ᐅ Lößlehm & Muschelkalk als Baugrund: Unerwartete Aufwände / Kosten
Erstellt am: 09.02.20 14:54
doomonti09.02.20 14:54
Hallo liebes Forum.
Wir haben die Aussicht auf ein ca. 600qm großes Baugrundstück eines Neubaugebiets in der Nähe von Rottweil in Baden-Württemberg (Grenze Schwarzwald / Schwäbische Alb). Es wird am Ortsrand an bereits länger bestehendes Wohngebiet angeschlossen und umfasst ca. 30 Bauplätze. Das Gebiet war zuvor Wiesenfläche.
Im Bericht der Bauvorschriften, im Bauplatzangebot sowie im notariellen Vertrag, welcher uns bereits vorliegt, sind Bodengegebenheiten aufgeführt, welche wir (auch nach längerer Internetrecherche) nicht verstehen. Diese sind in den folgenden Aufzählungen stichwortartig aufgeführt:
Vielen Dank vorab und viele Grüße
Wir haben die Aussicht auf ein ca. 600qm großes Baugrundstück eines Neubaugebiets in der Nähe von Rottweil in Baden-Württemberg (Grenze Schwarzwald / Schwäbische Alb). Es wird am Ortsrand an bereits länger bestehendes Wohngebiet angeschlossen und umfasst ca. 30 Bauplätze. Das Gebiet war zuvor Wiesenfläche.
Im Bericht der Bauvorschriften, im Bauplatzangebot sowie im notariellen Vertrag, welcher uns bereits vorliegt, sind Bodengegebenheiten aufgeführt, welche wir (auch nach längerer Internetrecherche) nicht verstehen. Diese sind in den folgenden Aufzählungen stichwortartig aufgeführt:
- Baugebiet im geologischen Bereich des mittleren Muschelkalks
- Quartäre Lockergesteine (Lößlehm) unbekannter Mächtigkeit als Baugrund, darunter Gesteine des mittleren Muschelkalks erwartet
- Partiell geogene Belastungen wie Arsen, Cadmium, Blei, etc. können nicht ausgeschlossen werden
- Entsorgung eventuell überschüssiger Erdmassen deshalb unter Umständen teurer
- Mit kleinräumig unterschiedlichem Setzungsverhalten ist zu rechnen
- Gegebenenfalls vorhandene organische Anteile können eventuell zu bautechnischen Erschwernissen führen
- Schädliche Bodenveränderungen und Altlasten sind der Gemeinde nicht bekannt
- Die Entwässerung erfolgt über einen Regenwasserkanal in eine Retentionsanlage
- Mit Grundwasser ist im gesamten Gebiet zu rechnen, weshalb wasserdichte Keller empfohlen werden
- Sind die oben aufgeführten Eigenschaften in irgendeiner Art besorgniserregend, oder lediglich schwer zu verstehenden "Beamtendeutsch"?
- Handelt es sich bei der Auflistung der möglichen geogenen Belastungen um eine Standardklausel, dass sich die Gemeinde vorab rechtlich vor Haftungsansprüchen schützt, oder ist das ein Sonderfall?
- Inwiefern können die oben genannten Eigenschaften unser Bauvorhaben beeinflussen?
- Höhere Kosten für Aushub und Abtransport/Entsorgung?
- Höhere Kosten für wasserdichten Keller?
- Muss anderer Boden für stabileren Baugrund herbeigeschafft werden?
- Die Kosten für den Keller hatten wir mit ca. 60.000€ kalkuliert. Kommt das, in Anbetracht der oben aufgeführten Umstände, in etwa hin?
Vielen Dank vorab und viele Grüße
-XIII-09.02.20 15:13
Die Kosten für den Keller kann man aufgrund der unbekannten Dimensionen eures Bauprojekts bisher schlecht abschätzen (Größe, Ausstattung?). Genauso sieht es mit den dazugehörigen Baunebenkosten aus. Wenns blöd kommt, verdoppeln die den Kellerpreis noch mal. Wenn die Gemeinde schon schwierige Bodenbedingungen ankündigt, dann würde ich mich bei endlichem Baubudget davor hüten das Grundstücks ohne eigenes Bodengutachten zu kaufen. Für einen schnellen ersten Eindruck kann man auch schon mal bei den benachbarten Bestandsbautenbesitzern nachfragen.
T_im_Norden09.02.20 15:24
Eigenes Gutachten, ohne würde ich das nicht kaufen.
Wenn ihr Pech habt muß der komplette Aushub als Sondermüll entsorgt werden und ihr bekommt Auflagen beim Bau.
Im Internet findet man sofort ein pdf dazu
Wenn ihr Pech habt muß der komplette Aushub als Sondermüll entsorgt werden und ihr bekommt Auflagen beim Bau.
Im Internet findet man sofort ein pdf dazu
doomonti09.02.20 15:26
T_im_Norden schrieb:
Eigenes Gutachten, ohne würde ich das nicht kaufen.
Wenn ihr Pech habt muß der komplette Aushub als Sondermüll entsorgt werden und ihr bekommt Auflagen beim Bau.
Im Internet findet man sofort ein pdf dazuPDF im Internet: Zu den geogenen Belastungen ja, zu den anderen Gegebenheiten als Baugrund allerdings nicht.
Danke dennoch für den Hinweis.
nordanney09.02.20 15:26
doomonti schrieb:
Die Kosten für den Keller hatten wir mit ca. 60.000€ kalkuliert. Kommt das, in Anbetracht der oben aufgeführten Umstände, in etwa hin?Hab gerade mal gewürfelt und bei mir ist der Preis von € 137.479,63 erschienen.Beim zweiten Wurf waren es nur € 58.568,55.
Und jetzt schoss der Preis auf € 161.118,01.
Woher sollen wir wissen, was der Keller kosten wird? Wir kennen nicht die Begebenheiten Deines Grundstücks noch die Größe des Kellers noch dessen Ausstattung. Mach ein Gutachten vor dem Kauf, dann bist Du sicher. Kommt es auf ein paar 10.000€ nicht an, kauf das Grundstück einfach so.
Zaba1209.02.20 15:33
Du meinst 60k€ für den Kelleraushub, ja kann hinkommen , wenn bei Euch die Deponien voll sind. Kann muss aber nicht! Aber 60k€ für nen Keller, fertig? Mit Aushub, Deponie und ausgebaut? Niemals.
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