Mit wem Einfamilienhaus planen/bauen?

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Wie schätzt Ihr solch ein individuelles Holzhaus ein bzgl. Qualität?
Was ist denn hier mit Holzhaus gemeint?
Blockhaus oder Holzständerbauweise?
Wie wichtig ist Euch ein gutes Gefühl beim Bauträger, würdet Ihr das stärker gewichten als (irrationale?) Werkstoff-Bedenken?
Naja, das Bauchgefühl sollte schon gut sein. Aber es ist so wie bei den Männern: viele können sich gut darstellen, aber wenn man hinter die Fassade schaut, steckt wenig dahinter ;)
Ich sag mal so: wenn man 100000€ mehr für den guten Eindruck hinblättern muss, übersteh ich auch den Hausbau mit einem arroganten Geschäftsführer.
zur Baufirma: anhand dessen was du schreibst ganz klar Holz1.
Meiner Meinung nach ist Holzständer nicht schlechter als Massiv. Es kommt auf die Verarbeitung an.
Ja, zw den Zeilen ist viel Enthusiasmus zu entnehmen.
Allerdings muss ja der Keller eh massiv gebaut werden, das EG ist dann aus einem Guss, also massiv schnell gemacht, oder?
wobei bei dem einen noch nicht mal die Unterkellerung der Garage drin ist)
Muss doch auch nicht. Du schreibst, dass der Hang von der Straße runter geht... Garage kann dann ja vorn und oben stehen.
Keller unter Garage ist mir übrigens auch neu.
Häuslebauer glauben, dass es eine tolle Lösung ist, sich im Alter in ein mini Büro zu quetschen
Wir kennen das Büro bzw die Entwürfe nicht. Vielleicht ist es ja ein schöner 15qm grosser Raum?
Aber ich verstehe, was Du meinst.

Galerieraum ist schon etwas aufwändig. Zweite Treppe wird auch gebraucht. Aber so ein Hobbyraum ist für jeden ein toller Raum... wie war das? Die Ausrichtung Eures Grundstücks ist N-S...

Ich bin allerdings, und damit ist das Büro auf der Ebene egal, auch für die Schlafebene im EG (Eingang auch im EG), den Allraum mit Küche im UG.
Ggf kann man im EG die Kizis später als 1 Raum umplanen und jetzt schon Küchenanschlüsse planen.
 
Holzständer auf Massiv oder Betonkeller ist kein Problem. Warum auch nicht. Nur leider neigen Holzständerfirmen dazu den Keller nicht als WohnUG mit einzubeziehen
 
Keller unter Garage ist mir übrigens auch neu.
Auch das hatten wir schon, zumindest bei @SupaCriz und noch in einem weiteren Fall mit einem Hanghaus.
Nur leider neigen Holzständerfirmen dazu den Keller nicht als WohnUG mit einzubeziehen
Die Holzmassivler auch nicht: bei den meisten Holzhäusern ist der Keller nicht ebenfalls aus Holz, also entweder "bauseits" oder zugeliefert - und zu einem Zulieferer verlagert man ungern die Wertschöpfung, sondern läßt ihn lieber nur den Fundament-Abstellraum-Keller bauen.
 
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Wow, vielen herzlichen Dank für Eure zahlreiche Beteiligung, die einladenden Kommentare und Eure Einschätzungen!o_O:D
Ich weiß gar nicht, ob ich jetzt alles beantwortet bekomme.

Erst mal danke für das Lob wegen der Vorstellung; ich hatte schon die Befürchtung, viel zu viel geschrieben zu haben, so dass es keiner liest.

Bezüglich der Firmen: Holz 2 baut in Holzständerbauweise, Holz 1 spricht von Holzrahmenbauweise (das hatte ich im Eingangspost falsch geschrieben). Ist aber das Gleiche, oder?
Ich hab auf der Baustelle, die wir besichtigen durften, ein Foto gemacht, hänge ich hier dran.

Massiv 1 spricht davon, dass sie innen dämmen; Massiv 2 außen.
Ist das dann schon ein massiver (;)) Unterschied?

Uff, ich hab mir eingebildet, dass die Preise netto seien; aber nach einem Check der Angebote kann ich erleichtert schreiben, dass ich mich vertan habe und es sich zum Glück um die Bruttopreise handelt. Trotzdem immer noch stolze Summen; aber durchaus realistisch, wenn ich Eure Erfahrungen so höre.
Dabei hab ich gesehen, dass Holz 2 im ersten Wurf ein Haus für 400.000 Euro angeboten hat (inkl. Keller und Garage); hier fehlt aber noch eine tiefergehende Besprechung des tatsächlichen Grundstücks. Trotzdem erstaunlich viel weniger als die anderen (ca. 100.000 Euro - unter der Annahme, dass dann vielleicht 420.000 Euro herauskommen würden).

Allerdings muss ja der Keller eh massiv gebaut werden, das EG ist dann aus einem Guss, also massiv schnell gemacht, oder?
Holzständer auf Massiv oder Betonkeller ist kein Problem. Warum auch nicht. Nur leider neigen Holzständerfirmen dazu den Keller nicht als WohnUG mit einzubeziehen
Also in unserem Fall bei Holz 1 wäre es so, dass das Garten-/Kellergeschoss anteilig aus Beton wäre (da, wo seitlicher Erdkontakt besteht) und dann weitergebaut werden könnte als Holz oder auch massiv.
Wie das aussieht, konnten wir auf der Baustelle sehen, die wir besichtigt haben (ebenfalls Hanglage). Foto hänge ich hier dran.
Aber ja, ein Teil des Hauses wäre automatisch nicht aus Holz.

Muss doch auch nicht. Du schreibst, dass der Hang von der Straße runter geht... Garage kann dann ja vorn und oben stehen.
Keller unter Garage ist mir übrigens auch neu.
Ja, aber das Gelände geht fast sofort runter, und die Garage darf erst 5 m von der Straße entfernt beginnen (dachte, das sei eine Vorschrift, die überall gilt).
Da muss auf alle Fälle was drunter, wenn nicht jemand spontan eine Schwebegarage erfunden hat. ;)
Und wenn da schon was drunter muss, hat uns Massiv 2 vorgeschlagen, analog zu einem bereits vorhandenen Haus zu unterkellern und diesen Raum sowohl von außen als auch von innen zugängig zu machen. Fanden wir eine clevere Idee, um den Platz gut zu nutzen und Raum im Haus freizugeben. Erstaunlich, dass das so unüblich ist.

Galerieraum ist schon etwas aufwändig. Zweite Treppe wird auch gebraucht. Aber so ein Hobbyraum ist für jeden ein toller Raum... wie war das? Die Ausrichtung Eures Grundstücks ist N-S...
Ja, wobei die Dachausrichtung variabel ist - N-S oder O-W. Aktuell denke ich, N-S hätte mehr Sinn (auch wegen Photovoltaik, aber das ist vielleicht eine Philosophiesache).
Meine Wohnung ist eine Galeriewohnung, und dieses offene Raumgefühl hat schon was.
Wäre ein schönes optisches und Wohlfühl-Highlight für ein (ansonsten vielleicht eher unspektakuläres) Haus. :)
Und wie ich geschrieben habe, bin ich ein Fan von mehr Platz/Räumen, das würde mich daher auch in dieser Richtung zufriedener machen, glaub ich.
Laut Architekt wäre das nicht viel mehr Aufwand; die Zusatzkosten kenne ich aber noch nicht.
Da das Dach laut Bebauungsplan eine Mindestschräge von 35° haben muss, wäre eh viel Luft unter dem Dach.
Ich versuche, morgen dazu zu kommen, den Grundrissentwurf im entsprechenden Unterforum zu posten, vielleicht können wir dort noch mal drüber reden, würde mich freuen.

Ich bin allerdings, und damit ist das Büro auf der Ebene egal, auch für die Schlafebene im EG (Eingang auch im EG), den Allraum mit Küche im UG.
Ggf kann man im EG die Kizis später als 1 Raum umplanen und jetzt schon Küchenanschlüsse planen.
Ich finde es sehr interessant, wie viele von Euch dafür plädieren, die Schlafzimmer nach oben und das Wohnen nach unten zu verlegen!
Wir werden es noch mal im Kopf durchspielen, aber momentan sehen wir viele Vorteile, wenn das Wohnen oben ist:
-deutlich geringere Wege zum Einkäufe schleppen, Müll wegbringen, ...
-schönerer Ausblick vom Wohnbereich ins Grüne/in das von mir beschriebene Mini-Tal als im UG
-Großzügigeres Wohngefühl durch eine offengelassene Decke/die Galerie
-reinkommen und "sich fallenlassen" können
-einfache Ermöglichung meines Gebrechlichkeitsszenarios ;)

Was sind die Gründe, das Wohnen nach unten zu verlagern?
Die Nähe zum Garten?
Wir wollen außen - vermutlich sogar vom Balkon - eine Treppe in den Garten runter machen, so dass man schnell unten ist, wenn man mal grillen will oder der Kleine spielen (wobei schräg gegenüber von unserem Haus ein Spielplatz entstehen wird).
Aber die kürzeren Wege im Alltag sehe ich aktuell mit Wohnen oben (inkl Balkon zum Essen), Schlafen unten.
Ganz am Anfang schrieb @haydee : "Leben zum Garten." Hm. Werden wir, wie gesagt, uns noch mal durch den Kopf gehen lassen.

Wir haben Holz genommen und die Gewerke einzeln vergeben.
Danke für Deine Erfahrungswerte!
Habt Ihr das aus Kostengründen so gemacht?

Deine komplette Schilderung inklusive Beschreibung des Grundstücks, zukünftigen Hauses und Firmensuche klingt wie bei uns. Verrückt. Würde mich nicht wundern, wenn Holz1 seinen Firmensitz in Großrinderfeld hat?
Das ist ja witzig, dass es Euch genauso ging!
Leider nein, Holz 1 sitzt woanders.
Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es diverse dieser engagierten kleinen Firmen gibt.

Solch eine Überlegung finde ich immer fragwürdig, weil keiner weiß, was in 30 Jahren sein wird und wer von euch mal wie gebrechlich werden könnte... Bei einem Hanggrundstück aber erst recht!
Wie schon an anderer Stelle hier im Thread geschrieben wurde, ist der Umfang solcher Anpassungen sicher entscheidend.
Bei uns hieße das nur, dass z. B. das Gästebad eine Dusche hätte (finden wir für ein normales Gästebad nicht unbedingt notwendig), dass aus dem Büro ein halbwegs passables Schlafzimmer gemacht werden könnte, dass bestimmte Anschlüsse vorgehalten werden etc.
Den Gedanken hatte ich eh schon im Hinterkopf, aber nachdem wir beim Grundstücke-Anschauen auf ein älteres Ehepaar trafen, das sich überlegte, noch mal zu bauen, weil der Mann nach einem Schlaganfall mit dem bisherigen Haus nicht mehr zurechtkommt, fand ich das schon irgendwie bitter für die. Und wenn sich das mit etwas Voraussicht abmildern lässt, warum nicht.

Natürlich ist es gut, sich vorher Gedanken zu machen. Ich verstehe nur nicht, warum so viele - oft sehr junge - Häuslebauer glauben, dass es eine tolle Lösung ist, sich im Alter in ein mini Büro zu quetschen und die anderen 1-2 Etagen ungenutzt zu lassen.
Es gibt eben auch noch andere Möglichkeiten, wie Treppenlifte oder bei Hanglage z.B. Rampen. Oder im späteren Leben nochmal umziehen in einen Bungalow, eine schöne Stadtwohnung, etc.
Interessant! Ich hätte gedacht, dass sich die jungen Bauherren keine Gedanken dazu machen, während so Leute wie wir im mittleren Alter schon mehr die drohenden Zipperlein im Auge haben. ;)
Klar gibt es weitere Möglichkeiten, und ich muss auch nicht bis ans Ende meiner Tage auf Teufel komm raus in diesem Haus bleiben, aber wenn sich etwas Flexibilität durch vorausschauende Planung ohne viel Mehr- und Kostenaufwand ermöglichen lässt, halte ich das für sinnvoll. Und ich würde unabhängig davon eh lieber mehr in die Breite bauen wollen, als dass ich für jede Kleinigkeit Treppen rennen muss.

Bei den meisten Holzhäusern ist der Keller nicht ebenfalls aus Holz, also entweder "bauseits" oder zugeliefert - und zu einem Zulieferer verlagert man ungern die Wertschöpfung, sondern läßt ihn lieber nur den Fundament-Abstellraum-Keller bauen.
Sorry, hier verstehe ich nicht, worauf Du hinauswillst.
Kannst Du das noch mal mit anderen Worten erklären?
Danke!

Ich hoffe, ich bin soweit auf die Anmerkungen eingegangen.
Und wieder spät geworden. Häuslebauen ist ein hartes Geschäft, ich merk's schon jetzt. ;)
 

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Ohne jetzt großartig die anderen Kommentare zu lesen - hier meine Meinung/Erfahrung, da wir nächste Woche unterschreiben werden nach 9-monatiger Suche/Planung :D

- Holzständerbauweise vs. Massivbauweise: Endlosthema... Ist Geschmackssache... Würde letztlich mit beiden bauen. Wir hatten einfach ein besseres Angebot von einem regionalen Massivbauer, dadurch bauen wir jetzt massiv. Beides hat Vor -und Nachteile, jedoch machst du mit beiden nichts falsch. Das ist definitiv so! Also da würde ich mir nicht all zu viele Gedanken machen. Schaut einfach, dass du qualitativ vergleichst... Eventuell entscheidet dann im Endeffekt auch der Preis und das Bauchgefühl und nicht die Frage nach: Holzständer oder Massiv?

- Welchen GU soll ich nehmen?: Wir haben verglichen, verglichen und nochmals verglichen. Wenn du den richtigen GU willst der am besten zu deinen Vorstellungen passt, dann kann ich dir nur empfehlen so viel wie möglich zu vergleichen. Ist zwar Arbeit, aber zahlt sich letztlich aus. Wir sind vom Fertighaus Holzständerbauweise zum regionalen Massivbauer gekommen. Die Preisunterschiede für so ziemlich die selben Häuser lagen bis zu 60.000€. Es lohnt sich wirklich zu vergleichen!
Wir haben 4 regionale Massivbauer miteinander verglichen, die bei uns in der Region die meisten Häuser bauen. Von total unzufrieden (auch erst festgestellt nach dem 3. oder 4. Gespräch) bis zu unglaublich zufrieden (auch erst nach dem 3. Gespräch) war wirklich alles dabei! Lass dich auch nicht von den ersten Gesprächen blenden. Bleib dran, schau wie viel Zeit sich die jeweiligen GU's nehmen. Du wirst mit zunehmender Planung/Vergleich soviel Informationen sammeln und verinnerlichen, so dass du irgendwann ganz genau weißt, auf was es ankommt. Du wirst merken, wie unterschiedlich die GU's ticken und wo die Schwerpunkte liegen. Du wirst merken, welcher GU zu dir passt und welcher nicht.

Meiner Meinung nach kann man nach dem 1. Grundriss bzw. dem 1. Gespräch noch nicht mal annähernd sagen, ob der GU was taugt oder nicht. Auch bezüglich des Preises! Ganz wichtig: Unbedingt Kostentransparenz wahren und bei allen GU's so ziemlich den selben Grundriss und die selbe Ausstattung planen, sonst kann du unmöglich transparent vergleichen! Die Preisunterschiede für das IDENTISCHE Haus bei unseren regionalen GU's lagen bei zum Teil 40.000€!!! Also hier kann man wirklich ungemein viel Geld sparen, wenn man sich die Zeit nimmt und gut vergleicht.

Wichtige Faktoren die uns beeinflusst haben, bzw. die mMn wichtig sind um sich für ein GU zu entscheiden:

- Erfahrungsberichte / Referenzen in der Umgebung
- Bauchgefühl
- nur Vertriebler oder auch Planer/Geschäftsführer/Leitende Funktion bei den Gesprächen dabei --> handwerkliche Affinität da, oder wirklich nur Verkäufer? Weiß der Gegenüber wirklich von was er spricht, oder möchte er nur verkaufen?
- planerische Ansätze/eigene Vorstellungen aufs Papier bringen - wie gut "kennt" euch der GU nach dem 1. oder 2. Gespräch schon? Weiß er wo man "sparen" kann, bzw. wie er für eure Vorstellungen das beste Haus plant, oder will er euch nur ordentlich Kohle abknöpfen und euch einiges aufschwatzen?
- Schnelligkeit bei den Angeboten/Grundrissen --> Will er unbedingt das Projekt bekommen - zeigt eventuell auch wie verlässlich der GU nach der Vertragsunterschrift ist
- Rekationszeit bei Änderungen - Ist der GU auch nach der 5. E-Mail noch nicht genervt, sondern pflegt die Änderungen immer sauber ein und ist transparent?
- nimmt er sich Zeit bei euren Gesprächen oder wird man eher nur schnell "abgewickelt"?
- PREIS - ist ja letztlich doch ein entscheidender Faktor...
- Qualität - Muss man jegliche qualitativen Ansätze "aufmustern" oder hat der GU schon viel im Standart drin? Zeugt von einem hohen Qualitätsanspruch per se, so dass man sich nicht so viele Gedanken machen muss, dass der GU murkst und qualitativ minderwertige Häuser im Standart baut.

Wir haben tatsächlich jemanden gefunden der so ziemlich all diese Anforderungen erfüllt hat bis jetzt :) So dass wir ein gutes Gefühl haben den Werkvertrag zu unterzeichnen.
 
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