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ᐅ Grundrissplanung Doppelhaus 17x10m - Beste Raumausnutzung?

Erstellt am: 07.08.18 12:10
M
MadameP
Hallo zusammen,
ich lese schon eine Weile mit und grübele seit einiger Zeit über einer sinnvollen Grundrissplanung für unser Doppelhausprojekt, komme aber einfach nicht weiter. Die maximal mögliche Grundfläche der Haushälften beträgt 8,50m Breite x 10m Tiefe, wir müssen also keinen "Schlauch" bauen. Gewünscht wird, wenn irgend möglich, eine Treppe mit gerade Stufen, entweder gerade oder als halbgewendelte Podesttreppe (ich kriege bei den sich zur Mitte verjüngenden Stufen einfach die Krise und möchte da nicht die nächsten 20 Jahre drüberlaufen...). Der "Standard" DH-Grundriss mit Gästebad, Garderobe, Wendeltreppe hintereinander, danach Wohnen etc macht uns irgendwie überhaupt nicht an. Wir wollen nicht unbedingt fancy Schnickschnack, der unnötig Raum verbraucht, aber suchen "den" Grundriss mit Pfiff. Ich als Laie komme da seit Wochen nicht weiter, immer wenn ich denke ich habe es unten, passt es oben nicht und andersherum. Daher hoffe ich auf Input von euch
Das Grundstück gehört uns bereits, der Plan ist die eine Doppelhaushälfte zu vermieten und die andere zu bewohnen. Das heißt wir bauen ein Schmuckstück und einmal okayen Standard; außen soll einheitlich werden.
Ich lege einfach mal los:

Bebauungsplan/Einschränkungen
Größe des Grundstücks: 479 qm, 23m breit, 20,80m tief
Hang: leicht nach Südwesten abfallend, ca. 1,50m Max über die Grundstückstiefe und -breite
Grundflächenzahl: 0,35
Geschossflächenzahl: 0,7
Baufenster, Baulinie und -grenze: 3m Baugrenze (nicht für Garagen etc.), kein Baufenster
Randbebauung: nein (Garage erlaubt)
Anzahl Stellplatz: 2 pro Wohneinheit, also 4
Geschossigkeit: 2 Vollgeschosse
Dachform: SD 25-45 Grad, WD, Krüppelwalmdach, VPD
Stilrichtung:
Ausrichtung:
Maximale Höhen/Begrenzungen: Max. FH 9,50m
weitere Vorgaben: nein

Anforderungen der Bauherren
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp: modern, geradlinig, einfacher Baukörper, Satteldach
Keller, Geschosse: Keller gewünscht, 2 Vollgeschosse, DG als Ausbaureserve
Anzahl der Personen, Alter: 3 (45/40/2) / 2. Doppelhaushälfte soll für Familie mit 2 Kindern ausgelegt werden
Raumbedarf im EG, OG:
EG: Gäste-WC, Garderobe, großer offener Wohn/Essbereich, Küche offen
OG: großes Kinderzimmer, Schlafzimmer, Familienbad, evtl. kleines Arbeitszimmerchen f. Homeoffice
DG Ausbaureserve: Studio / Gästezimmer / Hobbyraum, Anschlüsse/Trockenbau für Duschbad
Büro: Familiennutzung oder Homeoffice? sowohl als auch
Schlafgäste pro Jahr: ca. 20 Nächte, 1-4 Personen
offene oder geschlossene Architektur: gemischt: Wohnen/Essen/Kochen offen, Treppe zum Keller und DG geschlossen, kein Zugang zum OG vom Wohnbereich aus
konservativ oder moderne Bauweise: modern
offene Küche, Kochinsel: beides
Anzahl Essplätze: 8
Kamin: wenn noch im Budget, ja
Musik/Stereowand: nein
Balkon, Dachterrasse: nein
Garage, Carport: nein, 2 Stellplätze
Nutzgarten, Treibhaus: nein
weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf, gern auch Begründungen, warum dieses oder das nicht sein soll:
DG soll in Eigenleistung ausgebaut werden. Falls der Keller budgettechnisch nicht klappt, muss ein Hauswirtschaftsraum im EG eingeplant werden; wir wollen aber aufgrund der Grundstücksneigung gern in den Keller investieren. Familienbad soll gerne eine T-Lösung mit bodengleicher Dusche und Toilette "Rücken an Rücken" haben. Ankleide im Schlafzimmer gern, aber kein Muss. Falls nicht, mindestens 3m, eher 3,50 für Schrank benötigt.

Hausentwurf
Von wem stammt die Planung: Architekt eines Bauunternehmens
Was gefällt besonders? Warum?
- die gegenüberliegenden Eingänge
- die gerade Treppe
- die Aufteilung Kochen/ Essen
- Glaswand mit Tür zur Abtrennung Flur / Küche im Entwurf der Doppelhaushälfte planoben
Was gefällt nicht? Warum?
- ohne Keller geplant; falls mit Keller, Abgang dazu zwischen Kochen und Essen (einmal durchs Haus); bei Keller würde der Hauswirtschaftsraum entfallen können
- Treppe zu weit "in der Mitte" - ich würde sie gerne etwas weiter planrechts haben, damit mehr Platz zum Wohnen gewonnen wird
- 4-4,50m Fensterfront mit Schiebetür zum Garten gewünscht anstatt Türen, um den Wohnraum zum Garten hin mehr zu öffnen;
- Haushälften in der Höhe nicht zueinander versetzt (war eigentlich Wunsch, damit der Baukörper nicht so unfassbar massiv daherkommt und man nicht in der Südhälfte tonnenweise die Tausenderscheine zur Geländemodellierung in den Garten kippen muss - die Grundstücksneigung sollte die Versetzung locker hergeben)
- maximale Breite von 8,50 pro Doppelhaushälfte nicht ausgenutzt (nur 7,75)
- Bad OG (zu klein / Aufteilung)
Preisschätzung lt Architekt/Planer: kommt noch (Betriebsferien)
Persönliches Preislimit fürs Haus, inkl Ausstattung: 700k
favorisierte Heiztechnik: am liebsten Erdwärme, falls im Budget

Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten
-könnt Ihr verzichten: gerade Treppe, Erdwärme, DG Ausbaureserve (dann müsste der Grundriss OG aber deutlich anders werden, da Gästezimmer und eine Treppe weniger benötigt), T-Bad
-könnt Ihr nicht verzichten: Keller

Warum ist der Entwurf so geworden, wie er jetzt ist? ZB
Standardentwurf vom Planer? müssen wir noch besprechen, wir haben die Pläne vorab bekommen, kurz bevor beim Bauunternehmen die Betriebsferien losgingen
Entsprechende/Welche Wünsche wurden vom Architekten umgesetzt? gerade Treppe, weitestgehende Abschirmung vom Nachbarn, nicht der DH-08/15 Grundriss
Was macht ihn in Euren Augen besonders gut oder schlecht? "gut" und "schlecht" mag ich mir als Laie gar nicht anmaßen zu beurteilen, ich kann nur sagen, was und gut oder nicht gefällt. Habe ich ja oben schon weitestgehend zusammengefasst... Der Grundriss gefällt uns an sich gut, ich könnte mir vorstellen, dass das mit den entsprechenden Modifikationen was werden könnte.

Was ist die wichtigste/grundlegende Frage zum Grundriss in 130 Zeichen zusammengefasst?
Würde man unter Beibehaltung der Eingangssituation mit einer anderen Treppe entscheidend Wohnraum gewinnen und würde sich der Grundriss unter Einbeziehung von Keller und DG entscheidend verändern?
Grundriss eines Hauses/Duplexes mit Terrassen, zwei Wohnen/Essen-Bereichen, Küche, Diele, HWR, WC.

Grundriss eines Obergeschosses mit Schlafen, Kind, Kind 2/Gast, Gast, Büro, Ankleide, Bad, Flur.

Schnitt durch ein zweigeschossiges Gebäude mit Treppen, Türen und Fundamenten.

Zweistöckiges Haus mit Satteldach; Süd- und Westansicht mit großen Fenstern.

Nord- und Ostansicht eines zweigeschossigen Hauses mit Satteldach und Fensterfronten.

Lageplan eines Grundstücks mit Parzellenzahlen; orange markierte Parzelle im Zentrum.

Baustelle mit kleinem Haus im Rohbau auf offener Landschaft mit Feldern

Neubau-Haeuser auf Bauplatz mit Sandhuellen und laendlicher Landschaft
MadameP08.08.18 14:16
Müllerin schrieb:
480qm da bleibt ja vom Garten eh kaum was über - wir haben eine Doppelhaushälfte auf 460qm, 12x7,
Stimmt, aber ich möchte darüber ungern diskutieren. Haben wir für uns lange und ausführlich durchdacht und ist für uns aus folgenden Gründen ok: beide Vollzeit berufstätig mit 2h Pendeln am Tag plus Kleinkind - da bleibt schlicht keine Zeit für tagelange Gartenpflege am Wochenende, die wir lieber mit unserem Kind verbringen möchten. Uns reicht eine schöne Terrasse mit kleinem Garten dran, mehr Personen werden wir eh nicht mehr und ist allemal mehr als die Dachterrasse, die wir jetzt haben. 90qm Garten mögen für den einen ein indiskutables Handtuch sein, für uns ist es in Ordnung. Bei Grundstückspreisen von <100€/qm irgendwo in Hinterfuxhausen ok, aber der Preis liegt hier leider eher bei 600-700€/qm, insofern sind die Grundstücke klein und teuer dazu. Da sind 500qm Grundstück mit Einfamilienhaus oder Doppelhaushälfte leider nicht mehr für sehr viele Menschen drin.
Müllerin schrieb:

was wollt ihr denn alles in den Keller tun? Also was, das nicht in den Dachboden passen würde? Wär das keine Alternative, das Zeug oben zu lagern statt einen mühsam zusammengesparten Keller, das Geld lieber für andere Nettigkeiten ausgeben?
Und wenn ihr den DB wie oben geschrieben als Gästezimmer/Hobbyraum etcpp nutzen wollt - wieso dann nur eine Einschubtreppe?
In den Keller soll Haustechnik/Heizung, Wäscheraum, Werkstatt, Vorrat, Lager.
Es war nirgends von einer Einschubtreppe die Rede...
kaho67408.08.18 14:49
MadameP schrieb:
.. der Preis liegt hier leider eher bei 600-700€/qm...
MadameP08.08.18 14:52
kaho674 schrieb:
Jo. Kannst du laut sagen.
Musste übrigens gerade die Augenbrauen hochziehen, habe exakt "unseren" EG Grundriss im Netz bei Favorit Massivhaus gefunden, als ich nach Grundrissen mit giebelseitigen Eingängen googelte. Darf man hier verlinken oder das Bild reinstellen, wenn ein Copyright darauf ist?
A
apokolok
08.08.18 14:54
Jetzt mal unabhängig vom Grundriss ( den ich doch eher katastrophal finde ) halte ich das ganze Projekt für äußerst fragwürdig.
Finanzierung eines Einfamilienhauses auf dem Grundstück ist auf Grund des zu hohen Volumens nicht leistbar sagst du.
Dieses Problem wollt ihr heilen, indem ihr das Volumen nochmals massiv vergrößert und dann mit fiktiven Einnahmen rechnet?
Habt ihr das schon mal einer Bank vorgestellt? Ich glaube es wird schwierig da eine finanzierungswillige zu finden.
Die Vermietung einer Doppelhaushälfte in so einer Konstellation (finanziell massiv darauf angewiesen) ist ein brutales Klumpenrisiko. Wenn euch da mal ein halbes Jahr die Miete ausfällt und der Mieter das Haus in renovierungsbedürftigem Zustand hinterlässt ist das gesamte Haus futsch.

Davon abgesehen überschreitet bereits die jetzige Planung die zulässige Grundflächenzahl. Ist ein Doppelhaus auf dem Grundstück überhaupt erlaubt?

Ich würde noch mal zwei Schritte zurück gehen und ganz genau drüber nachdenken, ob ihr euch wirklich so sehr binden und ein so hohes Risiko eingehen möchtet, nur um Eigentum zu haben.
Es bleiben ja trotzdem noch eine Menge Kompromisse (trotzdem Pendelei, die Lage scheint also trotz des hohen Grundstückspreises immer noch nicht optimal für euch zu sein) über.

Evt. muss man die Sache noch mal etwas anders andenken, z.B. komplett die Region wechseln, inkl. Job oder aber eben mieten.
MadameP08.08.18 15:07
apokolok schrieb:
Jetzt mal unabhängig vom Grundriss ( den ich doch eher katastrophal finde ) halte ich das ganze Projekt für äußerst fragwürdig.
Finanzierung eines Einfamilienhauses auf dem Grundstück ist auf Grund des zu hohen Volumens nicht leistbar sagst du.
Dieses Problem wollt ihr heilen, indem ihr das Volumen nochmals massiv vergrößert und dann mit fiktiven Einnahmen rechnet?
Habt ihr das schon mal einer Bank vorgestellt? Ich glaube es wird schwierig da eine finanzierungswillige zu finden.
Die Vermietung einer Doppelhaushälfte in so einer Konstellation (finanziell massiv darauf angewiesen) ist ein brutales Klumpenrisiko. Wenn euch da mal ein halbes Jahr die Miete ausfällt und der Mieter das Haus in renovierungsbedürftigem Zustand hinterlässt ist das gesamte Haus futsch.
Bezüglich des Planungskonstrukts hatte ich nicht um Rat gebeten, trotzdem danke. Ich hatte lediglich Katjas Frage nach dem Grund der Pläne beantwortet. Die Pläne sind mit Bank & Steuerberater abgestimmt, aber darüber hinaus muss ich mich glaube ich öffentlich nicht rechtfertigen. Das ist doch wohl stark von der Region und der Nachfrage abhängig, oder?
apokolok schrieb:
Davon abgesehen überschreitet bereits die jetzige Planung die zulässige Grundflächenzahl. Ist ein Doppelhaus auf dem Grundstück überhaupt erlaubt?
Ich bin a) nicht doof und habe b) den Bebauungsplan gelesen. Ein DH ist erlaubt.
apokolok schrieb:
Ich würde noch mal zwei Schritte zurück gehen und ganz genau drüber nachdenken, ob ihr euch wirklich so sehr binden und ein so hohes Risiko eingehen möchtet, nur um Eigentum zu haben.
Es bleiben ja trotzdem noch eine Menge Kompromisse (trotzdem Pendelei, die Lage scheint also trotz des hohen Grundstückspreises immer noch nicht optimal für euch zu sein) über.
Unsere Lebensplanung steht hier nicht zur Debatte, lediglich der Grundriss. Wir leben da, wo wir leben wollen. Punkt.
apokolok schrieb:
Evt. muss man die Sache noch mal etwas anders andenken, z.B. komplett die Region wechseln, inkl. Job oder aber eben mieten.
Auf welchem Planeten lebst du? Ich finde deine Vorschläge komplett übergriffig und am Thema vorbei.
MadameP08.08.18 15:11
Irgendwie ahnte ich es. Ich schätze Foren zum Teilen von Schwarmwissen wirklich sehr. ABER: kaum dass sich die Möglichkeit bietet, den Zeigefinger zu heben und Fragen zu beantworten, die nicht gestellt wurden, kommen die Schlaumeier daher und belehren einen. Es nervt!
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