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ᐅ Wie kann IKEA Hemnes im DIY-Projekt nachhaltig verwendet werden?

Erstellt am: 28.05.16 14:07
K
kirstenk61
K
kirstenk61
28.05.16 14:07
Ich habe vor, das IKEA Hemnes Möbelstück im Rahmen eines DIY-Projekts nachhaltig zu verwenden, und möchte hier gerne eine Diskussion starten, um verschiedene Ansätze zu sammeln und auszutauschen.

Konkret interessiert mich, wie man das Material und die Konstruktion des Hemnes bestmöglich nutzen kann, ohne es komplett zu zerlegen oder zu entsorgen, also durch Upcycling oder durch sinnvolle Umgestaltung. Welche Methoden und Techniken eignen sich gut, um die natürliche Holzstruktur zu erhalten und gleichzeitig ein langlebiges, nachhaltiges Ergebnis zu erzielen?

Ich denke dabei nicht nur an Möbelumbauten, sondern auch an kleinere Projekte wie dekorative Elemente oder multifunktionale Möbelstücke. Gibt es Erfahrungen mit Nachbehandlungen des Holzes, die ökologisch sinnvoll sind, oder spezielle Werkzeuge, die die Bearbeitung erleichtern, ohne den ökologischen Fußabdruck zu vergrößern?

Ich würde mich über fundierte Antworten freuen, die auch mögliche Stolpersteine oder Fehlerquellen bei der Wiederverwendung des Hemnes thematisieren.
U
umberto
28.05.16 15:12
Das Hemnes besteht aus massiven Kiefernholzpaneelen, die sich gut abschleifen und neu lackieren lassen.

Für nachhaltiges DIY empfiehlt sich eine Behandlung mit Ölen, etwa Leinöl oder Holzwachs. Diese sind umweltfreundlich und erhalten die natürliche Optik.

Für den Umbau: Achte darauf, keine Schrauben zu zerstören, damit du alles wieder montieren kannst.
F
fidasi
28.05.16 17:25
Deine Frage trifft viele wichtige Punkte, vor allem die Erhaltung der Holzstruktur bei gleichzeitig nachhaltiger Nutzung. Die Hemnes-Serie benutze ich selbst oft, weil das Kiefernholz zwar weich, aber relativ langlebig und recycelbar ist.

Ich empfehle dir folgende Bearbeitungsschritte im Detail:
- Zunächst das Möbelstück komplett auseinandernehmen und alle Verbindungspunkte inspizieren.
- Schleifen: Eine Körnung um 120 für die erste Runde, um alte Beschichtungen zu entfernen. Dann feiner werden auf 180 oder 220.
- Ökologische Nachbehandlung: Nutze unbehandelte Naturöle oder Wachs (Hartwachs oder Bienenwachs). Diese Versiegelungen sind nicht nur nachhaltig, sondern lassen das Holz atmen.
- Achte darauf, keinen Lack oder chemische Mittel zu verwenden, die das Holz versiegeln und somit die Nachhaltigkeit beeinträchtigen.

Welche Funktion soll denn dein neues Projekt erfüllen? Zum Beispiel ein Regal, eine Bank oder etwas anders?

Auch wichtig: Schrauben und Dübel nicht zerstören beim Auseinandernehmen, um Wiederverwendbarkeit zu gewährleisten.

Gibt es schon eine Vorstellung, wie viel handwerkliche Erfahrung du hast?
D
difepeo
29.05.16 09:33
Ich finde es interessant, wie oft Nachhaltigkeit beim Upcycling nur oberflächlich betrachtet wird. Nur weil man ein Möbel umwandelt, heißt das nicht automatisch, dass das Endprodukt wirklich nachhaltiger ist.
fidasI schrieb:
Welche Funktion soll denn dein neues Projekt erfüllen? Zum Beispiel ein Regal, eine Bank oder etwas anders?

Genau hier liegt für mich der entscheidende Punkt. Oft entstehen durch DIY-Projekte aus Hemnes eher weniger langlebige Lösungen, weil die Konstruktion für andere Belastungen nicht ausgelegt ist.

Daher würde ich vor einer Verarbeitung erstüberprüfen, ob das Hemnes-Holz und seine Verbindungsarten wirklich optimal für das neue Nutzungsprofil geeignet sind.

Zudem: Welche ökologischen Öle oder Lacke sind wirklich nachhaltiger als klassische? Das sollte man belegen können, statt sich nur auf Zertifikate oder Versprechen zu verlassen.
F
fidasi
29.05.16 11:48
difepeo schrieb:
Daher würde ich vor einer Verarbeitung erstüberprüfen, ob das Hemnes-Holz und seine Verbindungsarten wirklich optimal für das neue Nutzungsprofil geeignet sind.

Sehe ich genauso, gerade in puncto Stabilität sind Eigenkonstruktionen oft schwächer.

Zum Thema nachhaltige Öle: Unbehandeltes Leinöl ist ein klassisches Beispiel; es ist biologisch abbaubar und von Natur aus ungiftig. Wer ganz sicher gehen will, kann sich entsprechende technische Datenblätter anschauen oder auf biologisch zertifizierte Produkte zurückgreifen.

Für das Hemnes, das Kiefernholz, empfehle ich außerdem, das Holz mit einem UV-Blocker zu versehen, falls es draußen verwendet wird. Das verhindert eine zu schnelle Alterung und schützt auf chemisch natürlichem Wege.

Was mir noch wichtig ist: Man sollte beim Nachbehandeln unbedingt die Umwelteinflüsse bedenken – also keine Lösungsmittel oder Formaldehyd freiwerdenden Materialien verwenden.
K
kirstenk61
30.05.16 08:22
fidasI schrieb:
Welche Funktion soll denn dein neues Projekt erfüllen? Zum Beispiel ein Regal, eine Bank oder etwas anders?

Danke für die ausführliche Antwort! Ich plane aktuell, aus Hemnes-Elementen eine Art multifunktionalen Hocker mit Stauraum zu bauen, der stabil genug sein soll, um als Sitzgelegenheit zu dienen, aber auch wandelbar und ästhetisch ansprechend bleibt. Die Idee ist, das Möbelstück möglichst modular und vielleicht sogar erweiterbar zu gestalten – eventuell will ich später noch Elemente hinzufügen können, also sind die Verbindungen sehr wichtig.

Handwerklich bringe ich fortgeschrittene Kenntnisse mit. Ich habe bereits kleinere Möbel umgebaut und lackiert, bin mit Schleiftechniken und Holzbehandlungen vertraut, möchte aber Nachhaltigkeit in jedem Schritt verbessern, gerade was die Auswahl der Werkzeuge und Verbrauchsmaterialien angeht.

Gibt es spezielle Tipps zur modularen Konstruktion mit Hemnes-Bauteilen oder zur Wiederverwendbarkeit von Schrauben und Dübeln, die ich unbedingt beachten sollte?
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