Wirtschaftlichkeit Photoltaik - Meine Erkenntnisse - Fehlt was?

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T

toxicmolotof

Kauft Euch einfach die Anlage und hakt es "für die Umwelt" ab. Wenn es doch noch rentabel ist, um so schöner.

Am Ende interessiert es nicht ob da pro Jahr 200 Euro gespart werden oder die Entscheidung "pro Natur" 100 Euro zusätzlich gekostet hat.

In dem Rahmen wird sich das alles nämlich bewegen.
 
J

jx7

Kauft Euch einfach die Anlage und hakt es "für die Umwelt" ab. Wenn es doch noch rentabel ist, um so schöner.
Der eine spielt gerne mit Zahlen und hat Spaß am Rechnen, der andere nicht.

Der eine will Geld anlegen (mit angenehmen Umweltschutzaspekt), der andere etwas für die Umwelt tun (ohne Gewinnabsicht).

Am Ende interessiert es nicht ob da pro Jahr 200 Euro gespart werden oder die Entscheidung "pro Natur" 100 Euro zusätzlich gekostet hat.
In dem Rahmen wird sich das alles nämlich bewegen.
Nein, man spart viel mehr, in meiner Musterrechnung in 20 Jahren ca. 10.000 €, also ca. 500 € pro Jahr.
 
Z

Zaba12

Zwei Beiträge weiter oben war eine Verschlimmbesserung der Rechnung, der Eigenverbrauch wurde doppelt eingerechnet. Hier jetzt noch mal die aktualisierte Rechnung:

Umsatzsteuer auf Eigenverbrauch in den ersten fünf Jahren, solange man noch kein Kleinunternehmer ist, umgerechnet pro Jahr:
5/20 * (22 % * 8300 kWh * 5 Cent/kWh)
= 23 €

Stromerzeugungskosten:
(Abschreibung + Versicherung + Wartung + Umsatzsteuer) / Ertrag
(665 € + 50 € + 100 € + 23 €) / 8300 kWh = 10,1 Cent/kWh

Ertrag der Anlage pro Jahr (geldwerter Vorteil durch Entnahme bzw. Eigenverbrauch darf mit
Stromerzeugungskosten berechnet werden):
78 % * 8300 kWh * 12,2 Cent/kWh + 22 % * 8300 kWh * 10,1 Cent/kWh
= 969 €

Einkommensteuer nach EÜR pro Jahr:
Grenzsteuersatz * (Ertrag der Anlage - Abschreibung - Umsatzsteuer Eigenverbrauch - Versicherung - Wartung):
42% * (969 € - 665 € - 23 € - 50 € - 100 €)
=
55 €

Persönlicher Gewinn pro Jahr (Einspeisevergütung + gesparte Stromkosten durch Eigenverbrauch - Umsatzsteuer Eigenverbrauch - Versicherung - Wartung - Einkommensteuer)
78 % * 8300 kWh * 12,2 Cent/kWh + 22 % * 8300 kWh * 32,2 Cent/kWh - 23 € - 50 € - 100 € - 55 €
=
1151 €

Rendite:
1151 € / 13300 €
=
8,7 %
Du weißt aber schon, dass wenn du dir ein Angebot für eine PV-Anlage einholst du auch eine qualifizierte Ertrags- und Renditeberechnung bekommst?
 
J

jx7

Du weißt aber schon, dass wenn du dir ein Angebot für eine PV-Anlage einholst du auch eine qualifizierte Ertrags- und Renditeberechnung bekommst?
Ich weiß, dass wenn ich mir ein Angebot für eine PV-Anlage einhole ich mit großer Wahrscheinlichkeit eine unqualifizierte Ertrags- und Renditeberechnung bekomme.

Beispiele:
  • Eigenverbrauchsanteil mit 43 % unrealistisch hoch angesetzt.
  • Strompreissteigerung mit 5 % sehr hoch angesetzt (1998-2018 durchschnittlich 2.7 %)
  • keine oder nur geringe Wartungs- und Reparaturkosten eingerechnet
  • Umsatzsteuer für Eigenbedarf nicht eingerechnet
  • Einkommensteuer nicht eingerechnet
  • Werte für zu zahlende Umsatzsteuer sowie Wartungs- und Reparaturkosten angegeben, bei der Berechnung der Rendite aber nicht einbezogen.
Außerdem ist Selbstrechnen immer besser, um ein Verständnis für die Sache zu bekommen. Man kann auch mal Varianten rechnen, um zu sehen, wie sich die Zahlen bei unterschiedlichen Annahmen ändern.
 
Z

Zaba12

Wenn dass die Aussagen deiner Solarteure/ deiner Beratungen ist, dann solltest du tatsächlich selbst rechnen.

Meine Ertragsberechnungen des Solarteurs kommt ohne solche Augenwischerei aus

Eigenverbrauch 43%? Wurde dir das so versprochen?
 
J

jx7

Mir wurden folgende Wirtschaftlichkeitsrechnungen präsentiert
1) Eigenverbrauch von 3750 kWh bzw. 43%
2) Eigenverbrauch von 2900 kWh bzw. 34 %
Realistisch halte ich für uns ca. 20 % (siehe Volker Quaschning/HTW Berlin)

wirtschaftlichkeit-photoltaik-meine-erkenntnisse-fehlt-was-249226-1.jpg


wirtschaftlichkeit-photoltaik-meine-erkenntnisse-fehlt-was-249226-2.jpg

Aber warum sollten sich die Solarteure die Mühe machen, möglichst realistisch und exakt zu rechnen. 90% der Kunden können das eh nicht nachrechnen. Und die restlichen 20 % tun sich da auch schwer.
 

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