Fenster Einbau korrekt? Schlagregendicht?

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Vielleicht habe ich auch einen falschen Blick dafür ...keine Ahnung
Wie es ja auch @hampshire und @rick2018 hier des Öfteren singen, hat man - "wie der Herr, so´s Gscherr" bzw. "wie man in den Wald hineinruft" einen gewissen Einfluß darauf, mit welcher Güteklasse Pappenheimer man es zu tun hat und wie sie sich verhalten. Ich denke daher nicht, daß Deine falsche Brille schuld sein muß, wenn Du positive Beispiele kennst.
 
Was ist das denn für ein Bauleiter, kein Architekt oder BauIng ?
Wir bauen mit einem ortsansässigen Bauunternehmen. Er war mal Zimmerer und Dachdecker, seit ~10 Jahren jetzt Bauleiter.

Für mich liest sich das eher so,als das der Bauherr an der falschen Stelle gespart hat. Mich würde nicht wundern, wenn es gar keine Ausführungsplanung gibt und der Bauleiter ggf. ein "Facharbeiter" vom vielleicht GU ist.

sorry, dass ist natürlich die berühmte Glaskugel.
Aber sowas gibt es nicht, wenn qualifizierte Fachleute Vorort sind.
Zumal das für das gesamte Bauwerk gilt und nicht nur für ein Gewerk bei dem gepfuscht wird.
Ob es eine Ausführungsplanung gibt habe ich noch nicht gefragt. Wir hatten gestern einen Termin mit einem Dachsachverständigen weil die Traufkonstruktion nicht den Fachregeln entspricht (erhebliche Wassersäcke durch eine zu hohe Keilbohle). Zwei Bauleiter und ein Dachdecker haben uns versichert, dass das Dach 50 Jahre dicht sei und es bei allen anderen Bauten mit flacher Dachneigung ebenso hergestellt werden würde (die bauen hier wirklich sehr viele Häuser und haben einen sehr guten Ruf). Ergebnis war, dass der Dachdecker wutentbrannt von der Baustelle verschwunden ist und wir uns weiter nett unterhalten haben. Ich bin mir sicher, dass uns das Bauunternehmen eine fachregelkonforme Lösung präsentieren wird.
Die Abdichtung der bodentiefen Fenster habe ich beiläufig angesprochen. Mündliches Ergebnis, SV sagt Schwachstelle sei seitlich zwischen Aluleiste und Rollladenschiene. Beide Bauleiter: "Da passiert nichts, Aluleiste bestellen wir immer von Werk dazu." Man müsse nicht gegen drückendes Wasser abdichten und da müsse sowieso eine Rinne hin. Nichtsdestotrotz Vorschlag 1: "Wir können ja die Aluleiste wieder abmontieren wenn die stört, dann kann das Wasser an der Rolladenschiene runter". Vorschlag 2 "Wir bohren einfach ein Loch in die Aluleiste an der Stelle der Rolladenschiene, damit dass Wasser dann abfließen kann."
Was mich stört ist, dass ich so langsam denke ich sei pedant. Auf der einen Seite glaube ich denen, dass die immer so bauen und nie Probleme haben weil die wirklich groß hier sind, viele Häuser hochziehen und man keine negative Reputation findet. Der Bauleiter ist wirklich immer telefonisch zu erreichen und beantwortet immer nett meine Fragen. Auf der anderen Seite habe ich keine Lust so viel Geld zu bezahlen und am Ende der dumme zu sein, gerade was die Dichtigkeit des Hauses betrifft, da man doch durch so viele Internetgeschichten etwas hellhöriger wird (zumindest ich).

Allein um besser schlafen zu können werde ich mich denke ich an einen Mauerwerk Gutachter wenden der Abdichtungen auch als Hoheitsgebiet hat. Fensterbauer SV ist leider nicht in der Nähe.
 
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Nach was will denn jemand eine Bauleitung machen, wenn keine Ausführungsplanung besteht. Dazu kommen Fachplaungen wie das Luftdichtheitskonzept,....

Aber wenn sowas nicht in Auftrag gegeben wird,...bei sowas muss sich Bauherr an die eigene Nase fassen. Der Job der Handwerker ist nicht die Planung sondern die Ausführung. Dann mit SV zu kommen,...der müsste auch erst mal nach der Planung als Grundlage fragen und welche Details der Handwerker bekommen hat.
Da kann man nur hoffen, dass der Handwerker zuvor Bedenken angemeldet hat und somit nicht die Kosten trägt, denn die kann er nur auf andere Bauherren abwälzen.

Die Schienen wurden sicherlich lose vom Hersteller geliefert, wie auch oft die Rollladenschienen. Die Hersteller wissen schon "warum",...
 
wenn keine Ausführungsplanung besteht
... macht jeder Handwerker, was er für richtig hält, und nach ihm die Sintflut. Dann kommt das nächste Gewerk, würde auch gerne machen was es für richtig hält, kann aber nicht mehr, weil im idealen Weg bereits etwas anderes liegt. Also muß es drumherum, drunter oder drüber. Das kostet mindestens Regiestunden und bringt oft auch noch Risiken bei irgendwelchen Wegstemmereien mit sich. Wir leben nicht mehr in 1980, wo eine Fußbodenheizung in jedem dritten Estrich der Gipfel der High Tech war, KWL noch nicht erfunden und in der Decke ein einziger Lampenauslaß je Zimmer war. Ein Haus von heute ist im Grunde ein bewohnbarer Vollautomat und ohne Leitungsführungsdokumentation im Wartungsfall ein ernstes Problem. Da kann man schon den Rohbau nicht mehr als improvisierte Jamsession laufen lassen. Das gilt nochmals verschärft für Schlauberger, die auf der Jagd nach dem letzten einsparbaren Cent auch noch eine nicht eingespielte Mannschaft zusammenstellen.
 
Nach was will denn jemand eine Bauleitung machen, wenn keine Ausführungsplanung besteht. Dazu kommen Fachplaungen wie das Luftdichtheitskonzept,....

Aber wenn sowas nicht in Auftrag gegeben wird,...bei sowas muss sich Bauherr an die eigene Nase fassen. Der Job der Handwerker ist nicht die Planung sondern die Ausführung. Dann mit SV zu kommen,...der müsste auch erst mal nach der Planung als Grundlage fragen und welche Details der Handwerker bekommen hat.
Da kann man nur hoffen, dass der Handwerker zuvor Bedenken angemeldet hat und somit nicht die Kosten trägt, denn die kann er nur auf andere Bauherren abwälzen.

Die Schienen wurden sicherlich lose vom Hersteller geliefert, wie auch oft die Rollladenschienen. Die Hersteller wissen schon "warum",...
Für mich gilt als selbstverständlich, dass man ein Haus nach einer (Ausführungs)Planung baut - eher als traurig anzusehen, wenn es sowas nicht gibt, da das Haus dann ja fast schon nicht vernünftig werden kann. Wenn der GU mir versichert alles sei so i.O. habe ich natürlich in erster Linie Vertrauen, ansonsten hätte ich nicht von Anfang an den GU gewählt. Nur manchmal fasse ich mir zu häufig an meine eigene große Nase und hinterfrage Dinge oder informiere mich über bestimmte Ausführungen. Die große Frage die man sich generell beim Bauen stellen muss ist, vertraut man auf die Meinung eines Handwerkers/GU, der versichert alles seit 10 Jahren so zu machen und alle seine Bauten so ausgeführt zu haben oder nicht.
Bin mir auf jeden Fall sicher, dass Ausführungsplanungen vorhanden sind, da der ein oder andere Handwerker son Ding dabei hatte. Aktuell möchte ich aber noch nicht weiter bohren, da die Traufkonstruktion aufgrund von Wassersäcken revidiert wird und dort alles neu gemacht werden muss. Ein anderes Thema...
Die Aluschienen unter den bodentiefen Fenstern sind vom GU werkseitig vormontiert gewünscht. Sie hätten mehrere Sachen ausprobiert und das sei die beste Lösung.

..... Das gilt nochmals verschärft für Schlauberger, die auf der Jagd nach dem letzten einsparbaren Cent auch noch eine nicht eingespielte Mannschaft zusammenstellen.
Das ist natürlich fatal.
 

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