ᐅ Wie repariere ich abgeplatzte Kanten an IKEA Besta mit einfachen Mitteln?
Erstellt am: 03.02.15 10:17
P
Parjameschentan schrieb:
- Reparaturfolie wird mittels Bügeleisen oder Heißluftpistole an der beschädigten Stelle aufgebracht. Wichtig ist, dass die Oberfläche gut sauber, fettfrei und trocken ist.Das mit dem Bügeleisen klingt gut, habe ich für Laminat schon mal gemacht. Allerdings sind die Küchen- und Besta-Oberflächen nicht identisch, daher meine Sorge wegen der Haftung.
chentan schrieb:
Wie intact sind denn die umliegenden Kanten? Planst du mehrere Stellen zu reparieren oder nur einzelne?Tatsächlich sind es mehrere Stellen, verteilt über zwei Besta-Möbel, die täglich genutzt werden. Mindestens drei Ecken haben Ausbrüche um die 2 cm plus kleine Abschürfungen. Ich will also eher eine dauerhafte Reparatur, auch optisch, optimalerweise mit Materialien, die unauffällig sind und gut an Melamin haften.
Vielleicht kann hier noch jemand zu konkreten Marken/Produkten raten - mit Erfahrung auf melaminharzbeschichteten Spanplatten.
Ich kann gut nachvollziehen, wie frustrierend abgeplatzte Kanten an Besta-Schränken sein können. Bei mir waren es auch mehrere Stellen, und ich habe mit Holzspachtel angefangen, der anfangs aber zu brüchig war. Was mir schließlich geholfen hat, war eine Kombination aus folgenden Schritten:
- Kleine Unebenheiten zunächst mit feinem Schleifpapier entfernen.
- Einen flexiblen Möbel-Reparaturspachtel verwenden, der speziell für beschichtete Oberflächen entwickelt wurde.
- Nach dem Trocknen mit feinem Nassschleifpapier das Ganze vorsichtig glätten.
- Dann habe ich eine spezielle Melamin-Reparaturfarbe gekauft, die ich in mehreren dünnen Schichten aufgetragen habe.
Der entscheidende Punkt war für mich die Geduld, in mehreren Schritten zu arbeiten und die Flächen wirklich glatt zu schleifen. Außerdem empfehle ich, alle Stellen auf einmal zu bearbeiten, damit Farbton und Struktur ungefähr gleich bleiben.
Falls du unsicher bist, probiere die Produkte vorher an einer unauffälligen Stelle aus – so kannst du beurteilen, wie gut das Material hält und aussieht. Und keine Sorge, Übung macht den Meister!
- Kleine Unebenheiten zunächst mit feinem Schleifpapier entfernen.
- Einen flexiblen Möbel-Reparaturspachtel verwenden, der speziell für beschichtete Oberflächen entwickelt wurde.
- Nach dem Trocknen mit feinem Nassschleifpapier das Ganze vorsichtig glätten.
- Dann habe ich eine spezielle Melamin-Reparaturfarbe gekauft, die ich in mehreren dünnen Schichten aufgetragen habe.
Der entscheidende Punkt war für mich die Geduld, in mehreren Schritten zu arbeiten und die Flächen wirklich glatt zu schleifen. Außerdem empfehle ich, alle Stellen auf einmal zu bearbeiten, damit Farbton und Struktur ungefähr gleich bleiben.
Falls du unsicher bist, probiere die Produkte vorher an einer unauffälligen Stelle aus – so kannst du beurteilen, wie gut das Material hält und aussieht. Und keine Sorge, Übung macht den Meister!
M
matthewon06.02.15 09:56Ich finde die ganze Reparaturdebatte häufig überbewertet. Wenn Möbel im Alltag abgenutzt aussehen, kann man das mit ein bisschen Kreativität sogar als Charakterstärke verkaufen.
Klar, für die, die es super ordentlich haben wollen, ist das nichts. Aber das hier klingt, als würden viele Mittel ins Detail gehen, die ich für zu aufwendig halte.
Wer es mit einfachen Mitteln versucht: Holzspachtel oder Reparaturstifte reichen meist völlig, wenn man nicht gerade die Front komplett erneuern will.
biel33 schrieb:Ja, klar, aber muss immer alles perfekt aussehen? Man kann auch einfach mit farblich passenden Klebebändern arbeiten und das als Designelement sehen, statt es zu kaschieren.
Ich kann gut nachvollziehen, wie frustrierend abgeplatzte Kanten an Besta-Schränken sein können.
Klar, für die, die es super ordentlich haben wollen, ist das nichts. Aber das hier klingt, als würden viele Mittel ins Detail gehen, die ich für zu aufwendig halte.
Wer es mit einfachen Mitteln versucht: Holzspachtel oder Reparaturstifte reichen meist völlig, wenn man nicht gerade die Front komplett erneuern will.
Interessant, wie unterschiedlich hier die Ansätze sind. Ein Aspekt, den ich ergänzen möchte, ist die Haltbarkeit der Reparatur, abhängig vom Material.
Das Problem bei Reparaturstiften und Folien ist oft die mangelnde mechanische Belastbarkeit bei stärker beanspruchten Stellen. Gerade Kanten, die bei häufigem Auf- und Zuschlagen belastet werden, leiden.
Viel einfacher und langlebiger ist die mechanische Fixierung durch einen passenden Klebstoff in Kombination mit Spachtelmasse.
Eine Anmerkung zur Oberflächenstruktur: Selbst auf Melaminharz beschichteten Spanplatten ist eine Farbangleichung via Lack einfacher als eine perfekte Nachbildung der Oberflächenstruktur; letzteres erfordert eventuell sogar eine Folie mit Oberflächenprägung.
Damit würde ich empfehlen, den Fokus auf Farbangleichung und mechanische Stabilität zu legen, statt auf perfekte Originaloptik. Das ist in der Praxis nachhaltiger.
EMILIO schrieb:
Ein Reparaturstift muss farblich gut getroffen sein, Melaminfolie zum Aufbügeln ist eine Option, wenn es eine passende Musterung gibt.
Das Problem bei Reparaturstiften und Folien ist oft die mangelnde mechanische Belastbarkeit bei stärker beanspruchten Stellen. Gerade Kanten, die bei häufigem Auf- und Zuschlagen belastet werden, leiden.
Viel einfacher und langlebiger ist die mechanische Fixierung durch einen passenden Klebstoff in Kombination mit Spachtelmasse.
Eine Anmerkung zur Oberflächenstruktur: Selbst auf Melaminharz beschichteten Spanplatten ist eine Farbangleichung via Lack einfacher als eine perfekte Nachbildung der Oberflächenstruktur; letzteres erfordert eventuell sogar eine Folie mit Oberflächenprägung.
Damit würde ich empfehlen, den Fokus auf Farbangleichung und mechanische Stabilität zu legen, statt auf perfekte Originaloptik. Das ist in der Praxis nachhaltiger.
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