ᐅ Kann man IKEA Brimnes Möbel farblich individualisieren?
Erstellt am: 23.04.22 10:17
J
janonHallo zusammen,
ich überlege, einige meiner IKEA Brimnes Möbelstücke ein wenig farblich zu individualisieren, um sie besser an meine Wohnungseinrichtung anzupassen. Meine Frage ist konkret: Kann man IKEA Brimnes Möbel farblich individualisieren, und wenn ja, welche Methoden eignen sich am besten dafür, ohne die Funktionalität oder Stabilität der Möbel zu beeinträchtigen? Mich interessiert insbesondere, ob man die Oberflächen problemlos lackieren kann, oder ob andere Techniken wie Folieren oder Bekleben praxisnah sind. Außerdem wäre hilfreich zu wissen, ob es irgendwelche Besonderheiten bei der Materialbeschaffenheit gibt, die man bei der Farbanpassung beachten sollte. Ich freue mich auf eure Erfahrungswerte und Tipps!
ich überlege, einige meiner IKEA Brimnes Möbelstücke ein wenig farblich zu individualisieren, um sie besser an meine Wohnungseinrichtung anzupassen. Meine Frage ist konkret: Kann man IKEA Brimnes Möbel farblich individualisieren, und wenn ja, welche Methoden eignen sich am besten dafür, ohne die Funktionalität oder Stabilität der Möbel zu beeinträchtigen? Mich interessiert insbesondere, ob man die Oberflächen problemlos lackieren kann, oder ob andere Techniken wie Folieren oder Bekleben praxisnah sind. Außerdem wäre hilfreich zu wissen, ob es irgendwelche Besonderheiten bei der Materialbeschaffenheit gibt, die man bei der Farbanpassung beachten sollte. Ich freue mich auf eure Erfahrungswerte und Tipps!
Hallo janon,
deine Frage finde ich sehr gut formuliert, weil du gleich auf verschiedene Methoden eingehst. Grundsätzlich sind die Brimnes Möbel von IKEA meist aus beschichteten Spanplatten gefertigt, was sowohl Vor- als auch Nachteile für Farbänderungen mit sich bringt.
- Lackieren ist grundsätzlich möglich, erfordert aber eine gute Vorbereitung der Oberfläche, das heißt Anschleifen und eventuell eine Grundierung, da die Melaminbeschichtung sehr glatt ist.
- Folien oder Selbstklebefolien können einfach angebracht werden, allerdings ist die Haltbarkeit oft begrenzt, und an Kanten oder Ecken können sie sich lösen.
- Beim Bekleben mit Papier oder Stoff ist Vorsicht geboten, da die Oberfläche meist nicht sehr saugfähig ist und gute Klebstoffe benötigt werden.
Wichtig ist auch, dass bei der Anwendung keine starken Feuchtigkeitsquellen vorhanden sind, weil die Spanplatten bei hoher Nässe quellen könnten.
Falls du möchtest, kann ich gerne noch genauer auf die einzelnen Schritte beim Lackieren oder Folieren eingehen.
deine Frage finde ich sehr gut formuliert, weil du gleich auf verschiedene Methoden eingehst. Grundsätzlich sind die Brimnes Möbel von IKEA meist aus beschichteten Spanplatten gefertigt, was sowohl Vor- als auch Nachteile für Farbänderungen mit sich bringt.
- Lackieren ist grundsätzlich möglich, erfordert aber eine gute Vorbereitung der Oberfläche, das heißt Anschleifen und eventuell eine Grundierung, da die Melaminbeschichtung sehr glatt ist.
- Folien oder Selbstklebefolien können einfach angebracht werden, allerdings ist die Haltbarkeit oft begrenzt, und an Kanten oder Ecken können sie sich lösen.
- Beim Bekleben mit Papier oder Stoff ist Vorsicht geboten, da die Oberfläche meist nicht sehr saugfähig ist und gute Klebstoffe benötigt werden.
Wichtig ist auch, dass bei der Anwendung keine starken Feuchtigkeitsquellen vorhanden sind, weil die Spanplatten bei hoher Nässe quellen könnten.
Falls du möchtest, kann ich gerne noch genauer auf die einzelnen Schritte beim Lackieren oder Folieren eingehen.
Eine kurz gefasste Antwort vorweg: Ja, IKEA Brimnes Möbel lassen sich farblich individualisieren, sollten jedoch mit der richtigen Technik behandelt werden.
Die Beschichtung der Möbel ist eine eher glatte Oberfläche, keine Vollholzoberfläche – das heißt:
- Unmittelbar lackieren ohne Vorbereitung führt zu schlechter Haftung.
- Schleifen mit feinem Schleifpapier (z.B. Körnung 220) verbessert die Oberflächenstruktur für den Lack.
- Im Anschluss empfehle ich unbedingt eine für Melamin geeignete Grundierung.
Wer es nicht lackieren möchte, kann mit matt- oder glänzendem Klebefolie gute Ergebnisse erzielen, die zudem reversibel sind. Dabei sollte man aber auf passgenaue Zuschnitte und eine blasenfreie Verlegung achten.
Achte außerdem darauf, dass das Möbeldesign mit Untergestell und Fronten die Folierung zulässt – manche Kanten sind schwieriger zu folieren.
Die Beschichtung der Möbel ist eine eher glatte Oberfläche, keine Vollholzoberfläche – das heißt:
- Unmittelbar lackieren ohne Vorbereitung führt zu schlechter Haftung.
- Schleifen mit feinem Schleifpapier (z.B. Körnung 220) verbessert die Oberflächenstruktur für den Lack.
- Im Anschluss empfehle ich unbedingt eine für Melamin geeignete Grundierung.
Wer es nicht lackieren möchte, kann mit matt- oder glänzendem Klebefolie gute Ergebnisse erzielen, die zudem reversibel sind. Dabei sollte man aber auf passgenaue Zuschnitte und eine blasenfreie Verlegung achten.
Achte außerdem darauf, dass das Möbeldesign mit Untergestell und Fronten die Folierung zulässt – manche Kanten sind schwieriger zu folieren.
Zur Ergänzung: Die Brimnes-Serie von IKEA verwendet Melaminharzbeschichtete Spanplatten und MDF-Elemente, die eine hohe Abriebfestigkeit besitzen. Dadurch ist das Material sehr glatt und weist eine geringe Saugfähigkeit auf.
Aufgrund dessen gilt:
- Lackierarbeiten sollten zwingend mit passender Grundierung für melaminbeschichtete Flächen erfolgen, um Abplatzen und schlechte Haftung zu vermeiden.
- Schleifarbeiten gestaltet sich schwierig; zu starkes Schleifen kann die Oberfläche beschädigen, zu schwaches Schleifen führt zu Haftungsproblemen.
- Alternative Methoden: Hochwertige Selbstklebefolien mit einer guten Kantenhaftung sind praktikable Lösungen, allerdings ist eine exakte Verarbeitung eine Voraussetzung für ein langlebiges Ergebnis.
Zusätzlich sollte man beim Lackieren den Möbelstücken genug Zeit zum Trocknen einräumen und auf gute Belüftung achten. Eine einfache Pulverbeschichtung ist hier nicht möglich, da die Möbel industriell vorbeschichtet sind.
Aufgrund dessen gilt:
- Lackierarbeiten sollten zwingend mit passender Grundierung für melaminbeschichtete Flächen erfolgen, um Abplatzen und schlechte Haftung zu vermeiden.
- Schleifarbeiten gestaltet sich schwierig; zu starkes Schleifen kann die Oberfläche beschädigen, zu schwaches Schleifen führt zu Haftungsproblemen.
- Alternative Methoden: Hochwertige Selbstklebefolien mit einer guten Kantenhaftung sind praktikable Lösungen, allerdings ist eine exakte Verarbeitung eine Voraussetzung für ein langlebiges Ergebnis.
Zusätzlich sollte man beim Lackieren den Möbelstücken genug Zeit zum Trocknen einräumen und auf gute Belüftung achten. Eine einfache Pulverbeschichtung ist hier nicht möglich, da die Möbel industriell vorbeschichtet sind.
Deandre schrieb:
Folien oder Selbstklebefolien können einfach angebracht werden, allerdings ist die Haltbarkeit oft begrenzt, und an Kanten oder Ecken können sie sich lösen.Das klingt etwas problematisch bei Folierungen. Gibt es da vielleicht spezielle Folientypen, die besser halten oder spezielle Techniken, um die Haltbarkeit zu erhöhen? Für mich wäre auch wichtig, dass die Möbel bei Bedarf ohne viel Aufwand wieder in den Originalzustand versetzt werden können.
Außerdem habe ich noch eine zweite Frage: Manche Brimnes Möbel verfügen über kleine Kunststoffoberflächen etwa bei den Schubladengriffen oder Abdeckungen. Lässt sich die Farbe dort auch gut anpassen oder wäre hier eher von Lackieren oder Tauschen abzuraten? Danke schonmal!
Hey janon 😊
zu den Folien: Ja, es gibt spezielle Cast-Folien, die flexibler und strapazierfähiger sind als die günstigen Oracal-Standards. Die halten besser an Ecken und Kanten und sind leichter zu verarbeiten, weil sie sich dehnen lassen.
Zu deiner Idee mit der Rückbarkeit: Folie ist da echt top, weil du sie später wieder ablösen kannst, ohne Spuren zu hinterlassen – wenn du es richtig machst natürlich.
Was die Kunststoffteile angeht, da würde ich an deine Stelle eher auf spezielle Kunststoffsprays oder gar auf Kfz-Lacke zurückgreifen. Die haften besser und werden flexibler, was eben wichtig ist, weil Plastik sonst ganz schnell die Farbe abblättert.
Manche tauschen die Griffe auch einfach aus, gibt da Ersatzteile bei IKEA oder Drittanbieter, damit sieht man sofort was anderes – ist manchmal leichter als Lackieren.
Viel Erfolg, und keine Angst vor Farbe, macht Spaß!
zu den Folien: Ja, es gibt spezielle Cast-Folien, die flexibler und strapazierfähiger sind als die günstigen Oracal-Standards. Die halten besser an Ecken und Kanten und sind leichter zu verarbeiten, weil sie sich dehnen lassen.
Zu deiner Idee mit der Rückbarkeit: Folie ist da echt top, weil du sie später wieder ablösen kannst, ohne Spuren zu hinterlassen – wenn du es richtig machst natürlich.
Was die Kunststoffteile angeht, da würde ich an deine Stelle eher auf spezielle Kunststoffsprays oder gar auf Kfz-Lacke zurückgreifen. Die haften besser und werden flexibler, was eben wichtig ist, weil Plastik sonst ganz schnell die Farbe abblättert.
Manche tauschen die Griffe auch einfach aus, gibt da Ersatzteile bei IKEA oder Drittanbieter, damit sieht man sofort was anderes – ist manchmal leichter als Lackieren.
Viel Erfolg, und keine Angst vor Farbe, macht Spaß!
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