Radonschutz-Maßnahmen

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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zu Radonschutz-Maßnahmen, nachdem ich von Fachleuten unterschiedliche Meinungen gehört habe.

Ich habe gelesen, dass in Radonvorsorgegebieten bestimmte Schutzmaßnahmen empfohlen werden. Auch habe ich im Internet eine Karte gefunden, mit Werten für ganz Deutschland. Aber ich habe keine Info gefunden, ab welchem Wert man von einem Radonvorsorgegebiet spricht. Somit weiß ich nicht, ob unsere Gegend überhaupt darunter fällt.

Außerdem würde mich interessieren, ob hier jemand Radonschutzmaßnahmen getroffen hat und wenn ja, welche.

Vielen Dank & Grüße
 
Unser bester Schutz ist die Vorliebe für frische Luft. Die Fenster sind eigentlich immer offen, im Winter wird viel Stoßgelüftet.

Der Anteil im Boden ist nur ein Faktor von mehreren. Entscheidend ist wie viel Strahlungsbelastung Du im Haus hast. Radon ist ein Teil der Zerfallskette von Uran und hat eine Halbwertszeit von wenigen Tagen. Die Strahlung ist eine alpha-Strahlung, die unsere Haut kaum durchdringt. Nur im Körper selbst ist diese in höherer Konzentration kritisch (wie man seit dem Polonium Attentat auf Litvinenko weiß). Du kannst im Haus ja mal messen. Dann weisst Du woran Du bist.

Hier ein paar Hinweise:
1. Je weiter der Raum von der Erdoberfläche entfernt ist, desto geringer die Strahlungsbelastung.
2. Je undurchlässiger der Boden ist, desto weniger Radon "will" ins Haus.
3. Je höher das Flächengewicht des Hauses, desto höher der Diffusionsdruck für Radon. In einem Keller eines Hochhauses ist die potenzielle Belastung viel höher als in einem Erdgeschoss eines Fertighauses.
4. Entscheidend für eine Gesundheitsgefährdung ist die Menge der Strahlung (Sievert) über die Zeit. Das ist in jedem Haus etwas anders.
5. Wenn Du Strahlung baulich minimieren willst, dann verwende wenig Beton - denke dabei auch an die Dacheindeckung.
6. Übertreiben der Maßnahmen ist teuer.

Thema "Angst vor Strahlung" - wir können uns im Internet inzwischen vor allen Dingen Angst anlesen. Es gibt Stimmen, die sagen, dass Radonbelastung nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs sei. Die Radon-Lungenkrebs-Thematik kommt erst auf, seit wir so alt werden und manche frühe Todesursache medizinisch in den Hintergrund gedrängt haben. Ein Auge darauf zu haben ist sicher kein Fehler, sich in Sorge hineinzusteigern macht nur anfällig für diejenigen, die von den Horrorszenarien profitieren - da wächst ein Markt.
 
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Ich hab das mal bei einer Folge "Zuhause im Glück" gesehen. Die haben im Haus Werte gemessen, die waren hoch, da das Haus in den Hang gebaut war. Ich glaube, sie haben eine Art Lüftung eingebaut.
 
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Vielen Dank für Eure Antworten.
Da sich auch das Bundesamt für Strahlenschutz mit dem Thema befasst, vermute ich, dass es nicht nur Panikmache von Scharlatanen ist.
Wie gesagt, die Frage ist sicherlich, welche Gebiete von den genannten Maßnahmen betroffen sind.
 
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Wenn man sich das durchliest ist vieles Standard und Radon sollte ehr in Altbauten als in modernen Neubauten ein Thema sein
 
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