Hallo zusammen, ich habe mehrere Malm-Kommoden von IKEA, bei denen leider einige Schubladenblenden beschädigt sind. Die Blenden sind meist aus Holzfaserplatten mit einer feinen Folienbeschichtung, was Reparaturen etwas knifflig macht. Konkret sind die Schäden meist abgeplatzte Stellen an den Kanten oder zerkratzte Flächen, die man nicht einfach überstreichen kann, ohne dass es auffällt, weil die Oberfläche so glatt und gleichmäßig ist. Wie geht ihr normalerweise vor, um solche Malm-Schubladenblenden trotz ihres speziellen Materials zu reparieren? Gibt es Erfahrungen mit speziellen Füllern, Schleiftechniken oder geeigneten Lacken/Folien, um die Optik möglichst originalgetreu wiederherzustellen? Ich möchte nicht einfach nur „drüberpinseln“, sondern das möglichst solide und langlebig hinbekommen.
tinau schrieb:
Für die glatte Folienoptik ist eine feine Sprühtechnik am besten.Ich weiß nicht, ob das wirklich ideal ist. Wenn man sich auf Baumarkt-Werkstoffe verlässt, landet man oft bei einem Flickwerk. Die Malm-Blenden sind serienmäßig mit einer Folienbeschichtung versehen, die man kaum imitiert bekommt. Warum reparieren, wenn man für kleines Geld Ersatz bekommt? Die Versuche mit Füllern sind oft verlorene Liebesmüh.
Das Thema Reparatur von Malm-Schubladenblenden ist tatsächlich etwas diffizil, weil das Material eben keine durchgehende Holzoberfläche ist, sondern eine folienbeschichtete MDF-Platte.
Zunächst mal: Einfaches Holzspachteln ist nur was, wenn der Schaden nicht zu groß ist und vor allem nicht die Folie komplett weg ist. An größeren Fehlstellen hilft häufig eine Kombination aus Kleben der Folienreste mit Holzleim und anschließendem Füllen mit einem Kunststoffspachtel auf Basis von Polyester. Nach dem Schleifen kann man mit seidenmatter Acryllackierung sehr gute Ergebnisse erzielen.
Wenn der Bereich allerdings stark abgeplatzt ist und die Kante mit folienbeschichtetem Dekor fehlt, kann man meist nur einen Teil der Fläche reparieren, aber nicht die originale Folienstruktur eins zu eins wiederherstellen. Einige Nutzer verwenden spezielle Folien-Furniere zum Überkleben, aber das ist aufwändig und nicht ganz billig.
Auch wenn man es nicht vermeiden kann: Schleifen nach Spachteln bitte mit sehr feinem Körnung (z.B. P240-P320), sonst gibt es optisch unschöne Stellen.
Zunächst mal: Einfaches Holzspachteln ist nur was, wenn der Schaden nicht zu groß ist und vor allem nicht die Folie komplett weg ist. An größeren Fehlstellen hilft häufig eine Kombination aus Kleben der Folienreste mit Holzleim und anschließendem Füllen mit einem Kunststoffspachtel auf Basis von Polyester. Nach dem Schleifen kann man mit seidenmatter Acryllackierung sehr gute Ergebnisse erzielen.
Wenn der Bereich allerdings stark abgeplatzt ist und die Kante mit folienbeschichtetem Dekor fehlt, kann man meist nur einen Teil der Fläche reparieren, aber nicht die originale Folienstruktur eins zu eins wiederherstellen. Einige Nutzer verwenden spezielle Folien-Furniere zum Überkleben, aber das ist aufwändig und nicht ganz billig.
Auch wenn man es nicht vermeiden kann: Schleifen nach Spachteln bitte mit sehr feinem Körnung (z.B. P240-P320), sonst gibt es optisch unschöne Stellen.
LENNAU schrieb:
Zunächst mal: Einfaches Holzspachteln ist nur was, wenn der Schaden nicht zu groß istDas stimmt. Ich würde ergänzen, dass vor der Reparatur die Blende unbedingt gründlich gereinigt und von Staub befreit werden sollte, damit Spachtel und Lack gut haften. Auch das Anschleifen der beschädigten Kanten mit einem feinen Schleifpad sorgt für bessere Ergebnisse.
Was das Farbangleich betrifft, empfehle ich, vor dem Streichen mehrere Probeschichten an einer unauffälligen Ecke der Schublade aufzutragen. Die Folie von Malm hat oft eine spezielle Farbnuance und einen leichten Glanz, der sich mit Normal-Lack schwer exakt trifft.
Alternativ gibt es im Fachhandel spezielle Reparatur-Kits für Möbelfolien, die kleine Kratzer und Abplatzungen mit Acryl-Füller verbergen können. Mit etwas Geduld kann man damit eine akzeptable Oberfläche erzeugen.
Hey Leute, ich hatte mal genau das gleiche Problem mit meinen Malm-Kommoden. Meine Rettung war ein spezieller Möbelreparaturstift, der fast wie ein Filzstift wirkt, aber mit einer Art Acrylfarbe gefüllt ist. Klar, das ist mehr für kleine Kratzer gedacht, aber bei abgeplatzten Ecken hab ich erst eine dünne Schicht Klarlack aufgetragen, danach den Stift benutzt und zum Schluss nochmal Klarlack drüber. Sieht echt besser aus als nichts und kostet nicht viel.
Falls die Blende sehr großflächig beschädigt ist, würde ich ernsthaft überlegen, Ersatzblenden zu besorgen, da der Aufwand sonst schnell zu groß wird. Aber für zwischendurch oder kleinere Macken sind diese Reparaturstifte eine lockere Lösung. 🙂
Falls die Blende sehr großflächig beschädigt ist, würde ich ernsthaft überlegen, Ersatzblenden zu besorgen, da der Aufwand sonst schnell zu groß wird. Aber für zwischendurch oder kleinere Macken sind diese Reparaturstifte eine lockere Lösung. 🙂
Ähnliche Themen