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ᐅ SAT-/Kabelanschluss Pfusch im Bestand sinnvoll ändern


Erstellt am: 12.01.21 23:47

RAL501813.01.21 17:20
Ja, der Grund war ein Umstieg von Kabel auf Sat aufgrund eines Eigentümerwechsels. Dazu kommt noch, dass an einer Stelle wo vorher maximal eine Dose war 2 SAT-Anschlüsse benötigt wurden, so dass man eh ein Kabel neu ziehen musste. Ich vermute, dass man sich daher entschlossen hat die alte Installation einfach zu ignorieren. Aber es kann natürlich auch sein, dass es da zusätzlich Probleme aufgrund von Entfernung und Kabelqualität gab. Danke für den Hinweis. Daran habe ich n och nicht so richtig gedacht.

Testen muss ich es natürlich. Aber dazu müsste ich auch erstmal wissen wie ich es anschließen müsste. Das war ja eigentlich die Frage.
Tassimat13.01.21 20:03
RAL5018 schrieb:

Testen muss ich es natürlich. Aber dazu müsste ich auch erstmal wissen wie ich es anschließen müsste. Das war ja eigentlich die Frage.

Ich würde überall ordentliche neue Steckverbindungen dran machen. Möglichst viel des alten Krams ersetzten. Ich glaube F-Stecker und F-Verbinder brauchst du.

Ansonsten hört sich dein Plan machbar an, sofern ich das alles verstanden habe. Vielleicht hilft eine Skizze, damit wir uns das alles mal vorstellen können. Mir ist zum Beispiel unklar, ob der Sat-Kram auch auf dem Dachboden oder ganz woanders sitzt.
RAL501813.01.21 20:44
Schwierig das aufzumalen. Die Schüssel steht auf der Garage. Die neuen Kabel wurden einfach an der Außenwand bzw. von außen unter dem Dach verlegt und an der benötigten Stelle ein Loch gebohrt.
Die alte Verkabelung (Kabel-HÜP) kommt von der anderen Seite des Hauses und geht von dort zum Dachboden hoch. Dort gab es einen 8-fach-Verteiler und die Kabel gehen wieder runter zu den alten Kabelanschluss-Dosen. Leider sind die zwar unten mal in Leerrohren, aber oben auf dem Dachboden schauen sie z.T. auch trotzdem ohne Leerrohr aus dem Putz raus. Austauschen ist also auch bei den meisten nicht wirklich drin.
*Dipol*14.01.21 20:12
RAL5018 schrieb:

Alter Kabelanschluss wird nicht mehr genutzt. Die Verkabelung dazu ging vom HÜP zum Dachboden hoch und dort per Verteiler in mehrere Zimmer runter. Die Kabel/Dosen existieren weitegehend noch, sind aber nicht mehr angeschlossen.
"Klassischer" Fall eines ehemaligen Verteilnetzes für terrestrischen Antennenempfang, bei dem die Signale von oben nach unten in Stammleitung(en) eingespeist und später auf BK umgestellt wurden.
RAL5018 schrieb:

Ich renoviere gerade und möchte das optimieren. Ich möchte erstmal bei dem Sat-Anschluss bleiben, aber mir auch die Option offenhalten mal auf Kabel umzustellen.
Mittlerweile wurde die für BK genutzte Bandbreite in einem ersten Schritt von 862 auf 1006 MHz ausgeweitet und überschneidet sich mit der Satelliten-ZF, die bei 950 MHz beginnt. Die früher übliche gemeinsame Zuführung von BK- und Sat.-Signalen kann auch daran scheitern, dass der Installationspartner des KNB wegen fehlender/mangelhafter Erdung und PA der Satellitenantenne die Einspeisung ablehnt.
RAL5018 schrieb:

Kann ich überhaupt die gleiche Art von Verteilung für Sat/Kabel nutzen? (abgesehen davon, dass ich über Kabel mehrere Geräte an einem Stern-Verteiler betreiben kann und über eine Stern-Verkabelung an einem Quad-LNB nur ein Gerät nutzbar wäre, das ist mir klar).
Die geschilderte Frequenzkollision ist nur mit bestimmten Unicable-Matritzen zu umgehen. Bei Laien ohne Praxis, die vergleichbar einfaches antennentechnische Erfahrungen aus Foren saugen müssen, ist die Qualifikation des ich nicht zu beurteilen.

Nach Reihe DIN 18015 sollen Kabel auch wohnungsintern nur noch in Sternverteilung und schon lange auch nur noch in zugfähigen Leerrohren verlegt werden. Der einfachste Lösungsansatz wäre an diesem Objekt die BK-Signale von unten nach oben komplett getrennt von den Sat.-Sternleitungen in die alte Reihenverteilung oder besser in neue Hochschirmkabel einzuspeisen. Die Durchgangssteckdosen müssen dann in der Flussrichtung umgedreht oder erneuert werden.

Nur Antennen, welche sich einschließlich der Kabel innerhalb als sicher definierten Fassadenbereichen befinden, sind nach DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) von Erdung mit mind. 16 mm² Cu UND Klasse H = 100 kA blitzstromtragfähigen Verbindern (und HES) befreit. Auch bei Satellitenantennen, die von Fassaden "passiv" geschützt werden, kann noch ein Potentialausgleich der Kabelschirme auszuführen sein.
RAL501814.01.21 21:23
*Dipol* schrieb:

"Klassischer" Fall eines ehemaligen Verteilnetzes für terrestrischen Antennenempfang, bei dem die Signale von oben nach unten in Stammleitung(en) eingespeist und später auf BK umgestellt wurden.

Ja, das denke ich auch.
*Dipol* schrieb:

Mittlerweile wurde die für BK genutzte Bandbreite in einem ersten Schritt von 862 auf 1006 MHz ausgeweitet und überschneidet sich mit der Satelliten-ZF, die bei 950 MHz beginnt. Die früher übliche gemeinsame Zuführung von BK- und Sat.-Signalen kann auch daran scheitern, dass der Installationspartner des KNB wegen fehlender/mangelhafter Erdung und PA der Satellitenantenne die Einspeisung ablehnt.

Vielen Dank für die Erklärungen - von denen ich zwar leider nur die Hälfte verstanden habe, aber ich denke es bringt mich trotzdem der Lösung einen Schritt näher.
Ich habe mich wahrscheinlich ungeschickt ausgedrückt mit der "Nutzung der gleichen Verteilung für Sat/Kabel". Ich möchte nicht Sat+Kabel verwenden, sondern evtl. irgendwann von Sat auf Kabel umstellen. Inwieweit ist denn diese Frequenzüberschneidung ein Problem? Dann kann ich ja die Leitungen zur Antenne trennen und dürfte das beschriebene Problem mit der Antennenerdung nicht haben?

Im ersten Schritt geht es vor allem darum, dass ich (wenn möglich) die alten verlegten Kabel nutzen möchte um das Sat-Signal an die Dosen zu bringen. Das ist natürlich limitiert, weil ich ja nur ein Quad-LNB habe. Das ist klar. Gibt es denn z. B. eine Möglichkeit einen Anschluss vom Quad-LND an das alte Stern-Netz anzuklemmen - so dass ich dann an eine der Dosen ein Gerät anschließen kann und die anderen unbenutzt bleiben? Oder kann man prinzipiell nicht mehrere (ungenutzte) Dosen an eine LNB-Leitung anschließen?
Die 3 restlichen LNB-Leitungen werden direkt auf Dosen gelegt, die nicht über die alte Verteilung gehen. Diese könnte ich dann auch weiter nutzen falls ich den Kabelanschluss reaktiviere.
Angenommen das klappt, dann müsste ich ja auch auf dem Dach das LNB wieder abklemmen und den Kabelanschluss anklemmen können? In dem Fall könnte man sogar alle Dosen benutzen (3x getrennte SAT-Dosen und die alten Dosen mit BK)?
*Dipol*14.01.21 22:56
RAL5018 schrieb:

Ich habe mich wahrscheinlich ungeschickt ausgedrückt mit der "Nutzung der gleichen Verteilung für Sat/Kabel". Ich möchte nicht Sat+Kabel verwenden, sondern evtl. irgendwann von Sat auf Kabel umstellen.
Das ist eine gänzlich andere Situation als eine Sat.- und BK-Übertragung über ein Verteilnetz. Mit einer schlichten Skizze hätte sich dieses Missverständnis mit weit weniger Text vermeiden lassen.
RAL5018 schrieb:

Gibt es denn z. B. eine Möglichkeit einen Anschluss vom Quad-LND an das alte Stern-Netz anzuklemmen - so dass ich dann an eine der Dosen ein Gerät anschließen kann und die anderen unbenutzt bleiben? Oder kann man prinzipiell nicht mehrere (ungenutzte) Dosen an eine LNB-Leitung anschließen?
GRÜBEL!

In terrestrischen Altanlagen waren Baumnetze/Stammleitungen mit mehreren Durchgangsdosen üblich und Sternleitungen an Stich-/Einzeldosen (Typen?) seltene Ausnahmen. Sternleitungen kamen erst mit Breitband-Kabelanschlüssen in Mode.

Bei normkonformer Installation der Sat.-Antenne müssten die LNB-Leitungen bereits möglichst nahe dem Gebäudeeintritt in den auch für Altbauten obligatorischen Schutzpotentialausgleich einbezogen sein. Wenn dieser Schutz gegen den elektrischen Schlag normkonform ausgeführt wurde, ist das eine mögliche Schnittstelle für BK-Einspeisung. Was fehlt muss nachgerüstet werden, wobei die Verbindung der (noch) Sat.-Sternleitungen auch weiter innen erfolgen könnte.

Bei einer Renovierung kann es doch kein unlösbares Problem sein zwischen HÜP -> 1. Erdblock -> Hausanschlussverstärker -> 4-fach-Abzweiger bzw. Verteiler -> 2. Erdblock ein Hochschirmkabel nach Class A+ zu verlegen und das ganze Gebilde mit mind. 2,5 mm² Cu (bei geschützter Verlegung) bzw. mind. 4 mm² Cu (ungeschützt) mit der Haupterdungsschiene des auch in jedem Altbau obligatorischen Schutzpotentialausgleich zu verbinden.

Die richtige Dimensionierung des Verstärkers und den so einzupegeln, dass an allen Teilnehmerdosen das Normpegelfenster nach IEC 60728-101 eingehalten wird, sowie die Montage zeitgemäßer Kompressions- oder Self-Install-Stecker ist ohne Praxis und Ausrüstung schon nicht mehr ganz so trivial.
din 18015kabelanschlusssatdosensternleitungendachbodenlnbinstallationsteckerhüp