Warmwasserspeicher ausreichend?

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kaho674

kaho674

Vielleicht sollte man mal erwähnen, dass es sich bei der Heizung von Vaillant um ein Komplettsystem handelt. Es nennt sich Wärmepumpensystem geoTHERM. So wie ich das verstanden habe, ist das ein Kombigerät, welches einerseits das Heizwasser mit Niedrigtemperatur erzeugt und zusätzlich einen 175L Warmwasserspeicher integriert hat, welcher dann mit einem 6KW Elktroheizstab bis Max. 62°C hochgeheizt werden kann. Letzteres ist aber unsinnig, wenn man mit 175L auskommen würde. Dann reichen da wahrscheinlich 44°C oder ähnliches. Die Frage ist demnach, wie weit kommt man mit 175L Warmwasser und wie schnell ist der Heizstab?
 

€uro

Hallo,
...hier geht es um die Auslegung der Wärmepumpe und deren günstigen Arbeitsbereich.
Der Hauptjob der WP ist die Raumheizung....
Das ist nicht zwangsläufig so. Für ein EnEV Standard mag das zutreffen, für ein PH nicht. Auch aus diesem Grund ist eine Grundlagenermittlung (Leistung, Energie) für Hzg u. WW erforderlich.
... Wenn es die WP auch direkt schafft, dann mit einem so schlechten Wirkungsgrad, dass die aufgewendeten Stromkosten in einem sehr ungünstigen Verhältnis zu den erzielten Leistungen stehen...
Daher legt man mit WP versorgte WW-Speicher etwas anders aus, als z.B. solche, die mit GBW versorgt werden. Bei guter Planung ist ein Heizstab für den Normalbetrieb nicht erforderlich.
...Dann wären die höheren Investitionskosten für WP gegenüber z.B. GBW nicht mehr zu amortisieren, was in der Realität eh schon schwer genug ist...
Spürbar höherer Invest dürfte nur auf SWP mit Vertikalsonden zutreffen. Für LWP liegen die Investitionskosten im Vergleich mit GBW, wenn man deren Anschlußkosten nicht vergisst
...Lieber mehr Speicher, der für diese Art der Nutzung optimiert ist, bei geringeren Temperaturen, als einen Standardspeicher mit hohen Temperaturen.
Das ist korrekt.

v.g.
 
K

kubus

Die Frage ist demnach, wie weit kommt man mit 175L Warmwasser...?
Das dürfte bei jedem anders sein, aber als Anhaltspunkt kannst du ja mal deine letzte Wasserabrechnung heraussuchen und den durchschnittlichen Gesamtverbrauch pro Tag ausrechnen. Da ist dann zwar auch das kalte Wasser dabei, aber man hat zumindest schon mal eine grobe Richtung.
 
Musketier

Musketier

Das dürfte bei jedem anders sein, aber als Anhaltspunkt kannst du ja mal deine letzte Wasserabrechnung heraussuchen und den durchschnittlichen Gesamtverbrauch pro Tag ausrechnen. Da ist dann zwar auch das kalte Wasser dabei, aber man hat zumindest schon mal eine grobe Richtung.
Wenn Sonntag großer Badetag für alle Familienmitglieder ist, dann bringt der Durchschnitt gar nichts.
 
Z

ZePetrator

Hallo zusammen,
ich hole den Thread mal wieder hervor, da ich für eine Frage nicht extra einen neuen eröffne wollte.
Für unsere 148 qm Stadtvilla plant das Bauunternehmen einen Erdwärmepumpe Weishaupt wwp S6 IDT mit integriertem 170 Liter Warmwasserspeicher und Pufferspeicher. Reichen die 170 Liter für einen 4 Personen Haushalt oder könnte das knapp werden?
 
R

ReinerIV

Lieber ZePetrator

Diese Frage hatten wir uns auch gestellt...und mit Freunden und Bekannten diskutiert.

Als Antwort gibts eine extrem große Bandbreite

Eine Lösung könnt Ihr anhand von Kennzahlen (a) und techn. Randbedingungen/Komfortanforderungen (b) abschätzen &mit Eurem vertrauenswürdigen TGA Fachmann abstimmen.

a) Kennzahlen
-Wasserrechnung aus dem Vorjahr ohne Gartenwasser
davon ca 30% als Warmwasserbedarf ansetzen
=> Wassermenge pro Tag

- Energieverbrauch / Warmwasser vom Vorjahr
=> Energiemenge für Erwärmung pro Tag

- morgens wirds bei 4 Personen leicht hektisch, wenn der Nachwuchs im gewissen Alter länger als 15 Minuten duschen möchte ... 2 Badezimmer vorhanden ??
=> Spitzenlast in Liter/Minute die geliefert werden muss

- Badewanne eingeplant ??
das sind dann je nach Design 100 bis 250 Liter bei 42 Grad die schnell geliefert werden müssen

b) Komfort
- soll es eine Warmwasserumlaufpumpe geben
xx Sekunden bis Warmwasser im 3. Stock aus dem Hahn sprudelt??
=> Leerlaufverluste einplanen

- wie heiß möchte der "Koch" das Wasser aus dem Küchenhahn haben (das haben wir uns abgewöhnt, weil zu teuer, ein kleiner Wasserkocher ist im betrieb deutlich preiswerter)
bei vielen kleinen Zapfmengen wird ca 80% Kaltwasser "weggeworfen" ehe wirklich nutzbares Warmwasser für die Küche ankommt.

- soll das Wasser zum Duschen nahezu gebrauchsfertig aus dem Hahn kommen ( ca 35 Grad), oder soll der Mischer/Thermostat. Kaltwasser ( siehe Kommentar vom anderen Beitrag)

- Achtung bei der Auswahl der Regelung: beim Sommerbetrieb kann bei manchen Anlagen/Regelungen viel Wärme ungenutzt "verdampfen".

- der 170L Speicher liefert nicht 170l Warmwasser!!
bei vielen kleinen Mengen der Entnahme mischt sich das warme restwasser mit dem zuströmenden Kaltwasser
Ergebnis: Mischtemperatur für die nächste Entnahme
und nicht die Ausgangstemperatur VOR der Entnahme.
Diesen Effekt haben auch ausgeklügelte Schichtenspeicher, nur ist der hier deutlich weniger.
Die Max. Entnahmemenge wird bei der Entnahme in einem Zug gemessen; das entspricht aber nicht der privaten Praxis über den Tag hinweg.

hoffe das Brainstorming regt Eure Diskussion in der Familie und mit dem TGA-Planer etwas an und ihr fühlt Euch später wohl mit der Warmwasserversorgung.

Bei uns (2 Erw. 3 Heranwachsende) hat das nach etwas Eingewöhnung super funktioniert. Unsere Nachbarn haben ca den doppelten Energieverbrauch für Warmwasser... und sind auch glücklich damit...
 
Zuletzt aktualisiert 02.12.2021
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