ᐅ Erfahrungen bzüglich Asbest in Bodenbelag
Erstellt am: 11.07.25 17:49
robinrd11.07.25 17:49
Hallo zusammen,
es handelt sich um ein Haus mit Baujahr 1965, bei dem wir bislang im Erdgeschoss in einem Zimmer einen Laminatboden entfernt haben. Darunter kam dann ein vermeintlicher Vinyl-/PVC-Bodenbelag zum Vorschein. Da wir das Haus gerne auf Fußbodenheizung umrüsten möchten, soll dieser Bodenbelag ebenfalls entfernt werden.
Ein Handwerker hatte uns im Vorfeld gesagt (jedoch ohne genauere Begutachtung), dass der Bodenbelag nicht asbesthaltig wäre. In diesem Vertrauen haben wir den Bodenbelag daher bereits an einer Ecke angehoben und vom darunterliegenden Estrich abgelöst (blauäugig und dummerweise ohne jegliche Schutzausrüstung). Aufgrund des Aufbaus des Bodenbelags sind wir dann aber doch skeptisch geworden, ob hier nicht Asbest enthalten sein könnte.
Um es vorwegzunehmen, wir haben bereits ein Testkit für eine Laboranalyse bestellt. Bis dieses geliefert, die Probe eingesendet und das Laborergebnis verfügbar ist, wird es jedoch noch einige Tage dauern. Aufgrund der möglichen Faserfreisetzung sind wir nun leider sehr besorgt bzgl. unserer Gesundheit und den Konsequenzen für unser Sanierungsvorhaben, daher wären wir für eine erste fachliche Einschätzung sehr dankbar.
Wir haben leider keine Bilder gemacht und trauen uns aktuell auch nicht mehr ins Haus, daher versuche ich, die Situation möglichst genau zu beschreiben:
Der vermeintliche Vinyl-/PVC-Bodenbelag besteht aus zwei Schichten, einer geschäumten Dekorschicht in Holzoptik (ähnlich Mosaikparkett-Nachbildung) sowie einer dünnen, weißen Trägerschicht. Uns liegen hierzu leider keine sicheren Angaben vor, aber der Bodenbelag wurde vermutlich (nicht zwingend) mit dem Bau des Gebäudes im Jahr 1965 verlegt. Der Bodenbelag wurde als eine „große, durchgehende Bahn“ über den kompletten Raum (ca. 4 x 4 m) verlegt.
Es handelt sich um einen flexiblen Bodenbelag, der sich, ohne zu brechen, über die Gehebene zurückschlagen bzw. biegen lässt. Auch beim Abziehen des Bodenbelags vom Klebstoff sind keinerlei Stücke aus der Rückseite herausgebrochen und am Klebstoff haften geblieben. Die Rückseite besitzt auch keine papier-/pappartige oder spröde Struktur, sondern eine eher glatte Oberfläche. Beim Abziehen der Ecke ist der Bodenbelag durch die Haftung am Klebstoff von der Kante ausgehend ein Stück eingerissen (er lässt sich also einreißen, aber nicht brechen).
Weiterhin befindet sich ein Aufdruck auf der Rückseite, vermutlich der Herstellername bzw. das -logo. Da der Bodenbelag nur ein Stück abgelöst wurde, lässt es sich leider nicht richtig erkennen. Was jedoch klar zu lesen ist, ist das aufgedruckte Wort „Garantie“ in verschiedenen Sprachen.
Der Bodenbelag ist mit einem hellbraunen Klebstoff recht fest auf dem darunterliegenden Estrich verklebt. Es ist ein ziemlicher Kraftaufwand erforderlich, um den Bodenbelag abzulösen. Der Klebstoff ist tendenziell matt und ebenfalls nicht brüchig bzw. spröde. Er riecht leicht nach Lösungsmittel (soweit ich das beurteilen kann) und klebt noch ganz minimal an den Schuhen, wenn man darauf steht. Es ist jedoch weniger, als wenn man z.B. durch getrocknete Limonade auf dem Boden läuft (wer Kinder hat, kennt das vermutlich.
Aufgrund der Empfehlung aus anderen Threads würden wir uns speziell sehr über eine fachliche Einschätzung von freuen.
Vielen Dank und beste Grüße
es handelt sich um ein Haus mit Baujahr 1965, bei dem wir bislang im Erdgeschoss in einem Zimmer einen Laminatboden entfernt haben. Darunter kam dann ein vermeintlicher Vinyl-/PVC-Bodenbelag zum Vorschein. Da wir das Haus gerne auf Fußbodenheizung umrüsten möchten, soll dieser Bodenbelag ebenfalls entfernt werden.
Ein Handwerker hatte uns im Vorfeld gesagt (jedoch ohne genauere Begutachtung), dass der Bodenbelag nicht asbesthaltig wäre. In diesem Vertrauen haben wir den Bodenbelag daher bereits an einer Ecke angehoben und vom darunterliegenden Estrich abgelöst (blauäugig und dummerweise ohne jegliche Schutzausrüstung). Aufgrund des Aufbaus des Bodenbelags sind wir dann aber doch skeptisch geworden, ob hier nicht Asbest enthalten sein könnte.
Um es vorwegzunehmen, wir haben bereits ein Testkit für eine Laboranalyse bestellt. Bis dieses geliefert, die Probe eingesendet und das Laborergebnis verfügbar ist, wird es jedoch noch einige Tage dauern. Aufgrund der möglichen Faserfreisetzung sind wir nun leider sehr besorgt bzgl. unserer Gesundheit und den Konsequenzen für unser Sanierungsvorhaben, daher wären wir für eine erste fachliche Einschätzung sehr dankbar.
Wir haben leider keine Bilder gemacht und trauen uns aktuell auch nicht mehr ins Haus, daher versuche ich, die Situation möglichst genau zu beschreiben:
Der vermeintliche Vinyl-/PVC-Bodenbelag besteht aus zwei Schichten, einer geschäumten Dekorschicht in Holzoptik (ähnlich Mosaikparkett-Nachbildung) sowie einer dünnen, weißen Trägerschicht. Uns liegen hierzu leider keine sicheren Angaben vor, aber der Bodenbelag wurde vermutlich (nicht zwingend) mit dem Bau des Gebäudes im Jahr 1965 verlegt. Der Bodenbelag wurde als eine „große, durchgehende Bahn“ über den kompletten Raum (ca. 4 x 4 m) verlegt.
Es handelt sich um einen flexiblen Bodenbelag, der sich, ohne zu brechen, über die Gehebene zurückschlagen bzw. biegen lässt. Auch beim Abziehen des Bodenbelags vom Klebstoff sind keinerlei Stücke aus der Rückseite herausgebrochen und am Klebstoff haften geblieben. Die Rückseite besitzt auch keine papier-/pappartige oder spröde Struktur, sondern eine eher glatte Oberfläche. Beim Abziehen der Ecke ist der Bodenbelag durch die Haftung am Klebstoff von der Kante ausgehend ein Stück eingerissen (er lässt sich also einreißen, aber nicht brechen).
Weiterhin befindet sich ein Aufdruck auf der Rückseite, vermutlich der Herstellername bzw. das -logo. Da der Bodenbelag nur ein Stück abgelöst wurde, lässt es sich leider nicht richtig erkennen. Was jedoch klar zu lesen ist, ist das aufgedruckte Wort „Garantie“ in verschiedenen Sprachen.
Der Bodenbelag ist mit einem hellbraunen Klebstoff recht fest auf dem darunterliegenden Estrich verklebt. Es ist ein ziemlicher Kraftaufwand erforderlich, um den Bodenbelag abzulösen. Der Klebstoff ist tendenziell matt und ebenfalls nicht brüchig bzw. spröde. Er riecht leicht nach Lösungsmittel (soweit ich das beurteilen kann) und klebt noch ganz minimal an den Schuhen, wenn man darauf steht. Es ist jedoch weniger, als wenn man z.B. durch getrocknete Limonade auf dem Boden läuft (wer Kinder hat, kennt das vermutlich.
Aufgrund der Empfehlung aus anderen Threads würden wir uns speziell sehr über eine fachliche Einschätzung von freuen.
Vielen Dank und beste Grüße
ypg11.07.25 23:18
robinrd schrieb:
Wir haben leider keine Bilder gemacht und trauen uns aktuell auch nicht mehr ins Haus,Das ist doch albern. Ihr solltet wissen, dass Asbest nur gefährlich ist, wenn man das Produkt schädigt und die Fasern frei fliegen können.Geht da rein und macht Fotos, anstatt hier irgendetwas zu beschreiben, was nicht vor Euch liegt.
robinrd12.07.25 00:09
Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Die Thematik mit der Faserfreisetzung ist selbstverständlich bekannt. Wie beschrieben, ist der Belag leider bereits an einer Stelle eingerissen und vom Klebstoff abgelöst. Sollte also Asbest enthalten sein, sind die Fasern sehr wahrscheinlich im Raum.
Beste Grüße
Die Thematik mit der Faserfreisetzung ist selbstverständlich bekannt. Wie beschrieben, ist der Belag leider bereits an einer Stelle eingerissen und vom Klebstoff abgelöst. Sollte also Asbest enthalten sein, sind die Fasern sehr wahrscheinlich im Raum.
Beste Grüße
Asbestosteron12.07.25 15:03
robinrd schrieb:
Die Thematik mit der Faserfreisetzung ist selbstverständlich bekannt. Wie beschrieben, ist der Belag leider bereits an einer Stelle eingerissen und vom Klebstoff abgelöst. Sollte also Asbest enthalten sein, sind die Fasern sehr wahrscheinlich im Raum.Deine Frage ist analog zu "Kriegt man von einer Zigarette im Leben Lungenkrebs?"Wenn wir dir jetzt sagen, dass du durch durch deinen bisherigen und künftigen Aufenthalt im Haus 0,023% deiner Lungenkapazität eingebüßt haben wirst, was wirst du denn machen?
robinrd12.07.25 21:27
Tut mir leid, ich habe mich in meinem ursprünglichen Beitrag scheinbar missverständlich ausgedrückt.
Meine Frage zielte nicht auf mögliche Folgen im Falle einer Faserfreisetzung ab. Stattdessen hatte ich mir auf Basis der umfangreichen Expertise und Erfahrung in diesem Forum eine erste fachliche Einschätzung erhofft, ob der oben beschriebene Bodenbelag sowie der Klebstoff überhaupt Asbest enthalten (natürlich in der Hoffnung einer leichten Entwarnung).
Ich war heute nochmals vor Ort zur Probenahme, dieses Mal natürlich mit entsprechender Schutzausrüstung. Ich habe das bereits vom darunterliegenden Estrich abgelöste Stück in der Ecke vorsichtig abgetrennt und auch ein paar Bilder gemacht (der schwarze Untergrund ist eine Folie und soll nur der Kontrastverbesserung dienen). Zu erkennen sind:
- 2-schichtiger Aufbau (Bild 1)
- Dünne, lange Fasern an der Abrisskante, die sich entweder in der unteren Schicht oder evtl. auch zwischen den beiden Schichten befinden (Bild 2)
- Dekorschicht in Holzoptik (Bild 3)
- Bedruckte Unterseite und hellbrauner Klebstoff (Bild 4)
- Der Bodenbelag und auch der Klebstoff sind sehr elastisch und lassen sich, ohne zu brechen oder zu reißen, biegen bzw. knicken (Bild 5)
Interessant ist auch, dass der Bodenbelag zwar vollflächig auf dem Estrich verklebt wurde, allerdings nicht „flächendeckend“, wie ich es z.B. vom Verkleben eines modernen Parkettbodens kenne.
Vielen Dank für eure Unterstützung und beste Grüße





Meine Frage zielte nicht auf mögliche Folgen im Falle einer Faserfreisetzung ab. Stattdessen hatte ich mir auf Basis der umfangreichen Expertise und Erfahrung in diesem Forum eine erste fachliche Einschätzung erhofft, ob der oben beschriebene Bodenbelag sowie der Klebstoff überhaupt Asbest enthalten (natürlich in der Hoffnung einer leichten Entwarnung).
Ich war heute nochmals vor Ort zur Probenahme, dieses Mal natürlich mit entsprechender Schutzausrüstung. Ich habe das bereits vom darunterliegenden Estrich abgelöste Stück in der Ecke vorsichtig abgetrennt und auch ein paar Bilder gemacht (der schwarze Untergrund ist eine Folie und soll nur der Kontrastverbesserung dienen). Zu erkennen sind:
- 2-schichtiger Aufbau (Bild 1)
- Dünne, lange Fasern an der Abrisskante, die sich entweder in der unteren Schicht oder evtl. auch zwischen den beiden Schichten befinden (Bild 2)
- Dekorschicht in Holzoptik (Bild 3)
- Bedruckte Unterseite und hellbrauner Klebstoff (Bild 4)
- Der Bodenbelag und auch der Klebstoff sind sehr elastisch und lassen sich, ohne zu brechen oder zu reißen, biegen bzw. knicken (Bild 5)
Interessant ist auch, dass der Bodenbelag zwar vollflächig auf dem Estrich verklebt wurde, allerdings nicht „flächendeckend“, wie ich es z.B. vom Verkleben eines modernen Parkettbodens kenne.
Vielen Dank für eure Unterstützung und beste Grüße
ypg12.07.25 21:54
robinrd schrieb:
Basis der umfangreichen Expertise und Erfahrung in diesem Forum eine erste fachliche Einschätzung erhofft,Aber das widerspricht sich: Expertise nach Beschreibung. robinrd schrieb:
natürlich mit entsprechender SchutzausrüstungIch hoffe doch, dass Ihr sie fachgerecht entsorgt habt!Dann wartet erst einmal ab, was das Labor Euch sagt. Wie lange soll das dauern?
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