Hochbeet - Gemütlich gärtnern
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Hochbeet


Das Hochbeet ist eine besondere Variante, um Beetkultur zu betreiben. Üblicherweise sind Gartenbeete ebenerdig angelegt. Ein Hochbeet erhebt sich über das übliche Beetniveau hinaus. Und genau dadurch ergeben sich viele Vorteile.

Es gibt genügend Gründe, warum ein Hochbeet angelegt werden kann:

  • Platzmangel
  • Staunässe
  • Sandiger, steiniger oder kein tiefgründiger Gartenboden
  • Behindertengerechtes Gärtnern


Die Philosophie vieler Naturfreunde liegt darin, den Boden nicht umzugraben, da dadurch die Biozonöse durcheinander gewirbelt wird. Des Weiteren können durch ein Hochbeet alle wertvollen Gartenabfälle wiederverwertet werden. Das Hochbeet ist Kultivierungsfläche und Kompostmiete in Einem.
Wenn man sich für ein Hochbeet entscheidet, muss man zu Beginn etwas Zeit investieren. Doch dieser Zeitaufwand wird spätestens dann belohnt, wenn die Ernte ertragreicher ausfällt als sonst. Dazu kommt, dass ein Hochbeet bei sachgerechter Konstruktion viele Jahre verwendet werden kann.

Wann und Wo?
Der richtige Zeitpunkt für das Anlegen ist im zeitigen Frühjahr, besser noch im Herbst, weil da meist eine grosse Menge an Pflanzenresten und Gehölzschnitt anfällt.
Als erstes muss man den Standort bestimmen. Dieser ist nicht an einen Gemüsegarten gebunden und kann sich z.B. auch am Rand einer Rasenfläche befinden. Es ist wichtig, dass das Hochbeet nicht durch grössere Sträucher oder Bäume beschattet wird. Der Standort soll sonnig sein.
Als nächstes wird die Grundfläche festgelegt. Das Beet sollte zwischen 80 und 120 cm hoch und maximal 130 cm breit sein. Die Länge hängt auch von der Stabilität des Baumaterials zusammen.

Die Frage nach dem Wie!
Für die Wände des Hochbeets kann man zwischen verschiedenen Materialien wählen. Wenn man Holz bevorzugt, sollte man bedenken, dass es unbehandelt, fäulnis- und witterungsbeständig sein sollte. Um es gegen Feuchtigkeit besser zu schützen, kann man es innen mit einer Folie abdichten. Eiche oder Robinie eignen sich sehr gut. Doch man kann auch andere Baumaterialien, wie Stein oder Metall, verwenden. Die Form des Hochbeetes sollte rechteckig sein. Vor dem Aufsetzen der Wände ist es ratsam, auf der gesamten Grundfläche, feinen Maschendraht auszubreiten. So wird Eindringlingen, wie den Wühlmäusen, der Zugang versperrt.
Wenn der Kasten dann steht, gilt es ihn zu füllen. Ganz unten schichtet man Äste, Häckselgut und Zweige aufeinander (ca. 30 cm). Darauf kommt eine Schicht aus Grassoden und feinerem Gehölzschnitt. (ca. 15 cm). Es folgt eine Schicht aus Laub (ca. 25cm) und darüber eine Schicht aus frischem Kompost (ca. 20 cm). Ganz obendrauf gibt man gute Gartenerde (15-25 cm).

Welche Pflanzen?
Im ersten Jahr sollte man es bevorzugen starkzehrende Sorten anzubauen, die in Blättern und Früchten kein Nitrit anreichern. Tomaten, Gurken, Kohl oder Lauch eignen sich sehr gut. Ab dem 3. Jahr kann man Schwachzehrer wie Kräuter oder Salat einpflanzen. In einem Hochbeet gedeihen die allermeisten Gemüsearten einfach hervorragend. Mischkulturen liefern allerdings die reichsten Erträge. So kann man z.B. Karotten mit Zwiebeln, Bohnen mit Bohnenkraut oder Gurken mit Dill bestens kombinieren. Durch Mischkultur schützen sich die Pflanzen gegenseitig. Kräuter zwischen dem Gemüse halten Schädlinge fern und verbessern sogar den Geschmack. Man sollte beim Pflanzen und Setzen daran denken, hochwachsende Kulturen in der Mitte des Hochbeetes anzulegen. Die verschiedenen Sorten dürfen sich nicht gegenseitig das Licht wegnehmen. Pflanzen, die sich nicht vertragen, wie Bohnen und Zwiebeln oder Karotten mit Gurken, sollten nicht nebeneinander wachsen.

Vorteile von Hochbeeten:

  • Hoher Ertrag, da durch die Zersetzungsprozesse die Bodentemperatur erhöht wird.
  • Leichte Bewirtschaftung durch die hohe Bauform. Davon profitieren besonders ältere oder behinderte Menschen.
  • Intensive Nutzung der Pflanzfläche.


Tipp
Es ist wichtig, das Hochbeet reichlich und regelmässig zu giessen. Die Erde trocknet nämlich durch den lockeren Aufbau schneller aus.
Weil die Pflanzenreste im Hochbeet langsam verrotten, sackt das Erdreich ab. Vor jedem neuen Bepflanzen füllt man bei Bedarf Komposterde nach. Nach 5-6 Jahren hat sich das organische Material dann vollständig zersetzt. Die Beetfüllung muss dann vollständig ausgetauscht werden.


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