ᐅ Schichtwasser / Oberflächenwasser - was nun?!
Erstellt am: 04.05.2012 18:32
criz79 04.05.2012 18:32
Liebe Foren-Gemeinschaft,
mein Name ist Christopher, ich bin 32 Jahre alt und stehe kurz vor dem Hausbau bzw. Grundstückskauf. Zunächst ein herzliches "Hallo" an die Community, denn es ist mein erster Beitrag hier. Ich hoffe, ich habe ein Forum gefunden, wo ich all meine Fragen, die mich seit einigen Wochen quälen, klären kann
Meine Frau und ich haben ein Grundstück in Aussicht, welches sehr sehr schön und idyllisch gelegen ist. Was bei der ersten Begehung sofort auffiel, alle Gebäude in der Wohngegend sind erhöht gebaut. Erste Gespräche mit den Nachbarn ergaben, dass wir es in der Gegend ab einer Tiefe von ca. 2,00m mit Schichtwasser (Oberflächenwasser?) zu tun haben. Die Leute, die mit Keller gebaut haben, mussten alle mit Wannengründung und Drainage bauen.
Wir wollen aber eigentlich gar keinen Keller bauen. Trotzdem mache ich mir große Sorgen um die Bodenverhältnisse. Welche Nachteile ergeben sich? Mit welchen Konsequenzen ist zu rechnen? Kann durch das Schichtwasser evtl. irgendwann das Haus absacken?
Von einem Hausanbieter habe ich bereits erfahren, dass Tiefenbohrungen zur Erdwärmegewinnung z. B. schon problematisch werden und evtl. gar nicht durchgeführt werden können...
Bin gespannt auf Eure Rückmeldungen.
Viele Grüße und einen schönen Abend!
Christopher
mein Name ist Christopher, ich bin 32 Jahre alt und stehe kurz vor dem Hausbau bzw. Grundstückskauf. Zunächst ein herzliches "Hallo" an die Community, denn es ist mein erster Beitrag hier. Ich hoffe, ich habe ein Forum gefunden, wo ich all meine Fragen, die mich seit einigen Wochen quälen, klären kann
Meine Frau und ich haben ein Grundstück in Aussicht, welches sehr sehr schön und idyllisch gelegen ist. Was bei der ersten Begehung sofort auffiel, alle Gebäude in der Wohngegend sind erhöht gebaut. Erste Gespräche mit den Nachbarn ergaben, dass wir es in der Gegend ab einer Tiefe von ca. 2,00m mit Schichtwasser (Oberflächenwasser?) zu tun haben. Die Leute, die mit Keller gebaut haben, mussten alle mit Wannengründung und Drainage bauen.
Wir wollen aber eigentlich gar keinen Keller bauen. Trotzdem mache ich mir große Sorgen um die Bodenverhältnisse. Welche Nachteile ergeben sich? Mit welchen Konsequenzen ist zu rechnen? Kann durch das Schichtwasser evtl. irgendwann das Haus absacken?
Von einem Hausanbieter habe ich bereits erfahren, dass Tiefenbohrungen zur Erdwärmegewinnung z. B. schon problematisch werden und evtl. gar nicht durchgeführt werden können...
Bin gespannt auf Eure Rückmeldungen.
Viele Grüße und einen schönen Abend!
Christopher
Bauexperte 04.05.2012 21:45
Hallo Christopher,
I.d.R. wird Schichtwasser als Sickerwasser beschrieben, welches auf einer weniger durchlässigen Schicht aufgestaut wird; Schichtwasser sind auch immer bei Hanglagen anzutreffen.
Weil es sich mit dem Grundwasser - die Lagen verschieben sich manchmal - vereinigen kann, ist es richtig, dass es mit der Sole-/Wasser-Wärmepumpe wohl nicht funktionieren wird. Richtig ist aber auch, dass es Dir keine Sorgen bereiten muß, sofern Du auf Bodenplatte gründest
Freundliche Grüße
criz79 schrieb:Erst einmal etwas Erklärendes:
Wir wollen aber eigentlich gar keinen Keller bauen. Trotzdem mache ich mir große Sorgen um die Bodenverhältnisse. Welche Nachteile ergeben sich? Mit welchen Konsequenzen ist zu rechnen? Kann durch das Schichtwasser evtl. irgendwann das Haus absacken?
I.d.R. wird Schichtwasser als Sickerwasser beschrieben, welches auf einer weniger durchlässigen Schicht aufgestaut wird; Schichtwasser sind auch immer bei Hanglagen anzutreffen.
Weil es sich mit dem Grundwasser - die Lagen verschieben sich manchmal - vereinigen kann, ist es richtig, dass es mit der Sole-/Wasser-Wärmepumpe wohl nicht funktionieren wird. Richtig ist aber auch, dass es Dir keine Sorgen bereiten muß, sofern Du auf Bodenplatte gründest
Freundliche Grüße
criz79 05.05.2012 18:00
Hallo Bauexperte,
vielen Dank für die hoffnungsvolle Rückmeldung.
Gruß
Chris.
vielen Dank für die hoffnungsvolle Rückmeldung.
Gruß
Chris.
criz79 06.05.2012 10:11
Hallo Leute,
gibt es Tricks & Tipps, wie ich den Verkäufer vor dem Kauf zu einem Bodengutachten bewegen kann? Ich habe schon angeboten, dass wir uns die Kosten dafür teilen und bei Vertragsabschluss mit dem Kaufpreis verrechnen. Will er nicht machen. Der m² kostet normalerweise 50,- Euronen in dem Gebiet und er ist von sich aus schon auf 45,- runtergegangen. Deshalb gibt es kaum noch Verhandlungsspielraum. Das Grundstück hat 850m².
Was kostet denn so eine Bodenanalyse und wo kann man sie in Auftrag geben? Würdet Ihr mir unbedingt dazu raten, so ein Gutachten vorab einzuholen?
Viele Grüße
Chris.
gibt es Tricks & Tipps, wie ich den Verkäufer vor dem Kauf zu einem Bodengutachten bewegen kann? Ich habe schon angeboten, dass wir uns die Kosten dafür teilen und bei Vertragsabschluss mit dem Kaufpreis verrechnen. Will er nicht machen. Der m² kostet normalerweise 50,- Euronen in dem Gebiet und er ist von sich aus schon auf 45,- runtergegangen. Deshalb gibt es kaum noch Verhandlungsspielraum. Das Grundstück hat 850m².
Was kostet denn so eine Bodenanalyse und wo kann man sie in Auftrag geben? Würdet Ihr mir unbedingt dazu raten, so ein Gutachten vorab einzuholen?
Viele Grüße
Chris.
Bauexperte 06.05.2012 11:59
Hallo Christopher,
Wenn der Grundstückseigentümer sich nicht auf Deinen eingangs erwähnten Deal einläßt, wird er kaum einem Bodengutachten zustimmen, ohne den schriftlichen Nachweis, daß Du das Grundstück tatsächlich kaufst. Im Notarvertrag wird später übrigens Ähnliches stehen, nämlich das Du den Grund kaufst und der Verkäufer nicht für bspw. Altlasten haftbar gemacht werden kann.
Freundliche Grüße
criz79 schrieb:Nein, wenn er sich nicht auf ein vergleichbares Arrangement einlassen will, bleibst Du Letzter; er will imho "nur" das Grundstück vermarkten, möglichst schnell ohne weitere Verpflichtung über Bargeld verfügen.
gibt es Tricks & Tipps, wie ich den Verkäufer vor dem Kauf zu einem Bodengutachten bewegen kann? Ich habe schon angeboten, dass wir uns die Kosten dafür teilen und bei Vertragsabschluss mit dem Kaufpreis verrechnen. Will er nicht machen. Der m² kostet normalerweise 50,- Euronen in dem Gebiet und er ist von sich aus schon auf 45,- runtergegangen. Deshalb gibt es kaum noch Verhandlungsspielraum. Das Grundstück hat 850m².
criz79 schrieb:Ein Bodengutachten für die Standfestigkeit ca. € 1.000,00. Füttere Tante Google mit Bodengutachter und WAF oder Kreis Gütersloh und Du wirst fündig werden.
Was kostet denn so eine Bodenanalyse und wo kann man sie in Auftrag geben? Würdet Ihr mir unbedingt dazu raten, so ein Gutachten vorab einzuholen?
Wenn der Grundstückseigentümer sich nicht auf Deinen eingangs erwähnten Deal einläßt, wird er kaum einem Bodengutachten zustimmen, ohne den schriftlichen Nachweis, daß Du das Grundstück tatsächlich kaufst. Im Notarvertrag wird später übrigens Ähnliches stehen, nämlich das Du den Grund kaufst und der Verkäufer nicht für bspw. Altlasten haftbar gemacht werden kann.
Freundliche Grüße
criz79 07.05.2012 21:04
Hallo,
aber es ist doch völlig sinnfrei, ein Bodengutachten anzufordern, wenn ich das Grundstück ohnehin kaufe. Bei den meisten Hausanbietern ist ein Bodengutachten doch inklusive, wenn es zum Vertragsabschluss kommt, oder? Wenn dann wäre es ja nur hilfreich, wenn ich das Gutachten vor dem Kauf des Grundstücks vorliegen hätte.
Viele Grüße
aber es ist doch völlig sinnfrei, ein Bodengutachten anzufordern, wenn ich das Grundstück ohnehin kaufe. Bei den meisten Hausanbietern ist ein Bodengutachten doch inklusive, wenn es zum Vertragsabschluss kommt, oder? Wenn dann wäre es ja nur hilfreich, wenn ich das Gutachten vor dem Kauf des Grundstücks vorliegen hätte.
Viele Grüße
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