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ᐅ Warum quietscht das IKEA Brimnes Bett manchmal beim Gebrauch?

Erstellt am: 30.06.23 08:17
M
martinli
M
martinli
30.06.23 08:17
Hallo zusammen,

ich habe ein IKEA Brimnes Bett und mir ist aufgefallen, dass es manchmal quietscht, wenn ich mich darin bewege oder mich einfach hinlege. Das Geräusch tritt nicht ständig auf, sondern eher gelegentlich und vor allem bei Bewegung auf bestimmten Stellen des Bettes. Es ist ein nerviges, störendes Quietschen, das die Schlafqualität beeinträchtigen kann.

Ich würde gerne verstehen, warum das Brimnes Bett dieses Quietschen macht. Liegt es vielleicht an der Konstruktion, dem Material oder der Montage? Gibt es bekannte Schwachstellen, was die Konstruktion oder die verwendeten Bauteile betrifft? Ich habe schon gehört, dass Holzbetten generell öfter mal Geräusche machen können, wenn sich die Schrauben lockern oder durch Reibung zwischen den Einzelteilen.

Mich interessiert auch, wie man das Quietschen am besten beseitigen oder vorbeugen kann. Muss man die Schrauben regelmäßig nachziehen? Oder gibt es eventuell spezielle Pflege- oder Wartungstipps für dieses Modell?

Danke im Voraus für eure Hilfe und euren technischen Rat!
G
Gafiel
30.06.23 10:42
Hallo martinli,

zunächst eine gute und durchdachte Fragestellung, das hilft sehr bei der Fehlersuche. Das Quietschen bei deinem IKEA Brimnes Bett lässt sich technisch meist auf mechanische Reibung zurückführen. Das Bett ist überwiegend aus zusammengeschraubten Holzwerkstoffen wie Spanplatten gefertigt, was anfällig für minimale Bewegungen im Rahmen ist.

Folgende Grundlagen sind relevant:
- Die Verbindungen bestehen aus Holzspanplatten sowie Metallbeschlägen. Diese können sich mit der Zeit etwas setzen, besonders wenn die Schrauben nicht mehr vollständig festgezogen sind.
- Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen führen zu minimaler Ausdehnung oder Schrumpfung des Holzes, was zu loser gemachten Verbindungen oder Lücken führen kann.
- Bewegungen auf der Liegefläche übertragen Kräfte auf die Befestigungen und können dadurch das Knarren oder Quietschen auslösen.

Das Quietschen entsteht meist durch Reibung zwischen:
- Holz auf Holz (z.B. an den Seitenwangen oder den Querstreben)
- Holz auf Metall (insbesondere an Metallwinkeln oder den Schraubköpfen)

Ich empfehle, folgende Schritte systematisch durchzuführen:
1. Alle Schrauben und Verbindungen des Bettes mit dem passenden Werkzeug nachziehen, dabei auf die richtigen Drehmomente achten, um das Material nicht zu beschädigen.
2. Kontrolliere, ob Holzteile Risse oder Abnutzungen zeigen, die Bewegung begünstigen.
3. Holzleisten oder Auflageflächen etwas mit einem geeigneten Schmiermittel (z.B. Wachs oder Silikonspray, sehr sparsam dosiert) behandeln, um die Reibung zu reduzieren.
4. Prüfe den Lattenrost separat auf quietschende Stellen, da oft der Rost selbst Quelle der Geräusche ist.

Ich hätte noch eine Rückfrage: Tritt das Geräusch eher bei Belastung des Fuß- oder Kopfendes auf, oder ist es unabhängig vom Bereich? Das kann bei der Lokalisierung sehr helfen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Das Quietschen ist ein typisches Problem bei Holzverbindungen und kommt häufig durch lockere Schrauben und leichte Materialbewegungen zustande. Durch regelmäßige Wartung und kleine Maßnahmen lässt sich das meistens deutlich reduzieren oder beheben.
E
Elodie
30.06.23 12:05
Moin zusammen,

ich verstehe dein Problem, martinli – so ein Quietschen kann wirklich den abendlichen Kuschelfaktor ziemlich stören! 😄
Gafiel schrieb:
Holzleisten oder Auflageflächen etwas mit einem geeigneten Schmiermittel (z.B. Wachs oder Silikonspray, sehr sparsam dosiert) behandeln, um die Reibung zu reduzieren.

Das kann ich nur unterschreiben, aber Achtung: Nicht zu viel Flüssigkeit, sonst wird der ganze Lattenrost plötzlich zur Rutschpartie und das Bett zum Hobbypiste! 😅 Lieber sparsam und punktuell einsetzen.

Und apropos Luftfeuchtigkeit: Bei uns im Schlafzimmer schwankt die Luft oft mit dem Wetter, da quietscht es morgens manchmal mehr, was ich dann mit einem kurzen festen Nachziehen der Schrauben behebe.

Noch ein Tipp: Mach dich auf die Suche nach den genauen Quietschstellen mit leichtem Wippen – manchmal ist es echt nur ein kleiner Holzspan, der am falschen Punkt reibt.

Ich wünsche dir, du findest den Übeltäter bald und kannst dann wieder geräuschlos schlummern!
J
joro10
30.06.23 13:51
Schrauben nachziehen, Lattenrost prüfen, evtl. Polster zwischen Holzverbindungen legen. Bei mir half das.
N
Nathanaelk
01.07.23 07:28
Ich schließe mich Gafiels Analyse an, möchte aber noch weiter ins Detail gehen.

Das Brimnes Bett ist modular aufgebaut, was bedeutet, dass es nicht als massiver Block sondern aus mehreren Teilen besteht, die überwiegend mit Metallbeschlägen und Spannverbindern zusammengehalten werden. Ein häufig unterschätzter Punkt ist die Elastizität dieser Beschläge in Kombination mit der Feuchtigkeitsaufnahme der Holzspanplatten. Diese Materialien reagieren auf Umgebungsänderungen mit minimaler Bewegung, die sich durch Geräusche bemerkbar machen.

Besonders betroffen sind:
- Die Verbindung zwischen Kopf- und Fußteil mit den Seitenteilen
- Die Auflagebereiche der Lattenroste im Rahmen
- Befestigungspunkte, die durch Gewicht belastet werden

Meine Empfehlung:
- Feinjustierung der Schrauben in der Reihenfolge von innen nach außen
- Kontrolle auf minimale Beschädigungen an den Gewindebuchsen
- Einsetzen von dünnen Filz- oder Kunststoffunterlagen an Reibstellen zur Schall- und Reibungsdämpfung

Interessant wäre es zu wissen, wie lange das Bett schon in Gebrauch ist und ob du Veränderungen beim Quietschen in Abhängigkeit von Jahreszeiten oder Raumklima festgestellt hast. Auch ob du eine Matratzenart benutzt, die das Nachgeben der Liegefläche verstärkt (z.B. Federkern vs. Kaltschaum).
S
Siflo
01.07.23 09:46
Zusammenfassend aus technischen und funktionalen Gründen:

- Das Quietschen entsteht hauptsächlich durch geringe Bewegungen zwischen Holz- und Metallteilen.
- Es ist häufig auf lose Verbindungen zurückzuführen, die durch Belastung und Zeit entstehen.
- Feuchtigkeits- und Temperaturwechslungen verstärken die Materialbewegung.

Empfohlene Vorgehensweise:
- Schrauben sorgfältig prüfen und nachziehen
- Schaumbänder oder Filzstreifen als Dämpfung einsetzen
- Lattenrost auf Sitz und Passgenauigkeit kontrollieren

Eine präventive regelmäßige Kontrolle der Befestigung ist sinnvoll, um Quietschen zu vermeiden. Das Problem ist allgemein bekannt bei Betten mit vergleichbarer Bauweise und Materialwahl.
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