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ᐅ Sparanfänger mit Fragen zur Plausibilität des "groben" Plans


Erstellt am: 27.12.15 15:23

Steffen8011.02.16 20:03
Vanben schrieb:

Für mich stellt sich das momentan eher folgendermaßen dar: Du hast dich selbstständig gemacht, den richtigen Riecher bewiesen und plötzlich wirst du binnen kurzer Zeit mit Geld zugeschüttet. Das ist selbstverständlich auch ein Verdienst, den es anzuerkennen gilt, aber hat doch mit dem "beinharten Pfennigfuchser"-Image, dass du hier präsentierst nicht viel zu tun, oder?

Ach wäre das schön leider muss ich hart und sehr viel für mein Geld arbeiten. 70..80h die Woche momentan..
Vanben11.02.16 20:56
: Entschuldige, ich wollte dich auch gar nicht so sehr in den Fokus rücken. Dein Beispiel ist nur eben grundsätzlich interessant, weil in absoluten Zahlen sehr viel Eigenkapital vorhanden ist...und natürlich weil du hier im Forum als vehementer Verfechter hoher Eigenkapital-Quoten auffällst

Kurz zu deinen Antworten:
- Machbarkeit Finanzierung --> Im Einzelfall sicher nötig, aber daraus folgt keine pauschale Empfehlung für "alle"
- Selbstdisziplin --> Setze ich voraus, wird durch die Abbuchungen erzwungen. Nett, wenn es einen nicht kalt erwischt, aber nicht mehr
- Beleihungswert --> Gerade zu dem Punkt habe ich hier ja ne Menge geschrieben. 110% ist meist teuer im Verhältnis zur eingesparten Wartezeit, unterhalb von 100% bringt wenig, bzw. ist sogar kontraproduktiv, wenn man dafür extra erst sparen muss.
- bessere Ausstattung --> Mehr Geld ausgeben geht immer, ist dann aber im Prinzip dasselbe wie "Machbarkeit"

Das Buch hatte ich jetzt nur aufgrund des Titels eingeordnet, gibt ja einige solcher Machwerke. Ob das Eigenheim tatsächlich mit Vermögensaufbau, in dem Sinne, wie ihn Autoren solcher Bücher verstehen, gleichzusetzen ist, ist eine Diskussion für sich.



Inwiefern kannst du Steffen zustimmen? Ihr habt beide lange Zeit gespart und habt jetzt eine hohe Eigenkapital-Quote - das freut mich für euch, ganz ehrlich! Aber nur weil ihr das (zufällig oder mit Absicht) so gemacht habt, ergibt sich daraus doch keine Handlungsempfehlung für Dritte. Dazu bedarf es dann schon sachlich greifbarer Argumente.

- Weniger Geld fürs Haus bezahlen, dank niedrigerer Zinsen? Funktioniert nicht aufgrund der steigenden Baupreise in Verbindung mit miesen Zinsen aufs Ersparte (wir reden ja immer noch von der heutigen Situation, oder?)
- "Besser Schlafen"? Rückblickend betrachtet ist es leicht sich das schönzureden (meine ich jetzt nicht böse!), was man nicht kennt, fehlt einem ja auch nicht. Aber wieder: Nur weil es sich bei dir so ergeben hat und du das im Nachhinein nicht bereust, ergibt das doch noch keine Empfehlung für andere. Hans Müller ist vielleicht momentan total unglücklich in seiner abgewohnten Mietwohnung mit lauten Nachbarn und bereut es später nicht doch eher gebaut zu haben...

Was genau war/ist der (beabsichtigte) Effekt, der anderen ebenso zugute käme?
nms_hs11.02.16 21:01
Steffen80 schrieb:
Quatsch. Innerhalb der Ausbildung wurden paar DM + paar DM VML gespart. Mit 22 hatte ich fertig gelernt und ein überschaubares Einkommen. Im Schnitt habe ich so 10% vom Einkommen gespart. Natürlich noch ohne Gedanken an ein Haus. Wer ein Studium vorzieht, muss sich halt damit abfinden, erst später zu bauen ODER weniger Eigenkapital zu haben. Finde diese Argumentation immer etwas albern "aber ich hab erst studiert und konnte nicht sparen"..na und? Wurde doch keiner zum studieren gezwungen

Ich sehe in meiner Aussage keinen "Quatsch".
"Wer ein Studium vorzieht, muss sich halt damit abfinden, erst später zu bauen ODER weniger Eigenkapital zu haben." Das ist doch die Frage, um die es VanBen geht. Anstatt von deinem üppigen Eigenkapital zu schwärmen, würde ich mich freuen, wenn du seine Tabelle inhaltlich widerlegen würdest.
Ansonsten habe ich an Argumenten außer "einem besseren Gefühl bei mehr Eigenkapital" bisher nichts gelesen?
Legurit11.02.16 21:02
Finde viel Eigenkapital auch nicht schlecht, aber wenn man deswegen 5 Jahre mit seinen Kindern im 5ten Stock wohnt ist es nicht unbedingt Trumpf.
Häuser kosten doch angeblich sowieso nur Geld - dann doch lieber so, dass ich (und meine Kinder) was davon habe.
Saruss11.02.16 21:18
Vanben schrieb:

- Weniger Geld fürs Haus bezahlen, dank niedrigerer Zinsen? Funktioniert nicht aufgrund der steigenden Baupreise in Verbindung mit miesen Zinsen aufs Ersparte (wir reden ja immer noch von der heutigen Situation, oder?)
- "Besser Schlafen"? Rückblickend betrachtet ist es leicht sich das schönzureden (meine ich jetzt nicht böse!), was man nicht kennt, fehlt einem ja auch nicht. Aber wieder: Nur weil es sich bei dir so ergeben hat und du das im Nachhinein nicht bereust, ergibt das doch noch keine Empfehlung für andere. Hans Müller ist vielleicht momentan total unglücklich in seiner abgewohnten Mietwohnung mit lauten Nachbarn und bereut es später nicht doch eher gebaut zu haben...

Was genau war/ist der (beabsichtigte) Effekt, der anderen ebenso zugute käme?
Ich kann nur von meinen persönlichen Erfahrungen sprechen, wie jeder andere hier auch.
Alleine deine scheinbaren Argumente kann ich aber auch umgekehrt erfragen!
Nur zum Beispiel: Nur weil du ( oder wer auch immer mit wenig Eigenkapital) mit seinen hohen Schulden gut schlafen kann, ist das noch keine Empfehlung für andere!

Wo genau ist/war der Effekt, der anderen ebenso zugute käme?

(und - mit viel Eigenkapital gebaute Häuser haben im Ernstfall den Vorteil, dass man beim Verkauf mindestens Schuldenfrei ist, wenn nicht besser...)
Vanben11.02.16 21:33
Fühl dich bitte nicht angegriffen. Natürlich kannst du nur von deinen Erfahrungen berichten und in vielerlei Hinsicht kann das für andere interessant und lehrreich sein. Hier gehts aber doch gerade um Handlungsempfehlungen zum Thema Eigenkapital und in der Hinsicht ist niemandem gedient, wenn man liest "Habe ich eben so gemacht", oder wie siehst du das?

Was meine "scheinbaren" Argumente angeht, lass ich mich gern belehren. Deswegen tippe ich hier ja wie blöd. Das Thema interessiert mich.
Um aber deine Gegenfrage zu beantworten:
Der Effekt ist, dass ich schneller ins Eigenheim komme und an der damit einhergehenden Lebensqualität partizipieren kann. Mit Schulden gut schlafen können ist dafür (leider) Grundvoraussetzung, andernfalls bräuchte man keine Finanzierung und die Diskussion ums Eigenkapital wäre obsolet.

Edit: Zum Thema "Notverkauf" habe ich hier ebenfalls schon etwas geschrieben. Diese "Absicherung" ist teuer und geht (vermutlich) auch bei dir zu Lasten anderer Sicherungen (du scheinst ja aktuell z.B. keine Rücklagen für die teurer werdenden Kinder zu haben, wenn ich deine Bemerkung dazu richtig deute)
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