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ᐅ Wie umgehen mit steigender Grundsteuerlast?


Erstellt am: 07.12.2024 12:36

nordanney 20.01.2025 11:57
Evolith schrieb:

Es geht um die Begleichung der Kosten, die im Rahmen eines Grundstückes entstehen.
Dann musst Du die Grundsteuer abschaffen. Der Kommune entstehen keine Kosten durch das Grundstück. Höchstens durch das Haus - aber das sind Kosten, die im Rahmen Wasser, Abwasser usw. sowieso schon bezahlt werden.

Tolentino 20.01.2025 12:00
Erstmal muss man sagen, dass Steuern nicht zweckgebunden sind, sonst wären es ja Gebühren. Insofern geht es nicht um echte Kostendeckung. Neben Einnahmen für die Kommune (die haben ja nicht so viele Möglichkeiten solche zu generieren) geht es auch um eine Steuerungsfunktion im Sinne der Gesellschaftsgerechtigkeit. Aber genau aus dem Hintergrund stimme ich deiner Forderung, dass das Gebäude nicht reingehört dennoch zu. Denn so soll ja gerade gefördert werden, dass wohnraumeffiziente Gebäude auf dem knappen Gut Baugrund gebaut werden. Also gleiche Grundsteuer für die Grundstücke, wer aber ein Mehrfamilienhaus drauf baut teilt die durch mehr Haushalte.
Wer sich den Luxus eines EFHs gönnt, muss halt die gleiche Steuer alleine tragen. Diese Logik wird durch das Ertragswertverfahren ausgehebelt. Finde ich auch nicht gut.

wiltshire 20.01.2025 13:55
Evolith schrieb:

Ich erwarte eher einen Punktekatalog, der nachvollziehbar den Wert des Grundstückes berechnet.
Den fndest Dunetreffend die Ermitlung des Einheitswertes im Netz und auf Anfrage bei Deinem Finanzamt.
Evolith schrieb:

Es geht um die Begleichung der Kosten, die im Rahmen eines Grundstückes entstehen.
Nein, darum geht es genau nicht. Steuern sind nie zweckgebunden, sondern Einnahmequellen aus denen ein Haushalt bestritten wird. In diesem Falle der kommunale Haushalt der Kommune in dem der besteuerte Grundbesitz ist.
Evolith schrieb:

Ansonsten finde ich es völlig ok, eine Art lokale Sozialsteuer zu nutzen. Dort werden dann die Kosten für alle möglichen freiwilligen Leistungen (Bibliothek, Schulbusse, ...) transparent dargestellt. Dann der Anteil pro Einwohner Ü18 ermittelt.
Wenn Steuern zweckgebunden wären, dann gäbe es keine Möglichkeit in Haushalten auf lokale oder plötzlich auftretende Situationen zu reagieren. Zweckgebundene Einnahmen sind Abgaben wie beispielsweise für die Rentenversicherung oder die Sozialversicherung Sozialversicherung.

Was die Verwendung Deiner Steuergelder in Deiner Kommune angeht kannst Du ganz einfach den Haushalt der Kommune ansehen. Diese sind öffentlich. Auch die Beschlüsse, die ein Rat fasst sind öffentlich und sogar die meisten Teile der Sitzungen und Sitzungsprotokolle sind öffentlich. Mehr noch: Du kannst Dich einbringen, denn in den meisten Kommunen sind die Entscheidungsträger Bürger wie Du und ich, die ehrenamtlich tätig sind.

Und: Bürger sind keine zahlenden Kunden irgendeines Staatswesens, sondern Gestalter ihrer demokratischen Gesellschaft.

Philfuel 26.01.2025 12:07
Gestern kam unser neuer Grundsteuerbescheid. Von 290€ auf jetzt 960€

wiltshire 26.01.2025 12:12
Philfuel schrieb:

Gestern kam unser neuer Grundsteuerbescheid. Von 290€ auf jetzt 960€
Das ist eine Menge. Liegt es an einer Veränderung des Hebesatzes oder einer gänzlich anderen Bewertung durch das Finanzamt?
Falls Finanzamt: Manche haben Reparaturen am Haus als Modernisierungsmaßnahmen und nicht als Instandhaltungsmaßnahmen angegeben. Bei Modernisierung geht das Finanzamt von einer Wertsteigerung aus, bei Instandhaltung nicht. Diesen "Angabefehler" kannst Du immer noch korrigieren lassen.

nordanney 26.01.2025 12:27
Für ein Garagengrundstück den Bescheid gesehen (nicht meiner). Vervierfachung!
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