ᐅ ungedämmter Keller = nasser Keller?
Erstellt am: 05.12.2015 10:13
Wastl 07.12.2015 10:26
Ricard0 schrieb:
Gemeinsame (sprich für beide Doppelhaushälften) Bodenplatte aus Stahlbeton als WU Konstruktion (weiße Wanne). Wärmedämmung auf der Kellerdecke im Fußbodenaufbau des Erdgeschosses. Wärmedämmung der Bodenplatte im Bereich des Treppenhauses.
Wände Stahlbeton, ungedämmt bzw. mit Flankendämmung. Die Keller sind keine Aufenthaltsräume. Keller als WU Konstruktion.
Einfachverglaste Kellerfenster.
Viele Grüße
RicardoSchön wenn das Grundstück passt - der Keller hört sich nicht so toll an. Schallübertragung bei gemeinsamer Bodenplatte wäre das erste No-Go für mich.Bei einer Bestandsimmobilie schaut man sich auch Haus+Grundstück an - so musst du es beim Bauträger auch machen. Und wenn das Haus Murks ist, bringen dir die schönen Wiesen auch nichts
Ricard0 07.12.2015 11:39
Hallo Wastl,
der Keller hört sich nach bisheriger Planung nicht so toll an, das stimmt leider. Deswegen überlege ich, ob man den mit gewissen Änderungen vernünftig gestalten kann. Z.B. mit der Perimeterdämmung der Kellerwände.
Die gemeinsame Bodenplatte sollte schalltechnisch wenig stören, nach meinen Recherchen. Immerhin sind die darüber liegenden Etagen mit einer Trennfuge versehen und bestehen aus 17,5cm starken Mauerwerk. Da hoffe ich auf Kalksandstein, konnte man mir aber auch noch nicht genau sagen.
Eine derartige Konstruktion wird wohl auch von der Kalksandsteinindustrie für gut befunden und entspricht dem erhöhten Schallschutz nach dem Beiblatt 1 der DIN 4109 (sprich mind. 67dB Dämpfung). Das wird vom Bauträger lt. Baubeschreibung auch erreicht.
Eine weitere Überlegung ist nun, neben der Perimeterdämmung eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung für das gesamte Haus inkl. Keller zu erfragen. Um eben den Luftaustausch zu gewährleisten und damit Feuchtigkeitsproblemen vorzubeugen.
der Keller hört sich nach bisheriger Planung nicht so toll an, das stimmt leider. Deswegen überlege ich, ob man den mit gewissen Änderungen vernünftig gestalten kann. Z.B. mit der Perimeterdämmung der Kellerwände.
Die gemeinsame Bodenplatte sollte schalltechnisch wenig stören, nach meinen Recherchen. Immerhin sind die darüber liegenden Etagen mit einer Trennfuge versehen und bestehen aus 17,5cm starken Mauerwerk. Da hoffe ich auf Kalksandstein, konnte man mir aber auch noch nicht genau sagen.
Eine derartige Konstruktion wird wohl auch von der Kalksandsteinindustrie für gut befunden und entspricht dem erhöhten Schallschutz nach dem Beiblatt 1 der DIN 4109 (sprich mind. 67dB Dämpfung). Das wird vom Bauträger lt. Baubeschreibung auch erreicht.
Eine weitere Überlegung ist nun, neben der Perimeterdämmung eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung für das gesamte Haus inkl. Keller zu erfragen. Um eben den Luftaustausch zu gewährleisten und damit Feuchtigkeitsproblemen vorzubeugen.
Bauexperte 07.12.2015 11:46
Hallo Ricardo,
Hast Du Dir wenigstens schon Auskünfte zum favorisierten Anbieter besorgt? Darüber nachgedacht, externen Sachverstand ins Abenteuer Hausbau einzubeziehen?
Grüße, Bauexperte
Ricard0 schrieb:Nein. So schön kann ein Grundstück überhaupt nicht sein, daß ich mir unkalkulierbare Nebenbaustellen - und diese ohne Not - einkaufen würde
Der eine Bauträger mit dem besseren Haus liefert ein Schuhkartongrundstück mit, der andere, mit dem "schlechteren" ein traumhaftes Eckgrundstück, fast Doppel so groß. Das beantwortet nun auch die Frage, wieso wir den gefühlt besser finden.
Ricard0 schrieb:Seltsame Vorgehensweise ?! Wir haben eine BB, welche für sämtliche BV angewendet wird; natürlich erweiterbar über Zusatzvereinbarungen. Welch ein logistischer Aufwand, für jedes BV eine eigene BB zu schreiben.
Bisher ist die BB nur vorläufig, auf zwei DIN-A4 Seiten. Die Vermarktung beginnt erst zu Beginn des nächsten Jahres. Jetzt werden aber schon Gespräche geführt, damit man noch etwas Puffer bis zum Ablauf der KfW-70 Förderung hat.
Die BB soll natürlich noch erweitert und präzisiert werden.
Hast Du Dir wenigstens schon Auskünfte zum favorisierten Anbieter besorgt? Darüber nachgedacht, externen Sachverstand ins Abenteuer Hausbau einzubeziehen?
Grüße, Bauexperte
Ricard0 07.12.2015 12:02
Hallo Bauexperte,
das stimmt ja auch alles - die Baubeschreibung ist sehr grob gehalten, was drin steht überzeugt nicht wirklich. Aber das Grundstück... tatsächlich herausragend (an zwei Seiten Parkanlage angrenzend, doppelt so groß wie das des Konkurrenten, SW-Ausrichtung). Aber noch ist nichts entschieden.
Bei dem Bauträger handelt es sich um ein seit über 100 Jahren bestehendes Unternehmen, bei dem die Stadt deutlicher Hauptaktionär ist. In Köln wurden schon viele Projekte von diesem Unternehmen verwirklicht. Hierzu habe ich viel Lob und natürlich auch einige Makel gehört.
Der Generalübernehmer (oder -Unternehmer, da bin ich mir unsicher) hat ebenfalls bereits viele große Projekte fertiggestellt. Ich arbeite bspw. in einem Gebäude von denen.
Einen Baubegleiter wollen wir uns an die Seite holen - ja. Mit der jetzigen Baubeschreibung möchte ich aber noch niemanden mit der Prüfung beauftragen, weil da einfach noch zu wenig drin steht.
Jetzt wissen wir aber zumindest die Baubeschreibung und angedachten Ausführungen des Konkurrenzbauträgers zu schätzen.
Viele Grüße
Ricardo
das stimmt ja auch alles - die Baubeschreibung ist sehr grob gehalten, was drin steht überzeugt nicht wirklich. Aber das Grundstück... tatsächlich herausragend (an zwei Seiten Parkanlage angrenzend, doppelt so groß wie das des Konkurrenten, SW-Ausrichtung). Aber noch ist nichts entschieden.
Bei dem Bauträger handelt es sich um ein seit über 100 Jahren bestehendes Unternehmen, bei dem die Stadt deutlicher Hauptaktionär ist. In Köln wurden schon viele Projekte von diesem Unternehmen verwirklicht. Hierzu habe ich viel Lob und natürlich auch einige Makel gehört.
Der Generalübernehmer (oder -Unternehmer, da bin ich mir unsicher) hat ebenfalls bereits viele große Projekte fertiggestellt. Ich arbeite bspw. in einem Gebäude von denen.
Einen Baubegleiter wollen wir uns an die Seite holen - ja. Mit der jetzigen Baubeschreibung möchte ich aber noch niemanden mit der Prüfung beauftragen, weil da einfach noch zu wenig drin steht.
Jetzt wissen wir aber zumindest die Baubeschreibung und angedachten Ausführungen des Konkurrenzbauträgers zu schätzen.
Viele Grüße
Ricardo
Bauexperte 07.12.2015 12:15
Hallo Ricardo,
Anyway - als ich das Raumbuch durchgelesen habe, bin ich beinahe vom Glauben abgefallen, so reduziert ist sie zusammengestellt. Übersetze ich das jetzt auf Deine spärlichen Angaben zum favorisierten Anbieter darfst Du imho sicher davon ausgehen, daß Du viele Zusätze teuer hinzukaufen wirst. Denn Auftraggeber größerer Wohneinheiten schauen in 1. Linie auf ihre Rendite, nicht auf sinnvolle Ausstattung.
Wenn Du das verinnerlichst, externen Sachverständigen hinzuziehst und auch Dein Budget zum Wunschhaus passt: alles gut. Andernfalls solltest Du die Finger von der Offerte lassen.
Just my 2 Coins
Grüße, Bauexperte
Ricard0 schrieb:Das heißt erst mal überhaupt nichts. Warum? Ich habe vor einigen Wochen auf eine Ausschreibung reagiert, weil mich die Einkäufer einfach nicht in Ruhe gelassen haben. Es handelt sich um 2 x 3 Reihenhausblocks an deren Vergabe weitere 200 Wohneinheiten geknüpft sind. natürlich dachten die Herrschaften, dieses Lockmittel würde sich auf unseren Angebotspreis auswirken; falsch gedacht. Daher hoffte ich, der Fall wäre erledigt. Auch falsch ... hoffen und harren ...
Bei dem Bauträger handelt es sich um ein seit über 100 Jahren bestehendes Unternehmen, bei dem die Stadt deutlicher Hauptaktionär ist. In Köln wurden schon viele Projekte von diesem Unternehmen verwirklicht. Hierzu habe ich viel Lob und natürlich auch einige Makel gehört.
Der Generalübernehmer (oder -Unternehmer, da bin ich mir unsicher) hat ebenfalls bereits viele große Projekte fertiggestellt. Ich arbeite bspw. in einem Gebäude von denen.
Anyway - als ich das Raumbuch durchgelesen habe, bin ich beinahe vom Glauben abgefallen, so reduziert ist sie zusammengestellt. Übersetze ich das jetzt auf Deine spärlichen Angaben zum favorisierten Anbieter darfst Du imho sicher davon ausgehen, daß Du viele Zusätze teuer hinzukaufen wirst. Denn Auftraggeber größerer Wohneinheiten schauen in 1. Linie auf ihre Rendite, nicht auf sinnvolle Ausstattung.
Wenn Du das verinnerlichst, externen Sachverständigen hinzuziehst und auch Dein Budget zum Wunschhaus passt: alles gut. Andernfalls solltest Du die Finger von der Offerte lassen.
Just my 2 Coins
Grüße, Bauexperte
wpic 07.12.2015 12:25
Gerade auch wenn es ein renommierter Bauträger mit langer Tradition ist, sollte er solche Baubeschreibungen professionell und so detailliert verfassen, daß auch fachkundige Prüfer ausreichend und eindeutig informiert werden. Es sollten ausführliche Beschreibungen der Roh- und Ausbaukonstruktionen / technischer Ausbau darin enthalten sein inkl. genauer Materialbeschreibung und fundierte Aussagen zu Schallschutz / Wärmeschutz / Feuchteschutz ggf. Brandschutz. Als potenzieller Bauherr würde ich mich nicht mit rudimentären Fachinformationen, schönen Bildchen und Prospekttexten begnügen wollen.
Ähnliche Themen