ᐅ Grundriss-Optimierung: schmales 148 m2 Einfamilienhaus auf 504 m2 Grundstück
Erstellt am: 10.12.25 22:58
11ant21.12.25 13:33
Drummer schrieb:
Anders als bei anderen Projektentwicklern, die teilweise bei Baufirmen angestellt zu sein scheinen, konnten wir die Baufirma in diesem Falle selbst wählen.Finanzämter dürfen nicht beraten, müssen jedoch Auskunft erteilen. Schildert also die Konstellation und fragt, ob in diesem Fall der Hauspreis in die Grunderwerbsteuer einbezogen wird. Ich bin mir sicher nein, aber meine Ansicht ist dabei nicht verbindlich.Drummer schrieb:
Vielen Dank @ypg und @11ant für die ausführlichen Warnungen zum Thema Eingeschossigkeit, auch in Bezug auf die Statik. Wenn meine Ansprechpartner aus dem Weihnachtsurlaub zurück sind, werde ich das klären. Virtus hat eigentlich viel Erfahrung mit dem Bau von genehmigungsfähigen eingeschossigen Häusern in Hamburg, mich wundert, dass sie beim Prüfen des Entwurfes nicht gemeckert haben.Zu meckern gibt es vermutlich auch nichts, aber ein Hinweis wäre angebracht gewesen. Die Planer kennen sich oft gut aus und wissen, daß die Kunden möglichst viel Stehhöhe haben wollen. Meine Vermutung geht dahin, daß eine maximale Ausschöpfung der Nichtvollgeschossigkeit ausgetüftelt wurde, die jedoch nur unter unveränderten Bedingungen funktioniert. Also, daß es rechnerisch so wie gezeichnet (mit Hängen und Würgen und quietschenden Reifen) kein Vollgeschoss ist, bis - und dieses Ereignis steht wohl noch aus - der Statiker sagt: "die in die Stirn gezogene Mütze geht nicht, ich brauche Giebelwände für die Mittelpfetten". Wenn man jedoch das Dach entwalmt und es zum Satteldach macht, kommen im Bereich der Dreiecke einige hundert Liter Raum hinzu und machen einen Strich durch die Rechnung des Nichtvollgeschossigkeitsnachweises. Als erfahrenem Planer und Planungskritiker schrillen daher bei mir die Alarmglocken, wenn ich die Kombination "Walm auf Kniestock" sehe und dann auch noch von "Nichtvollgeschossigkeit" lese.Es mag sein, daß das Dach für eine Nichtvollgeschossigkeit eventuell "nur" zwanzig Zentimeter tiefer gelegt werden muß, um es ohne Gefährdung der Nichtvollgeschossigkeit entwalmen zu können. Aber das macht dann eben traufennah die Stehhöhe "fast einen Kopf kürzer". Deshalb sei man stets auf der Hut vor der Ausreizung von Nichtvollgeschossen !
Da ist dann "vorprogrammiert", daß die Gefahr des Striches durch die Rechnung vor dem Senf des Statikers noch nicht erkennbar ist: das Dilemma lautet also "Baugenehmigung oder Statik ?", denn (nach meiner Einschätzung) könnte der Entwurf (gerade gerade gerade so) genehmigungsfähig sein, nur eben statisch nicht baubar; und wenn man das andere heilt, zerstört man das eine. Der mögliche Ausweg (entwalmtes / versatteltes Dach, allerdings tiefergelegt) kostet dann eben Stehhöhe. Ein magisches (Giebel)dreieck gewissermaßen. Die haben bei Virtus wohl keine Leute wie mich, regelrecht schlecht macht sie das aber noch nicht.
Drummer schrieb:
Virtus hat eigentlich viel Erfahrung mit dem Bau von genehmigungsfähigen eingeschossigen Häusern in Hamburg,In genau dieser Erfahrung wird der Hund begraben liegen - es wird eben auf des Messers Schneide mit dem Feuer gespielt; wenn man sich da verzockt, platzt die Rechnung wie eine Seifenblase.https://www.instagram.com/11antgmxde/
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Drummer22.12.25 21:41
11ant schrieb:
ob in diesem Fall der Hauspreis in die Grunderwerbsteuer einbezogen wird. Ich bin mir sicher nein, aber meine Ansicht ist dabei nicht verbindlich.Die Verträge waren in unserem Fall klar getrennt. Der Bescheid für die Grunderwerbsteuer ist bereits bezahlt und bezog sich nur auf das Grundstück.11ant schrieb:
Es mag sein, daß das Dach für eine Nichtvollgeschossigkeit eventuell "nur" zwanzig Zentimeter tiefer gelegt werden muß, um es ohne Gefährdung der Nichtvollgeschossigkeit entwalmen zu können. Aber das macht dann eben traufennah die Stehhöhe "fast einen Kopf kürzer".Wenn wir das Dach entwalmen müssten, wäre Absenkung des Kniestocks auf jeden Fall kein Weltuntergang. Gerade unsere letzte Grundriss-Idee (Beitrag #22) vereinfacht die Badplanung, da die Dusche, anders noch als in Beitrag #1, nicht mehr mit der Dachschräge kollidiert.ypg22.12.25 22:00
Drummer schrieb:
Gerade unsere letzte Grundriss-Idee (Beitrag #22) vereinfacht die BadplanungUff.. ich finde den überhaupt nicht diskussionswürdig: ein 2 Meter breites Büro, eine 160cm breite Diele, wo noch nicht einmal ein adäquat tiefer Garderobenschrank Platz hat.Raumspartreppe. Beim tieferen Kniestock passen dann auch giebelseitig die Fenster nicht.
Und wieder ein Raum mit einem Wurmfortsatz als Eingang, wer will denn so einen Raum gern begehen? Das Bad ist mit unter 2 Metern zu schmal - mit den entsprechenden Vorwänden gibt es kaum Bewegungsfläche.
Drummer24.12.25 12:49
ypg schrieb:
ich finde den überhaupt nicht diskussionswürdig: (...) eine 160cm breite Diele, wo noch nicht einmal ein adäquat tiefer Garderobenschrank Platz hat.Welche mindest-Flurbreite würdest du empfehlen? Die Breite von 1,63 m war ja bereits in den Entwürfen der Beiträge #1 und #9 vorhanden, mit dem Unterschied, dass in #1 nur ein 1,20 m breiter Geraderobenbereich Platz hatte und dieser in Beitrag #9, dem ursprünglichen Entwurf unseres Projektentwicklers, gänzlich fehlte. Insbesondere zu letzterem Entwurf (#9) sagte das Forum ja primär, dass es vermutlich nicht viel besser geht und wir am Ende vermutlich wieder dort landen werden. Insofern sehe ich unseren letzten Entwurf auf jeden Fall als einen Schritt in die richtige Richtung, besser 0,3 x 3 m Gardeobenfläche als garkeine, oder?Da ich meinen Entwurf aus Beitrag #22 aber natürlich weiterhin als optimierungsbedürftig ansehe, bin ich gespannt zu hören, wie es besser gehen könnte. 😉
ypg schrieb:
ein 2 Meter breites BüroDas Büro EG erfüllt meine Anforderungen tatsächlich relativ gut: Platz für einen Schreibtisch und ein ca. 1,80 m breites Schlagzeug. Größer geht natürlich immer, aber ein breiterer Raum würde vermutlich vor allem mehr Verkehrsfläche um das Schlagzeug herum bedeuten, welche ich nicht zwingend benötige.ypg schrieb:
Beim tieferen Kniestock passen dann auch giebelseitig die Fenster nicht.Ab wann, würdest du sagen, passen die Fenster nicht mehr?Ich bin erstmal weiter von 35° Dachneigung und 1,85 m Kniestock (wie in Beitrag #1) ausgegangen.
ypg schrieb:
Und wieder ein Raum mit einem Wurmfortsatz als EingangRichtig gut gefallen tut mir das auch nicht, mir fehlen aber leider die Ideen, wie es besser sich lösen lässt.Zumindest konnten wir die Anzahl nicht optimaler Zugänge verglichen mit Beitrag #1 um 50 % reduzieren, da waren es noch die Zugänge zu beiden Arbeitszimmern 🙂
ypg schrieb:
Das Bad ist mit unter 2 Metern zu schmalDas stimmt, hier hätte ich gerne etwas mehr Breite.Wie gesagt, ich finde, der Entwurf aus #22 macht ein paar Dinge besser als der Entwurf aus #1: etwas weniger verschachtelt, ein unpraktischer Zugang weniger, mehr Garderobe, keine Zimmertüren im Schmutzbereich des Hauseingangs, symmetrische Fensterlayouts zur Straße möglich.
Da es sicher noch besser geht, bin ich dankbar für Tipps, wie sich das erreichen lässt 🙂
(Und ja, wir haben schon sehr viel gezeichnet und geschoben, die Entwürfe, bei denen der Laufweg Küche-Essbereich durch das gesamte Haus führt, erspare ich euch aber besser an dieser Stelle ...)
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