. Ich bin überzeugt, wenn Holz1 sich bei unserem Häuslebauer meldet unterstützt der Holz1 bei dem Projekt Holzkeller. Der ist davon so überzeugt, daß er sich immer freut, wenn noch mehr auf den Zug aufspringen.

Google mal "Staudenschreiner" und gucke dir die einzelnen Projekte an. Mittlerweile baut er, glaube ich, den 5. Holzkeller. Von allen Projekten kannst du Bilder einsehen. Und Berichte über Holzkeller findest du dort auch.
 
Und wenn da schon was drunter muss, hat uns Massiv 2 vorgeschlagen, analog zu einem bereits vorhandenen Haus zu unterkellern und diesen Raum sowohl von außen als auch von innen zugängig zu machen. Fanden wir eine clevere Idee, um den Platz gut zu nutzen und Raum im Haus freizugeben. Erstaunlich, dass das so unüblich ist.
Ist überhaupt nicht unüblich. In unserer, sehr hügeligen Umgebung hat man das talseits oft.


Interessant! Ich hätte gedacht, dass sich die jungen Bauherren keine Gedanken dazu machen, während so Leute wie wir im mittleren Alter schon mehr die drohenden Zipperlein im Auge haben. ;)
Klar gibt es weitere Möglichkeiten, und ich muss auch nicht bis ans Ende meiner Tage auf Teufel komm raus in diesem Haus bleiben, aber wenn sich etwas Flexibilität durch vorausschauende Planung ohne viel Mehr- und Kostenaufwand ermöglichen lässt, halte ich das für sinnvoll. Und ich würde unabhängig davon eh lieber mehr in die Breite bauen wollen, als dass ich für jede Kleinigkeit Treppen rennen muss.
:D hätte ich auch gedacht, aber bei uns bauen gerade mehrere junge Arbeitskollegen mit Ende 20 und die machen sich da viel mehr Gedanken und einer plant sogar jetzt schon einen Griff neben der Toilette :eek: kein Witz!
In die Breite bauen klingt gut, vor allem wenn am Ende doch 3 Schlafzimmer ins UG wandern.
Wir haben lange hin und her überlegt bezüglich Wohnetage im Untergeschoss zum Garten. Den schönen Ausblick hat man aber leider bei uns nur aus dem EG und OG...
Ich stelle mir das so vor, dass wir den Balkon (auch mit Treppe runter) vor allem im Frühjahr und Herbst oder für das Glas Rotwein am Abend nutzen und die Terrasse unten im Sommer wenn die Sonne knallt und zum Grillen.
Und ja, dann muss man die Sachen eben runterschleppen.
Dafür hab ich im Wohnbereich dann ganzjährig länger Licht und Ausblick.
 
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Bezüglich der Firmen: Holz 2 baut in Holzständerbauweise, Holz 1 spricht von Holzrahmenbauweise (das hatte ich im Eingangspost falsch geschrieben). Ist aber das Gleiche, oder?
Üblich ist, die Wände als geschoßhohe Tafeln mit Holzrahmen zu bauen. Üblich ist ebenfalls, dies (fälschlich, weil der Begriff sich eigentlich auf nicht geschoß-, sondern haushohe Pfosten bezieht) als "Ständer"bauweise zu bezeichnen. Besteht dabei die Ausfachung zwischen den "Ständern" nicht aus Dämmwollen oder -schäumen, sondern "massiv" aus Holzwerkstoffen, wird von "Holzmassivbau" gesprochen. Ich begrüße diesen Begriff, da "Massivholzbau" gerne irrtümlich mit Blockbohlen assoziiert wird. Es gibt aber auch Holzmassivbauer, die ihre Wandtafeln vollflächig ohne "Ständer" vergleichbar Sperrholz bauen.
Massiv 1 spricht davon, dass sie innen dämmen; Massiv 2 außen.
Innendämmung macht man bei Steinhäusern eigentlich nur im Altbau, insofern vermute ich, daß er von gefüllten Steinen spricht (Dämmstoffe in den Kammern von Porenziegeln) und diese "monolithisch" vermauert, und der Mitbewerber hingegen beplankt dünnere Mauern außen mit Dämmplatten (wegen der direkten Aufbringung ohne Luftschicht "WDVS" genannt).
Also in unserem Fall bei Holz 1 wäre es so, dass das Garten-/Kellergeschoss anteilig aus Beton wäre (da, wo seitlicher Erdkontakt besteht) und dann weitergebaut werden könnte als Holz oder auch massiv.
Von einer solchen Mischbauweise (erdberührter Bereich Steinbau, nur freiluftiger Bereich Holzbau) halte ich außer Abstand nichts. Besser kann man Setzrisse nicht vorprogrammieren ;-)
-schönerer Ausblick vom Wohnbereich ins Grüne/in das von mir beschriebene Mini-Tal als im UG
Wir haben hier zahlreiche Threads zu diesem Thema (meines Erinnerns überwiegend aus 2018, mir fehlt gerade die Zeit für eine Zusammenstellung) und speziell eine Aufteilung in oberes Ausblickwohnzimmer und unteres Gartenaustrittswohnzimmer in einem Thread besprochen, wo es ebenfalls eine unterkellerte Garage gibt: https://www.hausbau-forum.de/threads/erster-entwurf-grundriss-efh-ca-200qm-bitte-um-feedback.18830/
Sorry, hier verstehe ich nicht, worauf Du hinauswillst.
Holz- und "Fertig"hausbauer bauen meist auf Stein- oder Betonkeller, für die sie aber selbst keine Herstellerkompetenz haben. D.h. sie überlassen deren Beschaffung entweder "bauseits" dem/r Bauherr(i)n (= Angebot "ab Oberkante Kellerdecke") oder unterbeauftragen den Keller bei einem Kellerbauspezialisten. Im einen Fall verdienen sie daran nichts, im anderen läge die Wertschöpfung der Veredelung der Räume zu einem Wohnkeller zumindest in einem für sie quasi "durchlaufenden Posten". Der Anbieter sackt aber lieber den besser bezahlten Wohnraumbau für sich selbst ein und überläßt dem Zulieferer des Kellers nur das Unvermeidbare. Konstellationen, in denen der Obenhausbauer über Provision am Wohnkellerausbau durch den Untenhausbauer ebenso gut mitverdiente als an von ihm selbst geschaffenen Wohnraum, kann ich mir nicht vorstellen. Daher wird ein Holz- oder "Fertig"hausanbieter tendenziell vom Wohnkeller wegberaten.
 
Wieder danke für Eure super Beiträge!
Ich werde später drauf eingehen; ich hab eben mal den Grundrissentwurf von Holz 1 hochgeladen.
Wir freuen uns über Kommentare, danke! :)
 
Ohne jetzt großartig die anderen Kommentare zu lesen - hier meine Meinung/Erfahrung, da wir nächste Woche unterschreiben werden nach 9-monatiger Suche/Planung :D
[...]
Wir haben tatsächlich jemanden gefunden der so ziemlich all diese Anforderungen erfüllt hat bis jetzt :) So dass wir ein gutes Gefühl haben den Werkvertrag zu unterzeichnen.
Vielen Dank für Deine tolle Liste! Du hast uns auf alle Fälle ermutigt, die anderen nicht zu schnell fallen zu lassen.
Wobei ich bei allen GUs das Gefühl habe, dass sie der Meinung sind, dass es nun nach der Präsentation eines ersten Grundrisses und eines Richtpreisangebots Zeit wäre, sich festzulegen.
Das hört sich bei Euch ganz anders an, also dass die Firmen bereit waren, mehr Zeit vorab und kostenlos in potenzielle Kunden zu stecken.
Es freut mich für Euch, dass Ihr fündig geworden seid. :)

Haus am Hang?
Ideale Vorraussetzung für einen Holzkeller!
Den haben wir und sind damit sehr glücklich. Macht unser Häuslebauer sehr exklusiv, aber ist immer bereit da andere zu unterstützen.
Wir sind allerdings überzeugte Holzhausbewohner und wollten von Anfang an ein Holzhaus.
Vielen Dank für den Tipp, davon hab ich noch nie gehört und stelle es mir momentan auch schwierig vor.
Aber ich informiere mich gerne mal auf der Website.
Was lässt Euch denn überzeugte Hölzler sein und wie lange wohnt Ihr schon in Eurem Haus?

Ist überhaupt nicht unüblich. In unserer, sehr hügeligen Umgebung hat man das talseits oft.
Hatte mich auch schon was gewundert, dass das nicht bekannt sein soll ...

:D hätte ich auch gedacht, aber bei uns bauen gerade mehrere junge Arbeitskollegen mit Ende 20 und die machen sich da viel mehr Gedanken und einer plant sogar jetzt schon einen Griff neben der Toilette :eek: kein Witz!
Hihi! o_O :oops:
In die Breite bauen klingt gut, vor allem wenn am Ende doch 3 Schlafzimmer ins UG wandern.
Wir haben lange hin und her überlegt bezüglich Wohnetage im Untergeschoss zum Garten. Den schönen Ausblick hat man aber leider bei uns nur aus dem EG und OG...
Ich stelle mir das so vor, dass wir den Balkon (auch mit Treppe runter) vor allem im Frühjahr und Herbst oder für das Glas Rotwein am Abend nutzen und die Terrasse unten im Sommer wenn die Sonne knallt und zum Grillen.
Und ja, dann muss man die Sachen eben runterschleppen.
Dafür hab ich im Wohnbereich dann ganzjährig länger Licht und Ausblick.
Danke, ich hab schon gedacht, wir sind die einzigen, die diese Vorteile haben/sehen.
Ich kann die Wohnen-auf-Gartenebene-Argumentation auch voll verstehen und wir werden uns in der Hinsicht sicherlich noch mal Gedanken machen, aber ich sehe halt auch Vorteile, es oben zu haben. Na, mal schauen, was schlussendlich dann rauskommt.
Heißt aber, Ihr wohnt noch nicht drin und Du kannst noch keine Erfahrungswerte mitteilen, oder?

Innendämmung macht man bei Steinhäusern eigentlich nur im Altbau, insofern vermute ich, daß er von gefüllten Steinen spricht (Dämmstoffe in den Kammern von Porenziegeln) und diese "monolithisch" vermauert, und der Mitbewerber hingegen beplankt dünnere Mauern außen mit Dämmplatten (wegen der direkten Aufbringung ohne Luftschicht "WDVS" genannt).
Wieder danke für Deine Wissensweitergabe, sowohl was Holzständerbauweise als auch hier das hier bzgl. massiv angeht.
Ist denn monolitisches Vermauern mit gefüllten Ziegeln qualitativ ein Unterschied zu WDVS?

Von einer solchen Mischbauweise (erdberührter Bereich Steinbau, nur freiluftiger Bereich Holzbau) halte ich außer Abstand nichts. Besser kann man Setzrisse nicht vorprogrammieren ;-)
Ja, da hab ich mich auch sehr gewundert und sicherlich dreimal nachgefragt. Wurde aber immer gesagt, das sei kein Problem.
Wie man auf dem einen Foto sieht, wurde das dort ja aktuell auch so gemacht.
Holz 1 ist schon seit langer Zeit im Geschäft - da müsste dann in der Zwischenzeit mal was passiert sein, wenn es nicht funktioniert?
Wir werden uns aber auf alle Fälle mal detailliert erklären lassen, warum das kein Problem sein soll.
Wie würde man denn typischerweise so ein Garten-/Kellergeschoss machen - Beton und Mauerwerk?

Danke für den Link zu dem Thread mit den Geschossen, hört sich sehr passend für uns an und werden wir uns in Ruhe durchlesen!

Daher wird ein Holz- oder "Fertig"hausanbieter tendenziell vom Wohnkeller wegberaten.
Und wieder was gelernt.
Das ist bei Holz1 definitiv nicht so. Erstens hat er ja kein Problem damit, den mit Beton angefangenen Keller "zu übernehmen" und weiterzubauen, und zweitens sprachen sie zuerst auch vom Wohnen im Garten-/Kellergeschoss. Das war ziemlich genau das Gegenteil von abraten. ;)
 
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