ᐅ Wie umgehen mit steigender Grundsteuerlast?
Erstellt am: 07.12.24 12:36
Tolentino26.01.25 12:30
Prominentes Bsp hier aus Berlin:
2024 lag der Grundsteuerbetrag für das Strandbad Weißensee bei 770,31 Euro. Für das kommende Jahr wurde dieser neu berechnet. Für Betreiber Stefan Reinhardt steigt der Betrag auf 36.946,93 Euro - eine Steigerung um 4796 Prozent, fast das 48-Fache wie bisher.
wiltshire26.01.25 14:36
Tolentino schrieb:
Prominentes Bsp hier aus Berlin:Nun ja, man könnte auch sagen, dass das Strandbad über Jahre mit viel zu wenig Grundsteuer belastet wurde und die froh sein können, dass sie erst jetzt angemessen zahlen müssen. Den aktuellen Betreiber des Event-Ortes wird das nicht trösten.Tolentino26.01.25 14:56
Das Problem ist eher, dass dieses Ertragswertverfahren nicht immer sinnvoll (bzw gerecht) ist. Also bei einem Strandbad vielleicht noch eher als bei einem selbst bewohntem Haus, aber, der macht das ja auch mit öffentlichem Auftrag.
Mit der Grundsteuer müsste er Eintrittspreise verlangen, die keiner bezahlt. Und dann gäbe es in Konsequenz eben kein Strandbad an der Stelle.
Also hätte nicht nur der Betreiber ein Nachsehen.
Mit der Grundsteuer müsste er Eintrittspreise verlangen, die keiner bezahlt. Und dann gäbe es in Konsequenz eben kein Strandbad an der Stelle.
Also hätte nicht nur der Betreiber ein Nachsehen.
nordanney26.01.25 15:09
Tolentino schrieb:
Mit der Grundsteuer müsste er Eintrittspreise verlangen, die keiner bezahlt. Und dann gäbe es in Konsequenz eben kein Strandbad an der Stelle.Konjunktive sind hier falsch. Er wird die Preise für ein Tagesticket von 8€ auf 9,20€ (Kinder 4,5€ auf 5,7€). so dramatisch ist es also nicht. Bedeutet aber nicht, dass ich diese Erhöhung auf einen Schlag für gut befinde. Sie zeigt nur, wie unausgegoren in der Vergangenheit gerechnet wurde und dass die heutige Berechnung genauso Mist ist. Am Ende zahlen im Schnitt die Wohnimmobilien mehr (i.W. Einfamilienhaus/Zweifamilienhaus), ETWs relativ gleichbleibend und Gewerbe weniger.
Und wer mal Lust hat, kann in einzelnen Bundesländern mal auf Tabellen schauen, wie der Hebesatz sein müsste, damit die Grundsteuer insgesamt aufkommensneutral wäre. Für meine Kommune: Hebesatz für Wohnen über dem nötigen Satz, Gewerbe drunter.
Tolentino26.01.25 15:25
Ah ja gut. Da hatte ich ehrlich gesagt nicht auf dem Schirm, dass das schon so teuer ist.
CC35BS3826.01.25 17:13
Von 230€ auf 660€, komplett ländlich aber junges Haus. Hebesatz unverändert zu vorher, da gönnt die Gemeinde sich was. Dass der Bemessungswert steigt und der Hebesatz fällt (fallen sollte) war iirc immer vorausgesetzt. Jemand mit einem unsanierten Altbau hier? Wie verhält es sich da? Für die Aufkommensneutralität muss es ja auch einige geben die deutlich weniger zahlen.
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