ᐅ Korrelation Hausbaupreis/Wandsystem zu Wiederverkaufswert
Erstellt am: 27.03.2025 12:26
mbonobo 27.03.2025 12:26
Hallo zusammen,
ich lese seit einiger Zeit im Forum mit, spannende Themen und sehr umfangreiches Feedback. Vielen Dank an dieser Stelle vorab!
Nun zu uns: Wir planen einen Neubau im Raum Ravensburg (BW) und haben nun Angebote von verschiedenen Häuslebauern zum unserem mit einem Architekten entworfenen Grundriss eingeholt. Durch denselben "Ziel-Grundriss" und weitere Bekannte wie ein geologisches Gutachten sind die Angebote zumindest einigermaßen vergleichbar, natürlich erstellen wir einen Gesamtkostenplan pro Angebot, welchen wir vergleichen - die Leistungsumfänge der Angebote variieren schließlich.
(Wir sind keine Profis, aber wir denken, so an einigermaßen vergleichbare lokale Preisangebote zu kommen)
Wir werden schlussendlich 5 Angebote haben, 3x Massiv (Blähton Fertigwand, Y-Tong, Ziegel) und 2x Holzrahmenbau. Alles lokale Betriebe, keine große Fertighausfirma.
Noch liegen nicht alle Angebote vor, wir erwarten aber durchaus Preisunterschiede im Bereich von 100 000 €.
Nun zur Frage: Wenn ich den Wiederverkaufswert des Hauses betrachte, inwiefern fließt hier ein:
1) Baupreis (Wahl des teureren vs. günstigeren Häuslebauer). Konkret: Blähton-Fertigwand wird günstiger sein als Stein auf Stein mit Ziegeln. Ist das Haus am Ende gleich viel "wert", wenn wir es morgen verkaufen würden?
2) Massiv vs Holz - gibt es nach Eurer Erfahrung (bei gleichwertiger Ausführungsqualität!) Unterschiede in der Bewertung?
Viele Grüße
ich lese seit einiger Zeit im Forum mit, spannende Themen und sehr umfangreiches Feedback. Vielen Dank an dieser Stelle vorab!
Nun zu uns: Wir planen einen Neubau im Raum Ravensburg (BW) und haben nun Angebote von verschiedenen Häuslebauern zum unserem mit einem Architekten entworfenen Grundriss eingeholt. Durch denselben "Ziel-Grundriss" und weitere Bekannte wie ein geologisches Gutachten sind die Angebote zumindest einigermaßen vergleichbar, natürlich erstellen wir einen Gesamtkostenplan pro Angebot, welchen wir vergleichen - die Leistungsumfänge der Angebote variieren schließlich.
(Wir sind keine Profis, aber wir denken, so an einigermaßen vergleichbare lokale Preisangebote zu kommen)
Wir werden schlussendlich 5 Angebote haben, 3x Massiv (Blähton Fertigwand, Y-Tong, Ziegel) und 2x Holzrahmenbau. Alles lokale Betriebe, keine große Fertighausfirma.
Noch liegen nicht alle Angebote vor, wir erwarten aber durchaus Preisunterschiede im Bereich von 100 000 €.
Nun zur Frage: Wenn ich den Wiederverkaufswert des Hauses betrachte, inwiefern fließt hier ein:
1) Baupreis (Wahl des teureren vs. günstigeren Häuslebauer). Konkret: Blähton-Fertigwand wird günstiger sein als Stein auf Stein mit Ziegeln. Ist das Haus am Ende gleich viel "wert", wenn wir es morgen verkaufen würden?
2) Massiv vs Holz - gibt es nach Eurer Erfahrung (bei gleichwertiger Ausführungsqualität!) Unterschiede in der Bewertung?
Viele Grüße
nordanney 27.03.2025 13:50
Ein gleiches Haus kostet mit unterschiedlichen Steinen in Zweifel einen unterschiedlichen Preis - aber keine wahnsinnigen Unterschiede. Das liegt dann an der Kalkulation und den Wünschen des Anbieters. Du hast eher die Entwicklung - WDVS -> monolithisch -> Klinkerfassade. Und irgendwo in der Mitte den Holzrahmenbau.
In MeckPom wird es schwierig sein. In München bekommst Du nach Fertigstellung vielleicht sogar mehr als die Baukosten. Also auch die Lage entscheidet.
mbonobo schrieb:Das musst Du die Käufer fragen. Darauf gibt es keine seriöse Antwort. Natürlich lässt sich hochwertiger (= teurer) auch teurer anbieten. Aber am Ende brauchst Du jemanden, der den Aufpreis zahlen möchte. Fragst Dich jetzt ja schon selbst, ob es einen Aufpreis wert ist. Das macht jeder.
1) Baupreis (Wahl des teureren vs. günstigeren Häuslebauer). Konkret: Blähton-Fertigwand wird günstiger sein als Stein auf Stein mit Ziegeln. Ist das Haus am Ende gleich viel "wert", wenn wir es morgen verkaufen würden?
In MeckPom wird es schwierig sein. In München bekommst Du nach Fertigstellung vielleicht sogar mehr als die Baukosten. Also auch die Lage entscheidet.
mbonobo schrieb:Nein. Wobei ich Holz persönlich nicht so mag - alte Schule, wo ein Haus doch bitte aus Stein gebaut werden sollte. Durch meinen Job kann ich Dir aber sagen, dass es keine Unterschiede gibt. Inzwischen wird Holz- oder Holzhybrid sogar schon häufig in Großprojekten (Bürobauten o.ä.) eingesetzt, wenn auch Nachhaltigkeit sehr wichtig ist.
2) Massiv vs Holz - gibt es nach Eurer Erfahrung (bei gleichwertiger Ausführungsqualität!) Unterschiede in der Bewertung?
11ant 27.03.2025 20:34
mbonobo schrieb:
Wir planen einen Neubau im Raum Ravensburg (BW) und haben nun Angebote von verschiedenen Häuslebauern zum unserem mit einem Architekten entworfenen Grundriss eingeholt. Durch denselben "Ziel-Grundriss" und weitere Bekannte wie ein geologisches Gutachten sind die Angebote zumindest einigermaßen vergleichbar, natürlich erstellen wir einen Gesamtkostenplan pro Angebot, welchen wir vergleichen - die Leistungsumfänge der Angebote variieren schließlich.
(Wir sind keine Profis, aber wir denken, so an einigermaßen vergleichbare lokale Preisangebote zu kommen)
Wir werden schlussendlich 5 Angebote haben, 3x Massiv (Blähton Fertigwand, Y-Tong, Ziegel) und 2x Holzrahmenbau. Alles lokale Betriebe, keine große Fertighausfirma.
Noch liegen nicht alle Angebote vor, wir erwarten aber durchaus Preisunterschiede im Bereich von 100 000 €.Da Ihr offenbar noch vor der Weichenstellung steht, ist mit dem "Ziel-Grundriss" hoffentlich derjenige des Vorentwurfes gemeint. Mit einer Handvoll Teilnehmern, gemischt Steiner und Holzer, habt Ihr das Teilnehmerfeld schon vorbildlich bestückt. Die Angebote solltet Ihr nun nicht bereits jetzt für bare Münze nehmen, und schon gar nicht (mit dem beliebten Deppenwerkzeug Excel-Tabelle ?) "geradezuziehen" versuchen. Sie können im gegenwärtigen Stadium nur Hinweise liefern, mehr nicht. Mindestens ebenso wichtig und wertvoll für das weitere Vorgehen wie die Antwort auf die Frage 1 (was in etwa kostet es uns, wenn Sie genau das Haus wie in der Plandarstellung für uns realisieren ?) ist die Antwort auf die Frage 2 (bitte bieten Sie alternativ auch den nächstähnlichen Bauvorschlag aus Ihrem Repertoire an). Aus den Antworten zu 1 sollte bereits vor einer Ausstattungsbereinigung ableitbar sein, ob der Architekt den Vorentwurf nun besser steinern oder hölzern weiterentwickeln sollte; und aus den Antworten zu 2, ob er überhaupt den bisherigen Vorentwurf zum Entwurf reift oder stattdessen einen Alternativvorschlag für Euch anpaßt. Die Schwur-Preisanfrage kann erst danach folgen.mbonobo schrieb:
Nun zur Frage: Wenn ich den Wiederverkaufswert des Hauses betrachte, inwiefern fließt hier ein:
1) Baupreis (Wahl des teureren vs. günstigeren Häuslebauer). Konkret: Blähton-Fertigwand wird günstiger sein als Stein auf Stein mit Ziegeln. Ist das Haus am Ende gleich viel "wert", wenn wir es morgen verkaufen würden?
2) Massiv vs Holz - gibt es nach Eurer Erfahrung (bei gleichwertiger Ausführungsqualität!) Unterschiede in der Bewertung?Ein Hausbau ist kein Restwert-Leasing, folglich hat auch der Wert der Sicherheit "Haus" für die finanzierende Bank keine Abhängigkeit vom prognostizierten Preis, den ein Nachbesitzer dafür zahlen würde. Mittlerweile haben auch Dorfbanken die geistigen Ärmelschoner abgelegt und bewerten den Holzrahmenbau nicht mehr als "Baracke". Zwischen Blähton als Wandtafel oder gemauert sehe ich keinen Unterschied, und insofern auch quer zu gemauerten Ziegeln oder Porenbetonsteinen vergleichbar. Ihr seid noch weniger zielnah als Ihr gehofft haben werdet, und braucht anhaltend fachkundigen Beistand.Von was für einem Gebäude ist hier überhaupt die Rede: Grundstück ohne Hanglage, freistehendes Rechteckhaus auf Bodenplatte, evtl. Carport / Garage als separates Los ?
MachsSelbst 28.03.2025 22:06
Bau das Haus so, wie du es möchtest und nicht so, wie es unter Umständen in 20 Jahren leichter verkauft werden kann...
wiltshire 29.03.2025 00:19
Der Wiederverkauf eines Hauses ist viel mehr von der Lage als von der Materialauswahl beim Bau abhängig. Wenn Dir das wichtig ist, mache Dir mehr Gedanken über das "wo" als über das "womit".
MachsSelbst 29.03.2025 10:27
Das ist leichter gesagt, als getan. Gefragte Wohnlagen kosten viel Geld und es ist keineswegs sicher, dass eine Boomregion auch in 10, 20 Jahren noch eine ist, siehe Ruhrgebiet. Der Niedergang dort hat kaum 10 Jahre gedauert nachdem die letzten Zechen dicht waren.
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