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ᐅ Grundrissplanung für Einfamilienhaus inkl. Keller und Doppelgarage


Erstellt am: 16.03.26 19:52

M
Minerva121
16.03.26 19:52
Hallo zusammen,
ich bin neu hier und möchte mich (und vor allem das Bauprojekt in Franken / Bayern) kurz vorstellen: Wir wollten eigentlich 2022 beginnen – aufgrund unerwarteter Veränderungen in meinem familiären Umfeld habe ich dieses Projekt erst einmal aufgeschoben. Grundstück war/ist bereits vorhanden (mit Altbestand, steht noch immer – muss also auch noch abgerissen werden), aber die Zeit war nicht die richtige.
Nun geht es in die zweite Runde und alle Ampeln stehen auf „Grün“.
Der vorliegende Grundriss wurde damals erstellt, seitdem haben sich unsererseits schon kleinere Änderungswünsche bzw. Fragen ergeben, die ich unten angefügt habe. Aber zunächst einmal die Grunddaten zu den Grundrissen (inkl. Keller)

Bebauungsplan/Einschränkungen
Größe des Grundstücks: 676m² (rechteckig, ca. 26m breit und 26m lang)
Hang: nein, komplett flach
Grundflächenzahl: 0,4
Geschossflächenzahl: 0,8
Baufenster, Baulinie und -grenze: Es wird ein Vorgartenbereich von 5,00 m Tiefe festgesetzt, der von einer Bebauung freizuhalten ist; Baufenster erstreckt sich ab dieser 5-Meter-Linie über die hinteren Grundstücksteile, Baufenster erstreckt sich über einen Großteil der Grundstücksbreite, jedoch sind die Abstandsflächen zu den seitlichen Grundstücksgrenzen (in der Regel offene Bauweise, 3 m) einzuhalten.
Randbebauung: soweit ich sehen kann für Müllhäuschen, Garage und Fahrradschuppen erlaubt
Anzahl Stellplatz: 2 Autos sollen untergebracht werden können
Geschossigkeit: 2 Vollgeschosse erlaubt
Dachform: Satteldach, Dachneigung 20° bis 35°
Stilrichtung: keine Vorgaben
Ausrichtung: keine Vorgaben
Maximale Höhen/Begrenzungen: Kniestock max 0,5m gemessen ab Oberkante Rohdecke Dachgeschoss bis zum Schnittpunkt der Außenwand mit der Dachhaut; Traufhöhe max 7,5m

weitere Vorgaben: Dachaufbauten zulässig
Anforderungen der Bauherren
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp: Satteldachhaus mit relativ flacher Dachneigung, soll als Fertighaus gebaut werden.
Keller, Geschosse: Keller geplant; dazu EG und OG
Anzahl der Personen, Alter: 4 Personen (beide Erwachsene ~45 Jahre, Kinder 7 & 13)
Raumbedarf im EG, OG: EG --> Wohn-Ess-Bereich, Gäste-WC inkl. kleiner Dusche – idealerweise barrierefrei, Büro (wird häufig genutzt), kleine Speise (direkt an Küche angeschlossen), OG --> Bad, 2 Kinderzimmer, 1 Schlafzimmer mit kleiner Ankleide, evtl. kleine Abstellkammer, evtl. kleiner zweiter Arbeitsbereich zum Ausweichen, falls beide Erwachsene parallel zu Hause arbeiten müssen (können wir meistens vermeiden).
Schlafgäste pro Jahr: kaum vorhanden --> kein Gästezimmer notwendig bzw. ggfs. im Büro mit Schlafcouch zu lösen.
offene oder geschlossene Architektur: EG eher offen, OG eher geschlossen
konservativ oder moderne Bauweise: vermutlich eher konservativ
offene Küche, Kochinsel: Küche offen mit Kochinsel, die beidseitig zu Umgehen ist.
Anzahl Essplätze: Esstisch für 6 Personen
Kamin: nein (bzw. optional angelegt)
Musik/Stereowand: Flach-TV an Wand im Wohnbereich
Balkon, Dachterrasse: nein
Garage, Carport: Garage für zwei Autos, an Grundstücksgrenze noch Müllhäuschen und Fahrradschuppen gewünscht (aber nachgelagert relevant)
Nutzgarten, Treibhaus: nicht geplant
weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf, gern auch Begründungen, warum dieses oder das nicht sein soll: Wunsch ist ein klassisches Einfamilienhaus für eine 4-köpfige Familie mit festem Homeoffice. Pragmatisch angelegt, nicht fancy oder architektonisch ausgefallen. Das Haus soll als "klimafreundlicher Neubau" umgesetzt werden.

Zum Hausentwurf
Von wem stammt die Planung?
Erstentwurf eines freien Architekten auf Basis unserer Skizze
Was gefällt besonders? Warum?

  • Unser Grundkonzept und die Wünsche sind zum größten Teil umgesetzt und unseres Erachtens auch gelungen
  • Raumaufteilung im OG sehr ausgewogen

Was gefällt nicht? Warum?

  • wir würden aus Kostengründen ggfs. auf 150qm verkleinern, da die Raummaße insgesamt doch sehr üppig erscheinen
  • Mittlerweile würden wir auf eine Einliegerwohnung verzichten, der Keller soll also reiner Nutzkeller werden, kein Wohnkeller
  • Wo wirklich Fenster im KG nötig?
  • Das WC im EG sollte barrierefrei sein
  • Die Glasfronten im EG rund um den Wohnbereich sind uns zu groß: Das treibt die Kosten nach oben und nimmt Stellfläche für das Sofa – das müssten wir ja direkt vor die Glasfront stellen, nicht ideal aus unserer Sicht
  • Im Schnitt sieht man, dass wir ursprünglich eine offenen Schräge haben wollten; da dies damals von vielen Fertighaus-Anbietern in den Erstgesprächen als “extremer Kostentreiber” beschrieben wurde, würden wir darauf auch verzichten (dann würden entsprechend auch die Dachfenster entfallen)

Preisschätzung laut Architekt/Planer: noch keine Schätzung vorhanden
Persönliches Preislimit fürs Haus, inkl. Ausstattung: 750k€ (Haus inkl. Keller, Nebenkosten, Küche, Garage, Einfahrt/Terrasse, Abriss des Altbestandes ist separat kalkuliert)
favorisierte Heiztechnik: Wärmepumpe

Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten

  • könnt Ihr verzichten: s.o. Einliegerwohnung, offene Dachschräge, große Fensterfronten im EG, insg. Grundfläche kann kleiner werden
  • könnt Ihr nicht verzichten: Keller, Kochinsel

Warum ist der Entwurf so geworden, wie er jetzt ist?
Wir haben uns Gedanken zur Raumnutzung in dieser Familienkonstellation inkl. Home-Office-Bedarf gemacht, sind jedoch keine “Profis”. Es ist aber nun auch nichts Ausgefallenes geworden, sondern eher pragmatisch angelegt.

Abschließende Kommentare
Wir sind dankbar für ehrliche Einschätzungen, Tipps, konstruktive Kritik – falls wir wichtige Angaben übersehen haben, liefern wir diese gerne nach. Wir würden den Bau selbst von einem Fertighausexperten begleiten lassen wollen, da wir hinsichtlich der Baukontrollen absolute Laien sind.
Ein herzliches Dankeschön vorab für eure Zeit und wertvollen Gedanken zu unserem Grundriss.
Minerva








Y
ypg
16.03.26 20:50

Minerva121 schrieb:
Unser Grundkonzept und die Wünsche sind zum größten Teil umgesetzt und unseres Erachtens auch gelungen

Das ist auch nicht schwierig, wenn man das Budget aus den Augen verliert.

Minerva121 schrieb:
Persönliches Preislimit fürs Haus, inkl. Ausstattung: 750k€ (Haus inkl. Keller, Nebenkosten, Küche, Garage, Einfahrt/Terrasse, Abriss des Altbestandes ist separat kalkuliert)

Wir können ja mal umgekehrt kalkulieren:
+750000 Mittel
-   50000 Einfahrt/Terrasse, Schuppen und Bepflanzung
-   30000 Doppelgarage, einfach
-   25000 Küche
-   50000 Baunebenkosten
=590000 fürs Haus

/ 3500 =170qm Haus ohne Keller (derzeitiger, gehobener Standard)
/ 3200 =185qm Haus ohne Keller (etwas mehr als Durchschnittsstandard)
/ 3000 =aufgerundet 200qm ohne Keller oder 165qm Standard-Standard mit Nutzkeller)

Im Prinzip könnt Ihr Euch von diesem Entwurf verabschieden. Das ist auch alles so verzehrt riesig. Wozu muss denn das Gäste-WC barrierefrei? 
Kinderzimmer reichen 15qm, Schlafzimmer auch, sogar weniger, wenn eine Ankleide vorhanden ist. Bad hat auch seine Freiflächen.. Flure sind mega groß. Überall ist ne Nummer draufgesetzt. Keller schau ich gar nicht.

Eigentlich fast nicht nötig, aber zum Entwurf: bei einer Küche sollten schon zwei bis drei Hochschränke plus ausreichend Arbeits- und Abstellfläche Platz finden. Meist nimmt eine in den Raum eingesetzte Speis genau diesen Platz. Zu den kleinen Tanzbereichen in jedem Raum habe ich ja schon etwas gesagt. 9qm für die Ankleide, wo nur 3 Meter Schrank Platz hat, ist einfach zu big und undurchdacht. Büro reicht eines der Fenster, dann hat man auch Stellfläche, Notarbeitsplatz kann auch am Esstisch sein. Usw. 

Macht Euch Gedanken, ob Ihr einen Keller braucht.
1
11ant
16.03.26 20:55
Aua. Topfebenes Grundstück, aber Keller. Freier Architekt, aber mitgebrachter Entwurf. Vorfestlegung auf "Fertig"haus (warum ?), aber steinerne Planung. Macht den alten Sack mal schlau, was Ihr Euch dabei gedacht habt.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
F
familie_s
17.03.26 10:22
Leider werdet ihr da von vorne anfangen müssen. Das Budget passt überhaupt nicht. Abgesehen von der Größe sind da einige teure Extras dabei.
Den Grundriss einfach schrumpfen, klappt nicht. Ebenso könnt ihr nicht einfach den Keller weglassen, weil dann Technik und Hauswirtschaftsraum fehlen.

Ich versteh euch total, 2022 war das Geld noch billiger, auch wir haben seit 2019 nach einem Grundstück gesucht und mussten ordentlich reduzieren, weil es erst 2024 los ging. 

Wir bauen auch gerade in Bayern, ähnliche Größe, ähnliches Budget, aber wir machen seeeehr viel selbst. Falls das keine Option ist, würde ich die Finger davon lassen. 

Trotzdem meine Anmerkungen:

UG: 
- Wenn die Einliegerwohnung eh wegfallen sollte, würde ich den Kellerabgang, die Lichtschächte und das Kellerbad weglassen. Das sind alles Kostentreiber. Je nach Höhe des Kanals kann dann vielleicht auch die schweineteure Hebeanlage entfallen.

EG:
- Mir gefällt die großzügige Garderobe.
- Ein Barrierefreies Gäste-WC finde ich auch sehr wichtig, haben wir auch umgesetzt
- Ist die Treppe wirklich nur 90cm schmal? Wenn noch ein Handlauf an die Wand kommt, wird das ziemlich eng. 
- Die Fensterfront mit freischwebender Konstruktion ist unbezahlbar. Macht ein paar große Fenster und gut. Tip: Hebe-Schiebe-Türen möglichst vermeiden, sind auch sauteuer.
- In der Küche würde ich den Block drehen und vergrößern. So habt ihr kaum Arbeitsfläche neben dem Kochfeld. 
- Mich würde die offene Verbindung von Wohn-/Essbereich und Eingangsbereich stören. Ich würde eine (Glas-)Türe dazwischen setzen.

OG:
- Schlafen und Ankleide würde ich tauschen, damit man einen schlafenden nicht weckt, wenn man sich Klamotten holt. Nachteil: Dann wäre Dusche und Toilette an der Schlafzimmerwand
- Was genau macht das offene Dachgeschoss so teuer? die Konstruktion des Dachstuhls? wir haben auch einen offenen Dachstuhl, über Bad und Ankleide haben wir aber zu gemacht, weil wir hier keinen Vorteil sehen, wenn die Räume nach oben offen sind und so haben wir noch einen kleinen Speicher gewonnen. 
- Dachfenster würde ich auf eines im Flur reduzieren. 
Y
ypg
17.03.26 10:48
familie_s schrieb:
Schlafen und Ankleide würde ich tauschen,

Genau, dann bekommt man auch hier noch im OG einen Abstellraum und dann fehlt nur noch ein TK-Raum, dann kann der Keller und weitere 30qm. 
Dennoch und also: runde Ablage für den 2022-Entwurf.
H
hanghaus2023
17.03.26 12:59
Gibt es einen besonderen Grund, warum man das Haus 70cm weiter nach hinten plant? Damit wird das Vordach einfach unschön. 
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