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ᐅ Wie baue ich Ikea Metod Schränke bei begrenztem Stauraum optimal?

Erstellt am: 17.05.22 18:07
K
koandrzej
K
koandrzej
17.05.22 18:07
Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor der Herausforderung, Ikea Metod Küchenschränke in einer Wohnung mit sehr begrenztem Stauraum optimal zu installieren. Mein Raum misst insgesamt nur knapp 2,5 Meter in der Länge, dafür mit voller Raumhöhe von 2,4 Metern. Ich habe vor, sowohl Oberschränke als auch Unterschränke zu kombinieren, möchte aber so wenig wie möglich Stellfläche verlieren, um die Raumeffizienz zu maximieren.

Ein großes Thema für mich ist die Auswahl der Tiefe und Breite der einzelnen Module sowie deren Anordnung – zum Beispiel ob ich besser modulare Schränke mit Standardtiefen (60 cm) nehme oder ob flachere Lösungen (37 cm Tiefe) sinnvoll sind. Außerdem frage ich mich, wie sich Auszüge, Innenschubladen oder andere Stauraumlösungen optimal integrieren lassen, gerade auch unter Berücksichtigung der Raumhöhe.

Hat jemand Erfahrung mit der Konfiguration der Metod Serie in sehr kleinen Küchen? Gibt es clevere Tipps, wie man beispielsweise die Schrankhöhe besser nutzen kann, um Stauraum zu gewinnen, ohne dass es total überladen wirkt? Welche Kombinationen von Modulen sind besonders platzsparend und dennoch praktisch im Alltag?

Ich freue mich auf eure Lösungsvorschläge, gern auch mit konkreten Beispielen aus eigener Erfahrung. Vielen Dank!
B
bapar
17.05.22 20:18
Hallo koandrzej,

zu deiner Frage hinsichtlich des optimalen Aufbaus von Ikea Metod Schränken bei begrenztem Stauraum möchte ich etwas ausführlicher eingehen. Zunächst ist die genaue Raumvermessung der Schlüsselpunkt: Du hast angegeben 2,5 m Länge und 2,4 m Höhe, was sehr kompakt ist, weshalb die Module gut geplant sein müssen.

- Standardtiefe von 60 cm bei Unterschränken ist zwar ideal für alle Arbeitsflächen und Geräte, kann aber in kleinen Küchen stark den Raum einengen. Flachere Unterschränke mit 37 cm Tiefe sind durchaus eine Alternative, allerdings solltest du bei der Planung beachten, dass Standardgeräte wie Spülen, Einbauherde oder Geschirrspüler meist mindestens 60 cm benötigen, andernfalls gäbe es bei der Installation Probleme. Eine kombinierte Lösung ist denkbar: Ein Teil 60 cm tief, ein anderer flacher für mehr Bewegungsfreiheit.

- Hinsichtlich der Oberschränke wäre die Nutzung der vollen Raumhöhe mit höheren Modulen (ca. 80-92 cm) sinnvoll, denn so kannst du die vertikale Fläche optimal ausnutzen. Da die Schrankmodule standardmäßig eine Tiefe von 37 cm haben, nehmen sie kaum Raum ein, bieten aber viel Stauraum durch zusätzliche Einlegeböden oder Innenauszüge.

- Besonders in kleinen Küchen bieten sich Innenschubladen oder Auszüge an, da der Stauraum dadurch wesentlich effizienter nutzbar ist. Auch das Anbringen von Organizersystemen in den Schränken, z.B. für Backbleche, Gewürze oder Töpfe, kann die Nutzbarkeit deutlich verbessern.

- Die Kombination von offenen Regalelementen oder Hängeschränken mit Glasschiebetüren kann sowohl das Raumgefühl auflockern als auch Stauraum bringen.

- Meiner Erfahrung nach sollte die Küchenarbeitsfläche so freigehalten werden, dass Laufwege nicht blockiert werden. Wenn du die Küche in einer Zeile baust, kann man durch Höhenstaffelung und eine kleine Sitzgelegenheit das Maximum aus dem Raum herausholen.

Gibt es spezielle Geräte, die du geplant hast, oder sind die verwendeten Elektrogeräte eher Standard? Dies könnte die Planung der Schranktiefen und -größen zusätzlich beeinflussen.

Zusammenfassend: Nutze die Höhe voll aus, variiere die Schranktiefen dort, wo es möglich ist, und setze auf Innenauszüge, um kleinteiligen Stauraum bestmöglich zu strukturieren.

Falls du möchtest, kann ich dir gerne noch detailliertere Vorschläge machen, wenn du die exakten Maße der geplanten Elektrogeräte nennst.
D
DULIS
18.05.22 06:39
Hi,

mein Tipp: Oberschränke direkt bis zur Decke ausnutzen und Innenauszüge statt Einlegeböden verwenden. Das bringt mehr Übersicht und Stauraum. Unterschränke auf 60 cm Tiefe, damit Geräte problemlos passen. Kombinationen mit flacheren Schränken sind oft kompliziert.
R
Ramon4
18.05.22 09:51
Hallo koandrzej,

ich kann gut nachvollziehen, dass das Thema Stauraum in kleinen Küchen komplex ist – ich hatte eine ähnliche Herausforderung in meiner 2,2 Meter langen Küche.

Ein Gedanke von meiner Seite: Nutze Oberschränke mit maximaler Höhe. Ikea bietet dort für Metod Module 80 oder 92 cm als Standardhöhen an und man kann diese durch zusätzliche Blenden oberhalb aufstocken. So lagerst du Dinge, die du selten nutzt, ganz oben – da bist du schon auf einem guten Weg, den vertikalen Raum voll auszunutzen.
bapar schrieb:
Besonders in kleinen Küchen bieten sich Innenschubladen oder Auszüge an, da der Stauraum dadurch wesentlich effizienter nutzbar ist.

Diesen Punkt kann ich nur unterstreichen; Innenschubladen machen die Unterschränke viel zugänglicher. Bei mir sind sie unverzichtbar.

Außerdem habe ich mir überlegt, dass man es sich unter Umständen leichter macht, wenn man bei Ikea einzelne Elemente nicht nur standardmäßig nebeneinanderstellt, sondern bei der Planung auch Ecklösungen (z. B. Eck-Hängeschrank mit Karussell) oder den Einsatz von Blenden einplant. Diese erhöhen zwar den Planungsaufwand, helfen aber ungemein, den Raum besser auszunutzen.

Eine weitere Idee: Statt durchgehend 60 cm Tiefe für alle Unterschränke zu verwenden, könntest du das Kochfeld mit 60 cm planen und daneben flachere Schränke, um beweglich zu bleiben. Gerade bei 2,5 Metern Länge können ein paar Zentimeter mehr Bewegungsfreiheit die Nutzung deutlich angenehmer machen.

Hast du schon überlegt, wie genau dein Grundriss aussieht? Manchmal macht der Unterschied, ob man eine Zeile oder L-Form hat, enorm viel aus.
K
kemeo68
19.05.22 11:22
koandrzej schrieb:
Ein großes Thema für mich ist die Auswahl der Tiefe und Breite der einzelnen Module sowie deren Anordnung – zum Beispiel ob ich besser modulare Schränke mit Standardtiefen (60 cm) nehme oder ob flachere Lösungen (37 cm Tiefe) sinnvoll sind.

Diese Frage finde ich tatsächlich sehr interessant, weil sie auf das ganz grundlegende Problem des Ikea Metod Systems im Kleinraum hinausläuft. Denn meiner Erfahrung nach ist das Metod eher für standardisierte Küchen mit ausreichend Platz konzipiert worden.

Wäre der Raum ausschließlich 2,5 m lang, würde ich klar dazu raten, alles auf 60 cm Tiefe zu planen, sofern Elektrogeräte mit einbezogen sind – da gibt es keine echte Alternative. Falls hingegen Kochfeld und Spüle eher platzsparend untergebracht werden können, wäre der Ausbau mit 37 cm Tiefe, zumindest für einen Teil der Schränke, eine clevere, wenn auch weniger komfortable Lösung, da Stauraum in der Tiefe natürlich leidet.

Allerdings würde ich auch grundsätzlich in Frage stellen, ob der Ikea Metod Ansatz hier wirklich optimal ist, oder ob eine maßgefertigte Lösung eventuell sinnvoller wäre, um Speicherraum besser und flexibler an deinen kleinen Raum anzupassen. Oft wird der Ikea Weg unterschätzt, wenn es um ungewöhnliche Grundrisse und geringes Volumen geht.
bapar schrieb:
Falls du möchtest, kann ich dir gerne noch detailliertere Vorschläge machen, wenn du die exakten Maße der geplanten Elektrogeräte nennst.

Wäre hier auch mein Vorschlag: Ohne genaue Maße der Geräte ist es sehr schwer, konkrete Empfehlungen zu geben.

Und noch ein letzter Punkt: IKEA-Metod ist solide, aber verzeih nicht unbedingt maßliche Abweichungen oder Sonderwege. Ist der Stauraum das höchste Ziel, wird das System schnell an seine konstruktiven Grenzen stoßen.
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