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ᐅ Kaufvertrag Grundstück - Kontamination


Erstellt am: 25.05.2022 08:22

gregman22 25.05.2022 08:22
Liebe Community,

ich befinde mich in der notariellen Vertragserstellung für den Kauf meines Grundstücks.
Eckdaten: ca. 1000m2, Altbestand, Bauplan vorhanden

Zuvor hat dort ein Mann als Nomade gelebt. Er hat das Grundstück zuwuchern lassen und gleichzeitig versucht, unabhängig zu leben. Deshalb hat er 6 Öltanks (1-2 im Keller, Rest im Haus verteilt) installiert. Laut Makler wurden alle Öltanks fachmännisch aufgeschnitten und die Inhalte gereinigt. Das heißt es werden "nur" Mehrkosten für die Entsorgung der Tanks entstehen.

Bislang haben sich nirgends Anomalien gezeigt..
Ich würde gerne trotzdem dafür sorgen, dass ich vor unvorhersehbaren Problemen geschützt bin. Deshalb war meine Idee, im Kaufvertrag eine Klausel zur Rückabwicklung mit dem Verkäufer zu verhandeln. Dort sollte eine nachträglich festgestellte Kontamination des Bodens als Fall genannt werden.
Was haltet ihr davon? Ist das gängig und realistisch?

Abschließend eine andere unabhängige Frage:
Entlang des Grundstückes befindet sich eine alte überirdische Stromleitung. Siehe Bild. Diese erschloss einst mein Altbau-Haus (heute nicht mehr notwendig) und bis heute noch ein Haus auf der anderen Straßenseite. Nachdem ich diese Leitung nicht mehr benötige, würde ich gerne bis zur nächsten Stütze die Leitung entfernen lassen (siehe vorne links).
Habt ihr damit Erfahrungen und mit welchen Kosten ist zu rechnen? Läuft dies über den Stromerzeuger, oder über das Bauamt?

Vielen Dank!



Neubau2022 25.05.2022 08:43
gregman22 schrieb:

Liebe Community,

ich befinde mich in der notariellen Vertragserstellung für den Kauf meines Grundstücks.
Eckdaten: ca. 1000m2, Altbestand, Bauplan vorhanden

Zuvor hat dort ein Mann als Nomade gelebt. Er hat das Grundstück zuwuchern lassen und gleichzeitig versucht, unabhängig zu leben. Deshalb hat er 6 Öltanks (1-2 im Keller, Rest im Haus verteilt) installiert. Laut Makler wurden alle Öltanks fachmännisch aufgeschnitten und die Inhalte gereinigt. Das heißt es werden "nur" Mehrkosten für die Entsorgung der Tanks entstehen.

Bislang haben sich nirgends Anomalien gezeigt..
Ich würde gerne trotzdem dafür sorgen, dass ich vor unvorhersehbaren Problemen geschützt bin. Deshalb war meine Idee, im Kaufvertrag eine Klausel zur Rückabwicklung mit dem Verkäufer zu verhandeln. Dort sollte eine nachträglich festgestellte Kontamination des Bodens als Fall genannt werden.
Was haltet ihr davon? Ist das gängig und realistisch?

Abschließend eine andere unabhängige Frage:
Entlang des Grundstückes befindet sich eine alte überirdische Stromleitung. Siehe Bild. Diese erschloss einst mein Altbau-Haus (heute nicht mehr notwendig) und bis heute noch ein Haus auf der anderen Straßenseite. Nachdem ich diese Leitung nicht mehr benötige, würde ich gerne bis zur nächsten Stütze die Leitung entfernen lassen (siehe vorne links).
Habt ihr damit Erfahrungen und mit welchen Kosten ist zu rechnen? Läuft dies über den Stromerzeuger, oder über das Bauamt?

Vielen Dank!


[ATTACH alt="Bildschirmfoto 2022-05-25 um 08.20.25.png"]72119[/ATTACH]

Erste Frage. Gab/gibt es mehr Interessenten für das Grundstück? Wenn ja, wird eine Nachverhandlung zum Nachteil des Verkäufers eher unrealistisch. Wie viel Zeit hast Du noch? Könntest du nicht einfach ein Baugrundgutachten durchführen? Gerne ein ausführlicheres. Würde, denke ich, 2-3 T€ kosten und du hast Deine Sicherheit.

WilderSueden 25.05.2022 08:51
Wir reden immer noch von dem Grundstück im münchener Umland für 1,5 Millionen das eigentlich fast unmöglich zu bekommen ist?
Da würde ich nicht lange rumverhandeln. Zum einen könnte das Grundstück sonst weg sein, zum anderen ist das finanzielle Risiko im Vergleich zum Gesamtbudget eher überschaubar

gregman22 25.05.2022 09:01
Ja, wir sprechen genau von diesem Grundstück.
Ich habe mich gegen 4 andere konkrete Kaufinteressenten durchgesetzt.

Wir haben bereits die Zusage erhalten. Dennoch möchte ich mich vor solch einer unvorhersehbaren Grundstückseigenschaft absichern, da diese den Wert natürlich mindern könnte. Zeit für ein detailliertes Gutachten werden wir vermutlich nicht haben.

Ich fühle mich einfach unwohl dabei, den Kaufvertrag bedingungslos zu unterschreiben. Es geht mir lediglich um diesen einen Punkt. Alle anderen Risiken konnte ich mit Architekt u. Co ausschließen.

gregman22 25.05.2022 09:02
WilderSueden schrieb:

Wir reden immer noch von dem Grundstück im münchener Umland für 1,5 Millionen das eigentlich fast unmöglich zu bekommen ist?
Da würde ich nicht lange rumverhandeln. Zum einen könnte das Grundstück sonst weg sein, zum anderen ist das finanzielle Risiko im Vergleich zum Gesamtbudget eher überschaubar

Du sprichst von einem überschaubaren Risiko. Wie kommst du zu der Aussage? Hast du einen Erfahrungswert im Falle einer Kontamination?

WilderSueden 25.05.2022 09:36
Konkrete Erfahrung habe ich nicht, ich hatte aber mal recherchiert da bei uns in der Gegend geogenes Arsen häufiger vorkommt. Das entsteht einfach bei natürlichen Zerfallsprozessen und ist eigentlich vollkommen ungefährlich solange man nicht tonnenweise Erde isst. Dummerweise zählt der Boden dann aber nicht mehr als Aushub sondern muss entsorgt werden. Ich habe ca 30k im Kopf. Kann dir aber nicht sagen ob das wirklich reicht, wir haben uns dann letztendlich (unter anderem deshalb) gegen den Keller entschieden und behalten den kompletten Aushub auf dem Grundstück.
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