ᐅ Kostenschätzung Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung in Hessen
Erstellt am: 12.12.23 21:33
BackSteinGotik 31.01.24 12:35
ChriLenaMZ schrieb:
Ich habe jetzt schon öfter die Zahl 2.500 - 3.000 €/m2 für die Kalkulation pauschaler Baukosten hier im Forum gelesen. Aber nirgends steht, was diese beinhalten. Sind das die reinen Baukosten? Sind Baunebenkosten dabei schon inkludiert? Außenanlage? Grundstück? Könnte mich da jemand aufklären, wie man diese pauschale Zahl lesen muss?Das dürfte nicht wirklich "normiert", deswegen auch ehr unscharf und allgemein nur ein grober Orientierungswert sein .Es geht um die Baukosten - d.h. das Grundstück und dessen Kaufnebenkosten sind da klar außen vor. Entsprechend auch die individuellen Außenanlagen und Bodenarbeiten. Baunebenkosten im Sinne der Anschlusskosten, die ja entsprechend für jedes Gebäude anfallen, sehe ich da ebenfalls nicht.
Ist also eher das, was dir der Verkäufer eines GU so zuerst für das Haus vorrechnet, plus der Summe für die Aufbemusterungen die später noch dazukommen. Dabei kann man natürlich wieder diskutieren, ob Malen & Böden da nun drin sind oder nicht. Es ist für mich der Preis für das komplette Haus ohne Küche auf der sandigen Fläche auf dem Grundstück, ohne alles drumherum.
Es bleibt eine gute erste Abschätzung, mehr aber auch nicht. Und du kannst es als Orientierung nehmen, ob ein dir genannter Preis vollständig ist, oder ob da im weiteren Prozess neue Summen auftauchen, die man aus verkaufstaktischen Gründen lieber salami-mäßig an den Kunden bringen möchte. Sprich - wenn du da bei 2000€/m² bist, lohnt sich der Blick in die Bauleistungsbeschreibung um festzustellen, was du dafür nun kriegst, in welcher Qualität und was eben nicht dabei ist.
Der schnelle Überschlag hat dann die Form: Grundstück plus Kaufnebenkosten + (Wohnfläche Haus * z.B. 3000€)*1,25. Da sind Baunebenkosten pauschal als 25% der Hauskosten angenommen, ebenfalls einer dieser Daumenwerte..
ypg 31.01.24 13:28
ChriLenaMZ schrieb:
Ich habe jetzt schon öfter die Zahl 2.500 - 3.000 €/m2 für die Kalkulation pauschaler Baukosten hier im Forum gelesen. Aber nirgends steht, was diese beinhalten. Sind das die reinen Baukosten? Sind Baunebenkosten dabei schon inkludiert?Eher 3000-3500€… (2500€ bei einem sehr Günstigbauer mit viel Eigenleistung)BackSteinGotik schrieb:
Es bleibt eine gute erste Abschätzung, mehr aber auch nicht.So ist es. Und das bezieht sich dann auch nur auf ein Standard-Haus, verputzt, nicht kfw40 oder 10qm Photovoltaik.Alle Extras, von High-End-Produkten gar nicht zu reden, sondern nettere Treppe, Panoramafenster etc. lassen den Durchschnitts-Qm höher werden, auch Region bzw. Nord-Süd-Gefälle spielt eine Rolle.
Jentopa 27.02.24 16:06
je größer dein Haus, desto geringer die Kosten pro m². Positionen wie "Baustelle einrichten" fallen nur 1malig an und sind unabhängig der Größe.
wir sind all-in (also inkl. Baunebenkosten) bei knapp 3.200€/m² gelandet für KfW55 Standard ohne Photovoltaik, Kamin oder "smart home" in Rhein-Main. Eingezogen im August letzten Jahres. Außenanlagen sind bis auf die Zufahrt und die Terrasse noch nicht fertig, da die Kostenschätzung des Architekten, trotz klarer Kommunikation, völlig daneben ging und uns schlichtweg das Geld für Weiteres fehlt.
Die von genannten 3-3.5€ ohne Eigenleistung und Schnickschnack passen - zumindest in unserem Fall.
Wie so oft (und hier auch schon mehrfach gesagt) hängt vieles von deinen Ansprüchen ab. Wir hätten sicherlich auch 50.000€ günstiger oder teurer bauen können und es wäre 99% unserer Besucher nicht aufgefallen und hätten das Haus auch nicht besser oder schlechter gemacht.
wir sind all-in (also inkl. Baunebenkosten) bei knapp 3.200€/m² gelandet für KfW55 Standard ohne Photovoltaik, Kamin oder "smart home" in Rhein-Main. Eingezogen im August letzten Jahres. Außenanlagen sind bis auf die Zufahrt und die Terrasse noch nicht fertig, da die Kostenschätzung des Architekten, trotz klarer Kommunikation, völlig daneben ging und uns schlichtweg das Geld für Weiteres fehlt.
Die von genannten 3-3.5€ ohne Eigenleistung und Schnickschnack passen - zumindest in unserem Fall.
Wie so oft (und hier auch schon mehrfach gesagt) hängt vieles von deinen Ansprüchen ab. Wir hätten sicherlich auch 50.000€ günstiger oder teurer bauen können und es wäre 99% unserer Besucher nicht aufgefallen und hätten das Haus auch nicht besser oder schlechter gemacht.
11ant 27.02.24 17:27
Jentopa schrieb:
da die Kostenschätzung des Architekten, trotz klarer Kommunikation, völlig daneben gingMagst Du das näher erläutern ? Jentopa 27.02.24 17:49
11ant schrieb:
Magst Du das näher erläutern ?Um eine (einigermaßen) stabile Kostenschätzungen und Angebote zu erhalten, haben wir unsere Vorstellungen geäußert. Für die Außenanlagen sah das bspw. die Herstellung von Terrasse und Zufahrt mit Absteckung, Einfriedung mittels Doppelstabmatte, Tor und Rasen vor. Dabei sind wir so klar wie möglich vorgegangen, z.B. durch Vorgabe der Zaunhöhe-/Länge und des Terrassenbelags bzw. Ausschluss von Materialien (kein Rasengitter oder diese Hundeknochen als Pflastersteine). Der Architekt kannte natürlich die Örtlichkeit und die entsprechenden Herausforderungen.Im Prinzip lag alles (also Maße, Menge, Größe und Material) bis auf die konkrete Marke/ Hersteller vor, um in die Ausschreibung zu gehen.
11ant 27.02.24 18:57
Jentopa schrieb:
Im Prinzip lag alles (also Maße, Menge, Größe und Material) bis auf die konkrete Marke/ Hersteller vor, um in die Ausschreibung zu gehen.Bei Radio Eriwan folgt nach "im Prinzip ja" immer noch der interessantere zweite Teil der Antwort [hheh] - wo hakte es also ?Ähnliche Themen