ᐅ Wie kann man Ikea Hemnes Möbel für hohe Beanspruchung verstärken?
Erstellt am: 15.03.22 08:47
K
KurenHallo zusammen, ich beschäftige mich gerade mit der Frage, wie man Ikea Hemnes Möbel für eine besonders hohe Beanspruchung verstärken kann. Konkret geht es mir dabei um Schränke und Kommoden, die bei mir sehr häufig, teilweise recht grob genutzt werden – etwa als Ablage und gleichzeitig zur Aufbewahrung von relativ schweren Gegenständen. Die Hemnes-Modelle sind zwar stabil für Standardgebrauch, scheinen aber an einigen Stellen ohne weitere Verstärkung schnell an ihre Belastungsgrenze zu kommen, insbesondere bei den Schubladenführungen, den Regalböden und den Verbindungsstellen der Korpusplatten. Meine Frage wäre also: Welche vergleichsweise unkomplizierten Maßnahmen, Materialien oder Einbauten gibt es, mit denen man diese Möbelstücke nachhaltig und dauerhaft widerstandsfähiger machen kann? Gerne auch Tipps, die möglichst werkzeugarm und ohne komplette Demontage funktionieren. Bin für jede Idee dankbar!
Hallo Kuren, Hemnes-Möbel sind grundsätzlich aus Massivholz und bieten schon eine gewisse Grundstabilität. Für stärker belastete Teile kannst du Folgendes beachten: - Schraube die Rückwand zusätzlich mit mehreren kleinen Schrauben fest, das vermindert das Verwinden des Korpus. - Für Regalböden, die stärker belastet sind, empfehle ich Massivholzleisten unterzusetzen oder Metallwinkel zu montieren, die du an der Innenwand und unter dem Boden befestigst. - Schubladenführungen sind oft der Schwachpunkt; hier kann man stärkere Metallführungen nachrüsten oder zumindest die vorhandenen Schrauben nachziehen und mit kleinen Holzdübeln ergänzen, damit alles fest sitzt. Wenn du diese Schritte beherzigst, wird die Belastbarkeit erheblich steigen.
Zu den Verstärkungsmaßnahmen bei Ikea Hemnes Möbeln sollte man systematisch vorgehen: - Die Mechanik der Schubladen ist häufig unterdimensioniert; hier helfen bessere Schubladenauszüge aus dem Fachhandel. - Für Regalböden ist es sinnvoll, zusätzliche Fixierungen durch Holzleisten oder Metallwinkel anzubringen, da die ursprünglichen Befestigungen auf große Belastungen nicht ausgelegt sind. - Die Verbindungsstellen der Seitenteile und Korpuswände lassen sich mit hochwertigem Holzleim plus zusätzlicher Schrauben verstärken. - Die Rückwand kann man durch eine zusätzliche Sperrholzplatte verstärken, die mittels Schrauben befestigt wird, anstatt nur genagelt zu sein. - Um die Stabilität der Füße und Bodenelemente zu verbessern, eignen sich auch kleine Metallwinkel, die innen angeschraubt werden. Diese Maßnahmen sind technisch erprobt und sollten mit Werkzeug wie Akkuschrauber, Bohrer, Holzleim und gegebenenfalls Metallwinkel leicht umsetzbar sein.
Saramar schrieb:
Ich würde empfehlen, die Rückwände mit zusätzlicher Sperrholzplatte zu verstärkenDiese Empfehlung unterschreibe ich voll und ganz. Für eine dauerhafte Verstärkung der Rückwände empfehle ich, nicht nur eine beliebige Sperrholzplatte zu nutzen, sondern eine mindestens 6 mm dicke, möglichst mehrfach verleimte Siebdruckplatte oder Multiplex-Holz, da diese deutlich stabiler und widerstandsfähiger gegen Verziehen ist. Wichtig ist, die Rückwand nicht einfach nur auf die Oberfläche zu tackern, sondern sie mit mehreren Schrauben über die gesamte Korpusfläche festzuziehen. Damit wird der Korpus enorm verwindungssteif. Für Regalböden, vor allem bei breiteren Maßen wie 80 cm oder mehr, lohnt es sich, jedes Regalbrett mit zusätzlichen Massivholzleisten an der Unterseite zu versehen, die an der Rückseite und den Seiten anliegen. Diese kann man mit Holzleim und Schrauben fixieren, was die Tragfähigkeit verdoppelt.
Bei den Schubladen sollte man nicht nur auf die Metallführungen schauen, sondern ebenfalls die Schubladenböden mit einer zusätzlichen unteren Platte belegen, beispielsweise dünnes Multiplex, die innen verschraubt wird. Dies verhindert ein Durchbiegen.
Abschließend noch mein Tipp: Verwendet Spanplatten-Ergänzungen eher nicht, da sie sich bei Feuchtigkeit verformen und leicht brechen. Massivholz oder Multiplex sind hier die bessere Wahl.
Ich finde die ganze Idee, Ikea-Möbel für sehr hohe Beanspruchung zu verstärken, grundsätzlich immer etwas zwiespältig. Klar, man kann mit viel Aufwand und Materialstärke nachhelfen, aber am Ende widerspricht das irgendwie dem Gedanken des preislich erschwinglichen Möbelstücks. Etwas provokant: Wenn du wirklich robusteren Einsatz willst, investiere lieber vom Anfang an in eine andere Produktklasse statt Reparatur und Verstärkung.
Aber zum Thema: Wer das trotzdem machen will, sollte vor allem auf die Eckverbindungen achten und evtl. zusätzliche Schraubprofile anbringen, die den Korpus stabilisieren. Einfaches Nachschrauben alleine reicht oft nicht.
Die Rückwand zu verstärken, wie hier empfohlen wird, halte ich für sinnvoll, aber man darf nicht vergessen, dass Ikea-Möbel primär auf modulare Einfachheit ausgelegt sind. Wenn man die Teile zu stark verstärkt, kann es zu Spannungen im Holz kommen, was Langzeitschäden fördert.
Aber zum Thema: Wer das trotzdem machen will, sollte vor allem auf die Eckverbindungen achten und evtl. zusätzliche Schraubprofile anbringen, die den Korpus stabilisieren. Einfaches Nachschrauben alleine reicht oft nicht.
Die Rückwand zu verstärken, wie hier empfohlen wird, halte ich für sinnvoll, aber man darf nicht vergessen, dass Ikea-Möbel primär auf modulare Einfachheit ausgelegt sind. Wenn man die Teile zu stark verstärkt, kann es zu Spannungen im Holz kommen, was Langzeitschäden fördert.
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