Hallo zusammen,
zur Zeit plane wir gemeinsam mit der Familie meines Bruders ein Doppelhaus zu bauen. Ein Grundstück in Ortsrandlage ist vorhanden, siehe Anhang.
Geplant ist ein Haus in Holzständerbauweise. Bevor wir einen Architekt für die Feinplanung aufsuchen, möchten wir zunächst selbst einen favorisierten Grundriss entwerfen und und so auch über die eigenen Wünsche klarer werden.
Da das unser erstes Haus ist, hoffen wir hier einige Anregungen zu unseren Ideen zu bekommen.
Die beiden Haushälften sollen im ersten Entwurf von der Grundfläche her spiegelsymmetrisch sein um den Hauskörper schlicht zu halten. Die Raumaufteilung kann prinzipiell voneinander abweichen, aufgrund von vergleichbaren Anforderungen ist diese aber ebenfalls spiegelsymmetrisch geplant. Die Grundrisse einer der beiden Hälften ist im Anhang skizziert.
Aber nun zu den Randbedingungen:
1. Bebauungsplan/Einschränkungen
-könnt Ihr verzichten: Kaminofen im Wohnzimmer, kleinere Grundfläche
5. Was ist die wichtigste Frage zum Grundriss in 130 Zeichen zusammengefasst?
Was haltet ihr von den gezeigten Grundrissen, insbesondere von der gewählten Raumaufteilung?


zur Zeit plane wir gemeinsam mit der Familie meines Bruders ein Doppelhaus zu bauen. Ein Grundstück in Ortsrandlage ist vorhanden, siehe Anhang.
Geplant ist ein Haus in Holzständerbauweise. Bevor wir einen Architekt für die Feinplanung aufsuchen, möchten wir zunächst selbst einen favorisierten Grundriss entwerfen und und so auch über die eigenen Wünsche klarer werden.
Da das unser erstes Haus ist, hoffen wir hier einige Anregungen zu unseren Ideen zu bekommen.
Die beiden Haushälften sollen im ersten Entwurf von der Grundfläche her spiegelsymmetrisch sein um den Hauskörper schlicht zu halten. Die Raumaufteilung kann prinzipiell voneinander abweichen, aufgrund von vergleichbaren Anforderungen ist diese aber ebenfalls spiegelsymmetrisch geplant. Die Grundrisse einer der beiden Hälften ist im Anhang skizziert.
Aber nun zu den Randbedingungen:
1. Bebauungsplan/Einschränkungen
- Grundstück: ca. 23 Ar
- Keine Hanglage, "Topfeben"
- Kein Bebauungsplan vorhanden, Nachbargebäude größtenteils 2-geschossig Gebäude in ähnlicher Größenordnung wie der gezeigte Entwurf. Grundstück in Ortsrandlage.
- Dachform: Satteldachm, Dachneigung ~45° (das ist hier Ortsüblich)
- Stilrichtung: Konservativ, Anlehnung an die ortsüblichen Bauernhäusern
- geplante Ausrichtung des Gebäudes: Ost-West
- Geschosse: Keller, zwei Ausgebaute Vollgeschosse, Kaltdach
- Personen: Je Familie bzw. Haushälfte 2 Erwachsene und 4 Kinder
- Raumbedarf: vgl. Planung
- Büro: Je Haushälfte ein Homeoffice-Zimmer
- Schlafgäste: 20/Jahr
- Tendenziell eher geschlossene Architektur mit halboffenem Wohn/Essbereich
- Bauweise: Konservativ, mit modernen Elementen
- Küche sollte vom Essbereich abtrennbar sein
- Essplätze: 8
- Kamin: Grundofen im Wohnzimmer
- Keine Stereowand
- Balkon im OG
- Keine Garage, kein Carport
- _Großer_ Nutzgarten hinter dem Haus
- OG und EG sollten teilbar und prinzipiell unabhängig voneinander sein, das Elternschlafzimmer zusammen mit dem Bad können dann zur Küche umgebaut werden. Wand in der die Wasserrohre verlaufen sind als begehbarer Schacht geplant.
- Do-It-Yourself Planung
- Wohnfläche: ca. ~90 qm/Etage und Haushälfte
- Was gefällt besonders: Einfacher Grundriss, einfache Außenform. Gleichmäßige Raumaufteilung der Kinderzimmer, Balkonzugang für drei der vier Kinderzimmer
- Preisschätzung: Keine vorhanden
- Persönliches Preislimit für Haus: ~400t€ ohne Grundstück pro Haushälfte
- Favorisierte Heiztechnik: Eigene Solaranlage mit Wärmepumpe
-könnt Ihr verzichten: Kaminofen im Wohnzimmer, kleinere Grundfläche
5. Was ist die wichtigste Frage zum Grundriss in 130 Zeichen zusammengefasst?
Was haltet ihr von den gezeigten Grundrissen, insbesondere von der gewählten Raumaufteilung?
Alternatives OG bei Ausgangs-EG:
Auch wenn es nicht so aussieht, die Kinderzimmer sind alle annähernd gleich groß mit etwa 14m². Find ich für ein Kinderzimmer voll ok. Leider nur noch 2 mit Balkonanbindung. Schwerpunkt hier auf ein funktionierenden Elternbereich bei gleichbleibendem Ausgangs-EG.
Alternativ mit Elternbereich im EG und kleinerem Hauswirtschaftsraum:

Problem hier der fehlende Garderobenbereich. Möglich wäre die Speisekammer als Schrankraum zu planen. Bin gespannt, was der richtige Architekt hier zaubert. Schönes Projekt!
PS: Fenster wurden erst mal komplett vernachlässigt.
Auch wenn es nicht so aussieht, die Kinderzimmer sind alle annähernd gleich groß mit etwa 14m². Find ich für ein Kinderzimmer voll ok. Leider nur noch 2 mit Balkonanbindung. Schwerpunkt hier auf ein funktionierenden Elternbereich bei gleichbleibendem Ausgangs-EG.
Alternativ mit Elternbereich im EG und kleinerem Hauswirtschaftsraum:
Problem hier der fehlende Garderobenbereich. Möglich wäre die Speisekammer als Schrankraum zu planen. Bin gespannt, was der richtige Architekt hier zaubert. Schönes Projekt!
PS: Fenster wurden erst mal komplett vernachlässigt.
Hallo zusammen,
hier ist ja richtig viel los, schon mal vorweg vielen vielen Dank für die konstruktiven Beiträge. Ich versuche einfach mal alle Fragen zu Beantworten, und hoffe dass ich nichts übersehen habe.
Möblierung werde ich nachtragen sobald ich dazu komme, ist aber vermutlich erst am Wochenende.
Aber zunächst einmal noch mal kurz was zu den Randbedingungen die wir im Hinterkopf hatten:
a) Alle Bäder/Küchen sind übereinander geplant um die Wasserinstallation einfach zu halten (und damit letztendlich die Kosten zu senken). Die Idee hinter dem Schacht war einfach die folgende: Der Platzbedarf sind ca. 2qm oder so, die Kosten dafür dürften sich in Grenzen halten, da lediglich der Rohbau etwas größer wird. Zusätzliche teure Wandflächen o.ä. fallen nicht an. Vorteil ist maximale Wartungsfreundlichkeit bei überschaubarem Aufwand. Aus dem Grund und damit nicht zwei Räume Anschluss zur Küche haben (Gerüche, Küche als Durchgang) ist die Küche auch wo sie ist. Außerdem sieht man dann immer, wer gerade kommt
b) Rastermaß sollten kommt tatsächlich von den 62,5 aus dem Holzbau. Hintergrund auch hier: Ein einfacher Baukörper mit wenig Maßlösungen spart Kosten. Das Grundstück ist groß genug mit sehr wenig Einschränkungen, sodass wir zumindest versuchen wollen das auszunutzen.
c) in den gezeigten Grundrissen ist oben Süden, d.h. die Kinderzimmer und das Wohnzimmer zeigen nach Süden und damit zum Garten
d) Richtung Süden waren einige der "Fenster" als Bodentiefe Türen geplant um die Fensterfläche zu erhöhen. Einschränkend hier wirkt, dass wir keine Rollläden sonder Klappläden wollen. Evt. kann das aber auch über verschiebbare Läden gelöst werden.
e) Gut denkbar ist für uns auch Ess und Wohnzimmer zu kombinieren und die Trennwände wegzulassen/rein optisch durch Regale oder den Kamin zu machen. Dann wirkt das auch größer.
Haustechnik ist wie richtig vermutet im Keller, sinnvollerweise unterhalb der Küche/Bad geplant. Die gezeigten Grundrisse sind die Grundrisse EINER Haushälfte, d.h. eine weitere Trennung findet nicht statt. Höchstens EG und OG wenn die Kinder aus dem Haus sind. Dann wird das jetzige Elternschlafzimmer im OG zur Küche.
Das Elternschlafzimmer hat wirklich kaum Platz für ein richtiges Bett, ist mir so noch nicht aufgefallen und tatsächlich ein großer Schwachpunkt. Falls der Grundriss so beibehalten werden soll, muss vermutlich das Elternbad gestrichen werden.
Der Vorschlag das Schlafzimmer nach unten zu verlegen gefällt mir im Prinzip gut, das Büro ist ein Lehrerzimmer ohne Publikumsverkehr. Nachteilig ist evt. dass die Kinder dann oben sind und Nacht die Treppe runtersteigen, sollte aber auch machbar sein. Kleinkinder können ja in den Hauswirtschaftsraum bis sie ein eigenes Zimmer haben. Dass das separate Elternbad wegfällt finde ich ertragbar.
hier ist ja richtig viel los, schon mal vorweg vielen vielen Dank für die konstruktiven Beiträge. Ich versuche einfach mal alle Fragen zu Beantworten, und hoffe dass ich nichts übersehen habe.
Möblierung werde ich nachtragen sobald ich dazu komme, ist aber vermutlich erst am Wochenende.
Aber zunächst einmal noch mal kurz was zu den Randbedingungen die wir im Hinterkopf hatten:
a) Alle Bäder/Küchen sind übereinander geplant um die Wasserinstallation einfach zu halten (und damit letztendlich die Kosten zu senken). Die Idee hinter dem Schacht war einfach die folgende: Der Platzbedarf sind ca. 2qm oder so, die Kosten dafür dürften sich in Grenzen halten, da lediglich der Rohbau etwas größer wird. Zusätzliche teure Wandflächen o.ä. fallen nicht an. Vorteil ist maximale Wartungsfreundlichkeit bei überschaubarem Aufwand. Aus dem Grund und damit nicht zwei Räume Anschluss zur Küche haben (Gerüche, Küche als Durchgang) ist die Küche auch wo sie ist. Außerdem sieht man dann immer, wer gerade kommt
b) Rastermaß sollten kommt tatsächlich von den 62,5 aus dem Holzbau. Hintergrund auch hier: Ein einfacher Baukörper mit wenig Maßlösungen spart Kosten. Das Grundstück ist groß genug mit sehr wenig Einschränkungen, sodass wir zumindest versuchen wollen das auszunutzen.
c) in den gezeigten Grundrissen ist oben Süden, d.h. die Kinderzimmer und das Wohnzimmer zeigen nach Süden und damit zum Garten
d) Richtung Süden waren einige der "Fenster" als Bodentiefe Türen geplant um die Fensterfläche zu erhöhen. Einschränkend hier wirkt, dass wir keine Rollläden sonder Klappläden wollen. Evt. kann das aber auch über verschiebbare Läden gelöst werden.
e) Gut denkbar ist für uns auch Ess und Wohnzimmer zu kombinieren und die Trennwände wegzulassen/rein optisch durch Regale oder den Kamin zu machen. Dann wirkt das auch größer.
Haustechnik ist wie richtig vermutet im Keller, sinnvollerweise unterhalb der Küche/Bad geplant. Die gezeigten Grundrisse sind die Grundrisse EINER Haushälfte, d.h. eine weitere Trennung findet nicht statt. Höchstens EG und OG wenn die Kinder aus dem Haus sind. Dann wird das jetzige Elternschlafzimmer im OG zur Küche.
Das Elternschlafzimmer hat wirklich kaum Platz für ein richtiges Bett, ist mir so noch nicht aufgefallen und tatsächlich ein großer Schwachpunkt. Falls der Grundriss so beibehalten werden soll, muss vermutlich das Elternbad gestrichen werden.
Der Vorschlag das Schlafzimmer nach unten zu verlegen gefällt mir im Prinzip gut, das Büro ist ein Lehrerzimmer ohne Publikumsverkehr. Nachteilig ist evt. dass die Kinder dann oben sind und Nacht die Treppe runtersteigen, sollte aber auch machbar sein. Kleinkinder können ja in den Hauswirtschaftsraum bis sie ein eigenes Zimmer haben. Dass das separate Elternbad wegfällt finde ich ertragbar.
creuter schrieb:
a) Alle Bäder/Küchen sind übereinander geplant um die Wasserinstallation einfach zu halten (und damit letztendlich die Kosten zu senken). Ich würde dringend raten, den Grundriss nicht danach zu planen, ob Du 3m KG-Rohr im Fußboden sparst. creuter schrieb:
Die Idee hinter dem Schacht war einfach die folgende: Der Platzbedarf sind ca. 2qm oder so, die Kosten dafür dürften sich in Grenzen halten, da lediglich der Rohbau etwas größer wird. Zusätzliche teure Wandflächen o.ä. fallen nicht an. Vorteil ist maximale Wartungsfreundlichkeit bei überschaubarem Aufwand. Aus dem Grund und damit nicht zwei Räume Anschluss zur Küche haben (Gerüche, Küche als Durchgang) ist die Küche auch wo sie ist. Außerdem sieht man dann immer, wer gerade kommt Was willst Du denn warten? Habt Ihr so viele Erdbeben, dass Ihr ständig Rohrbrüche habt? Ich halte die 2m² für völlig verschenkt und nutzlos. Im Gegenteil, es ist ein willkommener Rückzugsort für jede Menge Spinnen, Insekten und andere Krabbeltiere.creuter schrieb:
Falls der Grundriss so beibehalten werden soll, muss vermutlich das Elternbad gestrichen werden...Dass das separate Elternbad wegfällt finde ich ertragbar.Oh, das seh ich anders! Man stelle sich nur vor, wenn es 4 Mädchen sind, die alle früh in die Schule müssen und dann nur 1 Bad für alle auf der Etage. Was für ein Drama! creuter schrieb:
e) Gut denkbar ist für uns auch Ess und Wohnzimmer zu kombinieren und die Trennwände wegzulassen/rein optisch durch Regale oder den Kamin zu machen. Dann wirkt das auch größer.Ja, am besten man plant gleich einen großen Allraum, welcher m.E. viel besser an der zur anderen Hälfte abgewandten Seite des Hauses liegt. Auf die schnelle skizziert. Fenster nur beispielhaft, um die Beleuchtungsmöglichkeiten zu demonstrieren.
creuter schrieb:
…
a) Alle Bäder/Küchen sind übereinander geplant um die Wasserinstallation einfach zu halten (und damit letztendlich die Kosten zu senken). Die Idee hinter dem Schacht war einfach die folgende: Der Platzbedarf sind ca. 2qm oder so, die Kosten dafür dürften sich in Grenzen halten, da lediglich der Rohbau etwas größer wird. Zusätzliche teure Wandflächen o.ä. fallen nicht an. Vorteil ist maximale Wartungsfreundlichkeit bei überschaubarem Aufwand...Natürlich spart man, wenn man durchdacht Abflüsse zusammen legt. Deshalb gern Bäder übereinander, das aber hauptsächlich, um den Toilettenabfluss zentral und kostengünstig ohne viel Kurven einfach aus dem Haus zu bekommen. Bei allen anderen Leitungen spart man nichts ein, wo es sich lohnt, sich ein Korsett für einen vernünftigen Grundriss zu stricken.
Ich glaub, da steckt noch viel Wissen von den Eltern oder anderen älteren Generationen drin [emoji6]
Auch dieser Schacht muss folglich nicht sein. Klug ist es, einen Vetsorgungschacht für Leitungen aller Art zu haben. Der darf die Größe eines Kaminschacht haben und irgendwo zentral in der Nähe des TK-Raumes im Keller sein. Hat dann aber auch nichts mit dem Abwasser zu tun, den die werden direkt auf kurzem Wege aus dem Haus rausgeführt.
Ich würde ein WZ planen, welches alle Familienmitglieder gemeinsam nutzen können. Gib ihm Raum, wo Kinder spielen können und der Rest kommunizieren kann.
Eltern nach unten, gute Idee.
Kinder nachts in den Hauswirtschaftsraum? Das muss man mir erklären!
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