ᐅ Eckhaus auf Basis von diagonal verlaufenden Grundstück - Optionen und budgetäre Implikationen
Erstellt am: 13.05.26 20:31
B
Bob1985Hallo zusammen,
wir überlegen derzeit in Südniedersachsen ein Grundstück zu kaufen und ein Haus zu bauen.
Das Grundstück habe ich einmal unten dargestellt. Die bebaubare Fläche wäre im Bereich der Punkte K,O, M,M1 (rote Linien). Bereits berücksichtigt sind die einzuhaltenden Abstandsflächen zu den jeweiligen Nachbargrundstücken (3m).
Himmelsrichtungen: Süden ist Links, Westen ist Oben, Norden rechts und Osten unten.
Die Straße verläuft vor der Grundstücksgrenze D-A.

Durch die links diagonal verlaufende bebaubare Fläche scheint uns ein “Standardhaus” schwierig darstellbar und wir tendieren zu einer L-Form, da wir auch nicht zu “tief” in den Garten bauen wollen. Nach Hinten (Westen) ist das Grundstück auch etwas abschüssig. D.h. es muss im Bereich, der bebaut wird, ggfs. aufgeschüttet werden (oder Keller), nach hinten zum Garten hin könnte dann z.B. mit einer Stufe gearbeitet werden.
Grundlegende Idee (Wobei W-V-Z-A eine Garage mit nachgelagerten Schuppen darstellt):

Bruttogesamtfläche: 6x10 + 7x7 = 109qm
Obergeschoss gem. Bebauungsplan als Dachgeschoss (keine 2 Vollgeschosse erlaubt) mit maximal 75% vom EG, d.h. 102qm * 0,75 = 81,75qm
Insgesamt: 190,75qm - Ich würde davon ausgehen, dass von der Gesamtfläche zur Wohnfläche mit ca. 15% “Verlust” zu rechnen ist und dementsprechend eine WF von ca. 162qm besteht.
Haltet ihr eine Umsetzung im Rahmen eines Budgets von 550.000€ (exklusive Grundstück) für realisierbar, insbesondere im Hinblick auf die L-Form und dementsprechend komplexere Dachform (Sattel- oder Walmdach ist vorgegeben)?
Oftmals werden hier QM-Preise von 3.000€ - 3.500€ genannt, was ggfs. knapp innerhalb unseres Budgets läge (486.000€ - 567.000€).
Allerdings bin ich mir a) unsicher, welche Bestandteile des Baus dort mit enthalten sind (Architekt, Baunebenkosten, Erdarbeiten, Anschluss der Leitungen von der Straße usw) und b) inwieweit die L-Form sowie daran hängende Komplexitäten diese Zahl erhöhen? Da wir nicht im direkten Umland wohnen, können wir den Bau nicht jeden Tag beaufsichtigen und würden daher entweder a) den Architekten als Bauleiter bestellen (bei Einzelvergabe) oder b) einen “Sachverständigen” engagieren, der den Bau begleitet, wenn ein GU die Baudurchführung übernimmt.
Potenzielle Eigenleistungen:
Streichen / Tapezieren / ggfs. Türzargen
Wir haben im engen Familienkreis einen landwirtschaftlichen Betrieb, d.h. Zugriff auf Schlepper / Hänger usw (falls z.B. bei Erdarbeiten hilfreich)
Wir haben im engeren Familienkreis einen Fliesenleger, der bereits auf anderen Baustellen in der Familie geholfen hat und den wir ggfs. für Sanitärbereiche mit einbinden könnten
Ich würde mich über eure Meinung und Erfahrungen freuen. Gerne kann ich auch weitere Informationen bereitstellen.
Danke euch und beste Grüße
Bob
wir überlegen derzeit in Südniedersachsen ein Grundstück zu kaufen und ein Haus zu bauen.
Das Grundstück habe ich einmal unten dargestellt. Die bebaubare Fläche wäre im Bereich der Punkte K,O, M,M1 (rote Linien). Bereits berücksichtigt sind die einzuhaltenden Abstandsflächen zu den jeweiligen Nachbargrundstücken (3m).
Himmelsrichtungen: Süden ist Links, Westen ist Oben, Norden rechts und Osten unten.
Die Straße verläuft vor der Grundstücksgrenze D-A.
Durch die links diagonal verlaufende bebaubare Fläche scheint uns ein “Standardhaus” schwierig darstellbar und wir tendieren zu einer L-Form, da wir auch nicht zu “tief” in den Garten bauen wollen. Nach Hinten (Westen) ist das Grundstück auch etwas abschüssig. D.h. es muss im Bereich, der bebaut wird, ggfs. aufgeschüttet werden (oder Keller), nach hinten zum Garten hin könnte dann z.B. mit einer Stufe gearbeitet werden.
Grundlegende Idee (Wobei W-V-Z-A eine Garage mit nachgelagerten Schuppen darstellt):
Bruttogesamtfläche: 6x10 + 7x7 = 109qm
Obergeschoss gem. Bebauungsplan als Dachgeschoss (keine 2 Vollgeschosse erlaubt) mit maximal 75% vom EG, d.h. 102qm * 0,75 = 81,75qm
Insgesamt: 190,75qm - Ich würde davon ausgehen, dass von der Gesamtfläche zur Wohnfläche mit ca. 15% “Verlust” zu rechnen ist und dementsprechend eine WF von ca. 162qm besteht.
- Das Haus grenzt rechts nicht an die Grenze der bebaubaren Fläche, damit die Garage etwas breiter sein kann (4m).
- Das Haus soll massiv gebaut werden, wahrscheinlich mit Architekt aufgrund der “L-Form”, da ich in den Katalogen der Massivhausanbieter (Viebrockhaus etc) keine derartigen Grundrisse finden konnte.
- Wir tendieren derzeit zu KFW55, da wir eine Lüftungsanlage vermeiden wollen (empfindlich ggü. Luftzug).
- Ein Keller wäre schön, erscheint aber auf unseren ersten Blick hin zu teuer.
- PV-Anlage muss mit eingeplant sein (KWH-Größe ist noch flexibel)
Haltet ihr eine Umsetzung im Rahmen eines Budgets von 550.000€ (exklusive Grundstück) für realisierbar, insbesondere im Hinblick auf die L-Form und dementsprechend komplexere Dachform (Sattel- oder Walmdach ist vorgegeben)?
Oftmals werden hier QM-Preise von 3.000€ - 3.500€ genannt, was ggfs. knapp innerhalb unseres Budgets läge (486.000€ - 567.000€).
Allerdings bin ich mir a) unsicher, welche Bestandteile des Baus dort mit enthalten sind (Architekt, Baunebenkosten, Erdarbeiten, Anschluss der Leitungen von der Straße usw) und b) inwieweit die L-Form sowie daran hängende Komplexitäten diese Zahl erhöhen? Da wir nicht im direkten Umland wohnen, können wir den Bau nicht jeden Tag beaufsichtigen und würden daher entweder a) den Architekten als Bauleiter bestellen (bei Einzelvergabe) oder b) einen “Sachverständigen” engagieren, der den Bau begleitet, wenn ein GU die Baudurchführung übernimmt.
Potenzielle Eigenleistungen:
Streichen / Tapezieren / ggfs. Türzargen
Wir haben im engen Familienkreis einen landwirtschaftlichen Betrieb, d.h. Zugriff auf Schlepper / Hänger usw (falls z.B. bei Erdarbeiten hilfreich)
Wir haben im engeren Familienkreis einen Fliesenleger, der bereits auf anderen Baustellen in der Familie geholfen hat und den wir ggfs. für Sanitärbereiche mit einbinden könnten
Ich würde mich über eure Meinung und Erfahrungen freuen. Gerne kann ich auch weitere Informationen bereitstellen.
Danke euch und beste Grüße
Bob
D
derdietmar13.05.26 20:58Hallo,
Hauptbaukörper 7,5 m - 8 m breit und rund 16 m lang mit Satteldach (I+D). Flachdachanbau ca. 3 m breit und 6 m lang links (südlich). Ergibt insgesamt mind. 160 m2 Wohnfläche. Mit 20% Abzug für Wände, Treppen usw. und Faktor 1,5 für I+D liegt man meist ziemlich nah dran.
Nix außergewöhnliches, es braucht keine komplizierte Dachausbildung. Große Gartenflächen sind überbewertet.
Wie hoch darf der Kniestock sein? Wenn er 1,6 m oder höher sein darf braucht es ggf. nicht mal einen Anbau.
Fürs Haus ohne Einrichtung, Nebenkosten und Außenanlagen wird das Budget wohl reichen.
Anhaltspunkt für den Grundriss:
https://www.schwoererhaus.de/haeuser/schmaler-grundriss/
Einen Meter länger, dann passen auch zwei Kinderzimmer nach oben.
Viele Grüße
Hauptbaukörper 7,5 m - 8 m breit und rund 16 m lang mit Satteldach (I+D). Flachdachanbau ca. 3 m breit und 6 m lang links (südlich). Ergibt insgesamt mind. 160 m2 Wohnfläche. Mit 20% Abzug für Wände, Treppen usw. und Faktor 1,5 für I+D liegt man meist ziemlich nah dran.
Nix außergewöhnliches, es braucht keine komplizierte Dachausbildung. Große Gartenflächen sind überbewertet.
Wie hoch darf der Kniestock sein? Wenn er 1,6 m oder höher sein darf braucht es ggf. nicht mal einen Anbau.
Fürs Haus ohne Einrichtung, Nebenkosten und Außenanlagen wird das Budget wohl reichen.
Anhaltspunkt für den Grundriss:
https://www.schwoererhaus.de/haeuser/schmaler-grundriss/
Einen Meter länger, dann passen auch zwei Kinderzimmer nach oben.
Viele Grüße
H
hanghaus202314.05.26 00:04Bitte nicht vergessen die Z Werte (Höhe) der jeweiligen Punkte mit angeben. Etwas abschüssig ist zu wenig brauchbar.
H
hanghaus202314.05.26 07:44Gibt es einen Bebauungsplan? Topografische Karte? Meist gibt es die im Geoportal.
Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Antworten!
Die "Verlängerung" des Hauptbaukörpers in den Garten hinein ist natürlich eine Möglichkeit. Allerdings ist ein wesentlicher Grund für den Bau auch, dass die 2 Kinder einen Garten zum spielen haben. Wenn wir 16m tief gehen und dann noch Terasse etc reduziert sich dieser Bereich natürlich dementsprechend.
Der Flachdachanbau ist mir auch schon in den Sinn gekommen, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob dies möglich ist. Grundlegend ist gem. B-Plan ein Satteldach vorgeschrieben. Dementsprechend habe ich verstanden, dass lediglich ein untergeordneter Baukörper ein Flachdach haben könnte. Gem. meiner Recherche scheint ein "2-geschössiger Erker" mit Maßen rund um 3x6m dies nicht unbedingt zu erfüllen? Ggfs. müsste ich hier einmal bei der Bauberatung der Gemeinde anfragen, oder gibt es dazu hier Erfahrungen?
Die Traufhöhe ist 4,75m, die Firsthöhe 9,50m. Wir würden den "maximal möglichen" Kniestock nehmen, wahrscheinlich ca 1.50m - 1.60m.
Könntest du definieren, was du mit Nebenkosten meinst? Einrichtung und Außenanlagen separat ist verständlich, aber z.B. ein Architekt o.ä. müsste innerhalb des Budgets sein, ansonsten kommt zu viel "oben drauf".
Entschuldige! Ich habe versucht es einmal auf das wesentliche "Baufenster" zu reduzieren und nur die Längen dazugeschrieben. Ich hoffe das macht es deutlicher.

Ich habe leider keine Höhenangaben an den einzelnen Punkten. Gem. unserem groben eigenen Messung ist eine Senkung von 3% anzunehmen, d.h. der Bereich zur Straße hin (7,8m) ist ca. 1m höher als der hintere Bereich mit den 16,2m.
Ich habe auch einmal die topografische Karte rausgesucht. "Orange" ist das Grundstück. Ich hoffe der Ausschnitt hilft?
Wichtig Info: Das Grundstück wurde vor 6 Jahren aufgeschüttet. Dafür hat die Gemeinde die Erde genommen, die sie bei Straßenarbeiten aus der Straße geholt hat. Nebenan wurden bereits 2 Häuser gebaut (ohne Keller), die ebenfalls auf aufgeschütteten Grund stehen.

Wesentliche Punkte des Bebauungsplans:
Ich hoffe die Infos helfen!
Beste Grüße
Bob
vielen Dank für eure Antworten!
derdietmar schrieb:
Hauptbaukörper 7,5 m - 8 m breit und rund 16 m lang mit Satteldach (I+D). Flachdachanbau ca. 3 m breit und 6 m lang links (südlich). Ergibt insgesamt mind. 160 m2 Wohnfläche. Mit 20% Abzug für Wände, Treppen usw. und Faktor 1,5 für I+D liegt man meist ziemlich nah dran.
Nix außergewöhnliches, es braucht keine komplizierte Dachausbildung. Große Gartenflächen sind überbewertet.
Wie hoch darf der Kniestock sein? Wenn er 1,6 m oder höher sein darf braucht es ggf. nicht mal einen Anbau.
Fürs Haus ohne Einrichtung, Nebenkosten und Außenanlagen wird das Budget wohl reichen.
Die "Verlängerung" des Hauptbaukörpers in den Garten hinein ist natürlich eine Möglichkeit. Allerdings ist ein wesentlicher Grund für den Bau auch, dass die 2 Kinder einen Garten zum spielen haben. Wenn wir 16m tief gehen und dann noch Terasse etc reduziert sich dieser Bereich natürlich dementsprechend.
Der Flachdachanbau ist mir auch schon in den Sinn gekommen, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob dies möglich ist. Grundlegend ist gem. B-Plan ein Satteldach vorgeschrieben. Dementsprechend habe ich verstanden, dass lediglich ein untergeordneter Baukörper ein Flachdach haben könnte. Gem. meiner Recherche scheint ein "2-geschössiger Erker" mit Maßen rund um 3x6m dies nicht unbedingt zu erfüllen? Ggfs. müsste ich hier einmal bei der Bauberatung der Gemeinde anfragen, oder gibt es dazu hier Erfahrungen?
Die Traufhöhe ist 4,75m, die Firsthöhe 9,50m. Wir würden den "maximal möglichen" Kniestock nehmen, wahrscheinlich ca 1.50m - 1.60m.
Könntest du definieren, was du mit Nebenkosten meinst? Einrichtung und Außenanlagen separat ist verständlich, aber z.B. ein Architekt o.ä. müsste innerhalb des Budgets sein, ansonsten kommt zu viel "oben drauf".
Medium schrieb:
Geht das alles auch mit Vermassung? 😀
Von mir aus auch nur Dein KOMM-Fenster. Es nennt sich schlicht Baufenster, das bitte einfach vermasst. Reicht in der Zeichnung ohne Buchstabensuppe.
Entschuldige! Ich habe versucht es einmal auf das wesentliche "Baufenster" zu reduzieren und nur die Längen dazugeschrieben. Ich hoffe das macht es deutlicher.
Ich habe leider keine Höhenangaben an den einzelnen Punkten. Gem. unserem groben eigenen Messung ist eine Senkung von 3% anzunehmen, d.h. der Bereich zur Straße hin (7,8m) ist ca. 1m höher als der hintere Bereich mit den 16,2m.
hanghaus2023 schrieb:
Gibt es einen Bebauungsplan? Topografische Karte? Meist gibt es die im Geoportal.
Ich habe auch einmal die topografische Karte rausgesucht. "Orange" ist das Grundstück. Ich hoffe der Ausschnitt hilft?
Wichtig Info: Das Grundstück wurde vor 6 Jahren aufgeschüttet. Dafür hat die Gemeinde die Erde genommen, die sie bei Straßenarbeiten aus der Straße geholt hat. Nebenan wurden bereits 2 Häuser gebaut (ohne Keller), die ebenfalls auf aufgeschütteten Grund stehen.
Wesentliche Punkte des Bebauungsplans:
- Bauraten & Maße,"GRZ: 0,40 (Grundflächenzahl). GFZ: 0,50 (Geschossflächenzahl). Maximal I Vollgeschoss."
- Höhenfestsetzungen,"Maximale Traufhöhe: 4,75 m. Maximale Firsthöhe: 9,50 m. Der Bezugspunkt ist die Mitte der Erschließungsstraße."
- Dachgestaltung,Satteldächer mit einer Neigung von 30° bis 45°.
- Garagen & Stellplätze,"Müssen einen Mindestabstand von 5,00 m zur öffentlichen Straßenbegrenzungslinie einhalten."
Ich hoffe die Infos helfen!
Beste Grüße
Bob
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