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ᐅ Interpretation des Bodengutachtens


Erstellt am: 02.01.24 15:15

11ant 03.01.24 15:27
Schnubbihh schrieb:

Der GU wird die Leistung bei Bedarf anbieten, hat aber auch schon mitgeteilt, dass er nicht das konkurrenzfähigste Angebot machen kann und wir gerne auf einen separaten Erdbauer zugehen sollen.
Auauau - ich lese da inzwischen leider mehr als nur latent heraus, daß Du entgegen meines wichtigsten Mantras ohne Ausschreibung zum GU gekommen bist :-(

Schnubbihh 14.01.24 20:45
Erstes konkretes Angebot liegt vor:
(1) 60cm abtragen, dafür Frostschürze + Drainage
- Boden abtragen und entsorgen: 2.600€
- Boden auffüllen F1 und verdichten: 2.300€
- Drainage ums Haus inkl. Sickerschacht: 4.400€
- Frostschürze bzw. Streifenfundamente ausheben: 600€
Total: ca. 10.000€

(2) 150cm abtragen, dafür ohne Frostschürze + Drainage
- Boden abtragen und entsorgen: 6.500€
- Boden auffüllen F1 und verdichten: 6.300€
Total: ca. 12.800€

Meine Fragen:
(1) Gibt es aus Eurer Sicht einen qualitativen Unterschied zwischen den beiden Positionen oder sollte man hier ausschließlich nach Preis entscheiden?
(2) Wie tief fallen Streifenfundamente typischerweise aus und sind die immer einmal rund rum? Sprich, "erspart" man sich bei Option 2 überhaupt die Frostschürze oder sind Streifenfundamente auch immer mit Frostschürze gleichzusetzen?
(3) Kann man den Sickerschacht der Drainage ums Haus auch direkt als Überlaufschutz für die geplante Zisterne im Garten hernehmen?

11ant 14.01.24 23:54
Schnubbihh schrieb:

Erstes konkretes Angebot liegt vor:
... zwischen denen so viele Welten liegen, daß
entweder die Bieter die Ausschreibung schlampig gelesen haben bzw. Dich mindestens einer der beiden übers Ohr hauen will
oder Du an einem kompetenten Ausschreiber gespart hast.
Das sieht meine tote Oma ohne Brille, daß das nicht paßt.
Da hat ein Angebotsbot Schnipsel aus Deiner Anfrage zitiert und Preise dahintergeschrieben. Die Zockerstrategie ist, darauf zu setzen, daß Dir das Angebot zusagen wird, weil
- A: man der Bieter mit dem niedrigeren Einheitenpreis bei den Positionen ist oder
- B: man der Bieter mit dem niedrigeren Gesamtpreis ist oder
- C: man der Bieter mit mindestens einer Einzelposition ist, die ein Mitbewerber gar nicht ausgewiesen hat.
Willst Du eine teure Lernerfahrung machen oder ein Haus bauen ?
Falls letzteres, dann solltest Du das Ausschreiben ernster nehmen.

Schnubbihh 15.01.24 08:11
11ant schrieb:

... zwischen denen so viele Welten liegen, daß
entweder die Bieter die Ausschreibung schlampig gelesen haben bzw. Dich mindestens einer der beiden übers Ohr hauen will
oder Du an einem kompetenten Ausschreiber gespart hast.
Das sieht meine tote Oma ohne Brille, daß das nicht paßt.
Da hat ein Angebotsbot Schnipsel aus Deiner Anfrage zitiert und Preise dahintergeschrieben. Die Zockerstrategie ist, darauf zu setzen, daß Dir das Angebot zusagen wird, weil
- A: man der Bieter mit dem niedrigeren Einheitenpreis bei den Positionen ist oder
- B: man der Bieter mit dem niedrigeren Gesamtpreis ist oder
- C: man der Bieter mit mindestens einer Einzelposition ist, die ein Mitbewerber gar nicht ausgewiesen hat.
Willst Du eine teure Lernerfahrung machen oder ein Haus bauen ?
Falls letzteres, dann solltest Du das Ausschreiben ernster nehmen.

Dir ist bewusst, dass dies zwei verschiedene Alternativpositionen eines Anbieters sind?
Außerdem habe ich die Positionen aus dem Angebot hier grob zusammengefasst, für eine bessere Lesbarkeit.
Wie Du also auf Deine entsprechenden Rückschlüsse kommst, verstehe ich nicht ganz...

WilderSueden 15.01.24 08:52
Schnubbihh schrieb:

(3) Kann man den Sickerschacht der Drainage ums Haus auch direkt als Überlaufschutz für die geplante Zisterne im Garten hernehmen?
Bloß nicht. Überläufe gehören an den Regenwasserkanal, und zwar sowohl für die Zisterne als auch für die Drainage. Andernfalls läufst du das Risiko, dass bei Dauerregen das Wasser in deinem Sickerschacht steht und sich in die Drainage zurückstaut. Das ist aber genau der Fall, in dem man die Drainage braucht
Schnubbihh schrieb:


(1) Gibt es aus Eurer Sicht einen qualitativen Unterschied zwischen den beiden Positionen oder sollte man hier ausschließlich nach Preis entscheiden?
(2) Wie tief fallen Streifenfundamente typischerweise aus und sind die immer einmal rund rum? Sprich, "erspart" man sich bei Option 2 überhaupt die Frostschürze oder sind Streifenfundamente auch immer mit Frostschürze gleichzusetzen?
Als Laie frage ich mich, wo hier die Position ist, die Frostschürze zu betonieren. In Option 2 kann man direkt die Bodenplatte machen, in Option 1 sind nur Gräben für die Frostschürze. Da kommt also noch was drauf.
Eine Frostschürze hat übrigens keine statische Funktion, im Gegensatz zum Streifenfundament. Was du brauchst und wie tief das geht, sagt dir dein Architekt bzw. Bauingenieur.

Schnubbihh 15.01.24 09:48
WilderSueden schrieb:

Bloß nicht. Überläufe gehören an den Regenwasserkanal, und zwar sowohl für die Zisterne als auch für die Drainage. Andernfalls läufst du das Risiko, dass bei Dauerregen das Wasser in deinem Sickerschacht steht und sich in die Drainage zurückstaut. Das ist aber genau der Fall, in dem man die Drainage braucht
Bei uns gibt es keinen Regenwasserkanal; wir müssen auf dem Grundstück versickern.
WilderSueden schrieb:

Als Laie frage ich mich, wo hier die Position ist, die Frostschürze zu betonieren. In Option 2 kann man direkt die Bodenplatte machen, in Option 1 sind nur Gräben für die Frostschürze. Da kommt also noch was drauf.
Eine Frostschürze hat übrigens keine statische Funktion, im Gegensatz zum Streifenfundament. Was du brauchst und wie tief das geht, sagt dir dein Architekt bzw. Bauingenieur.
Ja, da hast Du recht. Das ist mir auch schon aufgefallen. Allerdings bin ich bisher davon ausgegangen, dass ein Streifenfundament (sofern tief genug) automatisch auch als Frostschürze gilt. Bin hier aber ähnlich wie Du auch nur Laie.
frostschürzedrainagestreifenfundamenteabtragensickerschachtverdichtenzisterneregenwasserkanal