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ᐅ Grundrissplanung Einfamilienhaus Bayern - Vorgehen Planung und Bau - Ratschläge

Erstellt am: 20.10.25 11:47
F
Frankjo
Hallo liebes Hausbau-Forum,

nachdem wir nun seit zwei Jahren fleißig hier mitlesen und seit einigen Monaten endlich ein Grundstück haben, wollen wir den von uns gezeichneten Grundriss vorstellen und unseren Plan bezüglich der weiteren Vorgehensweise beschreiben und um eure Meinungen und Ratschläge bitten.

Bebauungsplan/Einschränkungen
Größe des Grundstücks: 604 m²
Hang: Leichter Osthang, Gefälle etwa 1m auf 26m Grundstücksbreite, Straße auf der Südseite
Grundflächenzahl: 0,4
Geschossflächenzahl: ---
Geschossigkeit: Max. 2 Vollgeschosse erlaubt
Dachform: Flaches Sattel-/ Zelt-/ Walmdach (Pult-, oder Flachdach wären auch zulässig, werden von uns aber nicht bevorzugt)
Maximale Höhen/Begrenzungen: WH_max = 6,50, GH_max = 10m, DNG = 14°-44°

Anforderungen der Bauherren
Keller, Geschosse: Mit Keller, 2 Vollgeschosse, Massivbauweise
Anzahl der Personen, Alter: Familie mit 2 bis maximal 3 Kinder (Eltern ca. 30 Jahre)
Raumbedarf im EG, OG:
EG: Wohnbereich, zusätzliches Zimmer (Spiel-, Arbeits- oder Gästezimmer), Speisekammer, WC mit ausreichend Platz für Dusche
OG: Schlafzimmer, 2 Kinderzimmer, Bad, ggf. noch Abstellraum bzw. kleines Büro (aktuell nicht eingeplant)
Büro: Familiennutzung oder Homeoffice: Arbeitszimmer für Projektleiter und Homeoffice 2Tage/Woche
Schlafgäste pro Jahr: selten, ein Teil der Großeltern kommt aus Hessen
offene oder geschlossene Architektur: Im EG offener Wohn/Essbereich (mit Tür zum Flur), Rest abgeschlossen
konservativ oder moderne Bauweise: eher modern
offene Küche, Kochinsel: Derzeit offene Küche mit Kochinsel geplant
Anzahl Essplätze: 6-8 Plätze für größtmögliche Flexibilität
Kamin: Kamin ist angedacht aus atmosphärischen Gründen
Musik/Stereowand: nein
Balkon, Dachterrasse: nein
Garage, Carport: Garage mit Eingangsüberdachung

Hausentwurf
Von wem stammt die Planung: Eigener erster Entwurf
Persönliches Preislimit fürs Haus, inkl. Ausstattung: 675k Euro oberstes Limit für Haus + Garage. Außenanlagen würden später in Eigenleistung folgen.
favorisierte Heiztechnik: Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Pufferspeicher (Anschluss an Fernwärmenetz der Gemeine),
Energetischer Standard: KFW40, ggf. KF40 QNG

Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten
Könnt Ihr verzichten: Speisekammer
Könnt Ihr nicht verzichten: Spiel-, Arbeits- oder Gästezimmer im EG

Anbei der von uns erstellte Grundriss, sowie eine Übersicht über das Grundstück. Gebaut werden soll das Einfamilienhaus nächstes Jahr in Bayern / nahe Regensburg² und mir, meiner Frau und 2 (max. 3) Kindern Platz bieten.
Bezüglich Dachform tendieren wir aus optischen Gründen zu einem Walmdach, können uns aber zwecks Einsparpotenzial auch ein Satteldach vorstellen.
Im Erdgeschoss ist neben dem Wohn-/Essbereich noch ein zweites Zimmer vorgesehen, das erstmal als Spielzimmer dienen soll. Später wäre es dann möglich, ein 3. Kind unterzubringen und im Alter bei Bedarf nur das Erdgeschoss zu bewohnen. Deshalb auch die Dusche im EG-WC.
Ein Gedanke von uns ist, auf die Speisekammer zu verzichten und stattdessen die aktuell gerade Küchenzeile als L zu erweitern. Richtung Terrasse könnte man eine der Doppeltüren durch eine Schiebetür oder eine reine Glasfront ersetzen, um hinsichtlich Stellfläche / auf der Terrasse Kollisionen zu vermeiden. Die Terrasse soll mit einem festen Überbau überdacht werden.
Im Obergeschoss befinden sich die beiden Kinderzimmer, das Elternschlafzimmer und das Bad. Da die Schlafzimmer momentan noch sehr groß ausfallen, überlegen wir die Räume etwas zu verkleinern, um stattdessen noch ein kleines Büro vorzusehen.
Im Keller ist ein Technikraum für die Sole-Wasser Wärmepumpe inkl. Pufferspeicher, ein kleiner Werkraum, ein Abstellraum, sowie ein ausgebautes Gästezimmer (Belegung sehr selten) und ein Hobbyraum (z.B. für zukünftige Sauna) geplant.
Die Eingangstüre zum Haus haben wir bewusst frontal geplant, um die Garage etwas noch vorne versetzen zu können und die Einfahrt (aufgrund südlicher Straße) nicht noch länger werden zu lassen.

Erstmal ein paar grundsätzliche Fragen zu unserem Laien-Grundrissentwurf und der Kommunikation gegenüber dem Architekten
Was fällt euch auf den ersten Blick negativ/positiv auf?
Was würdet ihr anders / besser machen?
Würdet ihr dem Architekten zu Beginn unseren Laien-Grundriss zeigen (um möglichst direkt zum Wunschplan zu kommen) oder zunächst nur unsere Vorstellungen / Wünsche beschreiben (um diesen zunächst möglichst viel Gestaltungsfreiheit zu überlassen und komplette andere Ideen / Entwürfe zuzulassen, die uns am Ende noch besser gefallen)

Dann habe ich noch ein paar konkrete Fragen zur geplanten weiteren Vorgehensweise
Nachdem wir viel im Forum gestöbert, das Buch „Wir bauen ein Haus!“ gelesen und mit Freunden gesprochen haben, sind wir uns bezüglich der weiteren Vorgehensweise dennoch unschlüssig. Deshalb möchte ich im Folgenden unseren Plan beschreiben und freue mich über eure Rückmeldungen und Einschätzungen zur besten Vorgehensweise.
Um hinsichtlich der Auswahl des ausführenden General- oder Bauunternehmens möglichst flexibel zu sein und einen auf unsere Vorstellungen und der Grundstückssituation optimierten Plan umzusetzen, wollen wir die Objektplanung von einem freien Architekten durchführen lassen. Zunächst bis Leistungsphase 3 mit „Teigruhephase“ nach Leistungsphase 2, um dann direkt Angebote von Baufirmen / GU einzuholen und diese(n) mit der weiteren Abwicklung inkl. Detailplanung und Baugenehmigung zu beauftragen (mit Baubegutachtung in Leistungsphase 8), oder bei Zufriedenheit Leistungsphase 4 - 5 folgen zu lassen. Bei letzterer Variante könnte man anhand des genehmigten Ausführungsplans eine Baufirma / GU auszuwählen (Vorteil: Preisvergleichbarkeit, da Ausschreibungsgrundlage spezifischer und detaillierter? Nachteil: evtl. Einschränkungen oder Mehrkosten, weil Baufirma nicht entsprechend bauen kann / will?).
Bei kompletter Überzeugung vom Architekten und je nach erhaltenen Angeboten der Baufirmen / GU bestünde dann natürlich auch noch die Option diesen weiter mit einer Einzelvergabe und Bauaufsicht bis Leistungsphase 8 zu beauftragen. Deshalb werden wir bei der anfänglichen Wahl bereits darauf achten, dass dieser die komplette Bandbreite abdeckt. Allerdings vermute ich, dass diese Variante am Ende aufgrund der zus. Architektenkosten gegenüber „Baufirma / GU ab Leistungsphase 3 beauftragen“ die teuerste wäre?

2D-Grundriss eines Einfamilienhauses mit Wohnzimmer, Küche, Terrasse und Garage

Grundriss eines Mehrraum-Hauses mit Flur und Treppenhaus sowie mehreren Räumen.

Grundriss eines Hauses mit Flur, Treppenhaus, Elternschlafzimmer und zwei Kinderzimmer

Übersichtlicher Grundstücksplan mit Parzellen, Straßenzug und Grünflächen
W
wiltshire
20.10.25 15:39
Frankjo schrieb:

  • Was fällt euch auf den ersten Blick negativ/positiv auf?
  • Was würdet ihr anders / besser machen?
  • Würdet ihr dem Architekten zu Beginn unseren Laien-Grundriss zeigen (um möglichst direkt zum Wunschplan zu kommen) oder zunächst nur unsere Vorstellungen / Wünsche beschreiben (um diesen zunächst möglichst viel Gestaltungsfreiheit zu überlassen und komplette andere Ideen / Entwürfe zuzulassen, die uns am Ende noch besser gefallen)
Was auffällt:
  • Die Garage ist so gezeichnet, als sei sie in der Thermischen Hülle. Das sind Extrakosten bei Bau und im Betrieb, ergibt aber je nach abzustellenden Fahrzeugen Sinn.
  • Hausgröße mit Keller passen nicht zu gängigen aktuellen Baupreisen. Wie willst Du die Kosten je umbauten Raum so gering halten?
  • Im EG scheint ein Kamin eingezeichnet, der am Obergeschoss endet.
  • Die Fahrräder sind nur duech Garten oder Flur aus der Garage zu bewegen, ohne dass ein Auto gefährdet ist. (Dann lieber keine Garage und ein sicherer Stellplatz fürs Auto an der frischen Luft, oder in einem Carport.
  • Viele Räume im Keller ohne näher beschriebene Funktion - diese Räume sind die teuersten. Wenn Du sie willst, prima. Wenn Du da nur welche einzeichnest, damit die "Vollunterkellerung" auch mit Räumen gefüllt wird, verschwendest Du wertvolles Budget.
  • EG Anordnung gefällt mir grundsätzlich. Der Flur wird durch die Anbindung an die Garage recht groß (Kosten), Aus Sicht des täglichen Lebens ist das eine nette Idee.
Was ich anders machen würde:
  • Du schreibst nichts darüber, wie ihr leben wollt, nur worin. Daher habe ich keinen Orientierungspunkt, an dem ich etwas Sinnvolles beitragen könnte.
Laiengrundriss an Architekt?
  • Nein. Der Architekt muss euch kennen lernen, wie ihr gerne lebt, was ihr gerne macht, was ihr schön findet (idealerweise bebildert), wie ein typischer Tag in jeder Jahreszeit abläuft, was für Euch Lebensqualität bedeutet... Daraus macht er/Sie sich ein Bild und einen auf das GRundstück passenden Entwurf. Mit dem Vorentwurf kommuniziert ihr unklar und ein Architekt wird versuchen einzelne Elemente daraus zu verwerten, obwohl es anders vielleicht deutlich besser ginge.
    • Beispiel: Wir wolen gerne, dass unser Leben ineinem Raum mit offener Küche, Essbereich und Wohnbereich stattfinden kann. Im Sommer verlagern wir das Leben gerne auf die Terrasse. Im Wohnbereich präferieren wir eine gemütliche, eher geschützte Atmosphäre, am Esstisch und der Küche sollte besonders viel Tageslicht sein. Wir kochen gerne zu x Personen in der Küche, Backen ist ein besonderes Hobby. Hier sind ein paar Küchen, die uns gefallen, weil Aspekt 1,2,3. Sie arbeitet von Zuhause und will dabei nicht das Gefühl haben, im Abseits zu sein. Wir kennen Häuser mit einem Arbeitszimmer im Erdgeschoss, die uns gefallen haben und kommen in unseren Gedanken immer wieder darauf zurück...
Frankjo schrieb:

Um hinsichtlich der Auswahl des ausführenden General- oder Bauunternehmens möglichst flexibel zu sein und einen auf unsere Vorstellungen und der Grundstückssituation optimierten Plan umzusetzen, wollen wir die Objektplanung von einem freien Architekten durchführen lassen
Formuliert Eure Vorstellungen (siehe Beispiel). Bevor die nicht klar sind - und klar heißt in aller Regel auch schriftlich und bebildert - ergibt es keinen Sinn, einen Stift in die Hand zu nehmen - selbst wenn viele das tun und es vor lauter Vorfreude in den Fingern juckt.
andimann20.10.25 17:08
Moin,
interessant, euer Grundriss ist unserem von der groben Aufteilung her recht ähnlich. Unseren Grundriss findest du hier im Forum, vielleicht sind da noch gute Anregungen für euch dabei.

nur ein paar schnelle Anmerkungen:

  • Wenn ihr das Treppenhaus etwas nach links, etwa auf die Symmetrieachse des Hauses schiebt wird die Raumaufteilung deutlich harmonischer.
  • Die Kinderzimmer sind sehr groß, da reichen auch 16 qm. Ist aber super, dass die gleich groß sind!
  • Ein Kamin(ofen) an der Stelle nicht nicht nutzbar. Der verstellt den Laufweg und wenn der an ist, kannst da da nicht mehr gefahrlos vorbeigehen. Und am Esstisch wirst du gegrillt.
  • Vergesst die Garage hinten im Garten. Das kostet extrem viel Geld und vor allem habt ihr eine riesige Fläche, die quasi noch Verkehrsfläche ist und damit verloren ist. Stellt vorne and die Straße ein Carport oder eine Garage und damit ist die ganze Fläche zwischen Carport und Haus bereits "geschützter Garten"

Viele Grüße,

Andreas
F
Frankjo
20.10.25 17:31
Hallo zusammen,

vielen Dank schon mal für die schnellen Antworten und hilfreichen Einschätzungen.

Ich habe – soweit mit der Planungsapp möglich – bemaßte Grundrisse erstellt und beigefügt, wobei ich die linke Wand aufgrund der Anmerkungen hinsichtlich der Größe direkt um 20 cm eingerückt und den Kamin zunächst entfernt habe.

Ansonsten haben wir uns die Platzierung des Einfamilienhaus im Grundstück (es ist das rechte 604 m² Grundstück) genauso vorstellt, wie von @hanghaus2023 in Beitrag #5 angenommen (9m Abstand nach Süden, 7,5m nach Westen). Uns ist bewusst, dass sich dadurch eine lange Einfahrt ergibt, aber wir finden diese Variante schöner als vorne einen Carport zu platzieren - das haben wir mehrfach in der Nachbarsiedlung gesehen, gefällt uns aber nicht wirklich.

@wiltshire: War auch bereits ein Gedanke von uns anstatt des Laien-Grundrisses eine Art Projektbeschreibung mit unseren Vorstellungen, Hobbys und Lebensgewohnheiten zu erstellen und diese vorzulegen. Danke für dein Beispiel. Werde dies in der nächsten Woche angehen und anschließend teilen.

Auf welche Gesamtkosten würdet ihr dieses Bauvorhaben schätzen, und wie viel lässt sich z. B. durch eine Teilunterkellerung einsparen?
Wir haben bisher eine komplette Unterkellerung angedacht, um noch möglichst viel Garten im Süden und Westen zu haben, und nachdem ich immer wieder gelesen habe, dass eine Teilunterkellerung kaum Einsparpotenzial bietet.

2D-Grundriss eines Hauses mit Flur, Treppenhaus, Elternschlafzimmer und Kinderzimmern
11ant20.10.25 21:07
Nundenn, mit etwas mehr Zeit ein etwas ausführlicherer Senf:

Außer wenn man den Sinn der Weichenstellung nicht verstanden hat sollte man die Bauweise nicht bereits vorgeben. Und wie immer finde ich es unklug, so früh mit dem Zeichnen zu beginnen. Konzept und Vorentwurf wurden hier wieder einmal übergangen. Zunächst einmal mein Beileid zur Fernwärme: die Vorreiter-Ambitionen der Gemeinden in Sachen Grünwokeness sind der betrieblich-technischen Kompetenz ihrer Gemeindewerke in Heizkonzepten regelmäßig um mehrere Oktaven voraus. Betreutes Entwerfen (Bauherren helfen dem Planer mit dem Vorkauen der Zeichnungen auf´s Pferd) ist immer schlecht: ein Architekt, der das bräuchte, wäre und bliebe der falsche.

Wenn ein Bebauungsplan Bezugshöhen separat nach Haupt- und Ga/Cp Sonderbaufenster vorgibt, sollte man das tunlichst als Wink mit dem bleiernen Baseballschläger verstehen. Das ist eine klare Aussage, gemünzt auf die Einhaltung der mittleren Wandhöhen von Grenzgaragen. Eine Differenz von 50 bis 70 cm sagt hier sowohl etwas über das Ergebnis der 11ant Kellerregel voraus, als auch ist es eine eindeutige Kampfansage an die heißgeliebte Garagendurchgangstür. Zwei Dinge, die ein fitter Architekt sofort sieht, und zwar vor dem Eintritt in den Vorentwurf. Und daß Kamin und EH40 sich beißen, ebenfalls.

Mein Konzept setzt die Teigruhe aus gutem Grund zwischen die Module A und B, anstatt sie noch in das Modul A einzubeziehen (und dieses dann von den Leistungsphase 1 bis 3 zu spreizen): allein schon, weil die Weichenstellung sinnvoll nach der Leistungsphase 2 erfolgt und die Antworten auf Frage 2 der Weichenstellungs-Anfragerunde nicht selten dazu führen, die Leistungsphase 3 gar nicht auf den Leistungsphase 2-Vorentwurf, sondern auf eine der Alternativen aufzusetzen. Stammt der überzeugendste bewährte Gegenentwurf vom GU Meier, ist damit zwar weder automatisch das Rennen entschieden. Aber da den Meier-Entwurf mit Müller umzusetzen den wesentlichen Vorteil der Serienreife ad absurdum führte, ergibt sich hier regelmäßig eine Abruptio oder zumindest Zäsur des bis dahin vermuteten Verlaufes des Planungsprozesses. Denn die Anpassung des bewährten Gegenentwurfes wird bereits hier ein kooperativer Vorgang, anstatt allein auf dem Herd des Architekten zu köcheln.

Bereit und willens, statt bis nur einschließlich der Leistungsphase 3 auch weiter bis in die Leistungsphase 8 oder gar (beim selbstgenutzten Einfamilienhaus unsinnige Leistungsphase 9) zu gehen, sind weit mehr Architekten als auch dafür geeignet sind. Sich weiter mandatieren zu lassen, reicht daher als Positivkriterium bei der Wahl des Architekten allein noch nicht aus: er sollte schon Referenzen haben, die nicht auf die Kernaussage "er hat uns ein schickes Häuschen gemalt" reduzierbar sind - sondern erkennbar machen, daß seine Kostenschätzungen zielsicher sind. Christobal Colon wird als "Entdecker Amerikas" gesehen, ist damals seiner Überzeugung nach allerdings in Indien angelandet. Eine solche Impräzision beim Hausbau bedeutete einen schmerzhaften Nachfinanzierungsbedarf.
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M
MachsSelbst
21.10.25 12:10
Hm. Welche Fahrzeuge benötigen denn eine Garage in der thermischen Hülle des Hauses? Das ist affig teuer, allein schon wegen dem Tor, das ebenfalls Dämmeigenschaften haben muss... und bei aller Liebe, aber Old- oder Youngtimer sind bei dem Budget fürs Haus eher nicht zu erwarten.
Das Budget reicht eh nicht, vor allem nicht für KfW40 oder gar KfW40 QNG...

Außenanlagen in Eigenleistung. Seid ihr euch bewusst, was das für ein Aufwand ist? Zeitlich, körperlich und auch finanziell? 1m Gefälle klingt wenig. Aber wenn du das auf Level bringen willst, mit Schaufel und Schubkarre, dann musst du bei 600m², abzüglich Haus+Garage um die 450m²...
Dann musst du also um die 200m³ Erde bewegen. Das sind 2.000 randvoll gehäufte Schubkarren...
W
wiltshire
22.10.25 09:47
MachsSelbst schrieb:

Welche Fahrzeuge benötigen denn eine Garage in der thermischen Hülle des Hauses?
Wertvolle, alte Fahrzeuge stehen gerne gut klimatisiert. Wer das zu Hause stehen haben will, packt sie in eine klimatisierte Garage. Wer sie einfach nur zum Fahren abholt, stellt sie bei einem Dienstleister ab.
Aktuelle Gebrauchsfahrzeuge brauchen keine Garage, die stehen auch problemfrei draußen.
MachsSelbst schrieb:

und bei aller Liebe, aber Old- oder Youngtimer sind bei dem Budget fürs Haus eher nicht zu erwarten.
Ich erwarte erst mal gar nichts, denn die Welt ist bunt und bei Hobbys sprengen Enthusiasten schnell die Vorstellungskraft anderer und ob sich jemand etwas abgespart oder ererbt hat sieht man auch nicht. Der TE kann es ja klar stellen.
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