Mittelherkunftsnachweis - wer verlangt was von wem?

4,30 Stern(e) 4 Votes
P

Pascali

Hallo erst einmal,

wie schaut das mit dem Mittelherkunftsnachweis aus? Mal konkret an einem Beispiel:
Freundin bringt Kreditsumme in Hauskauf ein von 100.000€
Freund bringt Eigenmittel ein von 200.000€

Beide überweisen den Betrag auf das Konto des Verkäufers oder des Notars(es gibt ja beide Varianten).

Die Bank des Käufers wundert sich über den hohen Zahlungseingang von insgesamt 300.000€.
Frag diese dann nach einem MHV beim Verkäufer oder des Notares an. Und der Verkäufer muss vom Käufer die angefragten MHV anfragen?
So wäre ja dem Verkäufer die Finanzsituation sehr offen, wo das Geld z.B. angelegt wurde vorm Verkauf an einer Börse. Und wieviel Geld dort noch liegt.

Oder fragt schon die eigene Bank beim Empfang des hohen Betrages von der Börse oder kreditgebenden Bank nach einem MHN?
Oder fragt schon die eigene Bank beim Überweisen auf das Konto des Käufers nach einem MHN?

Wie sähe ein MHV aus?
100.000€ -die Finanzierungsbestätigung sam Überweisung auf Kontoauszug von der kreditgebenden Bank. Möchte die Bank des Notars oder des Verkäufers das ebenfalls noch einmal sehen?
200.000€ -die Verkaufsbestätigung der Wertpapiere? Möchte die Bank das beim Auszahlen auch noch einmal sehen? Und die Bank des Notars oder des Verkäufers ebenfalls?
 
Tolentino

Tolentino

Ich glaube du verwechselst da was. Das ist doch nur bei Bargeldeinzahlungen ab 10k oder Auslandüberweisungen ab 12.500k.

Ansonsten, sollte ich mich irren macht der Verkäufer die Angabe Immobilienverkauf an XY und dann kommt irgendwer auf dich direkt zu.
Vielleicht kann @jens.knoedel mehr dazu sagen.
 
J

jens.knoedel

Hallo erst einmal. Wie schaut das mit dem Mittelherkunftsnachweis aus? Mal konkret an einem Beispiel:
Dein Beispiel mit den ganzen Banken, Börsen, Verkäuferbank, Käuferbank usw. ist leider nicht konkret.

Die Bank des Käufers wundert sich über den hohen Zahlungseingang von insgesamt 300.000€.
... und fragt (vielleicht) beim Kontoinhaber nach. Mehr nicht.
Oder fragt schon die eigene Bank beim Empfang des hohen Betrages von der Börse oder kreditgebenden Bank nach einem MHN?
Bei einem Wertpapierverkauf im eigenen Haus interessiert es niemanden. Ansonsten kommt Geld nicht von der Börse direkt, sondern von einer dritten Bank, wo Du ein Depot hast. Ggf. - siehe erste Antwort - Nachfrage.
Die finanzierende Bank überweist übrigens nur an den Verkäufer direkt. Außer, Du hast als Sicherheit ein anders Objekt (also eins, was Dir schon gehört und das Du beleihen kannst).
Oder fragt schon die eigene Bank beim Überweisen auf das Konto des Käufers nach einem MHN?
Nein.
Wie sähe ein MHV aus?
100.000€ -die Finanzierungsbestätigung sam Überweisung auf Kontoauszug von der kreditgebenden Bank. Möchte die Bank des Notars oder des Verkäufers das ebenfalls noch einmal sehen?
200.000€ -die Verkaufsbestätigung der Wertpapiere? Möchte die Bank das beim Auszahlen auch noch einmal sehen? Und die Bank des Notars oder des Verkäufers ebenfalls?
Notar möchte bis auf das Geld oder eine Bestätigung des Verkäufers, dass das Geld eingegangen ist, nichts sehen.

Hoffe, bei dem Wust an wilden Fragen, richtig sortiert zu haben.
 
P

Pascali

Erst einmal Danke jens.knoedel!
Bei einem Wertpapierverkauf im eigenen Haus interessiert es niemanden. Ansonsten kommt Geld nicht von der Börse direkt, sondern von einer dritten Bank, wo Du ein Depot hast. Ggf. - siehe erste Antwort - Nachfrage.
Was ist beim Wertpapierverkauf auf einer anderen Börse. An diese Börse ist dann eine Bank angeschlossen. Die werden ja evtl. schon etwas verlangen. Dann kann man den Verkaufsbeleg ja vorlegen. Aber verlangen die nicht einen Beleg wie man damals die Wertpapiere gekauft hatte? Oder verlangt das nur die Börse wo man die Wertpapiere kauft?
 
J

jens.knoedel

Was ist beim Wertpapierverkauf auf einer anderen Börse.
Was ist das, was Du meinst? Ich verstehe Dich leider nicht.
An diese Börse ist dann eine Bank angeschlossen.
Was für eine Bank? Wo ist Dein Depot?
Die werden ja evtl. schon etwas verlangen. Dann kann man den Verkaufsbeleg ja vorlegen. Aber verlangen die nicht einen Beleg wie man damals die Wertpapiere gekauft hatte?
Siehe vorherige Frage.
Oder verlangt das nur die Börse wo man die Wertpapiere kauft?
Du meinst, die Börse verlangt einen Nachweis, wo Dein Geld her kommt, mit dem Du die Wertpapiere kaufst? Ich wüsste nicht, dass Du direkt an der Börse etwas kaufen kannst. Das läuft immer über einen Broker/eine Bank.
 
mayglow

mayglow

Erst einmal Danke jens.knoedel!

Was ist beim Wertpapierverkauf auf einer anderen Börse. An diese Börse ist dann eine Bank angeschlossen. Die werden ja evtl. schon etwas verlangen. Dann kann man den Verkaufsbeleg ja vorlegen. Aber verlangen die nicht einen Beleg wie man damals die Wertpapiere gekauft hatte? Oder verlangt das nur die Börse wo man die Wertpapiere kauft?
Wovor hast du eigentlich gerade Angst?

Wenn du Wertpapiere hast, hast du in der Regel ein Depot bei einer Bank und da wird geführt, wieviele Wertpapiere du hast und wann du die gekauft oder bekommen hast. Das wird schon allein für Steuern und co benötigt. Wenn du die Wertpapiere dann über die Bank bei einer Börse verkaufst, dann braucht sie da keine zusätzlichen Nachweise mehr. Die hat sie in Prinzip ja schon alle über die vergangenen Transaktionen. Die Wertpapiere kommen ja nicht aus dem nichts.

Ich bezweifel aber, dass, wenn du mit dem Geld ein Haus kaufst, irgendwas über diese Vorgänge noch an den Verkäufer oder die Verkäuferbank übermittelt wird.
 
Zuletzt aktualisiert 04.03.2024
Im Forum Liquiditätsplanung / Finanzplanung / Zinsen gibt es 3105 Themen mit insgesamt 68234 Beiträgen
Alle Bilder dieser Forenkategorie anzeigen
Oben