Hallo zusammen,
ich habe mir vor kurzem mehrere Malm-Kommoden von IKEA gekauft und stehe jetzt vor der Herausforderung, diese fachgerecht und stabil miteinander zu verschrauben. Mir ist wichtig, dass die Verbindung nicht nur hält, sondern auch möglichst unsichtbar und dauerhaft bleibt, gerade wenn man die Möbel bei einem Umzug eventuell wieder auseinandernimmt und zusammensetzt.
Meine Fragen dazu sind: Welche Schrauben oder Verbindungselemente eignen sich besonders gut, um Malm-Möbel optimal zu verschrauben? Gibt es spezielle Tipps zur Vorbereitung des Materials, etwa Vorbohren oder Verstärkung durch Dübel? Und wie vermeide ich, dass die Möbel dadurch an Stabilität oder Optik verlieren?
Ich möchte gerne einige Erfahrungen hier sammeln, vor allem von Leuten, die ähnliche Möbel schon mal verschraubt haben und deren Lösung sich bewährt hat. Vielen Dank im Voraus!
ich habe mir vor kurzem mehrere Malm-Kommoden von IKEA gekauft und stehe jetzt vor der Herausforderung, diese fachgerecht und stabil miteinander zu verschrauben. Mir ist wichtig, dass die Verbindung nicht nur hält, sondern auch möglichst unsichtbar und dauerhaft bleibt, gerade wenn man die Möbel bei einem Umzug eventuell wieder auseinandernimmt und zusammensetzt.
Meine Fragen dazu sind: Welche Schrauben oder Verbindungselemente eignen sich besonders gut, um Malm-Möbel optimal zu verschrauben? Gibt es spezielle Tipps zur Vorbereitung des Materials, etwa Vorbohren oder Verstärkung durch Dübel? Und wie vermeide ich, dass die Möbel dadurch an Stabilität oder Optik verlieren?
Ich möchte gerne einige Erfahrungen hier sammeln, vor allem von Leuten, die ähnliche Möbel schon mal verschraubt haben und deren Lösung sich bewährt hat. Vielen Dank im Voraus!
Hallo DULA44,
ich finde deine Fragen sehr präzise gestellt und wichtig, besonders weil Malm-Möbel ja oft aus Spanplatten mit Folienbeschichtung bestehen, was die Verschraubung etwas anspruchsvoll macht.
Zur Verschraubung empfehle ich grundsätzlich immer, vor dem Schrauben ein passendes Loch vorzubohren (etwa 2-3 mm kleiner als der Schraubendurchmesser). Dadurch vermeidest du, dass das Material platzt oder splittert. Bei Malm-Kommoden sind die meisten Verbindungen zwar schon mit Dübeln und Langlöchern vormontiert, wenn du aber eigene Schrauben setzen möchtest, helfen speziell Holzschrauben mit einem Senkkopf.
Für mehr Stabilität kannst du auch Rundholz-Dübel verwenden – dafür müssen die Löcher sauber bündig gebohrt werden und eventuell ein Dübel-Leim genutzt werden. Boden und Seitenflächen kann man so gut verbinden, ohne dass nachgibt.
Ein wichtiger Punkt ist, dass man Schrauben nicht zu fest anzieht – gerade bei Spanplatten besteht sonst die Gefahr, dass die Schraube das Material ‚schneidet‘ und nicht mehr hält.
Falls du Möbel oft auseinander- und wieder zusammenbaust, könnte auch ein Verbindungssystem mit Möbelbeschlägen (z. B. Exzenterverbinder) eine bessere Lösung sein, weil sie mehrfach verwendbar sind.
Ich hoffe, das hilft dir schon mal für den Anfang weiter!
ich finde deine Fragen sehr präzise gestellt und wichtig, besonders weil Malm-Möbel ja oft aus Spanplatten mit Folienbeschichtung bestehen, was die Verschraubung etwas anspruchsvoll macht.
Zur Verschraubung empfehle ich grundsätzlich immer, vor dem Schrauben ein passendes Loch vorzubohren (etwa 2-3 mm kleiner als der Schraubendurchmesser). Dadurch vermeidest du, dass das Material platzt oder splittert. Bei Malm-Kommoden sind die meisten Verbindungen zwar schon mit Dübeln und Langlöchern vormontiert, wenn du aber eigene Schrauben setzen möchtest, helfen speziell Holzschrauben mit einem Senkkopf.
Für mehr Stabilität kannst du auch Rundholz-Dübel verwenden – dafür müssen die Löcher sauber bündig gebohrt werden und eventuell ein Dübel-Leim genutzt werden. Boden und Seitenflächen kann man so gut verbinden, ohne dass nachgibt.
Ein wichtiger Punkt ist, dass man Schrauben nicht zu fest anzieht – gerade bei Spanplatten besteht sonst die Gefahr, dass die Schraube das Material ‚schneidet‘ und nicht mehr hält.
Falls du Möbel oft auseinander- und wieder zusammenbaust, könnte auch ein Verbindungssystem mit Möbelbeschlägen (z. B. Exzenterverbinder) eine bessere Lösung sein, weil sie mehrfach verwendbar sind.
Ich hoffe, das hilft dir schon mal für den Anfang weiter!
Hey DULA44, das ist ja genial, dass du den Malm optimal verschrauben willst! 🙂 Ich liebe Ikea-Möbel, aber bei der Stabilität heißt's manchmal: nachbessern!
Meine Empfehlung: Nimm auf jeden Fall Schrauben mit Feingewinde, die greifen besser im Holz! Vorbohren ist Pflicht, sonst sprengt’s dir die Platten auseinander – und glaub mir, das passiert schneller als man denkt!
Ein Tipp von mir: Kleine Holzdübel dazu, das gibt extra Power und macht alles viel steifer. Ich hab’s selbst ausprobiert und meine Malm-Kommoden stehen bombenfest, obwohl die vormontierten Schrauben manchmal eher Spiel haben.
Außerdem mal locker ran, wenn's dir zu schwerfällig wird, ist es meistens besser, dann nochmal leicht zu lösen und neu anzusetzen. Nicht zu viel Kraft, sonst reisst die Platte! Du schaffst das! 🙂
Meine Empfehlung: Nimm auf jeden Fall Schrauben mit Feingewinde, die greifen besser im Holz! Vorbohren ist Pflicht, sonst sprengt’s dir die Platten auseinander – und glaub mir, das passiert schneller als man denkt!
Ein Tipp von mir: Kleine Holzdübel dazu, das gibt extra Power und macht alles viel steifer. Ich hab’s selbst ausprobiert und meine Malm-Kommoden stehen bombenfest, obwohl die vormontierten Schrauben manchmal eher Spiel haben.
Außerdem mal locker ran, wenn's dir zu schwerfällig wird, ist es meistens besser, dann nochmal leicht zu lösen und neu anzusetzen. Nicht zu viel Kraft, sonst reisst die Platte! Du schaffst das! 🙂
Hallo DULA44,
ich ergänze mal ganz locker: Beim Verschrauben der Malm-Kommoden vergesse nicht, dass man auch mit kleinen Tricks arbeiten kann, um die Optik zu erhalten – z.B. versenkte Schraubenköpfe mit Holzstopfen abdecken, das sieht fast aus wie original.
Das ist echt ein guter Rat! Ich habe sogar schon Holzleim zusammen mit den Dübeln verwendet, das macht die Verbindung richtig solide.
Ach, und falls du mal eine der Seitenwände justieren musst, leg auf jeden Fall etwas weichen Filz oder ein Tuch unter den Möbelboden, damit die Platten beim Verschrauben nicht beschädigt werden. 🙂
Man will ja nicht am Ende eine wunderschöne weiße Oberfläche mit Kratzern...
ich ergänze mal ganz locker: Beim Verschrauben der Malm-Kommoden vergesse nicht, dass man auch mit kleinen Tricks arbeiten kann, um die Optik zu erhalten – z.B. versenkte Schraubenköpfe mit Holzstopfen abdecken, das sieht fast aus wie original.
LEMAN schrieb:
Ein Tipp von mir: Kleine Holzdübel dazu, das gibt extra Power
Das ist echt ein guter Rat! Ich habe sogar schon Holzleim zusammen mit den Dübeln verwendet, das macht die Verbindung richtig solide.
Ach, und falls du mal eine der Seitenwände justieren musst, leg auf jeden Fall etwas weichen Filz oder ein Tuch unter den Möbelboden, damit die Platten beim Verschrauben nicht beschädigt werden. 🙂
Man will ja nicht am Ende eine wunderschöne weiße Oberfläche mit Kratzern...
Vielen Dank schon mal für die ausführlichen Antworten!
Das ist wirklich ein Punkt, den ich mir noch zu wenig bewusst war. Ich dachte immer, die Schraube hält umso besser, je fester sie sitzt. Jetzt verstehe ich, dass gerade bei Spanplatten ein Überdrehen das Material beschädigt.
Frage dazu: Wie stark kann man denn ungefähr anziehen, ohne Gefahr zu laufen, das Material zu beschädigen? Gibt es eine praktische Methode, das berechtigterweise zu testen? Oder nimmt man dazu besser einen Drehmomentschlüssel?
Und was haltet ihr von Holzleim zur Verstärkung? Ich überlege, ob das bei der üblichen Pressspanplatte sinnvoll ist, die doch eigentlich nicht viel Feuchtigkeit mag.
Bin gespannt auf eure Einschätzungen!
Ianlau schrieb:
dass man Schrauben nicht zu fest anzieht
Das ist wirklich ein Punkt, den ich mir noch zu wenig bewusst war. Ich dachte immer, die Schraube hält umso besser, je fester sie sitzt. Jetzt verstehe ich, dass gerade bei Spanplatten ein Überdrehen das Material beschädigt.
Frage dazu: Wie stark kann man denn ungefähr anziehen, ohne Gefahr zu laufen, das Material zu beschädigen? Gibt es eine praktische Methode, das berechtigterweise zu testen? Oder nimmt man dazu besser einen Drehmomentschlüssel?
Und was haltet ihr von Holzleim zur Verstärkung? Ich überlege, ob das bei der üblichen Pressspanplatte sinnvoll ist, die doch eigentlich nicht viel Feuchtigkeit mag.
Bin gespannt auf eure Einschätzungen!
Hallo DULA44,
zur Frage mit dem Festziehen der Schrauben:
Bei Spanplatte ist es wirklich knifflig, weil sie bei zu viel Druck „ausbröseln“ kann. Als Faustregel empfehle ich: Spanne die Schraube bis zum Widerstand und dann gibst du ganz vorsichtig noch ein wenig, etwa ein Viertel Drehung, aber nicht mehr. Nutze einen Kreuzschlitz- oder Torx-Schraubendreher mit gutem Grip, damit es nicht abrutscht.
Wenn du verlässlich und wiederholbar festziehen möchtest, ist ein Drehmomentschlüssel mit kleiner Einstellung eine sehr gute Idee, so um 3-4 Nm kann man anfangen. Da kannst du dich langsam herantasten.
Holzleim kann durchaus helfen, das ist meist Photovoltaikanlage-Leim, der nach dem Trocknen wasserdicht ist. Ich empfehle nur kleine Mengen, damit nichts aus den Fugen quillt, vor allem bei Folienbeschichtung. Wenn du den Leim sparsam auf die Dübel oder die Bohrlöcher gibst, ist das kein Problem.
Ein kleines Teststück vorab oder eine nicht sichtbare Ecke könnten sicher weiterhelfen, um die Reaktion von Material und Leim zu prüfen.
zur Frage mit dem Festziehen der Schrauben:
Bei Spanplatte ist es wirklich knifflig, weil sie bei zu viel Druck „ausbröseln“ kann. Als Faustregel empfehle ich: Spanne die Schraube bis zum Widerstand und dann gibst du ganz vorsichtig noch ein wenig, etwa ein Viertel Drehung, aber nicht mehr. Nutze einen Kreuzschlitz- oder Torx-Schraubendreher mit gutem Grip, damit es nicht abrutscht.
Wenn du verlässlich und wiederholbar festziehen möchtest, ist ein Drehmomentschlüssel mit kleiner Einstellung eine sehr gute Idee, so um 3-4 Nm kann man anfangen. Da kannst du dich langsam herantasten.
DULA44 schrieb:
Was haltet ihr von Holzleim zur Verstärkung?
Holzleim kann durchaus helfen, das ist meist Photovoltaikanlage-Leim, der nach dem Trocknen wasserdicht ist. Ich empfehle nur kleine Mengen, damit nichts aus den Fugen quillt, vor allem bei Folienbeschichtung. Wenn du den Leim sparsam auf die Dübel oder die Bohrlöcher gibst, ist das kein Problem.
Ein kleines Teststück vorab oder eine nicht sichtbare Ecke könnten sicher weiterhelfen, um die Reaktion von Material und Leim zu prüfen.
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