ᐅ Zahlung Schlussrate und Abnahme
Erstellt am: 14.01.16 00:13
cumpa 17.01.16 20:35
Danke SirSydom.
Du scheinst wirklich sehr kompetent in dieser Materie zu sein.
Wenn du magst maile ich dir den kompletten Vertrag (PN) zu ( Wenn es dich interessiert)
Vielen Dank auch an alle anderen, es hat mir hier wirklich viel geholfen.
Du scheinst wirklich sehr kompetent in dieser Materie zu sein.
Wenn du magst maile ich dir den kompletten Vertrag (PN) zu ( Wenn es dich interessiert)
Vielen Dank auch an alle anderen, es hat mir hier wirklich viel geholfen.
Bieber0815 18.01.16 00:42
SirSydom schrieb:
Sag Ihnen, dass dein Anwalt gesagt hat, dass diese Klausel unzulässig und damit nichtig istBiete an (vorsichtig formuliert, nicht schriftlich, ohne Deinen Anwalt), die Bürgschaft *trotzdem, obwohl Du gar nicht musst*, beizubringen, wenn sie (die Baufirma) die Kosten dafür vollständig übernimmt. Kläre vorher mit Deiner Bank, was es kostet und wie es praktisch ablaufen kann. Bestehe darauf, vorher die Vertragserfüllungsbürgschaft seitens des Bauunternehmers zu erhalten. Oder behalte einfach von der 1. Rate 5 % der Gesamtsumme ein.Bauexperte 18.01.16 06:22
Guten Morgen,
Mich würde interessieren, wie viel Euronen Du für wie viel Haus zahlen mußt. Auch würde ich gerne erfahren, was eine Vertragsprüfung durch den Bauherren-Schutzbund dieser Tage kostet.
Grüße, Bauexperte
cumpa schrieb:Bis hierhin 65% der Vertragssumme. Dies zu akzeptieren, gar zu unterschreiben, hätte ich Dir immer abgeraten! Insofern bestätigt die Aussage des RA:
Der Zahlungsplan sieht so aus:
Bei einem Haus mit Keller werden die Raten wie folgt zur Zahlung fällig:
• 5,0 % mit Aushändigung des Bauantrages/Bauanzeige;
spätestens mit erteilter Baugenehmigung
• 10,0 % mit Fertigstellung der Bodenplatte
• 10,0 % mit Fertigstellung der Kellerdecke
• 10,0 % mit Fertigstellung der Erdgeschossdecke
• 10,0 % mit Fertigstellung der tragenden Wände
• 20,0 % mit Fertigstellung des Dachstuhls, Dachdeckung und Spenglerarbeiten (13%) und Einbau
der Fenster (7%)
cumpa schrieb:erneut meinen Eindruck vom Verein. Sollte sich nämlich - im worst case und was ich keinem Bauherren wünsche - ergeben, daß Deinerseits eine Zusammenarbeit nach Fertigstellung des Rohbaus nicht mehr erwünscht ist (Du kannst jederzeit kündigen), wirst Du den Innenausbau mit den verbleibenden 35% der Bausumme nicht mehr vernünftig realisieren können. Mit diesem Zahlungsplan kann ich Dir wirklich nur wünschen, daß Dein Vertrauen in den Anbieter gerechtfertigt ist.
zahlen nur die Leistung, die auch erbracht wurde, wenn diese mangelfrei ist. Wo ist dabei ein Problem?
cumpa schrieb:Das hat zunächst einmal nichts mit den Forenregeln zu tun. Ich bin mir nur nicht sicher, ob eine Veröffentlichung des Vertrages nicht die Zustimmung Deines Anbieters erfordert. Vlt. kann sich hierzu ein lesender/schreibender Jurist äußern.
gern würde ich alles hier rein posten ( den Vertrag ohne Namen ) aber das ist bestimmt nicht erlaubt
Mich würde interessieren, wie viel Euronen Du für wie viel Haus zahlen mußt. Auch würde ich gerne erfahren, was eine Vertragsprüfung durch den Bauherren-Schutzbund dieser Tage kostet.
Grüße, Bauexperte
SirSydom 18.01.16 08:19
Ich habe mich viel mit dem Thema beschäftigt, auch bei uns gabs Probleme mit §632A
Bauexperte hat Recht, ggf. könnte das Urheberrecht des Vertragsersteller dem Einstellen hier im Forum entgegenstehen, das habe ich nicht bedacht. Lass es lieber.
Hierzu hätte ich eine Frage. Unstrittig ist, dass es natürlich besser ist, das Geld nicht bezahlt zu haben.
Aber: kommt es zur Kündigung des Werkvertrages, so ist doch dann anschließend NUR die erbrachte Leistung zu bezahlen?
Das muss dann natürlich ermittelt werden und in einer Schlussrechnung abgerechnet werden. Und hier *sollte* man doch dann sein zu viel gezahltes Geld zurückerhalten? Sehe ich das so richtig?
Klar ist, dass das nicht ganz einfach ist. Wenn der Unternehmer die Leistungen aufstellt, kann er sie zu seinen Gunsten manipulieren, denn man hat ja vorher nie eine Kostenaufstellung gesehen. Auch muss man ggf. das Geld einklagen und unterliegt auch grundsätzlich dem Insolvenzrisiko.
Aber eine kleine Chance gibt es, das man das Geld zurückbekommt, oder???
Bauexperte hat Recht, ggf. könnte das Urheberrecht des Vertragsersteller dem Einstellen hier im Forum entgegenstehen, das habe ich nicht bedacht. Lass es lieber.
Bauexperte schrieb:
Sollte sich nämlich - im worst case und was ich keinem Bauherren wünsche - ergeben, daß Deinerseits eine Zusammenarbeit nach Fertigstellung des Rohbaus nicht mehr erwünscht ist (Du kannst jederzeit kündigen), wirst Du den Innenausbau mit den verbleibenden 35% der Bausumme nicht mehr vernünftig realisieren können. Mit diesem Zahlungsplan kann ich Dir wirklich nur wünschen, daß Dein Vertrauen in den Anbieter gerechtfertigt ist.
Hierzu hätte ich eine Frage. Unstrittig ist, dass es natürlich besser ist, das Geld nicht bezahlt zu haben.
Aber: kommt es zur Kündigung des Werkvertrages, so ist doch dann anschließend NUR die erbrachte Leistung zu bezahlen?
Das muss dann natürlich ermittelt werden und in einer Schlussrechnung abgerechnet werden. Und hier *sollte* man doch dann sein zu viel gezahltes Geld zurückerhalten? Sehe ich das so richtig?
Klar ist, dass das nicht ganz einfach ist. Wenn der Unternehmer die Leistungen aufstellt, kann er sie zu seinen Gunsten manipulieren, denn man hat ja vorher nie eine Kostenaufstellung gesehen. Auch muss man ggf. das Geld einklagen und unterliegt auch grundsätzlich dem Insolvenzrisiko.
Aber eine kleine Chance gibt es, das man das Geld zurückbekommt, oder???
cumpa 18.01.16 10:47
cumpa schrieb:
Sie zahlen nur die Leistung, die auch erbracht wurde, wenn diese mangelfrei ist. Wo ist dabei ein Problem?
.....Dieser Satz bezieht sich aus der Leistung die der Anwalt erbracht hat. In anderen Worten: ER hat nur geprüft, aber mich nicht auf Gefahren (z.b. 65% für Rohbau), fehlende Passagen, oder gar Tipps gegeben. Hätte mir ausführliche Beratung erwünscht. Dieser Anwalt hat für die Prüfung 300€ genommen. Kurzes Protokoll per Mail danach geschrieben. 5 Minuten danach telefoniert. und die 3 Mails (siehe meine Posts) nach meiner "Reklamation" geschrieben.Unser Haus wird ein KFW-55 mit 42,5cm Porotonstein. 2 Vollgeschosse und ein beheizten Keller.
9 Fenster (1x1,30m), 1 Hebeschiebe Türanlage ( 3x3m), 4 doppelflügelige Fenster, 11 bodentiefe Fenster ( im Obergeschoss grösstenteils als Trav-Glas), 4 Kellerfenster (alle Fenster 3-Fach verglast 7 Kammer-profil UG-Wert 0,6). Im EG alle Fenster mit zusätzlichem Aufhebelschutz. Aluminium-Eingangstür. Vaillant 88/4 Erdwärmepumpe. Dezentrale Lüftungsanlage von Inventer oder Lunus mit Wärmerückgewinnung.
Bodengutachten, Erdarbeiten, Entwässerung incl Erdarbeiten bis 10m Entfernung, Revisionsschacht und Kanalanschluss. Baustrom und Bauwasser. Keller als Weisse Wanne.
Innenwände alle Poroton-Massiv. Geschossdecken als Filigrandecke mit Ortbeton.
Alle Rollläden elektrisch. 2 Bäder, 1 Gäste-WC, Flur, Hauswirtschaftsraum und Küche gefliest bis 30€/qm für Belag. 2 Betontreppen mit Granitbelag. LAS-Schornstein. Fußbodenheizung.
Nicht inklusive ist :
- Hausanschlüsse der Versorger für Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Telefon, Kabel
- Abfuhr von Erdaushub oder Zufuhr von geeignetem Verfüllmaterial
- Außenanlagen, Zufahrten zum Haus, Zuwege, Podeste, Zäune, Terrassen
- Hebe,- Pumpen,- und Rückstauanlagen sowie Wasserhaltung und Drainagen
- Herstellung einer Baustraße (Transportfähige Zufahrt zum Bauvorhaben)
Haus Maße 11,90m X 9,90m. Dachgeschoss nicht ausgebaut
Der Preis hierfür: 357.000€
Bauexperte 18.01.16 13:10
Hallo,
Mir stellt sich in diesen Fällen regelmäßig die Frage der Sinnhaftigkeit. 2 bis 3 Jahre zermürbende Streitereien - bei einem Ausbildungsgericht zusätzlich mit wechselnden Richterinnen, um am Ende mit der teuer erkauften Erfahrung das Gericht zu verlassen, daß ein frühzeitiges Ende mit Schrecken preiswerter gewesen wäre.
Grüße, Bauexperte
SirSydom schrieb:Jein. Der Auftragnehmer hat Anspruch auf die vereinbarte Vergütung. Es muß sich aber das anrechnen lassen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Aufwendungen erspart und was er durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwirbt.
Aber: kommt es zur Kündigung des Werkvertrages, so ist doch dann anschließend NUR die erbrachte Leistung zu bezahlen?
SirSydom schrieb:Dann wäre er recht dumm, denn es gibt für fast alles Lieferscheine; meist kann der Bautenstand deshalb recht gut beziffert werden.
Wenn der Unternehmer die Leistungen aufstellt, kann er sie zu seinen Gunsten manipulieren, denn man hat ja vorher nie eine Kostenaufstellung gesehen.
SirSydom schrieb:Normalerweise steht ein Gegenwert auf dem Grundstück; eventuelle Mängelbeseitigung endet ebenfalls nicht mit der Kündigung. Dann gibt es da noch die Nachfolgeunternehmer, welche Ansprüche anmelden, wenn ihnen plötzlich (unverschuldet) ein Auftrag in ihren Büchern fehlt. Die Fälle, welche ich miterlebt habe, gingen so unterschiedlich aus, als das ich einen verbindlichen Modus operandi beschreiben könnte; es kommt halt darauf an. Häufig enden derlei Streitigkeiten in einem Vergleich, weil die Verfahren elendig lange dauern. Was zur weiteren Konsequenz hat, daß die Rechtsanwälte der jeweiligen Partei nicht nur ihr Schlußhonorar, sondern auch eine Einigungsgebühr in Rechnung stellen.
Aber eine kleine Chance gibt es, das man das Geld zurückbekommt, oder???
Mir stellt sich in diesen Fällen regelmäßig die Frage der Sinnhaftigkeit. 2 bis 3 Jahre zermürbende Streitereien - bei einem Ausbildungsgericht zusätzlich mit wechselnden Richterinnen, um am Ende mit der teuer erkauften Erfahrung das Gericht zu verlassen, daß ein frühzeitiges Ende mit Schrecken preiswerter gewesen wäre.
Grüße, Bauexperte
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