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ᐅ Grundstück in Hochwasserschutzgebiet - Nicht empfehlenswert?


Erstellt am: 03.12.18 11:49

kaho67403.12.18 20:17
11ant schrieb:

Aua, ohne Keller und ohne Dach. Bis auf die reine Grundstücksgröße (geht die Böschung mit in die Grundflächenzahl-Berechnungsgrundlage ?) liest sich das für mich per Saldo nach Weitersuchen.
Ach wieso denn? Rumpelkammern kann man auch ebenerdig sehr schön bauen.
Zaba1203.12.18 21:55
@TE man kann sich das Leben bzw bauen selbst schon schwer machen. Wie kommst du auf die Idee in einen Überflutungsgebiet bauen zu wollen, wenn deine 1 Frage die nach den Kosten ist???
Egon1204.12.18 09:21
die Kommunen lernen aber auch nicht aus der Fehlentwicklung der letzten Jahrzehnte...wie die zuständige unter Naturschutzbehörde, der Katastrophenschutz und die Bauleitplanung im Überflutungsgebiet überhaupt Bebauungspläne ausweisen können ist mir schleierhaft.

Schau dir Deggendorf an, da dachte wohl auch Keiner, dass er mal absäuft und es ist doch völlig egal ob das Hochwasser nur einmal alle 100 Jahre kommt, wenn es dann kommt seid ihr ruiniert...
apokolok04.12.18 09:34
Zaba12 schrieb:
@TE man kann sich das Leben bzw bauen selbst schon schwer machen. Wie kommst du auf die Idee in einen Überflutungsgebiet bauen zu wollen, wenn deine 1 Frage die nach den Kosten ist???

Sorry, aber das ist doch Zynismus pur.
Wie er auf die Idee kommt? Wahrscheinlich gibt es einfach momentan keine Alternativen.
Meinst du es gibt immer, überall das perfekte Grundstück für jeden? Und das auch noch für jeden Preis?
Egon12 schrieb:
die Kommunen lernen aber auch nicht aus der Fehlentwicklung der letzten Jahrzehnte...wie die zuständige unter Naturschutzbehörde, der Katastrophenschutz und die Bauleitplanung im Überflutungsgebiet überhaupt Bebauungspläne ausweisen können ist mir schleierhaft.

Schau dir Deggendorf an, da dachte wohl auch Keiner, dass er mal absäuft und es ist doch völlig egal ob das Hochwasser nur einmal alle 100 Jahre kommt, wenn es dann kommt seid ihr ruiniert...

Das geht doch völlig an der Lebenswirklichkeit vorbei.
Die Menschen bauen seit Jahrtausenden an den Flüssen, sie bauen am Vesuv, über Kohleschächten und sonstwo.
Wenn man nirgends mehr bauen würde, wo die Wahrscheinlichkeit besteht, dass alle 100-200 Jahre die Hütte mal den Bach runter geht oder sonstwie der Natur zum Opfer fällt dann gäbe es doch den halben Bestand an Gebäuden gar nicht.
Die Wahrscheinlichkeit macht sehr wohl einen großen Unterschied. In Passau an der Donau steht der Keller alle 2 Jahre unter Wasser, im Baugebiet des TE vielleicht erst im übernächsten Jahrtausend. Und deswegen soll er heute da nicht bauen?
Bereich HQExtrem bedeutet auch, dass man am Rande einer evt. Überschwemmung ist. D.h. man hat halt etwas Wasser im Keller, nicht 3m Schlammflut bis ins 1. OG.
Das ist zwar sicherlich nicht toll, es ist aber auch nicht so, dass dadurch das ganze Haus zusammenbricht.
ghost04.12.18 11:39
Mal zum Vergleich: Von HQExtrem sind bei unserer 60T Stadt in BY 2/3 der gesamten Stadtgebiete betroffen.
DASI9004.12.18 14:44
apokolok schrieb:
Sorry, aber das ist doch Zynismus pur.
Wie er auf die Idee kommt? Wahrscheinlich gibt es einfach momentan keine Alternativen.
Meinst du es gibt immer, überall das perfekte Grundstück für jeden? Und das auch noch für jeden Preis?


Das geht doch völlig an der Lebenswirklichkeit vorbei.
Die Menschen bauen seit Jahrtausenden an den Flüssen, sie bauen am Vesuv, über Kohleschächten und sonstwo.
Wenn man nirgends mehr bauen würde, wo die Wahrscheinlichkeit besteht, dass alle 100-200 Jahre die Hütte mal den Bach runter geht oder sonstwie der Natur zum Opfer fällt dann gäbe es doch den halben Bestand an Gebäuden gar nicht.
Die Wahrscheinlichkeit macht sehr wohl einen großen Unterschied. In Passau an der Donau steht der Keller alle 2 Jahre unter Wasser, im Baugebiet des TE vielleicht erst im übernächsten Jahrtausend. Und deswegen soll er heute da nicht bauen?
Bereich HQExtrem bedeutet auch, dass man am Rande einer evt. Überschwemmung ist. D.h. man hat halt etwas Wasser im Keller, nicht 3m Schlammflut bis ins 1. OG.
Das ist zwar sicherlich nicht toll, es ist aber auch nicht so, dass dadurch das ganze Haus zusammenbricht.

Danke apokolok, du sprichst mir buchstäblich aus der Seele. Es ist nämlich ganz genau so, dass wir a) wie nicht der ein oder andere zufälligerweise an ein Grundstück durch Erbschaft gekommen sind und b) nicht in Hintertuxingen wohnen wo die Auswahl, das Angebot und der Preis noch im Rahmen liegen. Da muss man, wenn man ernsthaft bauen will, auch jedes einigermaßen vernünftiges Angebot prüfen. Das hat dann nichts damit zu tun, dass man sich das "auch noch selbst schwer" macht.

Vor allem ist das keine Planung auf der grünen Wiese. Sondern eine umfunktionierte Fläche zwischen Bestandsbeauung und vor allem wird es ja auch von Höhe schon so angepasst, dass es unkritisch sein sollte. Vor allem reden wir hier nicht von einem Überflutungsgebiet, in dem solche Vorhaben natürlich nicht zulässig sind, sondern von einem Schutzbereich der u.U. überschwemmt werden kann sofern Schutzeinrichtungen versagen.
überflutungsgebietgrundstückkellerhqextrem